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Sozialstaat: Städtebund kritisiert Vollkaskomentalität der Deutschen
DPA

Die Sozialgesetze müssten vereinfacht und Bürokratie abgebaut werden - das fordert der Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Der Staat könne nicht alles leisten.

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friedrich_eckard 25.12.2018, 14:58
10.

Hmm... als Linker müsste ich ja jetzt pflichtgemäss empört sein, und der Verdacht, dass da in Wirklichkeit einfach nur Leistungskürzungen erreicht werden sollen, ist ja wohl auch nicht unbegründet. Die Frage, welcher Betrag an Verwaltungskosten auf den einen Euro Sozialleistung kommt, der dann wirklich beim Empfänger landet, erscheint mir aber zulässig, und ob da nicht tatsächlich Einsparpotentiale zu finden wären... es ist eben so: wenn ich ein Höchstmass an Einzelfallgerechtigkeit erreichen will, dann produziere ich Verwaltungsaufwand, irgendwann entsteht dann ein offensichtliches Missverhältnis... den Gedanken, Sozialleistungen im Rahmen des Machbaren zu pauschalieren und die Fälle, die dann "durch den Rost zu fallen" drohen, über Härtefallregelungen aufzufangen, kann ich so ganz falsch nicht finden.

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diorder 25.12.2018, 15:00
11. Hier tummeln sich bisher Wohhlhabende

die meinen auf staatliche Leistungen nicht angewiesen zu sein. Empfehle einen längeren Aufenthalt mit schulpflichtigen Kindern in einigen afrikanischen Städten , um mal zu erleben, was steuerbefreite Länder, ohne nennenswerte Infrastruktur und ohne Sozialhilfe und Rentensysteme bedeuten. Da könnte man nur in Ghettos überleben. Das will hoffentlich niemand in Deutschland . Auf das Ausmaß von Abgaben und Steuern muß ständig gestritten werden, aber sie nahezu ganz abschaffen zu wollen, ist wohl nicht ernst zu nehmen. Ich selbst wäre angesichts meiner Lage auch bereit für bessere Infrastruktur und vor allem Klimaschutz mehr zu zahlen, um meinen Enkeln ein menschenwürdiges Überleben zu ermöglichen. Ohne Opfer aller wird das nicht gehen.

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Andre V 25.12.2018, 15:01
12. Wenn Sozialstaat zu Sozialismus wird

Der Staat fördert mit seiner Vollkaskomentalität und dem Sozialismus fleißig die Untertanten, Drohnen, kritiklosen Mitläufer und spätrömische Dekadenz und bestraft alle, die erwachsen genug sind, selbst zu denken. Ziel erreicht. Denn das schlimmste, was dem Staat und seinen Claqueuren passieren kann, sind Menschen, die sich ihres eigenen Verstandes bedienen anstatt den Relotuis' dieser Welt alles nachzuplappern. "Aufklärung ist der Ausweg des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit." (Kant)

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a.weishaupt 25.12.2018, 15:04
13. Die Mentalität hier ist wirklich zum Verzweifeln

Nicht einmal die skandiavischen Länder bevormunden im Ganzen so stark wie der deutsche Staat, und selbst dort ist man nicht so unkritisch wie hier. Es gab ja nicht einmal eine Aufschrei, als Sparerfreibeträge auf einen Bruchteil eingedampft und den Leuten durch den Wegfall steuerfreier langfristiger Anlagen die Möglichkeit genommen wurde, mit Arbeit auf lange Sicht ein Vermögen aufzubauen. Man soll die Produkte der Versicherungswirtschaft nutzen, die sich trotz gewaltiger Steuergeschenke oft nur knapp lohnen. Aber jetzt wundert man sich, dass alle Immobilien kaufen wollen. Spricht man darüber mit Bekannten, finden die die Bevormundung meist grundsätzlich richtig und würden nur an Details schrauben. Dass das eingetreten ist, was die Konservativen in den 70ern prophezeit haben, nämlich dass man eine unmündige Gesellschaft herangezogen hat, geht nicht in die Köpfe.

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LorenzSTR 25.12.2018, 15:04
14. Neoliberales zur Weihnacht

Der Herr Landsberg, der es sich bequem im öffentlichen Dienst eingerichtet hat, fordert also. Der Herr hat ja auch schon den Handel der Kommunen mit Daten der BürgerInnen gefordert. Unfassbar, dass Neoliberale immer noch massiven Einfluss haben.

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DorianH 25.12.2018, 15:04
15.

Zitat von pepe-b
Genau dieser Ansatz war der Grundgedanke der Agenda 2010 - die ich genau deshalb heute noch sehr begrüße. Ich kenne kaum ein Land auf der Welt wo die Bevölkerung derartige Ansprüche an den Staat stellt. Wir sind ja inzwischen soweit, dass der Staat am besten bedingungslos nicht nur das Existenzminimum sichern, sondern auch unter dem Schlagwort Teilhabe auch noch Kinobesuche, Urlaube und wer weiß was sonst noch finanzieren soll. Wir sind dermaßen staatsgläubig geworden, dass man - wie ich sicher auch gleich - schon verbal angegriffen wird, wenn man fordert, dass jeder zuallererst für seinen Lebensunterhalt selbst zu sorgen hat. Selbst von Hartz4 mit all seinen Bedingungen träumen die Menschen aber nur in den meisten Staaten dieser Welt. Ja, man kann damit keine großen Sprünge machen, aber man kann davon leben. Aber woraus man den immer lauter werdenden Anspruch ableitet, dass ein Sozialstaat mehr als das leisten muss, ist mir schleierhaft.
Ihnen ist offensichtlich nicht der Unterschied zwischen leben und existieren klar....

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Patriot75 25.12.2018, 15:05
16. Eine Baustelle

Allerdings könnte der Stödtetag auch gerne endlich mal die heiße Kartoffel Flurverdichtung angehen, d.h. es könnten massiv Gelder und Bürokratie eingespart werden, wenn endlich in Landstrichen mit Bevölkerungsschwund jede dritte Gemeinde rückgebaut wird. Ansonsten kann man den Ansatz nach mehr Selbstverabtwortung wie schon damals bei der Agenda 2010 nur begrüßen. Es gibt links wie rechts genug Leistungsverweigerer die gerne die Schuld auf externe Faktoren schieben (wie bspw. der böse Fremde oder der böse Kapitalismus).

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claus7447 25.12.2018, 15:07
17. Wer hält sie zurück!

Zitat von eiffe
Dann streicht bitte auch die Steuern. Wozu in einem Land mit den höchsten Steuern der Welt leben, wenn der dafür gebotene Service so mies ist?
Ihre Stellungnahme bestätigt genau den Inhalt des Artikels. Wenn sie der Ansicht sind es geht ihnen hier schlecht, ziehen sie Konsequenzen. Oder zumindest nennen sie mir drei Länder, in denen es ihnen besser gehen würde als hier! Nur Mut, wer so einen Beitrag an Weihnachten raus haut muss doch Ahnung haben!

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mmaltensen 25.12.2018, 15:07
18. Und wer verursacht die Schäden?

so, so, die Deutschen haben eine Vollkaskomentalität. Und wer verursacht die Schäden? Sind es nicht die Taten des Staates, die diese mitverursachen? Wer wacht denn über ein System namens "Marktwirtschaft"? Wer hat denn die Schranken für den freien Kapitalverkehr - vulgo "Globalisierung" - niedergerissen? Wer hat denn den Euro in die Welt gesetzt? Wer hat denn die "Finanzmärkte" dereguliert? Wer hat denn durch Arbeitsmarktreformen den Niedriglohnsektor und die befristeten Arbeitsverhältnisse initiiert? Natürlich immer mit dem Versprechen, dass es dann den Menschen besser geht. Und wenn dann das für die Mehrheit der Bevölkerung nicht eintritt und immer mehr Schäden auftreten, dann ja dann klagt eben gerade der Vertreter einer staatlichen Gliederung darüber, dass "die Deutschen" eine Absicherung erwarten. So was aber auch. Auch in den letzten Jahrzehnten gab es Produktivitätssteigerungen. Meist verbunden mit der Verschlechterung der Situation eben der abhängig Beschäftigten. Arbeitsverdichtung, ständige Erreichbarkeit, Flexibilisierung, mehr Schichtarbeit. Nur mit der Teilhabe hapert es gewaltig, was man ja auch an der gesunkenen Lohnquote am Volkseinkommens sehen kann. Vielleicht ist doch eher das Anspruchsdenken von Staatsfunktionären und Politikern ein Problem für die Bevölkerung. Und ja die Demographie. Mal abgesehendavon, dass die seit Jahrzehnten prognostizierte Abnahme der Bevölkerung nicht eingetreten ist, so ist durch die Produktivitätssteigerungen doch der produzierte Reichtum stark gestiegen. Warum wird denn dies nicht berücksichtigt?

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MisterD 25.12.2018, 15:10
19. Das Ehegattensplitting...

musste in dem Zuge natürlich erwähnt werden...es ist allerdings keineswegs unzeitgemäß, denn mit meinem Eheversprechen gehen nicht nur finanhielle Vorteile einher, sondern auch eine Verantwortung, sollte man krank werden oder sich trennen. Sie können ihre Freundin jederzeit aus der Wohnung schmeissen, mit ihrer Ehefrau wird das ungleich schwieriger und vor allem teurer... andersrum... heiraten Sie doch einfach, wenn Sie die Vorteile haben wollen?

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