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Sozialstatistik: So arm ist Deutschland
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15 Prozent der Deutschen droht Armut. Laut Statistischem Bundesamt ist das Risiko in fast allen Bundesländern gestiegen, die Kluft zwischen Ost und West schließt sich nur langsam. Single-Haushalte gelten als armutsgefährdet bei einem Einkommen von weniger als 848 Euro im Monat.

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Crom 13.09.2012, 14:01
50.

Zitat von kael
Wer mit seiner Grundsicherung in die 3. Welt zieht, ist dort sicherlich nicht arm. Das Problem ist nur, die Grundgesicherten müssen in Deutschland mit ihrem Geld auskommen. Das haben Sie wohl übersehen.
Wenn man in der Dritten Welt einen Lebensstandard wie in Europa haben möchte, kostet das aber auch einiges.

Ansonsten steht es jeden frei in solche Länder zu ziehen und dort sein Glück zu versuchen.

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achim-bonn 13.09.2012, 14:03
51.

Zitat von rwdd
Diese Statistik sagt nichts über die absolute Armut in Deutschland. Die gibt es hier eigentlich nicht. Wenn man wissen will was Armut bedeutet muss man sich die Regionen ansehen, in denen die Leute nicht mal mehr was zu essen bekommen. Von einem Dach über dem Kopf, Krankenversorgung,... ..
Armut muß man immer in Relation zum Lebensumfeld oder zur Gesellschaft sehen, in Monaco wäre man wahrscheinlich mit 3000€ Monatseinkommen Mitglied der armen Bevölkerungsgruppe. Also kann man die hier herrschende Armut nicht mit dem vergleichen, was in der dritten Welt als arm gilt. Ein Freund von mir ist Professor an der Makerere-Universität in Kampala/Uganda, er verdient dort Vollzeit gerade mal umgerechnet 900 US$, würde hier als arm gelten, gehört aber in seinem Land zur besserverdienenden Klasse.

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lordofaiur 13.09.2012, 14:04
52. Kein Mitleid

Zitat von sysop
15 Prozent der Deutschen droht Armut. Laut Statistischem Bundesamt ist das Risiko in fast allen Bundesländern gestiegen, die Kluft zwischen Ost und West schließt sich nur langsam. Single-Haushalte gelten als armutsgefährdet bei einem Einkommen von weniger als 848 Euro im Monat.
Wenn es Arme in Deutschland gibt, was sind dann die Menschen in den Dritte-Welt-Ländern? In Deutschland gibt es eine äußerst großzüge Grundsicherung, kein Mensch muss verhungern.

Wer keine Schulbildung und Berufsausbildung hat, demzufolge in keine Sozialkasse eingezahlt hat, bekommt die Quittung eben im Alter. So einfach ist das.

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olli0816 13.09.2012, 14:08
53. Danke für ihren Kommentar

Zitat von polyphem_
Wirklich absonderlich wie hier etliche Menschen Armut in Deutschland in einer Tour ablehnen bzw. als selbstverschuldet deklarieren, obwohl Armut einerseits viele Gesichter hat und andererseits systembedingt ist. Es gibt eben nicht für jeden Menschen gut bezahlte Jobs, im Gegenteil der Niedriglohnsektor wächst. Gut bezahlte Jobs kosten Geld, setzen .......
Ich wundere mich auch immer wieder über die Trolle a la "Jeder ist seines Glückes Schmid" und in Somalia haben sie es aber schlechter. Wir haben in Deutschland definitiv Armut. Es reicht schon, wenn man morgens um 7 an den einschlägigen Stellen durch die Münchner Innenstadt geht.

Was auch stimmt: Es gibt nicht für jeden Arbeit, die ausreichend bezahlt ist. Und jetzt kommt der Aufschrei für die Trolle hier: Es ist nicht jeder geeignet für eine Arbeit, selbst für geringqualifizierte Tätigkeit. Wie ich darauf komme? Ich habe über 15 Jahre Unternehmen geleitet und bestimmt in dieser Zeit 200 Leute in irgendeiner Form beschäftigt. Aus Bewerbungsgesprächen und Praktikas weiß ich, dass es Menschen gibt, die nicht in der Lage sind, die Anforderungen zu erfüllen. Und da rede ich jetzt nicht von übermäßigen Anforderungen, sondern was ein Durchschnittsmensch ohne Mühe machen kann.

Wir müssen uns damit abfinden, dass die Strategie "Arbeit für alle" nicht greift. Das tut es selbst in Deutschland seit Jahrzehneten nicht mehr. Wie es in anderen Ländern ausschaut, ist meist noch viel schlimmer. Deshalb gibts dort noch nicht mal H4 bzw. für alle was zum Essen. Mir scheint, das zu wenig darüber nachgedacht wird, wie man eine entsprechende Verteilung der grundlegenden Güter erreichen kann, ohne diesen Gängelungsaufwand der H4-Industrie zu fördern. Das ganze System ist absurd und durch die Nichtauszahlung (was als Erfolg der Mitarbeiter gefeiert wird) zum Teil völlig willkürlich.

Was mich auch wundert: Hier gibts so viele, die sagen, das H4-Empfänger so toll leben können mit Nichtstun. Wenn es so erstrebenswert wäre, warum machen die es nicht freiwillig? Es gibt sicher andere, die ihre Arbeitsstelle mit Kusshand übernehmen würden und schließlich ist jedermann ersetzbar. Da hörts dann aber auf, weil wenn man nachrechnet, ist man in der falschen Wohnung, das Auto hätte man weiterhin gerne und mit seiner Holden 2 Wochen Malle-Urlaub ist auch nicht schlecht. Fragen Sie sich mal, wo ein H4-Empfänger Urlaub macht? Eigentlich müßte der die ganze Welt gesehen haben, schließlich hat er (theoretisch) das ganze Jahr frei...

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jamesbrand 13.09.2012, 14:08
54. das muss

so sein, sonst gibt es nicht immer mehr und immer schneller Superreiche, denn Reiche sind fleissig und Arme sind faul, oder?

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Plombier 13.09.2012, 14:09
55. Armes Bremen ?

Bemen hat laut " WESER-KURIER" nach Hamburg die zweitmeisten Millionäre , gemessen an der Einwohnerzahl .
Aber leider auch die meisten armen Kinder . Den seit über 60 Jahren regierenden Sozialdemokraten ist das aber scheißegal , denn sonst hätten sie ja schon längst etwas unternommen .

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b_russel 13.09.2012, 14:10
56. Unsinnige Grafik

Die Lebenshaltungskosten sind doch nicht überall gleich! Vielleicht kann man in Brandenburg von 848€ leben, in München oder Frankfurt geht das schon für Miete Nebenkosten drauf.

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GerhardFeder 13.09.2012, 14:11
57. Grundschulwissen

Zitat von sysop
15 Prozent der Deutschen droht Armut. Laut Statistischem Bundesamt ist das Risiko in fast allen Bundesländern gestiegen, die Kluft zwischen Ost und West schließt sich nur langsam. Single-Haushalte gelten als armutsgefährdet bei einem Einkommen von weniger als 848 Euro im Monat.
Schon in der Grundschule wurde uns immer gesagt: "Man kann nicht Äpfle und Birnen vergleichen"; später erfuhr ich noch, was eine Milchmädchenrechnung ist.
Offenbar wurden hier wieder Staistiker mit Statisten verwechselt.
Wer Bayern (12.600 Tsd. Einwohner, Flächenstaat mit 70551 qkm) mit Bremen (548 Tsd. Einwohner, Stadtstaat mit 325 qkm) vergleicht, der sollte nicht auch noch öffentlich darüber reden.
Besser wäre ein Besuch einer helfenden Schule und ein Grundlehrgang in Rechnen.

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achim-bonn 13.09.2012, 14:15
58.

Zitat von unemployed50
Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren wie sich das mittlere Einkommen in den letzten 10 Jahren entwickelt hat. Hab gegoogelt aber keine verlässlichen Zahlen gefunden. Aus meinem Bauchgefühl würde ich sagen es ist massiv gesunken. Ich kann mich auch irren. Hat jemand verlässliche Zahlen?
Persönlich haben wir wohl alle die Erfahrung gemacht, die Ihnen Ihr Bauch erzählt. ;-)
Aber es gibt zumindest Untersuchungen, die das bestätigen:
http://web.apb-tutzing.de/apb/cms/up..._Grabka_01.pdf
http://www.diw.de/documents/vortrags..._paderborn.pdf
http://www.iwg-bonn.de/fileadmin/use...ken_160608.pdf

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rwdd 13.09.2012, 14:15
59. Nichts verstanden

Zitat von achim-bonn
Armut muß man immer in Relation zum Lebensumfeld oder zur Gesellschaft sehen, in Monaco wäre man wahrscheinlich mit 3000€ Monatseinkommen Mitglied der armen Bevölkerungsgruppe. Also kann man die hier herrschende Armut nicht mit dem vergleichen, ....
Es gibt in dieser Welt viele Regionen, die sich das täglich Brot, neu Kleidung oder einen Arztbesuch nicht leisten können. Deutschland zählt nun beim besten Willen nicht dazu.

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