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S&P-Abwertung: Die Angst wächst, dass Deutschland die Zeche zahlt

Die Ratingagentur Standard & Poor's straft neun Euroländer ab. Auch wenn Deutschland seine Topnote behält, gibt es immer mehr Warnungen von Experten.*Der Druck auf die Regierung Merkel wächst.

meinmein 14.01.2012, 14:44
1.

Zitat von sysop
Die Ratingagentur Standard & Poor's straft neun Euroländer ab. Auch wenn Deutschland seine Topnote behält, gibt es immer mehr Warnungen von Experten.*Der Druck auf die Regierung Merkel wächst.
Ich fasse es nicht. Wir müssen uns von so einer popeligen Privat-Bankster-Agentur bewerten lassen und ganz Europa muss vor denen Zittern?

Ein Putin würde die einfach verhaften und wegen Hochverrats nach Sibirien ins Arbeitslager stecken.

Das ganze Theater wird doch nur veranstaltet, damit die 200 Reichsten weiter unermesslichen Gewinn machen können.

Eine gesunde Volkswirtschaft, wo einfach nur jeder Bürger Essen, Trinken, eine warme Wohnung und vielleicht ein kleines bißchen Luxus wie Urlaubsreise braucht, könnte man aus dem Handgelenk ohne die Reichen und ohne Bankster aufbauen und erhalten.

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seine-et-marnais 14.01.2012, 14:48
2. Welcher Druck?

Zitat von sysop
Die Ratingagentur Standard & Poor's straft neun Euroländer ab. Auch wenn Deutschland seine Topnote behält, gibt es immer mehr Warnungen von Experten.*Der Druck auf die Regierung Merkel wächst.
Welcher Druck?, Druck ausgeuebt von wem? Druck um was zu erreichen? Es sind eher solche Artikel mit denen man versucht Stimmung zu machen. Wozu? Zu wessen Vorteil? Wessen Angst ist das die da waechst?
Die Wirklichkeit ist wie beim Erpressen. Erpressen laesst sich nur der der sich nicht wehren will. Wenn man den Erpressern mit Goetz-von-Berlichingen antwortet, faellt der Grund weg. Man geht einfach nicht auf die Bedingungen ein. Lasst die Rating-Agenturen sagen was sie wollen, die Hunde klaeffen, die Karawane zieht vorbei.
Zwischenzeitlich weiss jeder dass die Ratingraten nur Schall und Rauch sind. Lange genug haben sich die Eurolaender ins Bockshorn jagen lassen. Jetzt sollte man einmal aufhoeren mit dieser Pseudoraterei. In Wirklichkeit werden die Noten vergeben wie es den US-Amerikanern in den Kram passt. Die wurden auch schon abgestuft, aber das ging nicht anders, denn ihre Politik ist grottenschlecht. Merkel, Sarkozy und andere sind gewaehlt um Politik fuer die Europaeer zu machen, und nicht zu Diensten der Amerikaner zu sein. Dann koennte man ja gleich KTzG zum Kanzler ausrufen.
Es sind doch eher gewisse Medien die versuchen Druck zu machen, Kommunikation als Mittel der Politik. Sind wir doch mal europopulistisch und kuemmern uns um uns selbst. Deutschland und Europa zahlen die Zeche nur wenn man wie bisher kopflos auf die Ratingbombardements reagiert.

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Blaugurke 14.01.2012, 18:40
3.

Zitat von sysop
Die Ratingagentur Standard & Poor's straft neun Euroländer ab. Auch wenn Deutschland seine Topnote behält, gibt es immer mehr Warnungen von Experten.*Der Druck auf die Regierung Merkel wächst.
Es mag ja sein, dass es sich um einen rein subjektiven Eindruck handeln mag: Aber kann es sein, dass auf jede positive Nachricht (z.B. die der deutlich sinkenden Zinsen bei italienischen Staatsanleihen) automatisch eine Herabstufung oder negative Erwartung der Ratingagenturen folgt? Hat jemand ein Interesse an einer stabilen Instabilität?

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kj77nw 14.01.2012, 21:30
4.

Zitat von seine-et-marnais
Man geht einfach nicht auf die Bedingungen ein. Lasst die Rating-Agenturen sagen was sie wollen, die Hunde klaeffen, die Karawane zieht vorbei. Zwischenzeitlich weiss jeder dass die Ratingraten nur Schall und Rauch sind.
Sie verstehen nicht so ganz, was da passiert. Jedes Land gibt Staatsanleihen aus und möchte von Inverstoren Geld anziehen. Die Investoren schauen sich das Rating an und sagen dann zu welchen Konditionen sie Geld geben. Wenn das Rating schlecht ist, dann muss ein Land kräftig Zinsen zahlen. Und Sie können die Investoren nicht zwingen, das Rating zu ignorieren, denn es ist deren Entscheidung, zu welchen Konditionen sie ihr Geld verleihen.

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kj77nw 14.01.2012, 21:46
5.

Zitat von seine-et-marnais
Sind wir doch mal europopulistisch und kuemmern uns um uns selbst. Deutschland und Europa zahlen die Zeche nur wenn man wie bisher kopflos auf die Ratingbombardements reagiert.
Sind Sie denn dann auch "europopulistisch" dafür bereit, die Sozialleistungen für Griechen, Spanier und Italiener aus deutschen Steuermitteln zu bezahlen? Denn darauf läuft das ja hinaus, wenn Sie ignorieren, dass diese Länder ihre Staatsanleihen selbst wahrscheinlich nicht zurückzahlen können.

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seine-et-marnais 15.01.2012, 09:25
6. Weder noch

Zitat von kj77nw
Sind Sie denn dann auch "europopulistisch" dafür bereit, die Sozialleistungen für Griechen, Spanier und Italiener aus deutschen Steuermitteln zu bezahlen? Denn darauf läuft das ja hinaus, wenn Sie ignorieren, dass diese Länder ihre Staatsanleihen selbst wahrscheinlich nicht zurückzahlen können.
Hallo, wie Sie an meinem Forumsnamen sehen muessten schreibe ich hier aus Frankreich. Wenn ich sage 'europopulistisch' dann bezieht sich das auf die Europaeer. Denn was Sie immer noch nicht verstanden haben, die Ratingagenturen, unterstuetzt von Pressekampagnen schueren ein Klima in Europa dass bald jeder auf jeden losgeht. Ich weiss sehr gut dass die Griechen, Portugiesen und Spanier wohl nie ihre Staatsanleihen zuruckzahlen koennen. Bedanken Sie sich bei Schroeder und Fischer die haben mit ihrer Agenda Deutschland zum Exportrekordler verholfen. Soziales Duming als unfaire Konkurrenz im Euroraum. Und die Zeche ist die, Deutschland muss um seinen Export zu stuetzen nun finanzieren. Und das sind 'die' Summen die wahrscheinlich nicht zurueckgezahlt werden koennen. Das ginge einfacher, eine Sondersteuer fuer Otto-Normalverbraucher und das Ganze wird direkt auf das Konto von exportierenden Unternehmen ueberwiesen, dann muessten die Deutschen naemlich nicht auch noch fuer den Wahnsinn arbeiten.
Wenn ich sage 'europopulistisch' dann bin ich fuer die Interessen der Europaeer, denn die werden alle von den Amerikanern und Briten vor sich hergetrieben und lassen sich ausnehmen wie eine Weihnachtsgans. Europulistisch waere ein Ende des Euros, eine Politik die die Interessen der Europaeer vertritt. Europopulistisch heisst auch endlich wieder das Primat der Politik gegenueber den 'Maerkten' durchsetzen. Europopulistisch heisst auch dass die einzelenen Laender fuer ihre Fehler geradstehen. Beim Euro ist es ja so, da ist niemand so richtig verantwortlich, jeder macht was er will, keiner was er soll, aber alle machen mit.
Im uebrigen hat wohl jede Bank und jede Versicherung, kurzum jeder Grossinvestor eine Abteilung die die Risiken bei Investitionen analysiert. Die sind gar nicht auf die Ratingagenturen angewiesen. Bis vor zwei, drei Jahren sprach niemand von den Ratingagenturen, die wurden von einigen Politikern und den Medien hochgepusht, und werden nun missbraucht um die oeffentliche Meinung in Europa zu manipulieren. Die Ratingagenturen waren, ich betone 'waren' einmal ein Instrument um Orientierungshilfe zu geben, zwischenzeitlich sind sie ein Instrument das von den 'Maerkten' dazu missbraucht wird um Angst und Druck zu erzeugen, bis hin zu den Faellen Italien, Griechenland und EZB in denen man schon auf Politiker verzichtet und direkt Banker an die Macht gehebelt hat.

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