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Spätaussiedler in Friedland: Heimkehr in die Fremde
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Sie kennen Deutschland höchstens aus dem Urlaub, sprechen oft kaum unsere Sprache. Doch weil sie deutsche Ahnen haben, steht Spätaussiedlern und ihren Abkömmlingen ein Pass zu. Ist das gerecht?

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kleinsteminderheit 05.02.2017, 23:23
50. Ohne Zuwanderung geht es nicht

Und diese Zuwanderergruppe passt sich erfahrungsgemäß sehr gut ein. Wo ist das Problem? Dass wir Menschen zu uns lassen, die aufgrund ihrer Wurzeln Repressalien erdulden mussten? Die Opfer der totalitären Systeme Hitlers und Stalins wurden? Das hat genau so seine Berechtigung wie das Asylrecht und sollte nicht dagegen aufgerechnet werden.

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Cyberlara74 05.02.2017, 23:26
51. Was genau sollte man ungerecht finden können?

Die Tatsache, dass ein nachgewiesen deutschstämmiger Mann wegen schlechter Deutschkenntnisse 20 Jahre lang nicht ins Land gelassen wird, während Hunderttausende Nichtdeutsche aus Afrika und dem Nahen Osten ohne auch nur ein Wort Deutsch können zu müssen herzlich willkommen sind, oder was?

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Ottokar 05.02.2017, 23:26
52. In meiner Nachbarschaft

wohnen einige Aussiedler aus Russland. Es sind tiefgläubige Menschen, sprechen ein verständliches Deutsch, keiner ist Arbeitslos, die grosse Zahl der Kinder ist wohlerzogen und die meisten haben schon Abitur oder sind in den lezten Abiturklassen. Bei diesen Leuten können wir sicher sein das keiner mit einem LKW in eine Menschenmenge fährt um seinem Gott wohlgefallen vorzutäuschen. Auch laufen diese Leute nicht mit einem Messer in der Tasche rum um ihre Ehre zu verteidigen. Bei diesen Leuten habe ich meine persönliche Willkommenskultur gemacht.

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Carll 05.02.2017, 23:27
53. Volksgemeinschaft

Natürlich, so ist unser Recht und die meisten Deutschen empfinden es auch so. Denn Syrer, Chinesen, Schwarzafrikaner, Inder, Afghanen etc. sind bestimmt auch in der Mehrzahl sehr liebe und fähige Menschen, aber keine Deutschen.

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joris_bln 05.02.2017, 23:28
54. Willkommen

Ja, warum denn nicht. Schließlich sind es letztendlich in der Welt verirrte Deutsche. Wenn wir schon Hinz und Kunz bei uns aufnehmen, dann Spätaussiedler auf jeden Fall. Hier wird die Integration in ein-zwei Generationen problemlos klappen. Ein Leben lang galt für die Auslandsdeutschen in Russland: Hier ein Ivan und dort ein Fritz. Welcome home.

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Gretl7 05.02.2017, 23:30
55. Wer definiert Gerechtigkeit?

Schon der suggestive Einstieg in den Artikel weist auf die Blickrichtung hin. Es gibt Gesetze und wenn diese Gesetze angewendet werden, fragt man nicht danach, ob diese gerecht sind. Ich kenne viele Spätaussiedler aus Kasachstan, die sich in keiner Weise von Mittelstandsdeutschen unterscheiden - vielleicht nur in einem Punkt, dass sie noch fleißiger sind. Vor allem die Kinder von Spätaussiedlern sind in der Schule überproportional fleißig und erfolgreich.
Meine Trainerin im Schwimmverein kommt aus dem Altai-Gebirge. Sie ist allseits akzeptiert, integriert, spricht gut deutsch, aber verlangt auch Leistung. Die Klavierlehrerin meiner Tochter ebenfalls. Wir werden künftig froh sein, dass wir solche fleißigen Menschen wie im Bericht haben. Sie müssen sich hier eine Existenz wieder aufbauen. Also setzen sie alles daran, sich zu integrieren.
In diesem Sinne ist die ganze Diskussion über die Spätaussiedler müßig. Und ja, es ist gerecht, denn Deutschland braucht Menschen, die etwas aufbauen wollen.

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kuschl 05.02.2017, 23:35
56. Wolgadeutsche unter Stalin verfolgt

Kritische Stimmen gibt es merkwürdigerweise zu diesen Zuwanderern ausgerechnet von denjenigen, die sonst die halbe Welt einladen. Von diesen "Deutschrussen", wie viele sie nennen, leben vier Familien in unserem Ort. Alle haben sich integriert, haben sofort einen Job gefunden und mit Fleiß und der Hilfe aller Familienangehörigen es zu Haus und Garten gebracht, während andere Nationalitäten immer noch in der sozialen Hängematte schaukeln.

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msb 05.02.2017, 23:42
57. Überholte Gesetzeslage

Russland hindert seine Staatsbürger schon seit Jahrzehnten nicht mehr an der Ausreise. Wer heute ausreist und nicht einmal Deutsch spricht, ist kein Deutscher, sondern Wirtschaftsflüchtling. Hier ist eine Anpassung der Gesetze angezeigt.

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tomymind 05.02.2017, 23:44
58.

Zitat von Knudddeligel
Also ich verstehe die Frage nicht ganz. Ob es gerecht ist, dass Menschen deutscher Abstammung ein Aufenthaltsrecht und/oder Pass bekommen, während wildfremde Flüchtlinge, die keinen Bezug zu Deutschland haben nicht bevorzugt werden? Ja wer soll denn sonst einen deutschen Pass bekommen, wenn nicht Deutschstämmige?
Mit den Flüchtlingen haben sie recht, aber Deutschstämmig? Das waren bei den meisten doch die Ur-Ur-Ur-Urgroßeltern.
Wie ein Vorposter schon sagte,wenn jemand Deutscher werden will, "muss"er sich seiner Herkunft entsagen und bei denen ist es willkommen?

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gratiola 05.02.2017, 23:45
59. Was ist denn das?

Selbstverständlich haben diese Spätaussiedler mehr Struktur, deutsche Kultur und Verbindung zu dem was uns wichtig ist als jeder andere hier Auftauchende. Außerdem sprechen Sie schnell und akzentfrei deutsch, sind blitzschnell integriert und wer ein ganz klein wenig Ahnung von z.B. Deutschen Krankenhäuser hat weiß, dass es auf Stationen und OP- Einheiten ohne unsere Spätaussiedler im ärztlichen und pflegerischen Bereich zu erheblichen Ausfällen kommen würde.
Allein aus dieser Sicht Betracht ich solche Kommentare als grobe Ungezogenheit und den Versuch Unfairen zu schüren.

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