Forum: Politik
Spanien in der Krise: Hunderttausende protestieren gegen harten Sparkurs
DPA

Das spanische Parlament hat Sparmaßnahmen in Höhe von 65 Milliarden Euro beschlossen - und damit den Zorn der Massen provoziert. Hunderttausende Spanier protestierten gegen die geplanten Einschnitte. Die Gewerkschaften drohen mit einem Generalstreik.

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JohannWolfgangVonGoethe 20.07.2012, 00:45
1. Induestrie

Zitat von
Die Gewerkschaften drohen mit einem Generalstreik.
Frage: Produziert Spanien denn überhaupt noch etwas? Ich meine außer Orangen und Betonwohnungen, die keiner mehr will.

Wer soll denn da bestreikt werden? Und wen kümmert das?

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guenter47 20.07.2012, 00:45
2. Immer wieder

das selbe Rezept - genau wie in den anderen Krisenländern und auch in Deutschland - die "Normalverdiener" zahlen die Zeche. Allerdings haben diese Menschen auch diese Politiker gewählt. Genau wie die Deutschen ihre CDU-CSU-FDP-SPD-Grünen Regierung. Also - selbst schuld! guenter_haarmann@yahoo.de

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turnaround 20.07.2012, 00:57
3. Griechen, Spanier und Italiener...

haben weitaus mehre A***h in der Hose als wir Deutschen.
Sie kriegen Geld von uns Steuerzahlern, sollen dafür ihre Sozialgesetzgebung ebenso einschränken und mit denselben Zumutungen leben wie wir, die Zahlväter. Sie zeigen der EU aber vehement den Stinkefinger. Sie gehen dagegen auf die Straße.
Wir kuschen seit Jahrzehnten vor den Zumutungen unserer angeblich "alternativlosen" Sozialgesetzgebung. Unseren Sozialstaat finanzieren wir im Alleingang, gehen zähneknirschend erst mit 67 in Rente und mucken nicht auf.
Höchste Zeit, das wir aufmucken. Rente mit 67 für uns, Rente mit 60 für die Bewohner der von uns am Leben erhaltenen Pleitestaaten? Höchste Zeit, dass wir uns endlich - wie die anderen EU-Völker - wehren.

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Altesocke 20.07.2012, 01:04
4. optional

Generalstreik, ach wie ich dieses Wort doch in unserer 'Streikkultur' vermisse. Hey, Gewerkschaften, nehmt eure Verantwortung fuer die Massen mal ernst. Das Geld auf euren streikkonten ist in naher Zukunft vielleicht nichts mehr wert, alsi nutzt es jetzt, um den Wertverfall fuer eure Klientel aufzuhalten!

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harry362 20.07.2012, 01:04
5. Die Gewerkschaften drohen mal wieder.

Mit ihren ständigen Drohungen, Erpressungen und sonstigen kriminellen Rüpeleien und Machenschaften haben die Gewerkschaften einen wesentlichen Anteil an den Problemen aller Schuldenländer, Deutschland eingeschlossen.

Die unersättlichen Lohnforderungen, mit den Gewerkschaftsapparatschiks seit den 50er Jahren möglichst einmal im Jahr ihre Daseinsberechtigung unter Beweis stellen zu müssen glaubten haben sie einen hohen Anteil wenn nicht sogar die Hauptschuld an der Massenarbeitslosigkeit und dem Verlust konkurrenzfähiger Arbeitsplätze in den entwickelten Ländern.

Und die Typen lernen nichts dazu. Auch in diesen Zeiten, in denen die entwickelten Volkswirtschaften lernen müssen, nach ihren wirklichen Verhältnissen zu leben, können sie weiter nichts anderes als die Menschen aufzuhetzen - um so die Regierungen zu immer neuem Schuldenmachen zu erpressen.

Es wird keinen Fortschritt geben, solgange die Gewerkschaften nicht indie Schranken verwiesen werden - so wie Baroness Thatcher das mit dere Miners Union und ihrem Rowdyhäuptling Scargill gemacht hat.

harry362

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Umbriel 20.07.2012, 01:09
6. die Kürzungen

...reichen bei Weitem nicht aus, Spanien ist seit dem EU Beitritt Dauerempfänger massiver EU Zahlungen und die Masseneinkommen sind jedes Jahr stärker angestiegen als es das Wirtschaftswachstum hergibt. Im Prinzip müssen 20 Jahre zurückgedreht werden, in denen jährlich 2-3% zu hohe Einkommenssteigerungen umgesetzt worden waren.

Spanien ist dann 1:1 mit der Wirtschaftsleistung, wenn die Masseneinkommen circa halbiert werden.

Andernfalls muß Deutschland langfristig gesehen die Hälfte des spanischen Pseudowohlstandes bezahlen. Dazu gibt es keine Veranlassung.

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etwilli 20.07.2012, 01:16
7. Ohne Demokratie, ohne die Völker, ohne Volksentscheide

kann Europa nicht aufgebaut werden. Jugoslawien sollte uns Warnung sein. Völker, welche unter eine ungewollte Struktur gezwungen werden, begehren früher oder später immer auf.

Wenn Europa stabil funktionieren soll, geht das nur mittels direkter Beteiligung der Völker. Eine Diktatur der globalen Finanz- und Wirtschaftskreise wird nicht akzeptiert werden, auch wenn sie wohl vorbereitet wird:

* für die Kinder "Geldlehrer":
http://www.zeit.de/2012/2... (Zeit-Online)

* Lobbyisten, die für die Regierung Gesetze schreiben - das Beispiel Meldegesetz:
http://tiny.cc/31hohw (Zeit-Online)

* Staaten werden "privatisiert" und damit Bürger enteignet:
http://tiny.cc/7thohw (Zeit-Online) und meine Meinung dazu:
http://tiny.cc/vxhohw (Zeit-Online)

* undemokratischer, "schneller" Komplettumbau Europas:
http://tiny.cc/s3iohw (Zeit-Online)

Es ist erschreckend - was Banken und Ratingagenturen so treiben: europäische Länder werden angegriffen (Zins - Abstufung - Zins...), einfache Bürger, der Mittelstand und die Realwirtschaft werden abgezockt und in Bedrängnis gebracht (z.B. Libor), kriminelle Machenschaften werden durchgezogen (z.B. HSBC) - alles für den Profit!

Und auf der anderen Seite? Europa: immer mehr arbeitslose Bürger, Jugendliche, die keine Arbeit finden, Menschen, die von ihrer Arbeit nicht mehr leben können, sich verschlechternde Lebensumstände, Hunger, fehlende medizinische Versorgung...

Auch die Realwirtschaft leidet unter dem Finanzsektor. Eigentlich stehen ja existenzielle Aufgaben vor uns allen, wie beispielsweise die Umstellung unserer Lebensumstände auf Nachhaltigkeit oder der Umbau der Energieversorgung!

Ja, wir Bürger müssen europaweit unsere Interessen selbst vertreten, aktiv mitwirken, die Völker müssen die wichtigen Entscheidungen basisdemokratisch treffen. Viele europäische Bürger haben dies auch schon verstanden, weil sie direkt von den Problemen betroffen sind.

Auch in Deutschland wird diese Einsicht wachsen, spätestens, wenn unsere Zinsen wie bei den anderen europäischen Ländern steigen werden.

Wieso die Zinsen für Deutschland steigen werden?

Weil Frankreich und Deutschland die Lasten, welche durch "Zins-Erhöhung" für verschiedene europäische Länder erzeugt werden, bald nicht mehr stemmen können und deshalb von den Rating-Agenturen abgewertet werden, was natürlich zu einem Anstieg der Zinsen für Frankreich und Deutschland führt!

Die Finanzwirtschaft muss reguliert werden. Die europäischen Bürger brauchen fest verankerte basisdemokratische Strukturen und müssen mit europaweiten Volksabstimmungen Regeln, dies sich am Wohl der Menschen orientieren, setzen und durchsetzen.

Erste Schritte:

* Verfassungsbeschwerde gegen ESM und für mehr Demokratie:
http://tiny.cc/zckohw

* Petition gegen Bankenunwesen:
http://tiny.cc/dckohw

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Ulrich Berger 20.07.2012, 01:16
8.

Zitat von sysop
Da
Wo ist denn die Merkel ? Wo ist der freundliche Herr Schaeuble?
Man kann doch die Spanier so nicht sitzen lassen, jetzt ist die beruehmte
Merkel-Solidaritaet gefordert.
Alles zu Gunsten der Anderen, nur zu Lasten unserer Enkel!
Die paar zig-Milliarden von heute vormittag reichen eben nicht, also her mit Ihrem Verstaendnis - die Merkel und das Berliner Gesindel koennen Sie doch nicht so stehen lassen. Und Ihr Verstaendnis kann die schon einfordern - schliesslich hat der taube Versager keine Kinder und braucht denen folglich die Merkel-Misere auch nicht zu erklaeren.

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Ganzgeber 20.07.2012, 01:57
9. Systematisch die Rechnung ohne das Volk gemacht

Die Brüsseler Bürokraten machen systematisch die Rechnung ohne das Volk: Bei der Euro-Einführung, bei der sog. europ. Verfassung, und auch bei der Euro-Rettung.

Sie beschließen, Kredite zu gewähren, und lassen sich vom jeweiligen Regierungschef deren Rückzahlung versprechen - ignorieren dabei aber bewusst die Tatsache, dass, selbst wenn der jeweilige Regierungschef tatsächlich diese Absicht hätte, für das Volk, das die Gelder erst einmal erhalten und die entsprechenden Schulden aufgeladen bekmomen hat, enorme Anreize gesetzt werden, zu rebellieren und die Last von anderen Staaten schultern zu lassen, da dies ja als alternativlos erklärt wurde.

Zumal sie am Bsp. Gr sehen, dass es funktioniert - der Deutsche zahlt immer (und mit dem muss man schließlich kein Mitleid haben, 2. WK usw.).

Die Spanier machen sich jetzt erst warm. Interessant wird es später, wenn die Immobilienpreise noch weiter gepurzelt sind und sich die Schuldenwelle aus dem spanischen Bankensystem tsunamiartig aufbaut (wer sich die Preisentwicklung über die letzten Jahrzehnte anschaut, inbes. im Vgl. zu Irland, ahnt, dass wir bisher nicht mehr als die Spitze des Eisbergs gesehen haben, und zwar aus der Ferne).

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