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Spanien-Krise: Bundesregierung wirft Katalonien "Verfassungsbruch" vor
DPA

Kataloniens Regionalparlament hat für die Unabhängigkeit von Spanien gestimmt. Der Senat in Madrid hat daraufhin die Entmachtung der Regionalregierung gebilligt - und erfährt internationale Unterstützung.

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saumhuhn 27.10.2017, 20:42
1. Nicht nur Deutschland, auch die EU insgesamt

geben zu erkennen, dass sie nur die traditionellen Nationalstaaten unterstützen werden. Freiheit für die eine oder andere unzufriedene Nation ist da einfach nicht drin. Demokratisch, europäisch ist das nicht. Es ist die alte metternichsche Politik, die die Menschen eigentlich schon 180 Jahre für überwunden glaubten. Diese Geisteshaltung ist die Rückkehr der Restauration und der Reaktion. Aber es hat auch etwas Gutes: So wird Millionen europäischer Bürger vorgeführt, was für ein reaktionärer Geist in Wirklichkeit hinter den sogenannten europäischen Institutionen steht. Es trägt dazu bei, die Zeiten - die weiß Gott schon spannend genug sind - noch interessanter zu machen.

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Guck-und-horch 27.10.2017, 20:48
2. Europas Finsternis

scheint anzubrechen. All die Phantasten, die seit Jahren das Europa der Regionen predigen, mit Ignoranz oder mit Wissen dessen, was sie damit anrichten, haben nun einen ersten Erfolg vorzuweisen: Die Zerstörung der großen Einheiten in Richtung Parzellierung von viel leichter zu handhabenden Kleinheiten - leichter für diejenigen, welche Staaten in die Knie zwingen und manipulieren wollen - hat begonnen. Rezept? Man begeistert die Jugend mit billigen Illusionen, bricht geltendes Recht und überrumpelt die phlegmatische Mehrheit mit der Behauptung, genau das sei die wahre Demokratie, und schon ist das Zeitalter der Kleinstaaterei wieder angebrochen. Die billigen Trittbrettfahrer warten schon auf der französischen Seite. Wenn demnächst die Erde bebet, dann sind es die europäischen Gründerväter, die sich im Grabe rumdrehen.

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Ruth aus der Kurpfalz 27.10.2017, 20:50
3. Oh Gott, das auch noch.

Jetzt mischen sie sich doch ein und schlagen sich einseitig auf eine Seite.
Man hat das Gefühl, hier sind mal wieder "Schlafwandler" am Werk, die nicht wissen, was sie tun. Lauter Bekloppte!
Jeder Depp weiß doch, dass man sich in einer solchen Situation unparteiisch zu verhalten hat, sich nicht einmischt, sich höchstens als neutralen Moderator/Vermittler anbietet.
Haben wir es in Europa mit lauter VOLLIDIOTEN zu tun?
So wie es die Briten mit Schottland gemacht haben - So geht das. Alles andere führt zu Gewalt!!!

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frenchie3 27.10.2017, 20:53
4. Man kann ja mal träumen

Spanien läßt die raus, alle Katalonen müssen nach Hause und die spanischen Pässe abgeben. Der Euro spielt die gleiche Rolle wie dereinst die Westmark - und die Ostpeseten müssen erst mal gedruckt werden. Bisher eingezahlte Rentenbeträge sind weg. Firmensitze sind eh schon fort, zwangsläufig brauchen die künftig Personal in Spanien, da die Katalanen keine Arbeitserlaubnis haben natürlich nur Spanier. Die Arbeitslosen bezahlt das katalonische Arbeitsamt, da allerdings muß überhaupt erst mal Geld eingezahlt werden (das von früher liegt in Spanien). Waren einkaufen wird für die ausländischen Kunden uninteressant da durch Zoll zu teuer. Als Drittland ist auch fraglich ob technische Geräte (siehe Autos) nicht neue Zulassungen brauchen. Universitätsdiplome werden wo wie anerkannr? Waren einkaufen läuft auch nur bis die Euros alle sind. Vielleicht kann man Brot gegen Eintrittskarten für Stierkämpfe tauschen? Ach ja, das mit den Reisen in andere Länder... wird sich hinziehen bis Botschaften installiert sind die Visa rausgeben. Was aber erst klappt wenn die heilige Nation auch als solche anerkannt ist. Viva la libertad, vor allem weil der böse Rest der bösen Welt so böse zu einem endlich von der Francoherrschaft befreiten Ländle ist. Daß mir nur keiner behauptet daß solche Fake Facts tatsächlich eintreffen können denn die Welt -und speziell die EU- wartet auf einen künftigen Leistungsträger der unbedingt sein Geld behalten will. Aber wie gesagt, nur mal geträumt

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melnibone 27.10.2017, 20:58
5. Na endlich ...

lässt es sich zur rückwärtsgewandten Politik von EU ... zudem Herrn Juncker als Sahnhäubchen ... schreiben.
Diese Musterdemokraten aus Brüssel oder Berlin haben kein Gefühl ... keinerlei Fingerspitzengefühl wie man in ´Krisenherden´ punktuell seinen Einfluss geltend machen könnte.
Eine einzige fortwährende Schambilanz.
Wie sollte ein akzeptiertes Europa entstehen ... mit diesen Schwachmaten an deren Spitze.
Die Freiheit und mögliche Akzeptanz Kataloniens von Europas Gnaden ... darf nicht so beliebig ... abgetan werden dürfen.
Die Damen und Herren Volksvertreter haben auch schon beim Völkermorden im Ex-Jugoslawien ... fasziniert zugesehen.

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malanders-oder 27.10.2017, 21:03
6. Untertanen fügt euch, seid gehorsam!

Alle Macht dem Volk?
Das war einmal.
Da wollen Menschen frei entscheiden-mit allen, auch negativen Konsequenzen- und schon eilen die Mächtigen zusammen.
Der ‚Aufstand der Bauern‘ muss verhindert werden.
Es hat sich halt doch nichts geändert. Früher Monarchen und Klerus, heute die gewählten ‚Vertreter‘ des Volkes.
Was ist denn bitte das Problem?
Mal angenommen, Bayern würde sich abspalten- warum denn nicht?

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Ruth aus der Kurpfalz 27.10.2017, 21:07
7. Sehr gute Analyse.

Zitat von saumhuhn
geben zu erkennen, dass sie nur die traditionellen Nationalstaaten unterstützen werden. Freiheit für die eine oder andere unzufriedene Nation ist da einfach nicht drin. Demokratisch, europäisch ist das nicht. Es ist die alte metternichsche Politik, die die Menschen eigentlich schon 180 Jahre für überwunden glaubten. Diese Geisteshaltung ist die Rückkehr der Restauration und der Reaktion. Aber es hat auch etwas Gutes: So wird Millionen europäischer Bürger vorgeführt, was für ein reaktionärer Geist in Wirklichkeit hinter den sogenannten europäischen Institutionen steht. Es trägt dazu bei, die Zeiten - die weiß Gott schon spannend genug sind - noch interessanter zu machen.
Helmut Kohl hätte da niemals mitgemacht.

Denn der wusste, dass das entscheidende Merkmal Europas die Vielfalt der regionalen und nationalen Identitäten ist, die sich einander überlagern und in Spannungsverhältnissen zueinander stehen.

Diese historisch gewachsenen, verschlungenen Schichten immer wieder auszutarieren, erfordert Respekt und Anerkennung, gerade den kleinen Regionalitäten und Nationalitäten gegenüber.

Das hat Kohl in einer Tour gepredigt. Er hat sich immer für die kleinen Länder innerhalb der EU ganz besonders eingesetzt. Er war deshalb in ganz Europa, gerade bei den kleineren Ländern, sehr beliebt.

Regionen lagen ihm ganze besonders am Herzen. Vor allem übrigens die eigene, die Kurpfalz.

Wer das nicht verstanden, hat Europa nicht verstanden.

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Hantal 27.10.2017, 21:09
8. Unabhängiges Katalonien

Das Spanische Volk hat nicht die Unabhängigkeit gewählt.
Das Britische Volk hat auch kein Brexit gewählt.
usw.
Das Deutsche Volk hat auch keinen Seehofer gewählt.
Auch Adolf wurde irgendwie gewählt.
Die einfachen Leute müssen auch denken bevor sie wählen, denn egal wie müssen die mit den Folgen leben.
Der Spanische König und die Spanische Regierung sollten hart durchgreifen - das kommt einfacher und billiger für die Katalanen als alle anderen nicht zu Ende gedachten Aktionen

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RalfHenrichs 27.10.2017, 21:14
9. Natürlich ist das Verfassungsbruch - Ja und?

Angenommen die Mehrheit der Katalanen wollen aus Spanien raus (ob das der Fall ist, ist weiter unklar, da das Referendum ja von Madrid sabotiert wurde), dann müssen sie die Verfassung brechen, weil die Verfassung eine Ausgliederung nicht vorsieht. Eine solche Diskussion ist daher völlig sinnlos. Die Frage ist nur: was wollen die Menschen? Das sollte der Massstab in einer Demokratie sein und nichts anderes.

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