Forum: Politik
Spanien-Wahl: Eine Nacht in Rot
Pablo Blazquez Dominguez/ Getty Images

Sozialdemokraten können doch noch siegen: Spaniens Premierminister Pedro Sánchez macht seine Partei zur stärksten Kraft. Aber jetzt muss er eine Mehrheit suchen - und dafür mit regionalen Nationalisten verhandeln.

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wi_hartmann@t-online.de 29.04.2019, 08:34
10. Spanien

Um separatistische Bestrebungen einzelner Regionen zu lösen, bedarf es einer bundestaatlichen Lösung unter Berücksichtigung
von Sonderheiten einzelner Regionen.
Die Abschaffung von Gesetzen aus Frankos Zeiten gehört ebenso
dazu, wie die Verlagerung des Königshauses in Museum.

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DerBlicker 29.04.2019, 08:47
11. nein so ist es nicht

Zitat von hausfeen
Sowieso müssen die Regionalkonflikte gelöst werden. Ich schreibe ja schon immer, dass Spanien eine bundesstaatliche Lösung für die regionalen Besonderheiten benötigt. Da ist doch viel zu viel francistischer Zentralstaat, was letztlich ja zu den Abspaltungsbemühungen der Katalanen geführt hat. Catalan ist so was das linke spanische Bayern ...
Der katalanische Separatismus ist Nationalismus und Egoismus pur, da wird niemand unterdrückt, man will einfach nur nicht für ärmere spanische Regionen zahlen und will einen eigenen Staat, auf Teufel komm raus, egal ob es Sinn macht.

Der katalanische Nationalismus ist keinen Deut besser als Nationalismus in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und anderen Ländern, er ist das Grundübel unserer Zeit.

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vokö¶ 29.04.2019, 08:51
12. Warum diese Überschrift?

Selten habe ich mich über eine Überschrift bei SPON so geärgert wie über diese. Warum wird hier ein normaler Mehrheitsfindungsprozess in einer Demokratie als "schachern" diffamiert? Ständig wird in SPON über Politikverdrossenheit gejammert und dann wird sie vom Autor mit solchen Überschriften gefördert. hat er nicht verstanden, wie parlamentarische Demokratie funktioniert? Wenn es keine absolute Mehrheit gibt, müssen halt Koalitionen gebildet und somit Kompromisse gesucht werden. Dabei versucht natürlich jede Fraktion das meiste ihrer Wahlversprechen umzusetzen. Was hat das mit Schachern zu tun?

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claus7447 29.04.2019, 08:51
13. Ein Kenner ...

Zitat von Emderfriese
Hat Sanchez nicht auch eine Koalition mit den rechts"liberalen" Ciudadanos für möglich erklärt? Vielleicht gibt es auch eine große Koalition mit der PP? Nach den Erfahrungen in Deutschland und der SPD sollte man diese Möglichkeit nicht ausschließen - denn die "Sozial"demokraten sind bekannt für ihre Pirouetten...
... der spanischen Verhältnisse - ich glaube kümmern sie sich mehr um die Ukraine und Putin.


Zudem - was blieb der SPD den übrig, nachdem die FDP geklemmt hat und sich vor der Verantwortung flüchtete. Glauben Sie Neuwahlen hätten vor 1 1/4 Jahren ein anderes Endergebnis gebracht?

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loquuntursaxa 29.04.2019, 09:00
14. Einer de erste Aufgaben der Sozialisten

ist die Abklärung der Buchhaltung mit den Katalanen. Die Katalanen schulden dem spanischen Staat über 30 Milliarden Euro. Das geht einfach in der Berechnung des Defizits von ganz Spanien. Das kann so nicht weitergehen. Die Katalanen bedürfen einer eigenen Finanzierung , und einem Ausgleich mit dem spanischen staatlichen Haushalts. Das wollen aber die Katalanen offensichtlich nicht sowie die Spanier die finanzielle Eigenständigkeit der Katalanen nicht wollen. Und so kommt es dazu dass der grosse regionale Problem in Spanien seit 20 Jahren ungelöst bleibt und so kommt man leicht zu den populistischen Aussagen der rechtsextremen Parteien in Spanien wie die populistischen Linksparteien in Katalonien die immer noch über einen erfundenen Katalanischen Staat sprechen.

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Mallorquinsky 29.04.2019, 09:02
15.

Zitat von Fragen&Neugier
10% Rechtsextremisten im spanischen Parlament - aus dem Stand! Das ist nichts, was ich persönlich sonderlichen Jubel wert finde.
Ich denke die Leute haben vorher einfach PP gewählt. Das jetzt im Land plötzlich viel mehr Leute rechts sind, kann ich nicht feststellen.
Das Problem ist einfach der wachsende Populismus. Sowohl links als rechts.

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ex rostocker 29.04.2019, 09:04
16. Katalanen schwach abgeschnitten

Die Unabhängigkeitsbefürworter in Katalonien haben schwach abgeschnitten. Die drei nationalistischen Parteien haben zusammen nur 6 Prozent erreicht . Dabei hat Katalonien 20 Prozent der Einwohner Spaniens. Noch nicht einmal jeder Dritte in Katalonien hat für die Unabhängigkeit gestimmt - damit dürfte sich der Drang nach einem selbständigen Katalonien pulverisiert haben - gut so!

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Nandiux 29.04.2019, 09:14
17. Die korrupten Konservativen wurden klar abgestraft.

Das ist schonmal das wichtigste Signal für mich. Nun bleibt zu hoffen, dass man eine relativ stabile Mitte-Links-Regierung bilden wird. Ich denke schon, dass das möglich ist. Natürlich sind auch 10% für die Rechtsextremen zu viel, aber diesen Prozentsatz holen sie wohl in jedem Land mittlerweile aus dem Stand.

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just me 29.04.2019, 09:17
18. Nur noch Kastillisch als Sprache gefordert

Zitat von DerBlicker
Der katalanische Separatismus ist Nationalismus und Egoismus pur, da wird niemand unterdrückt, man will einfach nur nicht für ärmere spanische Regionen zahlen und will einen eigenen Staat, auf Teufel komm raus, egal ob es Sinn macht. Der katalanische Nationalismus ist keinen Deut besser als Nationalismus in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und anderen Ländern, er ist das Grundübel unserer Zeit.
In Europa in zweisprachigen Regionen wie Brüssel und Südtirol muss ein Beamter alle zwei regionalen Sprachen können, was wir auch logisch erscheint. Oder anders gesagt, z.B. ein italienischer Beamter aus Rom, der auf dem Rathaus in Bozen arbeiten will kann es nur wenn er auch Deutsch spricht. Genau das wollen/wollten PP/Cs/VOX abschaffen, d.h. ein Beamter muss in Regionen in Spanien mit regionalen Sprachen (Balearen, Valencia, Katalonien, Galizien, Baskenland) müsste nur noch Kastillisch sprechen können. "Ein Volk, ein Reich, eine Sprache" könnte man sagen. Kein Wunder, dass dann die Leute nicht für Parteien stimmen die ihnen die eigene Sprache unter den Füssen wegziehen will.

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Emderfriese 29.04.2019, 09:26
19. Hoffnung

Zitat von claus7447
... der spanischen Verhältnisse - ich glaube kümmern sie sich mehr um die Ukraine und Putin. Zudem - was blieb der SPD den übrig, nachdem die FDP geklemmt hat und sich vor der Verantwortung flüchtete. Glauben Sie Neuwahlen hätten vor 1 1/4 Jahren ein anderes Endergebnis gebracht?
Es ist mir inzwischen vertraut, wie hier mit persönlichen (!)Unterstellungen und Ressentiments gearbeitet wird - aber um auch auf den zweiten Teil Ihrer Meinung einzugehen:
Wie habe ich mich seinerzeit gefreut, als Schröder Bundeskanzler wurde, ich hoffte auf eine wahrhaft soziale Politikveränderung. Tja, falsch gehofft. Inzwischen ist mir klar geworden, dass mit solchen Spezialdemokraten linke Politik nicht mehr möglich ist. Und deshalb sehe ich in Spanien fast schon eine ähnliche Zukunft voraus. Es scheint in den SPD-Genen zu liegen, die eigene Klientel fortwährend zu verraten. Und ich ahne, dass das in Spanien nicht anders sein wird. Allerdings: Die Hoffnung stirbt zuletzt, hier wie da!

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