Forum: Politik
Spaniens Regierungschef: Pedro der Hübsche gibt nie auf
Jon Nazca/ REUTERS

Die Karriere von Pedro Sánchez schien schon beendet zu sein. Aber nach einem furiosen Comeback ist er Spaniens Premierminister. Bei der Wahl am Sonntag kann er siegen. Aber ob es reicht, um im Amt zu bleiben?

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Mindbender 27.04.2019, 13:02
10. ...

"Spaniens Regierungschef: Pedro der Hübsche"?
Tsss, grandiose Journaille. Lassen sie es mich anders formulieren:
"Spon: die Idioten geben nie auf"

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bigroyaleddi 27.04.2019, 13:04
11. also von hier, D aus gesehen

würde ich mir für die SPD so einen Typen wünschen. Dann könnte man sagen: es geht doch!

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Daniel der Deutschspanier 27.04.2019, 13:12
12. Der hübsche Pedro ? So wird er in Spanien definitiv nicht genannt

Liber Herr Hecking,

ihr Loblied auf Herrn Sanchez spiegelt mal wieder nur die halbe Wahrheit wieder.

Tatsächlich ist er in Spanien so umstritten wie kein anderer President vor ihm. Das liegt vor allem auch daran, dass er sich um im Amt halten zu können gemeinsame Sache mit den Separatisten und dem politischen Arm der ETA (manche mögen sich noch an die Terrororganisiation aus dem Baskenland erinnern, die über 800 Menschenleben auf dem Gewissen haben) macht.
Er war oder ist auf die Stimmen aus der Katalanisch- nationalistischen Partei und der Baskischen Partei Bildu (in der mehrer verurteilte Terroristen der ETA sitzen) angewiesen. Mehrere Politiker der Bildu lichten sich gerne mit verurteilten Mördern der ETA ab, die ihre Strafe abgesessen haben und nun Einfluss auf die Politik nehmen.
Mehrmals hatte Sanchez versucht den Haushalt zu verabschieden und ist an einer Minderheit für seine Vorschläge gescheitert.
Die Separatisten haben ihm zugesichert für ihn und sein Haushalt im spanischen Parlament zu stimmen, aber nicht ohne Gegenleistung versteht sich. Als Gegenleistung kommt eine Begnadigung im Falle einer Verurteilung der angeklagten Seperatisten seitens Sanchez in Betracht. Und noch mehr Zugeständnisse für die Katalanische Autonomie, die ohnehin schon einer der ausgeprägtesten ist in Europa.
Das und die Zugeständnisse an die ETA nahe Partei Bildu sind vielen Spanien nicht entgangen und viele Menschen die traditionell PSOE gewählt haben, schwenken auf andere Parteien um.
Ein Präsident der mit Gesetzesbrechern verbündet und dabei keinerlei Prinzipien zu haben scheint nur um sich selbst im Amt halten zu können ist alles andere als populär in Spanien.
Der Wechsel wird morgen kommen. Seien sie sich sicher.
Die Partei Vox die sie gestern in einem Artikel zu unzutreffend beschrieben haben wird eine größere Rolle Spielen als "nur" 10 %. Sie dürfen mich zitieren.
In Spanien hat man momentan Angst vor Links und nicht vor Rechts. Von Rechts geht keine Gefahr aus auch wenn gerade Sie das immer in ihren Artikeln die mit Halbwahrheiten gespickt sind anders darstellen wollen.
Vielleicht porträtieren sie das nächste Mal die VOX Partei doch anhand des Wahlprogramms und sie werden Feststellen das dies rein gar nichts mit Ihren Behauptungen zu tun hat.
In diesem Sinne rate ich Ihnen, machen sie sich mal ein bisschen frei, reden Sie doch auch mal mit anderen Leuten anstatt nur mit den von Ihnen so verehrten armen, unterdrückten Separatisten.
Ich glaube Sie wissen schon ganz genau, dass die Geschichten der Separatisten alles Märchen sind nicht wahr?
Oder leben Sie tatsächlich in dieser Blase?
Ich habe übrigens per Briefwahl für die morgige Wahl in Spanien gewählt und meine Stimme geht nicht an den "hübschen" Pedro.

D.K.

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klaus_dillenberger 27.04.2019, 13:18
13. nicht viel durchgesetzt??

... In elf Monaten hat Sanchez nicht viel durchgesetzt... schreibt Häcking. Da hat er wohl die wichtigste Massnahme übersehen: Er hat die Sonnensteuer abgeschafft, ein Gesetz zum Klimawandel durchgebracht, die erneuerbaren und vor allem die Solarenergie rehabilitiert. Genialer Schachzug: Er hat das Sekretariat "Energie" aus dem Wirtschaftsministerium herausgenommen, ins Umweltministerium verlegt und den Laden dann umgetauft in "Ministerium für nachhaltige Entwicklung". Geleitet wird das Ministerium von Teresa Ribera, die an Kompetenz europaweit kaum zu toppen ist. Sanchez hat in elf Monaten mehr bewegt als Rajoy in sieben Jahren! Ich drücke die Daumen, daß es reicht für ihn zum weiterregieren, ohne die Stimmen der katalanischen Separatisten.
un saludo Klaus Dillenberger, Zaragoza

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tombarber 27.04.2019, 13:20
14. Nicht alles richtig, Titel auch nicht

Lieber Herr Hecking, "Pedro der Hübsche" als Titel habe ich als beleidigend empfunden. Stimmt, dass manche Gegner ihn so früher genannt haben -als Desavouierung. Aber für den deutschen Leser ist das wirklich unnötig, irrelevant und beleidigend. Würden Sie sich vorstellen, dass eine spanische Zeitung "La guapa señora Petry" (die hübsche Frau Petry) oder "die hübsche AKK" als Titel für einen -ansonsten interessanten- Zeitungsartikel gibt? Nein. Nur weil sie Frauen sind? Ob hübsch, klein, Frau, Mann, Brillenschlange oder fett, das sollte in der Politik und in der seriösen Presse keine Rolle spielen. Gruss aus Spanien.

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candido 27.04.2019, 13:29
15. Die Wortwahl

des Herrn Hecking ist schon bezeichnend: Vox ist "rechtsradikal", die Partei Podemos aber ist "linksalternativ". Zur Erinnerung: es ist dieselbe Partei, die Hu?o Chavez und später Maduro beraten hat und damit beigetragen hat Venezuela in den Ruin zu treiben . Bis zum heutigen Tage nur laue Distanzierung von Chavez& Co. Was Franco anbelangt, so würde ich dem Herrn Hecking raten, die Problematik einer Umbettung der Gebeine des Diktator näher zu beleuchten. Francos Familie besitzt eine Familiengruft in der Kathedrale der Almudena, mitten in Madrid, keine 200 m vom Königspalast, und just da will ihn die Familie haben. Das wäre ja eine tolle Lösung! Ich weiss nicht wie lange sich Herr Hecking in Spanien aufgehalten hat, sein Sachverstand scheint mir an die seiner Kollegin Zuber nicht im Ansatz heranzureichen.

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haarer.15 27.04.2019, 13:35
16. Pedro der Versöhnliche

Mit staatsmännischer Aura und optimistischem Blick. Der Mann scheint vieles richtig gemacht zu haben in Espana. Sonst stünde er nicht da, wo er steht. Er spaltet nicht, sondern versucht zusammenzuführen. Sympathisch sieht er natürlich auch noch aus - und das spielt keine untergeordnete Rolle. Kurzum: Sanchez ist derzeit in Spanien wohl alternativlos - weil die Alternativen de facto keine sind oder dem Land nur chaotische Verhältnisse bescheren würden. Mucha suerte Pedro !

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wolle1978 27.04.2019, 13:50
17. Vox als Bedrohung

Viele Bekannte, die eigentlich politisch Ciudadanos nahestehen, werden hier morgen PSOE wählen - aus Angst vor Vox, die ja schon in Andalusien die PP/C's-Regierung mitträgt. Wer Vox mit der Afd vergleicht, tut der Afd Unrecht, denn Vox ist tatsächlich noch rechtsradikaler (ja, das geht). Dass mehr als 40 Jahre nach Franco bald wieder Faschos die Politik in Spanien mitbestimmen - das gilt es morgen zu verhindern.

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Daniel der Deutschspanier 27.04.2019, 13:54
18. Versöhnung mit Separatisten und Terroristen

Zitat von haarer.15
Mit staatsmännischer Aura und optimistischem Blick. Der Mann scheint vieles richtig gemacht zu haben in Espana. Sonst stünde er nicht da, wo er steht. Er spaltet nicht, sondern versucht zusammenzuführen. Sympathisch sieht er natürlich auch noch aus - und das spielt keine untergeordnete Rolle. Kurzum: Sanchez ist derzeit in Spanien wohl alternativlos - weil die Alternativen de facto keine sind oder dem Land nur chaotische Verhältnisse bescheren würden. Mucha suerte Pedro !
Versöhnung ? Ja aber nur mit den Separatisten und der Bildu. Es gibt einer sehr gute alternative für Spanien und die heisst PP,Cd,VOX.
Dann aber wird es vorbei sein mit der Versöhnung mit denjenigen die meinen sich über Gesetzt und Verfassung hinwegsetzten zu können damit eine Minderheit dem Rest diktieren kann dass es in den wirtschaftlichen Ruin getrieben wird.
Staatsmännisch ? Das ich nicht lache, der Typ fliegt mit einem Privatjet auf Staatskosten zu Konzerten etc. wenn das Staatsmännisch ist weiss ich auch nicht. Er wäre es wohl sehr gerne, so sehr, dass er auch nicht davor zurückschreckt gemeinsame Sache mit Separatisten und dem politischen Arm der Terrororganisiatino ETA zu machen. Das sind nämlich die die Spanien spalten und das ohne sich an die Spielregeln zu halten die ja laut Verfassung für alle gelten.

Nada de suerte Pedro, mañana te vas para casa.

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Mallorquinsky 27.04.2019, 14:06
19. Mal wieder Hecking

Leider hat es Herr Hecking etwas schwer mit der Unpartleichkeit.
Spanische Separatisten wie Puigdemont, der öffentlich mit Geert Wilders sympathiert, oder Quim Torra, der die genetische Überlegenheit des katalanisch stämmingen Volkes beschwört sind natürlich gar nicht rechts, sondern Freiheitskämpfer.
Ich frage mich auch immer wer die Reisen des Herrn Heckings für die einseitige Berichterstattung pro Separatismus bezahlt hat. Ein Schelm wer was böses denkt...

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