Forum: Politik
Spannungen zwischen Iran und Großbritannien: Gibraltar nimmt Kapitän von iranischem T
JORGE GUERRERO / AFP

Großbritannien und Gibraltar werfen Iran vor, illegal Öl nach Syrien liefern zu wollen. Vor einer Woche setzten sie einen Tanker fest, nun soll dessen Führung befragt werden.

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intrasat 11.07.2019, 21:44
1. Kann den von SPON nicht einmal der Hintergrund aufgeklärt werden

Auf welcher Grundlage eine solche Übernahme des Schiffes passiert ist.

Was interessieren den Iran Sanktionen de EU und der USA. Es sind ja keine UN Sanktionen.

Und da der Iran nun weder zur EU, noch zu den USA gehört, wieso soll er deren Sanktionspolitik mittragen?

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icke_selba 11.07.2019, 21:50
2. Verstehe ich die britische Comedytruppe richtig?

Also, ich gehe mal davon aus, dass die Berichte über den iranischen Versuch, die "British Heritage" an der regulären Weiterfahrt zu hindern, stimmen.
Dies stünde gemäß den britischen Komödianten "entgegen internationalem Recht".

Gleichzeitig haben die Briten in der Straße von Gibraltar einen iranischen Tanker gekapert. Weil er "illegal" Rohöl nach Syrien brächte.

Gemäß welcher internationaler Regel wäre der Transport iranischen Rohöls nach Syrien "illegal"?
Eben!

Bedeutet das demzufolge, dass in der Straße von Hormus internationales Recht gilt, in der Straße von Gibraltar hingegen nicht? Oder wollten die Spaßvögel von der Insel irgendwas anderes ausdrücken?

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dieter.zuckermann 11.07.2019, 21:54
3.

Ich erkenne eine gewisse Illegalität, wenn England seine Schiffe durch das Rote Meer schickt. Wo liegt aber genau das Problem, wenn Iran Öl nach Syrien liefert? Das ist in unserem eigenem Interesse, das ist moralisch richtig. Aus welchem Grund soll das auch illegal sein? Und selbst wenn. Manchmal gibt es wichtigeres. Hier ist so ein Fall. Es liegt in unserem Interesse, dass iranisches Öl in Syrien ankommt. In Syrien herrscht immerhin Bürgerkrieg. Mag sein, dass Russland diesen gemildert hat. Aber Kämpfe gehen weiter und die Menschen hungern und frieren. Das Öl können die gut gebrauchen. Oder haben wir seit kurzem Interesse daran, dass in der Nachbarschaft Hungersnot ausbricht? Würde auch erklären, dass das Verhalten von uns diesen Bürgerkrieg unnötig verlängert hat. Wir haben uns in Syrien nicht mit Ruhm bekleckert.

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hdwinkel 11.07.2019, 21:58
4. Sanktionen

Nicht daß ich jetzt viel vom Iran halte, aber was ist die rechtliche Grundlage für die Festsetzung des iranischen Tankers? Gibt es dazu einen UN-SR Beschluß? Wenn nicht ist es eindeutig ein kriegerischer Akt gegen den Iran.

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lamisoft 11.07.2019, 22:06
5. Umweg...

es gibt aber schon deutlich kürzere Seewege von Iran nach Syrien als ausgerechnet an Gibraltar vorbei, oder?
In welche Richtung ist der Tanker denn gefahren? Was war das offizielle Ziel? Macht es wirtschaftlich Sinn, einmal um Afrika zu schippern um den Suez Kanal zu vermeiden? Welche Regel oder Sanktion verbietet es denn eigentlich, Öl nach Syrien zu bringen?

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ernstmoritzarndt 11.07.2019, 22:12
6. Es bleibt die Frage offen, ......

…... ob die Politik des Herrn Trump klug war und ob es seitens der Europäischen Staaten wirklich richtig war, auf den Zug des Herrn Trump aufzuspringen. a.) Seitdem die Amerikaner sich vom damaligen Schah von Persien abwendend (da dieser nicht genügend botmäßig war) und der Finanzierung und Bewaffnung des Machthaber Saddam Hussein im Irak zugewandt haben, kocht im Iran der Haß gegen die Amerikaner hoch. Wohl nicht völlig unbegründet, denn Herr Saddam Hussein hatte nichts Besseres zu tun, als mithilfe der amerikanischen Waffen eine ganze iranische Jugend in dem folgenden Krieg umzubringen. Diese Auff. wird selbst von gemäßigten Menschen iranischer Abstammung vertreten. b.) Mit dem Iran war in den Atomfragen ein Kompromiss erreicht worden. Ob er besonders gut war, wird man sicherlich hinterfragen dürfen. Auf jeden Fall hatte Herr Trump nichts Eiligeres zu tun, als diesen Kompromiss mit einer üblen Rhethorik zu hintertreiben und unbegründet zu kündigen. Sodann wurden Sanktionen ausgerufen, die seitens der Europäer mitgetragen wurden (siehe jetzt Gibraltar). c.) Es stellt sich die Frage, ob es nicht vernünftiger gewesen wäre, mit kleinen Schritten den Weg der Verhandlungen weiterzugehen. d.) Es darf in diesem Zshg. nicht unerwähnt bleiben, daß der Große Dealmaker und Praeceptor in Menschenrechtsfragen Letztere extrem einseitig auslegt: Bei den Iranern kann er sich nicht genug über die dortigen tatsächlichen Menschenrechtsverletzungen auslassen, während er bei seinen Freunden, den Saudis, über die dortigen Menschenrechtsverletzungen ziemlich nonchalant hinwegsieht - wobei die einen, wie die anderen Menschenrechtsverletzungen, insbesondere Folter und Hinrichtungen unerträglich sind. e.) Es wäre sicherlich möglich gewesen, die Iraner zu einer vernünftigen Gangart gegenüber den Isarelis, zumindest zu einem inoffiziellen Stillhalten zu bewegen. Die Iraner sind ein altes Kulturvolk. Auch die Mullahs dürften durchaus in der Lage sein, die verschiedenen Chancen und Wege im eigenen Interesse mit Sinn und Verstand zu bewerten. Die jetzige Situation wird über kurz oder lang zu drastischen Auseinandersetzungen führen.

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AndreasKurtz 11.07.2019, 22:22
7. sanktionen Europas betreffen nicht den Iran

es ist mir schleirhaft, warum Europa seine Sanktionen auf den bilateralen Handen zwischen dem iran und Syrien ausdehnt. Dass die Briten das machen, was die USA wollen, gegen jedes internationale Recht, ist bekannt, aber dass Europa dafür herhalten muss, und schweigt - in dieser Situation wo ein Krieg droht, ist eskalierend. es zeigt mit ohrenbetäubender Stille die Machtlosigkeit, oder Willenlosigkeit der EU Krige zu beenden, Leiden in Syrien zu lindern und neue Krige zu verhindern.

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Stäffelesrutscher 11.07.2019, 22:27
8.

Ich lese immer nur vom Iran. Was sagen denn der Flaggenstaat - Panama - und der Staat des Eigentümers - Singapur - zu der Geschichte? Und was sagt Spanien, das die britischen Ansprüche auf die Gewässer am Affenfelsen nicht anerkennt?

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harryhorst 11.07.2019, 22:55
9. Mit welchem Recht

wollen Großbritannien und USA dem Iran verbieten, Öl nach Syrien zu liefern? Das ist gegen das Völkerrecht und basiert ganz allein auf dem Recht des Stärkeren. Wer so etwas illegales praktiziert muss sich nicht wundern, wenn der Iran in der Strasse von Hormus entsprechend handelt.

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