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Sparkurs in Spanien: Demonstranten marschieren nach Madrid
AP

Die Proteste gegen den Sparkurs in Spanien reißen nicht ab. Auch am Samstag gingen wieder Tausende auf die Straße. Demonstranten aus allen Teilen des Landes sind in einem Sternmarsch nach Madrid gekommen - manche von ihnen haben mehrere hundert Kilometer zu Fuß zurückgelegt.

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bauagent 22.07.2012, 08:58
1. und das war erst der Anfang!

Was wir hier sehen ist erst der Anfang des Leids, das über Europa kommen wird.

Die Privatisierung der Staaten ist im vollen Gange und das Tandem Schäuble / Merkel die Einpeitscher der Hochfinanz-Vasallen in der EU, die immer noch an den
" Endsieg " glauben und ihre finanzkommunistische zentralistische Einheitsträumerei nicht aufgeben wollen.

Sie kämpfen bis zur letzten Patrone und reissen die Völker in´s Unglück.

Es steht zu befürchten, dass wir sogar noch diese Mißgeburt ESM über uns ergehen lassen müssen, bis die Völker diese Menschenverachter zum Teufel jagen. Alleine das spanische Bankensystem braucht um die 600 Mrd. €, wenn es zumindest kurzfristig stabilisiert werden soll. Woher ? Der ESM hat nur noch 300 Mrd. und es stehen bereits Schlangen von anderen Ländern vor der Tür, die ebenfalls zugreifen müssen / wollen.

Wie sagte es Schäuble vor kurzem im SPON Interview:

"Ein spannender Versuch".
Geht es noch menschenverachtender?

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scratchpatch 22.07.2012, 08:59
2. Schon längst passiert

Spanien wird nicht zum Kandidaten für Hilfe aus dem EFSF, sondern das ist schon in der Vereinbarung vorgesehen. Die 100 Milliarden Euro können jetzt schon nicht nur als Bankenhilfe, sondern auch als Darlehen an den Staat ausgezahlt werden. Ebenso kann der EFSF das Geld dazu verwenden, um spanische Staatsanleihen zu kaufen.
In Deutschland müsste wohl nur noch der Haushaltsausschuss zustimmen.
Das alles ohne Reformen als Auflage, ohne Mitfinanzierung des IWF.

Nachlesen kann man die deutsche Übersetzung der Vereinbarung auf der Website des Bundestags:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/103/1710321.pdf

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genugistgenug 22.07.2012, 09:00
3. Dominosteine

allen Länder schwanken bereits stark - welcher Dominostein wird als Erster fallen und damit als Auslöser der Serienpleiten in die Geschichte eingehen?

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Curiosus 22.07.2012, 09:08
4. optional

„Die Zinsen auf zehnjährige spanische Staatsanleihen stiegen unterdessen über die gefährliche Marke von sieben Prozent. Ein solcher Wert gilt über einen längeren Zeitraum als nicht tragbar.“

Warum?

Vor 1997 (wenigstens seit 1980, Quelle: http://www.markt-daten.de/charts/zinsen/staatsanleihen-eu.htm#spanien) zahlte Spanien immer mehr als 7% für 10-jährige Staatsanleihen. 1980 bis 1985 um die 16%, 1985 bis 1993 um die 12%. Da ist noch viel Luft nach oben.

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cm1 22.07.2012, 09:11
5. Wirtschaftlich Denken und Handeln

Die Arbeitslosigkeit und deren Folgen sollten für Spaniens Politiker das größte Problem sein, deshalb müssten Mittel aus dem Rettungsschirm für deren Bekämpfung verwendet werden. Stattdessen sollen ein paar Banken mit Milliarden unterstützt werden, die kaum neue Jobs schaffen. Und es sollte bitte niemand argumentieren, dass Geld für Banken irgendwie auch der Realwirtschaft hilft. Es herrscht in Europa kein Mangel an Kapital und es gibt andererseits auch genügend Arbeit, folglich sollten Banken, die ihre volkswirtschaftliche Aufgabe nicht leisten, von der EU bestraft werden. Banken sollen Dienst leisten für die Realwirtschaft und sich weniger mit Spekulation und komplexen Finanzprodukten beschäftigen. Es gibt (fast) noch keinen Politiker in einer Regierung, der das Projekt Regulierung der Finanzmärkte ernsthaft betreibt. Wie weit haben sich die Volksvertreter von ihren Völkern entfernt?

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guteronkel 22.07.2012, 09:12
6. Spanien auch bald pleite?

Ich möchte nur daran erinnern, dass der Dispo-Zins in Deutschland bei bis zu 18% liegt.
Das interessiert doch auch niemanden, warum soll sich also jemand Gedanken um den Zins für Spanien machen? Die Regierung in Spanien hat mitgemacht-wie alle Regierungen die den Euro einführten- also: mitgegangen, mitgefangen und mitgehangen.

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curiosus_ 22.07.2012, 09:24
7. Warum sind 7% zu hoch?

„Die Zinsen auf zehnjährige spanische Staatsanleihen stiegen unterdessen über die gefährliche Marke von sieben Prozent. Ein solcher Wert gilt über einen längeren Zeitraum als nicht tragbar.“

Warum?

Vor 1997 (wenigstens seit 1980, Quelle: http://www.markt-daten.de/charts/zinsen/staatsanleihen-eu.htm#spanien) zahlte Spanien immer mehr als 7% für 10-jährige Staatsanleihen. 1980 bis 1985 um die 16%, 1985 bis 1993 um die 12%. Da ist noch viel Luft nach oben.

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fritz3 22.07.2012, 09:33
8.

Zitat von sysop
Die Proteste gegen den Sparkurs in Spanien reißen nicht ab. Auch am Samstag gingen wieder Tausende auf die Straße. Demonstranten aus allen Teilen des Landes sind in einem Sternmarsch nach Madrid gekommen - manche von ihnen haben mehrere hundert Kilometer zu Fuß zurückgelegt.
"Das Sparpaket von Ministerpräsident Mariano Rajoy sieht bis 2015 Kürzungen um 65 Milliarden Euro vor"


Das entspricht in etwa der Summe ("maximal 100 Milliarden Euro"), die sich Rajoy gerade von den Euro-Lobbyisten /-innen besorgt hat, um die großen Vermögen zu sichern und zu vermehren.

"Ist ein Verbrechen nur groß genug, kann man es in aller Öffentlichkeit begehen. Denn die wenigsten werden es als solches wahrnehmen"

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alexbln 22.07.2012, 09:45
9.

die arbeitslosigkeit war schon immer sehr hoch in Spanien- weil die poltik unfähig ist und dort eine art staatssozialismus herrscht und die gewerkschaften jegliche liberalisierung verhindert haben. da war und ist es kein wunder, das niemand stellen schafft und investiert.

unterbrochen wurde das ganze durch einen sagenhaften bauboom auf pump (verursacht durch den euro , kam spanien an billiges geld, jeder "depp" hat kredit bekommen und konnte häuser, wohnungen kaufen und drauf hoffen, das sie im wert steigen, der klassische kettenbrief) jetzt ist die blase geplatzt und es wird gejammert und andere länder und sparer in D, finnland usw sollen bezahlen?????

ja wo leben wir denn?

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