Forum: Politik
SPD: Abschied eines Rock'n'Rollers
DPA

Sigmar Gabriel muss gehen. Die SPD will den populären Außenminister nicht im neuen Kabinett haben. Der Abgang war absehbar - mit seinem starken Charakter passt Gabriel nicht zum neuen Team-Image der SPD.

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edhomme 08.03.2018, 18:29
60. Starker Charakter?

Genau diese Wortverdreherei ist es, was den Medienverdruss befeuert. Gabriel ist ein wirklich guter Politiker - und vermutlich werden seine Schuhe als Außenminister für Heiko Maas zu groß sein. Dennoch: Ihn als "starken Charakter" zu bezeichnen ist völlig daneben. Was soll das???

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wahl2017 08.03.2018, 18:30
61. beliebt?

Schon vergessen? Als Anfang 2017 die SPD bei Umfragen schon mal tief im Keller war und die BT-Wahl drohte, fiel dem damaligen Vorsitzenden ein, Schulz zu holen. Wohl auch, um sich die Blamage einer Wahlniederlage zu ersparen? Denn Gabriels Beliebtheit war ja nicht so doll, die kam erst, als er das Wirtschaftsministerium weiterreichte, um sich mehr um seine Familie zu kümmern, dann aber mal eben die Welt retten musste... Schlimmer noch: Schulz, der auch nicht alles gut gemacht hat, bekam von S.G. in der Wahlkampfphase laufend ungefragt Handlungsempfehlungen, die nach außen ein verheerendes Bild abgaben (siehe große Schulz-Story im Spiegel). Maas als neuer Außenminister ist keine schlechte Wahl.

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Plumbum 08.03.2018, 18:31
62.

Zitat von tulius-rex
Es ist schon erschreckend und beispielhaft wie gerade auch bei SPON und im SPIEGEL-Forum mit überwiegend unsachlichen und dünnen Argumenten und Ausfällen gegen Gabriel gehetzt und er als Person herabgesetzt wurde. Unter dem Strich hat er eine gute Arbeit für D gemacht und war der beste Argumentierer der SPD und ein treuer, verlässlicher Großkoalitionär. Danke an Sigmar Gabriel. Dass Herr Schulz sich im Wahlkampf als ungeeignet für Führungsaufgaben erwies kann man Gabriel nicht anlasten.
1. Es sind weder "unsachliche noch dünne Argumente" die gegen Hr. Gabriel sprechen, sondern prüfbare und nachvollziehbare Gründe, die nichts mit Beliebtheit zu tun haben.
2. Niemand setzt Hr. Gabriel herab. Das erledigt er schon ganz alleine.
3. Auch unter dem Strich hat Hr. Gabriel KEINE gute Arbeit geleistet.
4. Wenn Sie mit "Argumentierer" Dummschwätzer, Laberer usw. meinen, haben Sie Recht.
5. Er war auch nie ein "verlässlicher Großkoalitionär", sondern immer ausschleßlich an seiner Person und Karriere interessiert.
6. Den Hr. Schulz hat Hr. Gabriel aus Feigheit und Unvermögen vorgeschoben. Hauptverantwortlicher für das SPD-Desaster ist Hr. Gabriel.

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andreasreiter 08.03.2018, 18:32
63. Er war total unbeliebt - alles schon vergessen?

die ganze Martin Schulz Hype koinnte sich doch nur entwickeln, weil alle ELute so erleichtert waren , das Gabriel nicht mehr Parteivorsitzender sein würde.
Er war die fleischgewordene Trägheit einer SPD, die den alten Zeiten mit Dackelblick nachtrauerte aber für die Zukunft kein ideen mehr entwickelte.
Und mit ihm als Parteivorsitzenden sind nun mal bei jeder Wahl die Ergenisse der SPD stetig gefallen. Er wusste genau, warum er nie selber Kanzlerkandidat sein wollte.
Er hat die Harz Gesetzte in allen Punkte mitverantwortet
Er hat als Wirtschatsminister alle wirkungsvolle Ansätze einer CO2 Reduzierung verhindert und zum Schluss waren ihm dann der Klimawandel auch nicht mehr so wichtig.
Dafür sind die Rüstungsexporte stark gestiegen.
Und bei all seinem Gejammere über den Umgang mit ihm in der SPD; er war nie ein Teamplayer und hat vielen anderen erst Versprechungne gemacht und sie dann abserviert.

Ne Ne, wenn man jetzt die Lobeshymmen liest, müssen gerade sehr viele an einer kollektiven Amnesie leiden.

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biesi61 08.03.2018, 18:33
64. Die neue SPD-Führung hätte ja mal überraschen können,

indem sie Beliebtheit und fachliche Eignung über persönliche Animositäten und Proporzgehabe stellt. Aber so war Erneuerung wohl nicht gemeint!

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Havel Pavel 08.03.2018, 18:35
65. Klingt irgendwie nach Dr. Sarazzin oder wie der nochmal heisst

Zitat von g.wessels
... die SPD schafft sich ab!
Vielleicht veröffentlich er ja schon bald auch zu diesem Thema ein Buch, Mitglied dieser Untergangspartei ist er ja wohl noch und so könnte ein neues Ausschlussverfahren gegen ihn eröffnet werden, falls sich dies dann überhaupt noch lohnen sollte.

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erdenstern 08.03.2018, 18:35
66. Teamfähigkeit statt Einzelkämpfertum

Ich denke der zukünftige Erfolg der Parteien liegt in der Teamfähigkeit der Parteispitzenmänner/frauen. Nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" kann mehr bewegt werden. Das ist die Zukunft! Und damit wäre/ist die SPD auf dem richtigen Weg, falls die Parteispitzen diesen Kurs beibehalten führt dies zum Erfolg. Am Besten dieses Thema als Leitgrundsatz ins Parteibuch übernehmen
.

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veloopity 08.03.2018, 18:36
67. ein Monument für Sigmar

http://www.der-postillon.com/2018/03/gabriel-monument.html

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ichliebeeuchdochalle 08.03.2018, 18:36
68.

Zitat von gartenkram
Ich fand ihn immer eher gewöhnungsbedürftig, aber als aussenminister war er gut.
Bis dahin hat er ausschließlich versagt, was dazu geführt hat, daß er sich feige in die Büsche geschlagen hat, als die nächste Wahlkatastrophe anstand: BTW 2017. Als Außenminister hat er nichts Wichtiges gemacht ... reine Verwaltung auf Zeit.

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FXRichter 08.03.2018, 18:37
69. Wäre unser Gehirn eine Parteiendemokratie...

Wäre unser Gehirn eine Streit- und Parteiendemokratie, dann wäre es völlig handlungs- und überlebensunfähig, dann wäre es verrrückt. Dasselbe gilt für eine Firma. Und dass diese Verrücktheit dann zur Machtergreifung eines einzelnen Verrückten führt (und damit meine ich NICHT Donald Trump), hat die deutsche Geschichte schon einmal gezeigt.

Aber inzwischen hat sich ja Meister Yoda in unseren Bewusstsein eingeprägt und uns gezeigt, WO die MACHT ist. Und über die Beatles haben wir Meister Yogi kennengelernt, der uns einen Weg gezeigt hat, wie unsere Gehirne wieder kohärent werden. Er sagte kurz vor seinem Tod: "Damn damnocracy" und "Ohne Gott werdet ihr den Weltfrieden nicht hinbekommen." Er meinte nicht den Gott über den Wolken, sondern den, nach dessen Ebenbild wir geschaffen sind.

Es scheint, die SPD ist verrückt geworden, die Sozialisten in Frankreich und Italien auch. Aber auch die CDU/CSU wird der Democratia Christiana in Italien bald nachfolgen, wenn sie nicht die "Meta-Noia", die "Umkehr des Denkens" hinbekommt, die ihr Meister vor 2000 Jahren predigte.

Ansonsten: Die Natur und der Klimawandel werden die Karten neu mischen, aber nicht unbedingt zu Gunsten der Grünen. Mehr dazu im Buch Hiob, das im Englischen übrigens "Job" heißt. Trump will viele Jobs schaffen...

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