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SPD: Andrea Nahles will als Partei- und Fraktionschefin zurücktreten
Fabrizio Bensch/ Reuters

SPD-Chefin Andrea Nahles hat ihren Rücktritt als Partei- und Fraktionschefin angekündigt

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Das Grauen 02.06.2019, 18:05
560. @Kritik Autsch! Vorwärts, Genossen, es geht weiter abwärts.

Zitat von Kritik
Jetzt schlägt die Stunde von Olaf Scholz, ihm wird es gelingen, bis zur nächsten Bundestagswahl die Fünf-Prozent-Hürde zu knacken.
Das schmerzt mich, als SPD-Sympathisant (aber Wechselwähler), doch ich fürchte, sie haben recht. Denn Scholz ist ganz offensichtlich kein Reformer sondern anscheinend davon überzeugt, mit ihm an der Spitze könnte das lecke und morsche Parteischiff wieder flott voran, im Rückenwind der Wählergunst segeln. Das ist jedoch ohne umfassende interne Änderungen, auch personell, völlig illusorisch. Im Endeffekt macht es eben keinen großen Unterschied mehr, ob der Käpt'n einen neuen Kurs befiehlt, wenn unten im rostigen Seelenverkäufer die Seeventile offen stehen und die Mannschaft sich um die Boote streitet statt das Schiff zu retten. Da heißt es dann nur noch, alle Mann von Bord, jeder für sich und Gott für uns alle. Der ex Wahlhamburger Scholz müßte das eigentlich wissen, er will es aber wohl nicht wahrhaben.

Nee, der Scholz würde es wohl auch nicht besser machen als die Nahles. Bei mir ist er seit dem G20 Totalversagen sowieso unten durch. Anstelle sich danach in die Bundesregierung abzusetzen, hätte er in Hamburg erstmal zeigen sollen, daß das ein Ausrutscher war und er es besser kann. Ein schwerer taktischer Fehler, mit strategischen Konsequenzen. So bleibt nur der fatale Eindruck, daß er zum "Macher" nicht taugt. So einen als Parteichef, oder gar Kanzler? Nein, danke.

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kado1 02.06.2019, 18:15
561. Ergänzung zu meinem Beitrag von eben

Zitat von meandmycat
Beitrag528 ...., was die SPD jemals in Angriff genommen hat, ohne die Agenda wäre Deutschland sicherlich der „kranke Mann“ in Mitteleuropa mit hoher Arbeitslosigkeit und einem in seinen Ausgaben fast unkontrolliertem und ausuferndem Sozialsystem geblieben.
Statt bitter nötiger Reformen will Macron noch mehr von D, u.a. einen EU-Finanzminister mit eigenem Budget, eine EU-Arbeitslosenversicherung, die gemeinsame Haftung für Kredite,.. sogar eine Transfer-EU.
Super für F und die immer mehr Nehmer- und Pleiteländer, aber nicht für uns.

Der Länderfinanzausgleich klappt mit Murren und Knurren gerade noch in D, nie in der ganzen EU.

Dann will er eine EU-Armee, D soll zahlen andere schicken unsere Soldaten in Kriege.
Einige schwätzen, die EU brachte den Frieden, wie war das in Jugoslawien mit Natobombern,.., gehören die etwa nicht zu Europa ?
Oder im Irak, Libyen,... wurden gewählte Machthaber gestürzt, da ging es ums Öl, das führte zum Chaos und das zur Bildung des IS.
In Syrien sollte auch der gewählte Assad gestürzt werden vom Westen, da ging es um die geopolitische Lage.
Nur der Verbündete Russe (der hat in Syrien sogar 2 Marinestützpunkte, die sind der Nato ein Dorn im Auge), Iran,.. wurden um Hilfe gebeten, die anderen führten einen völkerrechtswidrigen Stellvertreterkrieg in einem anderen Land.

Der Westen lieferte Waffen an die Rebellen. Kürzlich suchte man mit Giftgas wieder einen Vorwand. Ist es nicht eher wahrscheinlicher das die Rebellen erreichen wollten das der Westen erneut eingreift, um deren Niederlage noch abzuwenden?
Assad ist mit dem Verbündeten Russen kurz vor dem Sieg, wozu dann noch Giftgas ?

Gerade D mit seiner Vergangenheit sollte es wie die Schweiz, Schweden,.. machen.

Macron will mit seinen Ideen, statt bitter nötiger Reformen, etwas Sozialismus im Kapitalismus und noch viel mehr Geld von D, was nicht vorhanden ist.
Dem SPD-Finanzminister fehlen jetzt schon 124 Mrd, bin gespannt, was von den ganz tollen Wahlversprechen dann noch realisiert werden kann.

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fritzberg1 02.06.2019, 18:24
562.

Zitat von matbhmx
... ist Ihr Ansatz falsch! Die GroKo war abgewählt worden..............
Ich würde das mal unter "Fake News" einreihen.
Bisher konnte man bei jeder Bundes oder Landtagswahl nur die jeweiligen Vertreter von Parteien wählen. Was die dann damit machen liegt außerhalb des Einflussbereichs der Wähler.
Seit ich mich erinnern kann gab es nie eine Wahl in der irgendeine Koalition gewählt oder abgewählt werden konnte.

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Bernhard.R 02.06.2019, 19:04
563. Ist Maas keine Marionette?

Zitat von claus7447
Und dann wo ist er eine US Marionette? Schlicht da möchte ich mal Beweise - oder halten sie diplomatische Sprache schon für Kniefall?
Im kürzlichen Gespräch mit US Außenminister Pompeo hätte er die Chnace gehabt, öffentlichkeitswirksam von den USA die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran, oder die Kürzung des irrwitzigen US Militärhaushaltes zu fordern. Hat er aber nicht!

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matbhmx 02.06.2019, 19:46
564. Nein, das ist in jeder ...

Zitat von fritzberg1
Ich würde das mal unter "Fake News" einreihen. Bisher konnte man bei jeder Bundes oder Landtagswahl nur die jeweiligen Vertreter von Parteien wählen. Was die dann damit machen liegt außerhalb des Einflussbereichs der Wähler. Seit ich mich erinnern kann gab es nie eine Wahl in der irgendeine Koalition gewählt oder abgewählt werden konnte.
... Hinsicht falsch! Zur Bundestagswahl gibt es Erst- und Zweitstimmen. Und mit der maßgeblichen Zweitstimme wählen sie eine Partei, keine Person. Und wenn die beiden Regierungsparteien krachend Stimmen verlieren, spricht das sehr nachhaltig dafür, dass von weiten Teilen der Bevölkerung, insbesondere aber auch früheren Wählern der beiden Parteien, das Regierungsmodell als erfolglos angesehen wurde. Übrigens hatte die SPD unmittelbar nach der Bundestagswahl offensichtlich das genauso gesehen, weshalb sie ja eigentlich in die Opposition gehen wollte. Erst das Steinmeiersche Gespräch mit Schulz führte zu einem Umschwenken, was allenthalben perplex zur Kenntnis genommen wurde. Und nicht nur die SPD hatte selbst die Wahl als ein Abwählen der GroKo gesehen, sondern weite Teile der nationalen wie internationalen Presse, insbesondere aber auch die üblichen Wahlanalysten, einschließlich der diversen Umfrageinstitute. Auch Nahles (!!!) hatte das so gesehen!

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descartes 02.06.2019, 21:05
565.

Zitat von matbhmx
... Hinsicht falsch! Zur Bundestagswahl gibt es Erst- und Zweitstimmen. Und mit der maßgeblichen Zweitstimme wählen sie eine Partei, keine Person. Und wenn die beiden Regierungsparteien krachend Stimmen verlieren, spricht das sehr nachhaltig dafür, dass von weiten Teilen der Bevölkerung, insbesondere aber auch früheren Wählern der beiden Parteien, das Regierungsmodell als erfolglos angesehen wurde. Übrigens hatte die SPD unmittelbar nach der Bundestagswahl offensichtlich das genauso gesehen, weshalb sie ja eigentlich in die Opposition gehen wollte. Erst das Steinmeiersche Gespräch mit Schulz führte zu einem Umschwenken, was allenthalben perplex zur Kenntnis genommen wurde. Und nicht nur die SPD hatte selbst die Wahl als ein Abwählen der GroKo gesehen, sondern weite Teile der nationalen wie internationalen Presse, insbesondere aber auch die üblichen Wahlanalysten, einschließlich der diversen Umfrageinstitute. Auch Nahles (!!!) hatte das so gesehen!
Aha, und wenn es trotzdem noch zu einer Mehrheit reicht, heisst Stimmverlust in Ihrer Arithmetik "abgewählt"? Bedeutet es das schon bei 1% weniger Stimmen, 2%, 5%, oder wie viel Stimmen weniger müssen es denn sein, wenn man trotz Mehrheit abgewählt ist?
Heisst das umgekehrt auch, bei 1% Stimmenzugewinn hat man eine Wahl auch gleich gewonnen?

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matbhmx 02.06.2019, 21:36
566. Es bleibt ...

Zitat von descartes
Aha, und wenn es trotzdem noch zu einer Mehrheit reicht, heisst Stimmverlust in Ihrer Arithmetik "abgewählt"? Bedeutet es das schon bei 1% weniger Stimmen, 2%, 5%, oder wie viel Stimmen weniger müssen es denn sein, wenn man trotz Mehrheit abgewählt ist? Heisst das umgekehrt auch, bei 1% Stimmenzugewinn hat man eine Wahl auch gleich gewonnen?
... falsch, weil Wahlanalyse nichts mit Arithmetik zu tun hat. Wenn die CDU 30 % hat und die AfD 21 % hätte, ist damit noch keine neue GroKo vom Wähler gefordert - und vor allem nicht begründet, trotz rechnerischer Mehrheit! Sie behaupten, dass die GroKo nicht abgewählt worden sei, behaupten umgekehrt aber, dass sich aus der rechnerischen Mehrheit beider Parteien die Bestätigung zur Fortführung der GroKo ergäbe. Die CDU/CSU haben 33 % bekommen, weil die Wähler die CDU/CSU wählen wollten - und die gut 20 % SPD-Wähler haben die SPD gewählt, weil sie die Programmatik dieser Partei als für sie maßgeblich angesehen hatten. Schulz war - und schon deswegen neben Pipi-Langstrumpf-Nahles der nächste Polit-Clown der SPD - angetreten, weil er Kanzler werden wollte! Weil er mit einer allmächtigen SPD ohne GroKo allein Politik machen wollte!

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descartes 02.06.2019, 21:56
567.

Sie haben eine eigenartige Art sich Dinge zurecht zu biegen. Solange eine Koalition mehr als 50% erreicht und sich beide einig sind, ist sie rechnerisch in der Lage zu regieren und repräsentiert somit die Stimmenmehrheit! Die Groko bildet beispielsweise den Wählerwillen exakter ab, als es der "Wahlsieg" des aktuellen POTUS macht, denn Sie vereint tatsächlich die Stimmenmehrheit auf sich!

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Knödeldämmerung 02.06.2019, 22:20
568. Weil sie eine Frau ist

...ist die Kritik vielleicht besonders harsch ausgefallen. Tatsächlich nervte sie des öfteren mit ihren Auftritten, und viel Gutes konnte auch ich nicht an ihr finden, muss aber zugeben, dass ich das weniger schlimm gefunden hätte, wäre sie ein Mann. Tja. Nun isse weg. Schade. Irgendwie.

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fritzberg1 02.06.2019, 22:33
569.

Zitat von matbhmx
... Hinsicht falsch! Zur Bundestagswahl gibt es Erst- und Zweitstimmen. Und mit der maßgeblichen Zweitstimme wählen sie eine Partei, keine Person. Und wenn die beiden Regierungsparteien krachend Stimmen verlieren, spricht das sehr nachhaltig dafür, dass von weiten Teilen der Bevölkerung, insbesondere aber auch früheren Wählern der beiden Parteien, das Regierungsmodell als erfolglos angesehen wurde. Übrigens hatte die SPD unmittelbar nach der Bundestagswahl offensichtlich das genauso gesehen, weshalb sie ja eigentlich in die Opposition gehen wollte. ..................
Nun wie Sie sagen es werden Parteien, resp. die Repräsentanten der Parteien gewählt. Nichts anderes.
Die Wahlentscheidung die der Wähler trifft kann ziemlich viele Ursachen haben. Selbst innerhalb der Anhängerschaft einer Partei gibt es verschiedene Meinungen.
Ich würde mal behaupten die meisten Wähler wollen eine Regierung die Ihre Arbeit macht und die Wähler haben die Partei gewählt von denen sie annehmen dass die ihre Interessen vertreten. Was soll man übrigens von einer Partei halten, welche sich weigert das umzusetzen wofür sie gewählt wurde?
Nochmal: Kein einziger Wähler wurde zu seiner Meinung über die GroKo befragt. Die Behauptung die GroKo wurde abgewählt entspringt nur einer sehr subjektiven Interpretation des Wahlergebnisses.

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