Forum: Politik
SPD auf Weg in GroKo: Volkspartei AfD
MESSINGER/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Das Ja zur Großen Koalition war ein Nein zur Zukunft der SPD. Die deutsche Sozialdemokratie hat fertig. Früher war sie die Volkspartei des kleinen Mannes. Den Platz wird die AfD einnehmen.

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jstm 22.01.2018, 17:35
260. Siehe Wien!

Zitat von antelatis
Das verstehe ich irgendwie überhaupt nicht, warum gehen die ex SPD Wähler plötzlich zur AfD und nicht zu den Linken? Die Linken machen und wollen doch eigentlich genau das, was die SPD machen sollte und früher auch getan hat.
Dann hören Sie sich doch mal die Aussagen des Kipping/Riexinger-Flügels der Linken an. Diese fordern noch mehr Migration, also die weitere Verschärfung der Konkurrenz auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Genau das schreckt die "Kleinen Leute" ab und treibt sie in die Arme der AfD. Schauen Sie mal nach Wien. Die Mehrheit der Arbeiter dort hat die FPÖ gewählt.
Gegen diese Migrationspolitik der Linken richtet sich übrigens Wagenknecht mit ihrem Vorschlag einer neuen linken Volkspartei.

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flux71 22.01.2018, 17:35
261.

Zitat von dhvenus
"Fast nirmand muss mehr hungern oder in prekären Verhältnissen leben" Wirklich? Sie haben wohl noch nie im Osten Deutschlands gewesen. Aber so finden solchen "Klienten" auch reichlich im Westen. Sie sieht man nur nicht, da sie am ganzen Tag damit beschäftigt sind. Ihren Päckchen an den Mann zu bringen, ihre Alten Verwandten zu pflegen, ihren Dreck zu putzen.
Ich habe überhaupt keinen Kontakt zu Menschen aus den östlichen Bundesländern. Was soll ich also dort, wenn ich von dort nur zu hören bekomme, was in Cottbus los ist oder sonstwo (von den Deutschen wohlgemerkt!)?

Wenn ich sehe, wie die AfD-Werte dort durch die Decke schießen und ich mich also unwillkürlich fragen muss: "Ist das wirklich noch _mein_ Land dort?" Da hätte ich ja selbst Angst, und das als Deutscher!

Ich sehe jedenfalls nicht, dass Mauern gefallen wären. Die sind noch immer da. In den Köpfen vor allem. Und wer an Demokratie nicht teilnehmen, sondern sie lieber vernichten möchte, der hat wirklich auch nichts besseres verdient, als dass man ihn ignoriert.

Wenn Sie allerdings an einem offenen Diskurs über demokratische Werte vorbehaltlos interessiert sind, steht meine westliche Tür gern jederzeit offen. Das ist alles nicht nur eine Bringschuld des Westens. Das ist vor allem auch eine Holschuld des Ostens.

Aufeinanderzugehen kann man immer, aber drauf warten, dass einer kommt und die Leute im Osten einfach nur abholt: Das wird nicht funktionieren.

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christian.fiedler2601 22.01.2018, 17:36
262. Sie haben nichts begriffen Herr Augstein

nein Harz IV Zumutbarkeitsregeln, Mietbremsen, Mindestlohn und anderer von Ihnen aufgezählter Sozialklimbim sind eben keine Zukunftsthemen. Die Zumutungen, welche kommen werden sind viel mächtiger als diese kleinkarierten Dinge, die Frage wird sich stellen, ob denn überhaupt das Sozialsystem auch nur einigermaßen zu halten sein wird, nicht ob man es ausbauen kann. die Antwort darauf ist: nein, selbst der Status Quo wird zerbröckeln und eine ehrliche Politik würde die Leute darauf vorbereiten wollen.
Krebstherapie für alle ist in Zukunft nicht mehr finanzierbar, Behandlungen kosten bis zu 500.000 Euro/Jahr, die Frage, ob dies 75 jährige erhalten sollten und ob wir nicht utilitaristische Modelle im Gesundheitswesen brauchen, ist nicht aufzuhalten. Selbst Lauterbach hat die Freizugige Option der Bezahlung in KLinien kritisiert und will die Krebstherapie in die Fallpauschalen aufnehmen. Man kann das auf andere Therapien ausdehnen, Auch die Pflege ist so nicht staatlich finanzierbar dauerhaft, die jungen eingereisten jugendlichen aus anderen Kulturen denken nicht daran, sich hier einspannen zu lassen (bis auf Ausnahmen), die Energiewende ist Murks, Das Bildungssystem mit dieser unsäglichen Inklusion gescheitert, auch da wird in Zukunft ein Verlust an Wettbewerbsfähigkeit zu sehen sein, China und andere sind da einfach jetzt schon besser, die Ideen der Linken und Ihre Ideen enden da, wo Venezuela jetzt gelandet ist. Es funktioniert nichts mehr. Staatliche Strukturen, auf die sie setzten, brechen zusammen wie ein Kartenhaus und Ihre Regulierungen sind einfach nur kläglich. Das einzugestehen, wäre die Aufgabe der SPD und mit dem Blick auf die Dinge, wie Sie wirklich sind, Lösungen zu finden, wenn es die CDU nicht hinbekommet und die bekommet es nicht hin!!!
Und Europa wird uns nicht retten, wer oder was soll uns denn da retten, Bulgarien, Frankreich oder Italien, oder Luxembur?? der Schulz reden nur Mist, wenn er den Blick auf Europa richtet, da wo man es bräuchte versagt doch Europa, da wo es sich breit macht ist es unsäglich nervend und zu nichts nütze.
Das Eingeständnis, dass in Zukunft nichts besser wird, sondern Einweg der Schmerzen bevorsteht wäre der Richtige, dann kann man sich auf die Schmerzen vorbereiten und der Zukunft positiv begegnen und die ein oder andere Idee entwickeln , welche funktioniert. Ihre sind ja jetzt schon gescheitert und werden auch in Zukunft scheitern.
Mietpreisbremse, Zumutbarkeitsregeln...dass ich nicht lache

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poetnix 22.01.2018, 17:36
263. Kleiner Mann ?

Die SPD hat ein riesiges Problem mit dem "kleinen Mann" !
Die Ideologie der SPD stimmt nicht mehr mit der Realität überein !

Den "kleinen Mann" im Sinne der SPD als Arbeiterpartei und linker Genossen gibt es nicht mehr !

Die "Malocher" sind ins untere Mittelfeld des Wohlstands gerückt.
Dort müssten sie angesprochen werden !
Das erfordert jedoch eine andere Ansprache, als sie die traditionellen Kumpel-Genossen drauf haben.

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nach-mir-die-springflut 22.01.2018, 17:36
264. Panschen und planschen

Zitat von heinrichhaine
Eine Volkspartei ist nicht "nur" Anwalt eines bestimmten Klientels, sie ist theoretisch für Arbeiter und Unternehmer gleichermaßen wählbar. Die Volkpartei hat kein "natürliches" Feindbild und weiß, dass man eine Demokratie daran messen muss...wie diese mit Minderheiten umgeht. Demnach sind nur SPD und CDU Volksparteien. Die Linke( per se gegen mindestens zwei Staatsgewalten) die AfD (Feindbild), die FDP (mehr als nur wirtschaftslastig) und die Grünen ( Verbots- bzw. Pädagogenpartei) sind keine Volksparteien.
Ihre Definition ist gut, Ihre Beispiele auch - bei Ihrer Ableitung aber hapert es. Vielleicht hören Sie ein bisschen mal den Aussagen von gerade Schulz und Stegner zu oder überhaupt den Parlamentsdebatten, Ihnen müsste auffallen, dass diese "Volks-"parteien in die Leidenschaften gefallen sind wie die Wespen in den Honigtopf. Nach Ihrer Definition sind eben die großen Parteien deshalb keine Volksparteien mehr, weil sie der Definition selbst nicht mehr entsprechen. Dass die AfD ein Feindbild hat, unterstellen Sie. Nicht alles, wogegen man sein kann, ist sogleich Feind und Kriegsgegner. Was Sie in den sozialen Netzwerken lesen, ist direkter formuliert, als es die AfD formulieren dürfte. Dass sie Frieden mit Russland will, NATO und Pentagon aber Russland als "Feind" erklärt haben, Merkel und Gabriel ja nun alles abgenickt haben, was NATO und Pentagon wollten, ein Blick nach Bremerhaven, was da angelandet ist bis jetzt an Kriegsgerät, spricht für sich selbst, ignorieren Sie. Links und rechts und Mitte passen heute nicht mehr in ihren Dogmen, man muss sich der einzelnen Sache widmen. Ist anstrengend, ist klar, zeitaufwendig, kein Platz für Parties und Shoppen.

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marialeidenberg 22.01.2018, 17:37
265. Andrea Nahles tut mir leid.

Sie hat eine bestimmende Funktion für die SPD in einer Zeit des Niederganges übernommen und füllt ihre Stelle mir Verve und kämpferischem Mut aus. In der Nach-/Rückbetrachtung wird - perspektivisch verkürzt - der Zerfall der SPD mit ihrer Amtsführung ursächlich verknüpft werden. Der Generalsekretär stellt sich dagegen - taktisch klug - weniger auffällig in der zweiten Reihe auf.

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sven2016 22.01.2018, 17:38
266.

Korrekte Darstellung.
.
Die SPD wird das in den Landtagswahlen der nächsten vier Jahre merken, wenn sie um den dritten Platz kämpfen muss. Die AfD freut sich.

Frau Nahles mit ihren Pöbeleien und Parteitagsgeschrei sollte vielleicht historische Parteitagsaufnahmen ansehen. Das hatten wir schon, sogar professioneller - wenn auch nicht akzeptabler.

Erst große Klappe gegen die CDU, jetzt Anbrüllen der eigenen Leute. Besser wäre gute Arbeit in den letzten Jahren gewesen.

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hypnos 22.01.2018, 17:38
267.

Zitat von kissi1
muss man die SPD gar nicht klein-oder kaputtschreiben. Vielleicht macht deren Personal ja jetzt auch vier Jahre lang richtig gute Arbeit. Ist hier jemand in Besitz einer Glaskugel? Nein? Dann ist das genauso wahrscheinlich oder unwahrscheinlich wie der Weg im Artikel.
Die neoliberale Ideologie erfordert eine gnadenlose Agenda gegen die kleinen Leute. Und dieser Ideologie haben sich die Genossen der Bosse verschrieben. Brutal. Basta. Also kann in der bevorstehenden Legislatur nur eine Politik gegen die Interessen der Mehrheit in diesem Lande, wie auch in Europa, betrieben werden. Schade SPD, ein leises Servus und Tschüss.

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discprojekt 22.01.2018, 17:39
268. Also,

Die "Mitte" ist ein wankelmütiges, sehr scheues Reh. Sie läuft dahin, wo vermeintlich die größten Pfründe zu holen sind. Diese Erfahrung haben die Volksparteien gemacht. Aber nichts gelernt. Die verprellten Idealisten gehen nach Links und Rechts. Die Marionettenspieler denken, dass alles mit Geld zu regeln sei. Das Zauberwort heißt: möglichst viel Gerechtigkeit!

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mwroer 22.01.2018, 17:39
269.

Zitat von scbonner
Ich stimme selten mit Ihnen überein, aber hier haben Sie in allen Punkten Recht! Kompliment. Leider ist es schade darum das falsche Ideologien jeglicher Art auf der Welt Auftrieb bekommen haben.
Wundert Sie das wirklich wenn Sie sehen wie die bisherigen 'Chefideologen' der etablierten Parteien darauf reagieren dass die Türkei ein weitgehend vom Krieg verschontes Gebiet angreift?

Wird irgendwas verurteilt? Nein. Im Gegenteil - man sagt die Aufrüstung der verwendeten Panzer zu und verstärkt die Zusammenarbeit für Panzerfabriken in der Türkei.

Wundert Sie das wirklich wenn 80 Cent mehr am Tag für die Krankenpflegerin als Erfolg hochgejubelt werden während man durch die ein oder andere Abgabe letztlich 1 Euro 20 abzieht?

Natürlich wenden sich die Menschen anderen zu. Ob die besser sind oder nicht .. wird man sehen, ist auch nicht wichtig. Hauptsache erstmal weg von dem was man kennt und das einen immer wieder in die Fr.... haut.

Profan gesagt: Im Frauenhaus geht es den misshandelten Frauen auch nicht toll und die Zukunft ist extrem ungewiss - aber das ist nicht wichtig weil irgendwann der Punkt erreicht ist an dem man sagt 'Alles was anders ist, ist besser'

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