Forum: Politik
SPD auf Weg in GroKo: Volkspartei AfD
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Das Ja zur Großen Koalition war ein Nein zur Zukunft der SPD. Die deutsche Sozialdemokratie hat fertig. Früher war sie die Volkspartei des kleinen Mannes. Den Platz wird die AfD einnehmen.

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002614 22.01.2018, 19:24
360. Das ist

Zitat von oceang
So etwas hat es noch nie gegeben, dass eine amtierende Kanzlerin die Parteiführung ihres eigentlich politischen Gegners derart einphasen kann, dass diese sich sich bis zur Selbstzerstörung aufopfert nur um die Macht der Kanzlerin zu erhalten. Und das, ohne es selbst zu merken. Da fehlen einem schlicht die Worte. Wer sich da noch wundert, wenn Politikverdrossenheit aufkommt, demist nicht zu helfen.
kein historischer Irrsinn.

Eine Kanzlerin, die als so harmlos beschrieben wird, dass sie nämlich keine Ideen, keine Ziele formuliert, dass sie nur den Stillstand verwaltet, dass sie nur moderiert und eigentlich eine glatte Null ist, soll auf einmal für alle Unbill und sogar für die Selbstzerstörung der SPD herhalten? - Die Schuld dafür hat also "Mutti" ? - Welcher Unsinn.

Die Politikverdrossenheit kommt auf, wenn eine Partei wie die SPD in den Jahren nach der Wende langsam, schleichend ihre Daseinsberechtigung verloren hat. - Ab der Zeit, als sie unter Schröder mit der Globalisierung konfrontiert wurde und wegen der
5 Mio. Arbeitslosen und der hohen Verschuldung unbequeme Maßnahmen ergreifen musste (Hartz) und dadurch gespalten wurde.

Die alten Klassenkämpfe und ständigen Tariferhöhungen konnten so nicht mehr weitergehen. Die Globalisierung hat uns viel gekostet, sie hat aber auch, jedenfalls Deutschland als Exportnation, viel gebracht.
Wieder fast Vollbeschäftigung, sehr billige Importwaren usw.

Es braucht andere Antworten auf die jetzigen Herausforderungen.
Die weiß bisher keiner so recht. - Merkel, die erst abwartet und dann entscheidet, ist für 33 Prozent der Wähler im Moment die Richtige.
Die Idee der Jusos, einfach nur das Personal auszuwechseln und Jüngeren die Führung zu übergeben, ist wohl keine Lösung.

Aber es ist für keine Partei, ob in der Opposition oder in der Koalition verboten, diese neuen, grandiosen Ideen für die Zukunft zu entwickeln, die jeder bei Frau Merkel so vermisst.
Wenn die SPD das kann, wird sie auch wieder gewählt.

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Neandiausdemtal 22.01.2018, 19:24
361. Da haben Sie völlig recht!

Zitat von Mira Quli
... Herr Augstein. Bis auf den letzten Absatz: Bitte nicht schon wieder dieser Neid-Debatte! Sie können doch den Unterschied zwischen einem Arbeiter und und einem DAX-Konzern-Chef nicht nur über über's Gehalt erklären!
Die meisten Arbeiter sind bescheidene, bodenständige und anständige Menschen.

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ingo.adlung 22.01.2018, 19:30
362. Sie irren

Zitat von peter.hummler
[...] Da eine Regierung nur noch in Form von Koalitionen möglich ist da keiner mehr die absolute Mehrheit bekommt, hat auch die SPD die Verpflichtung , wenn es nicht anderst geht, eine Regierungsverantwortung zu übernehmen .. Eine Minderheitsregierung ist doch Stillstand pur! [...]
niemand hat eine Verpflichtung, sonst hätte auch die FDP die Sondierungen nicht platzen lassen dürfen. Oder wenn es eine wirkliche Verpflichtung gibt, dann dürfte sich die Union ihrerseits nicht Koalitionspartner aussuchen, sondern müsste mit alles sondieren, einschließlich LINKE und AfD. Wenn es wirklich eine Verpflichtung zur Regierung geben würde, dann gäbe es gar keine Tabus und dies schließt ein, dass Frau Merkel um Jamaika zu ermöglichen selbst auf das Kanzleramt verzichtet. Sie sehen, es gibt noch andere Optionen als eine GroKo. Auf jeden Fall ist es billig, eine solche angebliche Verpflichtung an der SPD alleine festzumachen. Übrigens, ich habe SPD gewählt und bin gegen eine GroKo.

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Neandiausdemtal 22.01.2018, 19:33
363. Nun mal langsam lieber Jakob!

Geh mal davon aus, dass die SPD-Verhandler in den Koalitionsverhandlungen nicht allzuviel erreichen werden.
Dann kommt die Mitgliederbefragung und die fällt gegen eine GroKo aus. Möglicherweise sogar mit Empfehlung der Parteispitze, der man nur empfehlen kann unnachgiebig und lange zu verhandeln. Und zwar mit dem Ziel die GroKo nicht zu erreichen.
Das ist allerdings tatsächlich die letzte Kugel im Colt für die derzeitige Führung und vermutlich auch für die ganze Partei.

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von_zittzewitz 22.01.2018, 19:35
364. im Kern ok- mit gwohnten Aussetzern

zu:
"Bei der Bundestagswahl hat die AfD vor allem in den prekären Vierteln gewonnen: bei Hilfsarbeitern, Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfängern."
Wenn man andere Artikel liest steht es genau anders rum darin- auch Satistiken geben ein anderes Bild ab. Ich gehe davon aus, dass Sozialhilfe-Empfänger eher Richtung Linkte tendieren.

"Die rechte Frontfrau Alice Weidel"
Konnte man hier nicht noch andere negativ-behaftete Wörter reinbauen? Frontfrau... Hätten Sie auch Frontfrau Merkel geschrieben? "Der AfD anheim fallen"... au-weia!

Wenn die Alternative für Deutschland mehr Zuspruch bekommt (anheim fallen.. da komm ich nicht drüber..) dann auch und gerade von CDU/CSU Wählern. Die SPD hat fertig.. die CDU FRONTFRAU schon längst!

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Neandiausdemtal 22.01.2018, 19:36
365. Die AfD ist und wird niemals Volkspartei!

Sie ist eine völkische Partei im schlechtesten Sinne, ebenso wie die Clique der nationalen Front in Frankreich.

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fatali2 22.01.2018, 19:36
366. Eine richtige Volkspartei..

.. wäre eine sozialistische Linke + eine nationale Rechte. Das ganze gabs hier schon einmal.
Wer sich an vor 100 Jahren erinnert fühlt: das scheint kein Zufall. Die Zersetzung der Mitte betreiben die Protagonisten ala Merkel oder Schulz aber selbst.

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002614 22.01.2018, 19:40
367. Erneuerung

Zitat von teacher20
Und wie diese ominöse Erneuerung aussehen soll, können sie nicht sagen, abgesehen davon, dass sie die altbackenen Phrasen von der "sozialen Gerechtigkeit" mit all ihren Unterpunkten herunterbeten, mit denen schon Martin Schulz im Wahlkampf nicht verfing, zu einer Zeit, in der sozialdemokratische Sozialromantik angesichts einer knallharten wirtschaftlichen Globalisierung (und der damit einhergehenden Entsolidarisierung der „sozialistischen Internationale“) allenfalls noch von nostalgischem Interesse sind. Das Problem, dem sich die SPD programmatisch gegenübersieht, ist das (letztlich unlösbare) Problem aller linker Parteien: die internationale humanitäre Solidarität (Stichwort: "Keine Flüchtlingsobergrenze"), die unweigerlich zu einer Überforderung des nun einmal auf nationaler Basis ruhenden Sozialstaates führt, im Zielkonflikt mit dem Bemühen um die "soziale Gerechtigkeit" für die eigene Klientel der "kleinen Leute". Internationalismus versus Nationalismus also. Nur dass Sozialdemokraten immer dann schlecht ausgesehen haben, wenn sie die „nationale Karte“ spielten.
Erneuerung oder Untergang. Das ist interessanterweise nicht nur das Problem der SPD. Es ist das Problem aller linken Parteien in Europa.
Und genau die von Ihnen beschriebenen Widersprüche, sind das was linke Parteien so unglaubwürdig macht.

Aber nun ist es für einen Wandel wohl zu spät. Die "nationale Karte" spielt schon die AfD. - Und in den anderen Ländern Europas sind Rechte noch erfolgreicher.

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luny 22.01.2018, 19:47
368. Alternativlos

Zitat von dr.eldontyrell
Und DIE LINKE, das sind doch Maoisten, Stalinisten, Kommunisten, die wollen doch Nordkorea 2.0 aus dem Land machen, in dem wir gut und gerne leben....! Da dann lieber GroKo. Wem gehören nochmal die Medien, die permanent gegen DIE LINKE feuern? Ach ja, den Neoliberalen....
Hallo Dr.eldontyrell,

schon erstaunlich, wie sich die SPD in kürzester Zeit von der
Opposition, die sie am 24.09.17 anstrebte, in eine weitere
vermeintlich "alternativlose" große Koalition drängen läßt.

Das Sondierungspapierchen ist dünn wie eine Oblate in der
katholischen Kirche.

Beim Koalitionsvertrag erhöht die CDU/CSU um 100% und es gibt
zwei Oblaten.

Mehr "EU" und Familiennachzug, das sind alles Themen, die
totsicher ins politische Abseits führen werden.

Vielleicht plant die SPD die Selbstauflösung.

LUNY

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otto_lustig 22.01.2018, 19:49
369. Ich glaube nicht, dass noch mehr Deutsche so dämlich sind,

sich für die AfD zu entscheiden. Aus diesem Grund muss eine Minderheitsregierung her. Die CDU/CSU hat die AfD aufgebaut, besonders Frau Merkel mit ihrem "Wir schaffen das", aber niemand hat dem Wähler erklärt wie. Natürlich kann gerade Deutschland das schaffen, haben wir doch nach 1945 elf Millionen Vertriebene aufgenommen. Ich bin pränatal vertrieben worden und meine Mutter hat mir erzählt, wie sie mit meiner Oma und ihren Geschwistern aus Schlesien im Winter zu Fuß geflohen ist. Der Opa war in russischer Gefangenschaft. Meine Lehrerin auf der Realschule floh auch mit ihren Kinder zu Fuß aus Schlesien nach Bayern. Das Problem sind doch heute nicht die Flüchtlinge, sondern, dass der Staat versagt, unter Führung von Frau Merkel! Da reisen Leute ein, werden registriert und danach weiß kein Mensch mehr, wo sie sind. Andere kassieren an mehreren Orten Geld oder geben sich als Minderjährige aus, obwohl sie erwachsen sind und Frau Merkel tut nichts dagegen. Das dürfen dann Maas und de Maiziere machen. Frau Merkel entzieht sich jeder Verantwortung bei diesen Themen. Sie sagt auch nichts über die rechte Hetze, die hinter jedem Vorfall einen Flüchtling verantwortlich machen will. Man hat nahezu panische Angst, Statistiken zu veröffentlichen, in denen Straftaten registriert werden. Flüchtlinge liegen da an der Spitze. Als Schwarzfahrer, weil ihnen niemand erklärt hat, wie das richtig funkioniert.

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