Forum: Politik
SPD-Aussteiger Marco Bülow: Der Einsame
DPA

Marco Bülow ist aus der SPD ausgetreten. Eigentlich muss einen das nicht wundern, er galt schon immer als Quertreiber. Doch der Zeitpunkt verblüfft dann doch.

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sansibar1 27.11.2018, 20:18
20. Marco Bülow hat Recht ...

Seine Kritik an der Nahles SPD ist in vielen Punkten gerechtfertigt.
Trotzdem gehört schon ein gerüttelt Maß an Frustration dazu, nach mehr als 20-jähriger Zugehörigkeit seine politische Heimat, die SPD zu verlassen.
Der aktuelle Zustand dieser einstmals großen Partei dürfte ihm den Abschied erleichtert haben. Wer macht schon gerne mit bei einer Partei, die ratlos nach Themen sucht, einer Partei, deren Führungsriege bei weitem nicht das Niveau früherer Protagonisten besitzt, die kurz gesagt, die Attraktivität eines Büroschrankes hat, außen angestaubt und drinnen noch mehr Staub....

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HanzWachner 27.11.2018, 20:21
21. Abgeordnete wie Herr Bülow...

...sind bei der jetzigen SPD nicht besonders gern gesehen, weil er sich als Sozialdemokrat mit traditioneller politischer Ausrichtung versteht. Die Parteispitzen wie Nahles, Scholz etc. sind zwar offensichtliche Totengräber der Partei wie man an den Wahlergebnissen auf Landes- und Bundesebeneder letzten Jahre leicht nachweisen kann, lassen sich aber von nichts von ihrem Betonkopf-Kurs abbringen. Herr Bülow ist ein Vorbild für aufrechte Sozialdemokraten und vielleicht macht sein Schritt anderen Mut, ebenfalls Farbe zu bekennen.

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spiegelneuronen 27.11.2018, 20:21
22. ui ui ui

Zitat von dns82
Der Mann bringt die aktuelle Situation der SPD auf den Punkt. Es spricht für sich, dass die Parteioberen nun nachtreten....
Die Erklärung, die Bülow abgibt ist gerazu ein Musterentwurf für Sozialdemokratie. Das ihn die heutige SPD-Führung derart kommentiert, spricht für die aktuellen Irrungen der Partei.

https://www.ruhrnachrichten.de/media/Staedte/Dortmund/MBErklaerung.pdf

Johannes Kahrs peilt wieder die unterste Stufe beim Niveau-Limbo an.
https://twitter.com/kahrs/status/1067175836707708930

Auch interessant in welchem Kontext ein Johannes Kahrs den Begriff der "ICH-AG" wertend vornimmt. Immerhin eine kreative Schöpfung der SPD-Reformpolitik. Vielleicht sollten die Parteioberen der SPD mehr ins Reformhaus gehen statt solche Reformpolitik zu betreiben.

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garfield53 27.11.2018, 20:21
23. mmm

Zitate Marco Bülow und offensichtlich vorgegebene Richtung des „Spiegel“ zu seiner Austrittserklärung!
Lesen und anschließend überlegen, wer bezweckt was!

„Bülow verlässt die SPD in dem Moment, in dem es aussehen könnte, als würde sie ein Stück nach links rutschen.
Er sagt, er habe darauf keine Hoffnung mehr.
Er wirft seiner Partei vor, es habe trotz unglaublicher Verluste und Niederlagen bei Wahlen immer nur ein "Weiter-so" gegeben.
Konstruktive Kräfte hätten sich zurückgezogen.“

"Wir haben Angst vor Neuwahlen, weil es schlecht für uns ausgehen könnte, wir haben Angst vor der Union, uns dagegen zu profilieren, weil wir vielleicht ein paar Leute verprellen.
Wir haben Angst vor einer wirklichen Alternative, oh, das könnte ja als links oder sonst was ausgelegt werden, wir haben Angst vor Lobbyisten und deswegen haben wir keine klare Haltung beim Dieselskandal, nicht bei Cum-Ex und anderen Dingen. Wir haben Angst uns zu erneuern. Wir haben Angst vor einem Sonderparteitag und machen lieber ein Debattencamp. Wir haben Angst vor der Urwahl, weil da könnte ja jemand Vorsitzender werden, der vielleicht Menschen begeistert und mitnimmt. Und wir haben vor allen Dingen Angst vor einer Vielfalt."

Mit der aktuellen Parteiführung, der Bundestagsfraktion und den amtierenden Ministern/innen, was soll da als „SPD“- Farbe kommen.
Es ist eine wasserklare „Zustandsbestimmung“, eine gegen die Realität vor dem „Willy-Brandt-Haus“ resistente Parteiführung, eine Fraktion, welche mehrheitlich alles akzeptiert, Hauptsache keine klare politische Meinung, willige Erfüllungsgehilfen der Union bis zum, ja was, eigenen Untergang, mit Scholz und Maas Minister, welche in ihrer wirtschaftsfreundlichen, realitätsfernen und konfliktfreudigen Außenpolitik täglich immer mehr politisches Porzellan zerschlagen und außenpolitisch zwar bedingungslos, die amerikanische Außenpolitik unterstützen, aber dabei keine Hemmungen haben, den tatsächlichen deutschen Interessen, nachhaltig, zu schaden.
Die Basis gespalten in Altromantiker, vor allen in den westlichen Bundesländern, Karrieristen und Überzeugungs- Antilinken, welche im Osten ihre politische Abneigung gegen Diese lieber bis in den Untergang pflegen.
Wer das nicht sieht, will es nicht sehen oder „verdient“ sein Lebensunterhalt mit medialen und politischen Selbstbetrug.
Nur wie lange soll das Leiden gehen, es ist kein Licht am Ende des Tunnels.

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seis_mo 27.11.2018, 20:23
24. Wohin mit dem linken Potential?

Der Austritt von Marco Bülow aus der SPD zeigt ihr Dilemma: weder sind verschiedene Strömungen sichtbar, noch ist ein Profil, eine Vision zu erkennen - beides zusammen macht eine Volkspartei aus. Für die SPD geht es hierbei um ihr Fortbestehen als Partei. Bülow war einer der wenigen sichtbaren linksliberalen Kräfte der Partei. Einerseits ist sicherlich fraglich, warum Bülow nicht in der SPD seine Ideen weiter umzusetzen versuchte. Bei einer Partei mit einer sehr guten Organisation und mit vielleicht immer noch Mitstreitern für die linksliberale Sache. Er hätte hier das Gesicht für eine linke, sozialdemokratische, moderate Hartz-IV-Wende werden können. Motto: 'Hartz-IV war damals nötig, aber wir hätten es hier und da sozialer machen müssen. Und darum passen wir es jetzt sozialerweise an die heutige Situation an.' Andererseits ist fraglich, warum erst Schulz und jetzt auch Bülow mit ihrem linken Kurs in der Außendarstellung, einer Sozialdemokratischen Partei, mit ihren Ideen nicht vorkamen. Schulz hatte damit einen Mega-Erfolg am Anfang seiner Kandidatur, holte + 10% Zustimmung und verlor diese, als er von diesem Kurs abwich. Das Kernanliegen der SPD ist doch "Fördern und Fordern", sie hat Hartz-IV hervorgebracht und damit den heutigen Wirtchaftserfolg mindestens mitbegründet. Das Trauma der SPD liegt nicht in Hartz-IV selbst oder den daraufhin verlorenen Landtags- und Bundestagswahlen um 2005 begründet - sondern es waren die Folgejahre, in denen die SPD Hartz-IV und ihren sozialgestalterischen Anspruch aufgegeben hatte. Hartz-IV war nicht der Weisheit letzter Schluss, es muss noch immer weiter sozial ausgestaltet werden. Nahles könnte sich hinstellen und mit Recht sagen: "Wir sind das Original! Wählt uns und ihr bekommt ein Hartz-IV-Gesetz das sozial funktioniert!" Regulierte sachgrundlose Befristung, regulierte Leiharbeit, höhere Zuverdienstgrenzen, mehr bezahlte Weiterbildungen, vlt. dazu mehr Lohn und Abschaffung der kalten Progression. Statt enttäuscht neben, der in Jubelpose stehenden, Kanzlerin zu stehen braucht es mehr Selbstbewusstsein und Kurs! Die SPD hat zwei gute Möglichkeiten jetzt kurzfristig viel Zustimmung zu bekommen: entweder durch soziale Modifikationen von Hatz-IV oder durch das zweite 'iPhone der SPD', eine echte zweite Arbeitsmarkt-technische Revolution: das Bedingungslose Grundeinkommen. Das wäre ein Projekt, das die Menschen elektrisiert, das viele Hartz-IV-Dinge verbessern könnte, was ein gesamt-gesellschaftliches Projekt wäre, was neue soziale Standards und Aufstiegschancen etablieren würde. Aufstiegschancen für alle legen das gesamte produktive Wertschöpfungs-Potential einer Gesellschaft frei. Das ist das Kernanliegen von Hartz-IV. Die SPD hat beste Chancen dies anzupacken und die Menschen mitzunehmen. Das linksliberale Arbeiter-Potential darf nicht zwischen vielen kleinen linken Sammlungsbewegungen zerbröseln, sonst suchen sich die Menschen andere Projekt-'Alternativen'.

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vera gehlkiel 27.11.2018, 20:45
25. @keinblattvormmund

Zitat von keinblattvormmund
Individualisten, die sich nicht als brave Parteisoldaten einreihen, sondern eine eigene Meinung vertreten, die dann unter Umständen sogar sozialdemokratischer Prägung ist, haben in der SPD schon lange keine Chance mehr. Der Mensch mag Ecken und Kanten haben und ich stimme mit ihm in einigem nicht überein. Aber genau solche Typen sind nötig, um die SPD zu erneuern. Die Klartext reden und nichts beschönigen. Man macht sie schlecht und/oder lässt sie kommentarlos ziehen um im gleichen Moment gefühlt das tausendste Mal von immer denselben Apparatschiks zu vernehmen, dass MAN NUN DOCH JETZT ENDLICH die SPD erneuern müsse. Genossen: So wird das nichts. Wenn ihr irgendwann mal wieder damit beginnt sozialdemokratische Politik zu machen, dann wähle ich euch auch wieder und trete u.U. sogar wieder bei euch ein. Sicher wäre ich nicht der einzige zutiefst enttäuschte Sozialdemokrat.
Ich frage mich, von welcher Ortlosigkeit aus eigentlich immer diese weisen Empfehlungen an die SPD kommen? Die SPD regiert, gerade wird Hartz IV komplett umgebaut, die Zukunft des Individualverkehrs besprochen, es geht um Rentensicherung, Strom, Umweltschutz und Bildung sowie Weltpolitik im Zeichen des drohenden Irrationalismus durch Autokraten. Bei all dem macht die SPD mit, stellen Minister in Kernressorts Weichen, stellen sich alle der Medienkritik und dem Wählervotum, setzen sich mit wackeren politischen Gegnern und diversen verkrampften Populisten an Schlüsselstellen auseinander. All dieses ist also nix, aber der dort abgebildete Eso-Text über Angst und innere Einkehr ist schon was? Tut mit leid, eure Klartext-Debatten hier, dort und überall sind eher Aufforderungen zur Entpolitisierung der Linken Lebens- und Denkungsart. Ihr seid so nicht die Medizin, sondern die Krankheit. Die SPD wird das von Innnen heraus, aller Unkenrufe zum Trotze, überwinden. Ganz genauso, wie auch die Grünen fundamentalistische Gemütsmenschinnen wie Jutta Ditfurth überwunden haben. Sowas passiert, wie eine Formkrise bei einer Fussballmannschaft. Sorgen sollte man sich nur um die Linkspartei machen, die mir in Gestalt von Kipping oder Ramelow fast so lieb ist, wie meine alte tapfere Tante SPD selbst. Und die gerade gespalten zu werden droht, eben durch so Sich-Umerfinder wie Herrn Bülow. Die manchmal auch so schicke Kostüme mit einer Hochsteckfrisur tragen. Denen ihr eigener Marx in seiner konsequenten Nähe zum praktisch Machbaren auf einmal erschreckend nahe auf die Pelle gerückt ist, seitdem der gnädige Kalte Krieg und der New Dieal sich hinter die Grenzlinie der historischen Manifestation zurückgezogen haben. Und man eigentlich beginnen müsste, selbst zu denken, im Angesichte nunmehr auch leider verschwommenerer Feindbilder.

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Klapperschlange 27.11.2018, 21:06
26. Das sieht Kahrs...

Zitat von friedrich_eckard
Man möchte Ihnen ja spontan zustimmen... aber dann fallen einem zwei Namen ein, die beweisen, dass Charakter, Standfestigkeit, Überzeugungstreue und langer Atem sich eben doch auszahlen: Bernie Sanders und Jeremy Corbyn. Was die Einsamkeit angeht: auch wenn sich Bülow - einstweilen? - der LINKEN nicht anschliesst, wofür es nachvollziehbare Gründe gibt, so wird er doch sicherlich auf einen kameradschaftlichen Umgang mit vielen MdB der LINKEN rechnen dürfen, und mit einer ... Erscheinung wie Kahrs nicht mehr in derselben Fraktion sitzen zu müssen - das ist doch auch etwas.
...genau so. Dieser Bülow hat doch nur gestänkert, positive Beiträge von ihm sind mir nicht bekannt.

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vera gehlkiel 27.11.2018, 21:07
27. @friedrich_eckard

Zitat von friedrich_eckard
Man möchte Ihnen ja spontan zustimmen... aber dann fallen einem zwei Namen ein, die beweisen, dass Charakter, Standfestigkeit, Überzeugungstreue und langer Atem sich eben doch auszahlen: Bernie Sanders und Jeremy Corbyn. Was die Einsamkeit angeht: auch wenn sich Bülow - einstweilen? - der LINKEN nicht anschliesst, wofür es nachvollziehbare Gründe gibt, so wird er doch sicherlich auf einen kameradschaftlichen Umgang mit vielen MdB der LINKEN rechnen dürfen, und mit einer ... Erscheinung wie Kahrs nicht mehr in derselben Fraktion sitzen zu müssen - das ist doch auch etwas.
Was für ein abstruser Vergleich: Corbyn und Sanders sind abgeklärte alte Hasen, nämlich Machtmenschen mitten im Herzen der Macht. Corbyn ist bekanntlich sogar Labour-Chef. Chef einer Partei, die vor nicht allzu langer Zeit von fast allen als ebenso erledigt angesehen wurde, wie nun die SPD. Und Bernie Sanders hat, nachdem er gegen Hillary Clinton unterlegen war, alles, was in seinem Alter noch drin war an Energie, und was eine erstaunliche Menge war, reingehauen, um Ms. Clinton zur Präsidentin zu machen. Sowas nenne ich politischen Anstand und Patriotismus. Warum erinnert bloss überhaupt nichts bei diesen Politikern an Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht, diese Usurpatoren und Zersetzer der Linkspartei? Liegt es vielleicht daran, dass Lafontaine im Gegensatz zu Johannes Kahrs seine eigene Partei sofort verraten hat, als er nicht mehr ungeteilt der Chef des Ganzen sein durfte? Dass er damals nicht mal seine Arbeit als Finanzminister hingekriegt hat, weil er so peinlich offensichtlich damit befasst war, den Weltpolitiker zu geben? Dass "Aufstehen" zwar bereits bei vielen Gähnanfälle auslöst, aber Wagenknecht die ganzen Armen, um die sie sich angeblich so grosse Sorgen macht, unverändert kühl über die Klinge springen lässt, nur damit sie weiterhin als besonders chic und hip gelten kann, und viele Talkshoweinladungen, wahrscheinlich hinternoch mit einem Schwoof durch die Berlinszene, generiert? Beharrlichkeit haben auch Linke, etwa Alexis Tsipras. Aber diese typisch deutsch saturierte Salonlinke mit Krämerseele in der Brust gehört sicher nicht dazu. Und wenn Herr Bülow demnächst seine Angstgedichte dort vorträgt, passt das leider ins spiessige Bild. Da fahr ich lieber eine runde Autoscooter mit Johannes Kahrs, ehrlich!

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Wolfski 27.11.2018, 21:42
28. ...hoffnungslos.....

...wenn man in einer Partei verlernt hat zu diskutieren und sich zu arrangieren auf dem möglichst großen Nenner.....mich würde die Vorgeschichte doch noch näher interessieren: 15% Vorsprung, soooo doof und eigenbrötlerisch kann er ja nicht sein! Wieso kümmerte sich die Parteispitze nicht darum ? So einen lässt man doch nicht ziehen, oder isser so kompliziert im Wesen? Fragen Fragen Fragen.......die SPD fischt im Trüben und hat offensichtlich den Faden verloren.......früher war Pilsken am Tresen und diskutieren und 40% ....heute ist mehr und mehr Karriere gefragt !

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Ökofred 27.11.2018, 21:45
29. ohje Vera.... Parallelwelt???

Zitat von vera gehlkiel
Ich frage mich, von welcher Ortlosigkeit aus eigentlich immer diese weisen Empfehlungen an die SPD kommen? Die SPD regiert, gerade wird Hartz IV komplett umgebaut, die Zukunft des Individualverkehrs besprochen, es geht um Rentensicherung, Strom, Umweltschutz und Bildung sowie Weltpolitik im Zeichen des drohenden Irrationalismus durch Autokraten. Bei all dem macht die SPD mit, stellen Minister in Kernressorts Weichen, stellen sich alle der Medienkritik und dem Wählervotum, setzen sich mit wackeren politischen Gegnern und diversen verkrampften Populisten an Schlüsselstellen auseinander. All dieses ist also nix, aber der dort abgebildete Eso-Text über Angst und innere Einkehr ist schon was? Tut mit leid, eure Klartext-Debatten hier, dort und überall sind eher Aufforderungen zur Entpolitisierung der Linken Lebens- und Denkungsart. Ihr seid so nicht die Medizin, sondern die Krankheit. Die SPD wird das von Innnen heraus, aller Unkenrufe zum Trotze, überwinden. Ganz genauso, wie auch die Grünen fundamentalistische Gemütsmenschinnen wie Jutta Ditfurth überwunden haben. Sowas passiert, wie eine Formkrise bei einer Fussballmannschaft. Sorgen sollte man sich nur um die Linkspartei machen, die mir in Gestalt von Kipping oder Ramelow fast so lieb ist, wie meine alte tapfere Tante SPD selbst. Und die gerade gespalten zu werden droht, eben durch so Sich-Umerfinder wie Herrn Bülow. Die manchmal auch so schicke Kostüme mit einer Hochsteckfrisur tragen. Denen ihr eigener Marx in seiner konsequenten Nähe zum praktisch Machbaren auf einmal erschreckend nahe auf die Pelle gerückt ist, seitdem der gnädige Kalte Krieg und der New Dieal sich hinter die Grenzlinie der historischen Manifestation zurückgezogen haben. Und man eigentlich beginnen müsste, selbst zu denken, im Angesichte nunmehr auch leider verschwommenerer Feindbilder.
Da war ich sofort gespannt: "Die SPD regiert, gerade wird Hartz IV komplett umgebaut, die Zukunft des Individualverkehrs besprochen, es geht um Rentensicherung, Strom, Umweltschutz und Bildung sowie Weltpolitik im Zeichen des drohenden Irrationalismus durch Autokraten. Bei all dem macht die SPD mit, stellen Minister in Kernressorts Weichen, stellen sich alle der Medienkritik und dem Wählervotum,...." Wo soll das alles passieren..?? Hier in DE? Krieg ich gar nix von mit.. "Hartz IV wird komplett umgebaut....." also, wir Wähler hier unten in den Niederungen merken das grad nicht. Auch dass die SPD "Minister stellt", die irgendwas zu sagen haben... "in der Zukunft des Individualverkehrs..." ist mir nicht erinnerlich. Ich will jetzt nicht davon anfangen, was die SPD NICHT tut, aber aus der oben genannten Liste würde mir Einiges einfallen.
Naja, wenn es hilft einen Quertreiber zu vergessen, den ich vorher auch nicht kannte, geschenkt.. aber ich hoffe die SPD fängt irgendwann mit den oben genannten Punkten an..

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