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SPD: Bayerischer Fraktionschef will Kühnert statt Nahles an der Parteispitze
AFP

Der neue SPD-Fraktionschef in Bayern fordert einen Wechsel an der Spitze der Bundespartei. Juso-Chef Kevin Kühnert solle Andrea Nahles ablösen, schlägt Horst Arnold vor.

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Siebengestirn 30.10.2018, 21:52
10. Es ist im Moment eher weniger hilfreich für die SPD,

sich eine Diskussion über den Parteivorsitz aufreden zu lassen. Es muss zunächst ehrlich und mit Anstrengung versucht werden, das im Koalitionsvertrag verabredete Regierungsprogramm in konkrete Gesetze zu fassen. Erst wenn das nicht mehr möglich ist, muss man die Gründe dafür den Wählern plausibel erklären und eine Neuwahl befürworten. Dazu allerdings bedarf es dann personeller Konsequenzen. Eine Partei mit ca. 440 000 Mitgliedern muss in der Lage sein, auch relativ kurzfristig "unverbrauchtes" qualifiziertes Führungspersonal zu benennen. Das ist insbesondere eine Aufgabe für die sozialdemokratischen Ministerpräsidenten/innen, Olaf Scholz und die Parteivorsitzende. Die SPD muss da auch mal über ihren Schatten springen und jüngere fachlich ausgewiesene Personen aus der Wissenschaft, der Wirtschaft und den Verbänden akquirieren, die bereit sind sozialdemokratischen Zielsetzungen zum Erfolg zu verhelfen. Nur so kann man Wähler zurückgewinnen.

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walk&talk 30.10.2018, 22:08
11. Die SPD sitzt in der GroKo-Falle fest!

Eine Befreiung wäre nun möglich, aber dazu müsste die SPD agieren und nicht reagieren.
Verlorenen Wählern wieder klare Zeichen einer (Aus-) Richtung geben.
Cojoten sind in der Lage sich aus einer Falle zu befreien indem sie den betroffenen Fuß sich abbeißen und dadurch ihr Überleben retten.
In einer ähnlichen Lage befindet sich die komplette von Merkel neutralisierte SPD.
Sie wäre nun in der Lage Merkel aus der Kanzlerschaft zu bringen und dadurch in Neuwahlen zumindest einen Teil der verlorenen Wählerschaft zurückzugewinnen. Nur Mut!

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ArnoNyhm1984 30.10.2018, 22:22
12. @1: ist doch schon längst so!?

Zitat von selbst_denkend
Der Zustand der SPD ist tatsächlich so letal, dass nun jemand, der in seinem bisherigen Leben noch niemals richtig gearbeitet hat, oder auch nur eine erfolgreiche Berufsausbildung, bzw. einen akademischen Grad nachweisen kann dieser Partei vorsitzen soll? Ernsthaft? Wenn das so kommt, dann sehe ich die SPD in Zukunft eher bei 10% als bei 17%...
Nur so als Hinweis, weil Sie meinten, erst mit Kevin Kühnert träte die Situation eines SPD-Vorsitzenden ohne echte Berufserfahrung ein: Mit Andrea Nahles steht der SPD bereits jetzt jemand vor, der noch nie in der freien Wirtschaft gearbeitet hat: Frau Nahles hat nach 20 Semestern Studium (Altgermanistik & Politikwissenschaften) den direkten Einstieg in ihre Funktionärskarriere bei der SPD gemacht.

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Lula Latein 30.10.2018, 22:41
13.

Wenn nicht alles täuscht, könnte die CDU gerade zum Befreiungsschlag ausholen, ohne dabei die Realitäten zu vergessen. Derweil kocht die SPD in der eigenen Suppe, von der sie nicht weis, ob sie heiß oder kalt, würzig oder fad ist. Und dann kommt von ihren bayerischen Serienverlieren auch noch der Vorschlag, künftig einen politischen Hampelmann das Sagen lassen zu haben. Wer bisher geglaubt hat, dass die SPD es nicht bunter treiben kann, der hat sich abermals geirrt.

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-su- 30.10.2018, 22:47
14.

Zitat von Immanuel K.
...Herr Kühnert zu wissen, was richtig und was falsch ist - das erscheint mir eine bessere Qualifikation zu sein, als irgend etwas gearbeitet gehabt zu haben... Er hat vor Monaten schon sehr klug argumentiert, warum die SPD die Groko verlassen sollte - bzw. warum sie dieser erst gar nicht beitreten sollte...
Er war gegen die Groko, hat sich dann aber für Nahles als Vorsitzende ausggesprochen und diese gewählt. Obwohl Nahles die Groko unbedingt wollte.

Kühnert ist eine Schwätzer mehr nicht. Wenn man diesen Mann jetzt als Hoffnungsträger in der SPD sieht, dann sieht man erst wie sehr die SPD auf den Hund gekommen ist.

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quark2@mailinator.com 30.10.2018, 22:53
15.

Einfach mal die Liste der SPD-Vorsitzenden bei Wikipedia ansehen. Bis Schröder gab es da sowas wie Staatsmänner, die über längere Zeit respektiert ihren Job machten. Seither gibt es in wenigen Jahren eine Unzahl an Vorsitzenden, die alle kurz auf den Schild gehoben werden, nur um gleich zu scheitern und dann kommt der nächste Wechsel. Ich wette ja nicht, aber ich bin dennoch sicher, daß erst ein Vorsitzender, der klar, laut und konfrontativ mit Schöder bricht, der nächste sein wird, der es länger macht. Solange es da keine klare, faktenbasierte Abrechnung, auch mit den falschen Entschuldigungen gibt, wird die SPD kein Vertrauen bei den Wählern finden. Es sei denn, natürlich, die CDU bewegt sich weit aus der Mitte nach rechts. Aber so dumm werden die nicht sein.

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markus.pfeiffer@gmx.com 30.10.2018, 23:45
16. Abwärtsspirale beschleunigen

Herr Arnold scheint den Schuss im Wald eindeutig überhört zu haben: Die SPD wird sich nicht durch den nächsten jungen Berufspolitiker, der auf den Putz haut, aus der Misere retten - das ist mit Andrea "Pipi" Nahles schon nach hinten losgegangen, sonder allenfalls (wenn überhaupt noch) mit einer glaubwürdigen, eigenständigen Politik von intelligenten Köpfen.
Mit Kühnert würde die nächste (Pseudo-)Hoffnung der SPD verbraten und der Turbo in der Abwärtsspirale nochmal richtig gezündet.
Was die SPD bräuchte wären authentische Polit-Persönlichkeiten wie Wehner oder Brand oder meinetwegen auch Schmidt und Lafontaine; was die Partei nicht braucht ist die nächste Figur aus dem Kasperltheater.

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spiegelschaf 31.10.2018, 00:06
17. wieso nicht?!

Ganz ehrlich: Der Junge äußert sich immer wieder und jedes Mal hatte er meiner Meinung nach Recht gehabt.
Zuletzt auch wieder, dass sich die SPD zuerst inhaltlich erneuern muss, denn nur Köpfe tauschen bringt nichts.
Angesichts der Lage des SPD (die Prozente kommen zum Großteil von Ü60ern), wäre das das Beste, was sie machen könnten! Inhaltlich muss es aber zuerst kommen. Oder gleichzeitig (angestoßen werden).

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fat_bob_ger 31.10.2018, 09:53
18. Für mich ist bereits im Ansatz NIEMAND wählbar,

Zitat von Immanuel K.
...Herr Kühnert zu wissen, was richtig und was falsch ist - das erscheint mir eine bessere Qualifikation zu sein, als irgend etwas gearbeitet gehabt zu haben... Er hat vor Monaten schon sehr klug argumentiert, warum die SPD die Groko verlassen sollte - bzw. warum sie dieser erst gar nicht beitreten sollte...
der das Interesse der Partei über die der Nation stellt. Kühnerts Strategie ist, 1. Lieber ein unregierbares Deutschland in Kauf nehmen, als selbst Wählerstimmen abzugeben, 2. In der Opposition dann Forderungen stellen, die niemals eingelöst werden können, 3. der Linken die Wählerstimmen abjagen, die dann in der Mitte verloren werden. Der Wähler hat gemerkt, dass von der SPD weder Impulse für die Zukunft kommen (Bildung, Industrie 4.0), noch bezahlbare gerechte Lösungen für Renten (auch die SPD kann kein Geld "herbeizaubern"), nur vereinzelt auf Landesebene etwas für die Innere Sicherheit getan wird und Kompetenz im Bereich Wirtschaft hat die SPD sowieso nicht. Auch außenpolitisch haben sich Vertreter der SPD nur dadurch hervorgetan, dass man Eurobonds auflegen wollte und eine Arbeitslosenversicherung für ganz Europa, die zu einem großen Teil durch Deutschland finanziert werden sollte. Die SPD will sich vom Godesberger Programm verabschieden und wieder linke Utopistenpolitik machen.

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Außenbetrachter 31.10.2018, 10:17
19. illoyaler Spalter

Kevin Kühnert spaltet die Partei, ist absolut illoyal, trägt keine gemeinsamen Beschlüsse mit und ist schlichtweg untragbar. Vielleicht hilft ihm der Abschluss an der Fern-Universität eine "gewisse" Reife zu erreichen und seine eigenen Schönreden zu verstehen. Über einen Abgeordneten im Berliner Senat wir er ja noch alimentiert, aber laßt Kevin mal allein im Leben stehen um zu sehen, wie das wahre Leben so aussieht. Er hat noch einen weiteren Spalter an der Seite und das ist Ralf Stegner. Die beiden zusammen schaffen die SPD ab!

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