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SPD: Bremer Bürgermeister Sieling verzichtet auf zweite Amtszeit
DPA

Die rot-grün-rote Koalition steht, trotzdem geht der SPD-Regierungschef: Bremens Bürgermeister Carsten Sieling verzichtet auf eine Wiederwahl. Hintergrund sind die deutlichen Verluste bei der Bürgerschaftswahl.

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malcom1 01.07.2019, 13:44
1. Rücktritt

Wenn Herr Sieling jetzt Zurücktritt wegen des schlechten Wahlergebnis dan hätte er dies am Wahlabend machen sollen und nicht erst nach den Koalitionsverhandlungen. Oder gibt es andere Gründe?

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lucky.sailor 01.07.2019, 13:46
2. Einer mit Anstand!

Chapeau Herr Sieling, es gibt ja doch noch Politiker, die Anstand besitzen und persönliche Konsequenzen aus ihren Niederlagen ziehen. Leider sind diese "Anständigen" eher die Minderheit und eigentlich müssten gerade solche weiter im Amt bleiben. Verkehrte Welt.

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ark95630 01.07.2019, 13:49
3. das übliche

Der Wähler wir nur noch veralbert. Wenn Rücktritt, damm am Wahlabend oder besser noch vorher.

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spon_2999637 01.07.2019, 13:52
4.

Zitat von malcom1
Wenn Herr Sieling jetzt Zurücktritt wegen des schlechten Wahlergebnis dan hätte er dies am Wahlabend machen sollen und nicht erst nach den Koalitionsverhandlungen. Oder gibt es andere Gründe?
Die Motivation steht doch da:
"Sieling betonte, er habe alles in seiner Macht Stehende getan, um die von der SPD angestrebte Koalition zum Leben zu bringen und dafür zu sorgen, dass Bremen ein progressives Mitte-links-Bündnis bekomme."

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g.raymond 01.07.2019, 13:57
5. Richtig

Zitat von malcom1
Wenn Herr Sieling jetzt Zurücktritt wegen des schlechten Wahlergebnis dan hätte er dies am Wahlabend machen sollen und nicht erst nach den Koalitionsverhandlungen. Oder gibt es andere Gründe?
Und wenn es eine interne Rebellion gegen Sieling gegeben hat, dann wird jetzt jemand SPD-Bürgermeister, der als solcher nicht direkt gewählt wurde. Wenn die Grünen das nicht akzeptieren, könnten sie den von Sieling ausgehandelten Koalitionsvertag platzen lassen und mit CDU und FDP eine Jamaika-Koalition bauen. Entweder Sieling war so edel, dass er die Koalitionsverhandlungen zu einem positiven Ende bringen wollte, bevor er zurücktritt, oder die SPD hat ihn selbst gestürzt. Dann sollten die Grünen von der selbstzerstörerischen SPD zu einer CDU-Koalition wechseln.

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oldsiamsir 01.07.2019, 13:59
6. Ärgerlich

Es ist schon ärgerlich: Nicht nur bildet die SPD eine neue Regierungskoalition, obwohl sie massive Verluste bei der Wahl erlitten hatte, es wird auch noch jemand anders die Leitung übernehmen. Wer weiß, ob die Partei nicht noch weniger Stimmen bekommen hätte, wenn sie mit einer anderen Spitze in die Wahl gegangen wäre. Das mag alles natürlich demokratisch in Ordnung sein, aber letztlich bekommen nun auch Wähler*innen der SPD nicht, was sie haben wollten.

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charlybird 01.07.2019, 13:59
7. Die gibt es und

Zitat von malcom1
Wenn Herr Sieling jetzt Zurücktritt wegen des schlechten Wahlergebnis dan hätte er dies am Wahlabend machen sollen und nicht erst nach den Koalitionsverhandlungen. Oder gibt es andere Gründe?
seine Begründung dafür war plausibel und nachvollziehbar.
Er hat sich vor der Wahl für ein linksgrünes Bündnis ausgesprochen und eine GroKO Gott sei Dank mit der CDU ausgeschlossen.
Er hat seine Entscheidung jetzt zurückzutreten damit begründet, eben dieses Rot-Grün-Rot Bündnis, welches sich durch das schlechte Abschneiden der SPD ergeben hat, mitgestalten und verhandeln zu wollen.
Das ist wohl passiert und da finde ich es ausgesprochen klasse, dass so reagiert hat.
Es zeigt eben kein Kleben am Amt, wie bei so vielen, sondern ein glaubhaftes Engagement in der Sache.

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eckawol 01.07.2019, 14:02
8. Ist Nachfolger den Koalitionpartnern bekannt und akzeptiert?

Wenn nicht, kann der Koalitionvertrag nochmal verhandelt werden. Es gibt ja so sonst nichts zu tun...

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Thomasvon Bröckel 01.07.2019, 14:06
9. Höchste Zeit

Herr Sieling war als Regierungschef unbeliebt, und ist in der letzten Wahlperiode auch nicht vom Wähler in das Amt gewählt worden. Er mag ein guter Parteisoldat sein und auch ein fähiger Verwalter. Charisma und Ausstrahlung hat er jedenfalls nicht. Und dass er nach dem schlechtesten Wahlergebnis seit 70 Jahren seinen Hut nimmt, ist nur folgerichtig. Herr Böhrnsen ist schon nach einem weitaus geringeren Stimmenverlust abgetreten... Was Bremen bräuchte, wäre ein echter Neuanfang, auch personell. Gerne auch ein Seiteneinsteiger vom Schlage eines Herrn Meyer-Heder.

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