Forum: Politik
SPD-Castingmarathon: Die Therapie-Tour
Sean Gallup/Getty Images

Halbzeit bei den SPD-Castings: Die Stimmung der Genossen ist so gut wie lange nicht. Die Partei arbeitet ihre Dauerkrise auf. Die Frage, wer sie künftig führt, scheint dabei fast nebensächlich.

Seite 3 von 9
so-long 18.09.2019, 11:06
20. Erfreulich

dass sich die Genossen wohlfühlen.
Was ist mit dem Parteiprogramm, dass nicht (nur) auf plumper Umverteilung und Schröpferei der arbeitenden Bevölkerung abzielt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vicbrother 18.09.2019, 11:11
21. Volkspartei?

Ich habe nun mehrere Regionalkonferenzen verfolgt und bin erschüttert: Zuerstmal verfehlt *jedes Team* das Thema: Es geht um einen Parteivorsitzenden, also um die Fragen wie die Parteistruktur sich ändern muss um jüngere Menschen in die Partei zu bringen, um das Mitmachen allgemein zu steigern und einen weiteren Verlust von Mitgliedern zu stoppen und die Partei zu erneuern. Wäre es eine Bewerbung auf einen Job in einem Unternehmen würde man sagen: Job verfehlt. Dagegen gibt es einen Überbietungswettbewerb bei linken Ideen, ganz als würde der Bundeskanzler gewählt werden. Dafür fehlt dann aber der Kern für eine *Volkspartei*: Die Mitte! Die Mitte aber ist der Teil der Gesellschaft, den eine *Volkspartei* besetzen muss, wenn sie Wahlen gewinnen möchte. Aber was genannt werden, sind Forderungen nach Steuererhöhungen trotz Steuereinnahmerekorden und Bestrafung von Leistungsträgern und Sparern. Was soll das werden? Abstiegskampf in Richtung Abstieg? Das überzeugt mich alles nicht und ich bin ein alter Sozialdemokrat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kohle+reibach 18.09.2019, 11:13
22. Was die SPD dringender benötigt

als ein neues Führungsduo, ist eine vernünftige politische Agenda für ihr früheres Wählerklientel.
Wenn man aber Linke und Grüne auch noch links überholen will, dann führt das zu Ergebnissen, wie wir sie jetzt sehen.
Das Potenzial gibt es einfach nicht, um "Volkspartei" zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
romeov 18.09.2019, 11:15
23. Therapie

...vielleicht wirkt das ganze nach innen, nach aussen sehe ich eine Art Massenhochzeit diverser Paare, die so aufregend wirken, wie ein Lehrerkongress.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
burlei 18.09.2019, 11:22
24. Man kann konstatieren ...

... dass die SPD auf dem Weg zu ihren Wurzeln ist. Weg vom Neoliberalsimus. Klar, passt natürlich vielen nicht. Besonders die Möglichkeit, dass die SPD in Kürze vermehrt auf Koalitionen mit der Linken und den Grünen setzt, sogar auf Bundesebene, treibt so manchem Stockkonservativen irgendwo zwischen CDU/CSU, Werteunion und AfD den kalten Schweiß auf die Stirne. Dass die CDU mit der AfD liebäugelt, halbherzige Ablehnungen zu einer Koalition mit den Braunen murmelt, das ist in Ordnung. Schließlich stehen sich beide ja sehr nahe. Knallharte Bevorzugung der Wirtschaft auf Kosten der Arbeitnehmer, Fremdenfeindlichkeit, Planlosigkeit, Gewissenlosigkeit, wenn es um Posten geht.... Alles christlich-konservative Werte zur Rettung des Abendlandes. Dazu eine abgehobene, von der Wirklichkeit getrennte Führung, die irgendwelchen Fantasien nachläuft, das Geschwafel von "Heimat", "Volk" und der verklärte Blick zurück. Da wird das Kandidatenrennen der SPD schon mal zu Sozialismus pur, da muss gegen gewettert werden. Man stelle sich einmal vor, die SPD würde die GroKo kündigen.... Nicht auszudenken! Dann müssten die Konservativen und Rechten ja arbeiten! Müssten Ideen haben, müssten die Zukunft gestalten! (Der Witz, ausgerechnet irgendwelche Gestalten, die im Gestern und Vorgestern gefangen sind, sollen Ideen für die Zukunft haben! Da sind Eichhörnchen ja intelligenter.)

Nö, liebe SPD, mach mal so weiter, Du bist auf dem richtigen Weg. Sobald die Rechten vor Wut schäumen, machst Du alles richtig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meinungsforscher 18.09.2019, 11:29
25. Themen statt Therapie

Das Hauptproblem sind die Themen und Positionen, die allesamt längst von anderen Parteien besetzt sind: Klima=Grüne, Linke Ideologie=LINKE, Marktliberalismus=FDP, Politik für die Mitte=CDU. Da bleibt nicht mehr viel Spielraum. DEN SPD Wähler wie in der Vergangenheit (Arbeiter) gibt es NICHT mehr!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Glowacz 18.09.2019, 11:32
26. Wen vertritt diese Partei eigentlich noch?

Was die SPD braucht ist kein neues Gesicht, sondern ein neues Programm. Die Partei hechelt nur noch kurzfristigen Trends hinterher und vergisst dabei beständig diejenigen mitzunehmen, die den Spaß bezahlen sollen. Als Arbeitnehmer fühle ich mich von der SPD leider in keiner Weise mehr vertreten. Das ist umso bedauerlicher, weil ich weit und breit keine Alternative sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
amtor46 18.09.2019, 11:33
27. SPD-Vorsitz

Wie gut, dass die SPD im September 2021 unter die 5%-Hürde fallen wird!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
man 18.09.2019, 11:33
28. Anstatt die Diagnose

nach Befragung der einfachen Wählergruppen zu stellen, versuchen es die sattsam bekannten gleichen Führungspersonen mit einer Eigenbluttherapie. Wie sich da die irrlichternden Ideologien der akademisch anmutenden SPD Soziologen auflösen sollen ist mit ein Rätsel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
didi2212 18.09.2019, 11:34
29. Einmaliges Getöse!

Wenn man bedenkt, wie oft die SPD ihren Häuptling absägt, ist es, da nicht laufend monatelang illustre Pärchen durch die Republik tingeln können, sicher, dass sich dieses lächerliche Format nicht wiederholen wird. Interessenten werden in Zukunft ein Los ziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 9