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SPD-Chef auf GroKo-Tour: Schulz hält Ergebnis für "schwer abzusehen"
DPA

Martin Schulz hat in NRW erneut für Koalitionsverhandlungen mit der Union geworben. Sigmar Gabriel mahnt die SPD: Die Welt schaut auf uns.

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werner_huehnken 16.01.2018, 23:42
1. "heute" – man merkt es ihm an

Zwei Fragen an Martin Schulz am Ende eines wortreichen Interviews im heutigen "heute journal" und man musste eigentlich nicht mehr zuhören was er sagte, sein Gesicht sprach Bände. Er tut mir leid. Er ist zwischen alle Stühle geraten, spürt den Druck seiner eigenen Widersprüchlichkeiten, die Unglaubwürdigkeit von Aussagen, die er nun treffen muss, obgleich sie ihn selbst betroffen machen – wenn er ehrlich ist. Genau so sieht er aus. Während sein Vorgänger nichts Besseres zu tun hat, als den Blick aus aller Welt auf den Parteitag in Bonn zu beschwören. Ja, mag sein, dass viele gespannt zuschauen, na und ... ? Mensch Martin, lass uns denen zeigen, dass es noch einen klitzekleinen Rest von SPD gibt. Von dieser ehemals großartigen Partei, der wir alle über Jahre eine Menge zu verdanken haben und von der wir uns wohl leider für Jahre verabschieden müssen, wenn das große NEIN nicht mehr kommt, wovon ich inzwischen ausgehe. Gabriel kriegt das hin so wie er es mit dem türlischen Außerminister hinbekommen hat, als hätte es die Vorgeschichte nicht gegeben. Einer der sich geschickt durchwurschtelt. Aber Schulz wird man immer in Verbindung sehen mit dem Exodus, der ins Haus steht. Da bin ich sicher.

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josho 16.01.2018, 23:49
2. Noch nicht einmal ein.....

.....symbolischer Ansatz in Sachen "Reichenbesteuerung" und Bürgerversicherung ist gelungen! Und was wurde vorher darüber getönt! Und das ist jetzt ein "hervorragendes Ergebnis"? Da liegt das Problem!

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darampoucas 16.01.2018, 23:55
3. Erinnerungen an Brexit-Abstimmung

Das Bild von jungen Sozialdemokraten, die Schulz mit Anti-Groko-Plakaten empfangen, erinnert mich einwenig an die Brexit-Abstimmung, als die Jugend gegen einen Austritt stimmte und Ältere dafür. Was denkt die SPD eigentlich, welche Wirkung bzw. welches Bild nach außen gegeben wird, wenn Jusos vehement gegen eine GroKo demonstrieren und das die Parteiführung nicht interessiert?

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luciusvoldemort 17.01.2018, 00:17
4. So lange die "Seeheimer" den Untergang

der SPD prophezeien, wenn die GROKO nicht realisiert wird, solange sollte mit aller Macht gegen die GROKO gekämpft werden. Die SPD Mitglieder und Wähler sollten nicht vergessen, das es die Seeheimer waren die unter Gerhard Schröder maßgeblich zur Agenda 2010 beigetragen haben. Sie waren mit stark mitverantwortlich das die einst stolze SPD heute nur noch 20% Wählerstimmen hat. Und ausgerechnet die Seeheimer lamentieren jetzt laut, wenn die Groko scheitert dann ist die SPD bei 15%. Die Seeheimer sind diejenigen die am meisten Angst haben, ihre Pründe zu verlieren. Nomen est omen, aber wer gehört eigentlich dazu? Die lautesten Trommler für eine neue GROKO: M.Schulz!! Steinmeier, Gabriel, Oppermann, Klingbeil, Steinbrück, J.Kahrs, C.Schneider, Ulla Schmidt und viele andere mehr. Und schon kommt Licht ins Dunkle.
Also Mitstreiter gegen die GROKO, lasst Euch nicht beirren, die GROKO 2018 darf nicht kommen. Lucius

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paryth 17.01.2018, 00:21
5. Politischer Selbstmord

Im Sinne der SPD und ganz Deutschlands kann man nur hoffen, dass die Delegierten am Wochenende bzw. die Parteibasis gegen die GroKo stimmen. Die Sondierungsergebnisse sind ein schlechter Witz und zeigen die Unfähigkeit bzw den Unwillen der SPD-Führung, wirklich sozialdemokratische Forderungen durchzusetzen.

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pterodactylus 17.01.2018, 00:28
6. So oder so eine schwierige Situation

entweder die Genossen stimmen für die GroKo und legitimieren das demokratische Mandat vorrangig zur Partei, oder aber sie stimmen gegen die GroKo und lassen dem Parteivorstand nur die Wahl, geschlossen zurückzutreten und die Partei kopflos in Neuwahlen taumeln zu lassen.

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lailamiriam 17.01.2018, 00:55
7. Bevormundet die SPD Mitgliedschaft nicht!

Zitat Gabriel: Der frühere SPD-Chef und geschäftsführende Außenminister Sigmar Gabriel erinnerte seine Partei an ihre staatspolitische Verantwortung bei der seit Monaten stockenden Regierungsbildung. Gabriel sagte der "Bild"-Zeitung: "Es ist nicht übertrieben: Am kommenden Sonntag schaut nicht nur Europa gebannt auf den SPD-Parteitag, sondern viele Menschen weit darüber hinaus. Die Welt schaut deshalb wirklich auf Bonn am kommenden Sonntag."
Recht hat er! Aber: wenn die Hardliner der CSU mit dem Anhängsel CDU sich mit ihrer Fallbeilaussage durchsetzen "es wird nur über das geredet, was im Sondierungspapier steht" wird die Mitgliedschaft der SPD am Ende die tiefrote Karte zeigen
- und die Führung der SPD täte gut und klug daran, diese Ablehnung den eigenen Mitgliedern vorzuschlagen mit der Aussage: "Wir haben alles versucht - aber die Sachgrundlose Befristung war deshalb nicht durchzusetzen, weil sie im Sondierungspapier nicht drinnen steht!

Letzter Absatz in einem hervorragenden Kommentar aus Zeit online von gestern:

"Über all dies wurde bei den Groko-Gesprächen offenbar nicht einmal nachgedacht. Selbst ihre eher symbolische Reformvariante, arbeitgeberzahmste aller Möglichkeiten, hat die SPD in den Sondierungen nicht durchsetzen können – oder nicht durchsetzen wollen. Es ist ein Jammer für die Sozialdemokraten, die sich mal als linke Volkspartei verstanden, aber noch mehr für die Millionen, die mehr verdient hätten als Jobs, deren Zeit vor dem ersten Arbeitstag schon gezählt ist."

http://www.zeit.de/arbeit/2018-01/befristete-beschaeftigung-spd-thema-martin-schulz/komplettansicht

Dem Kommentar kann ich mich ohne jede Einschränkung anschließen - unsere jungen Menschen und die jungen Familien die ihr Leben erst aufbauen möchten, haben dieses asoziale Verhalten vieler Arbeitgeber nicht verdient (von der Firma Merck, die ein solches Verhalten gewiss nicht nötig hat, könnte ich Horrorgeschichten erzählen).

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Lars1971 17.01.2018, 01:02
8. Dobrindt hat recht...

Die Delegierten werden sich mehrheitlich für Verhandlungen mit den "C"-Parteien aussprechen und am Ende werden auch die Mitglieder einen Koalitionsvertrag absegnen (die Mitgliederstruktur spricht da einfach eine deutliche Sprache!). Insofern war es wirklich nur ein "Zwergenaufstand". Es scheint so, als hätte die Geschichte schon über die älteste Arbeiterpartei der Welt ihr Urteil gesprochen...sie soll "abgewicklelt" werden. Ich bin nur froh, daß ich am 07. Juli 2000 aus dieser Partei ausgetreten bin. Einen Tag, nachdem der Bundestag die rot-grüne "Steuerreform" durch den Bundestag gebracht hatte. Der Spitzensteuersatz sank von 53% auf satte 42%, das Wahlprogramm der SPD sah noch völlig andere Tarife vor, aber man hat sich von den Grünen abkochen lassen. Über die unglaublich schlampig gemachten Unternehmenssteuern, die dazu geführt haben, daß ein Jahr später der Staat besonders den großen DAX Konzernen Milliarden und Abermilliarden Steuern ZURÜCKZAHELN mußte, will man erst gar nicht nachdenken. Das war der Anfang vom Ende, alles was danach noch so kam, ist schweigen...

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Uban 17.01.2018, 01:48
9. GroKo oder Größenwahn ?

Geht es denn nicht eine Nummer kleiner als gleich "die ganze Welt", Herren Genossen ? Ich kann euch absolut versichern , dass "die ganze Welt" genug andere Sorgen hat als sich um die Geschehnisse in DE - oder auch nur EU - zu kümmern.
Das heisst natürlich nicht dass der Spott ausbleiben würde - egal wie es am Sonntag ausgeht ! Aber dafür habt ihr ja höchstselbst gesorgt ...

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