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SPD-Chefin zu Ideen des Juso-Vorsitzenden: Nahles findet Kühnerts Thesen falsch
Hendrik Schmidt/dpa

Richtige Frage, aber falsche Antwort: SPD-Chefin Andrea Nahles sieht die Sozialismusthesen von Kevin Kühnert kritisch. Dass es solch eine Aufregung gibt, kann sie aber nicht nachvollziehen.

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Sonia 03.05.2019, 17:40
30. Nahles hat es auch nicht begriffen

was einst das Fundament der SPD war. Die Aufregung darüber, dass da jemand einfach mal eine Theorie in den Raum wirft, zeigt doch, er stach ins Wespennest. Allerdings hat Kühnert natürlich vergessen, dass die Vergesellschaftung von z.B. Gewinnen eine ziemlich alte Gewerkschaftsidee war, die sehr schnell wieder begraben wurde, da dann nämlich auch die Verluste von denen zu tragen wären, die an den Gewinnen beteiligt sein wollen. Da sagten die Arbeiten: Nein, danke. Und Mitarbeiter, gerade bei BMW, Mercedes, Porsche, die gehen mit Gehältern nach Hause, selbst für einfachste Arbeiten, da dürften anderen im öffentlichen Bereich die Augen tränen - oder im Gesundheitswesen. Ein Facharzt in einer Klinik kommt kaum auf das Einkommen eines Arbeiters am Band von BMW. Vielleicht erklärt das jemand mal Herr Kühnert.

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hdwinkel 03.05.2019, 17:54
31. Die Familie Quandt

Zitat von Klapperschlange
.....einfach mal die Familie Quandt! Denken Sie mal an die Millionen Kleinsparer, die dann auch noch mehr an den Staat abgeben müssten. Im übrigen schuf die Fam. Quandt Arbeitsplätze für mehr als 100.000 Menschen.
Die Familie Quandt hat vor allem Hitler zu dessen Machtergreifung mitverholfen, hat an Kriegsgütern und KZ Zwangsarbeit verdient und gehörte nach dem WK2 enteignet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Günther_Quandt
Gut, können die Nachfahren nichts für. Aber es ist erheblich einfacher, Arbeitsplätze zu schaffen, wenn man dicke Aktienpakete vererbt bekommt.

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PSBBM 03.05.2019, 18:06
32.

Die SPD muss linke Politik machen, wenn sie erfolgreich sein will. Allerdings wollen wir nicht zurück in den Kommunismus. Der Juso-Chef ist für mich nicht wählbar. Hätte der was zu sagen, dann würde ich mein Kreuz zukünftig nicht mehr bei der SPD machen.

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gesichter 03.05.2019, 18:14
33. Kühnert hat Recht...

...und Nahles Unrecht. Diese Diskussion ist überfällig, seit in diesem Land die demokratische Kontrolle völlig abhanden gekommen ist und dieser rabiate Kapitalismus nebst seinen Lobbyisten über Tische und Bänke geht. Es wird Zeit, mehr Demokratie zu wagen. Offenbar ist das aber mit dieser industriehörigen SPD aber nicht drin. Arbeiter, hört die Signale!

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kizfonis 03.05.2019, 18:23
34.

Die Fehlbesetzung an Fraktions- und Parteispitze will einem ihrer Nachfolger an der Jusospitze erzählen was falsch ist. Hat sie bei Schröder 'ne Kurs in Wirtschaftsdevotismus absolviert und verkauft das jetzt als Wirtschaftskompetenz?
Ne, ist die Frau sowas von "falsch auf ihren Posten"!
Norbert Sinofzik, Rheinstadt Uerdingen

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friedrich_eckard 03.05.2019, 18:32
35.

Zitat von Sonia
Nahles hat es auch nicht begriffen, was einst das Fundament der SPD war. Die Aufregung darüber, dass da jemand einfach mal eine Theorie in den Raum wirft, zeigt doch, er stach ins Wespennest. Allerdings hat Kühnert natürlich vergessen, dass die Vergesellschaftung von z.B. Gewinnen eine ziemlich alte Gewerkschaftsidee war, die sehr schnell wieder begraben wurde, da dann nämlich auch die Verluste von denen zu tragen wären, die an den Gewinnen beteiligt sein wollen. Da sagten die Arbeiten: Nein, danke. Und Mitarbeiter, gerade bei BMW, Mercedes, Porsche, die gehen mit Gehältern nach Hause, selbst für einfachste Arbeiten, da dürften anderen im öffentlichen Bereich die Augen tränen - oder im Gesundheitswesen. Ein Facharzt in einer Klinik kommt kaum auf das Einkommen eines Arbeiters am Band von BMW. Vielleicht erklärt das jemand mal Herr Kühnert.
So dankbar ich Hernn Kühnert dafür bin, dass er als Hecht einen Karpfenteich in Aufruhr versetzt hat, der das dringend brauchen kann - Ihr Einwand hat allerhand für sich. Auch auf meiner Liste der Wirtschaftsbereiche, über deren Vergesellschaftung nachzudenken wäre, steht die Automobilindustrie nicht sehr weit oben. Soviel mir bekannt ist, ist in dieser Branche der Organisationsgrad der Beschäftigten weit überdurchschnittlich hoch, was den Gewerkschaften entsprechenden Einfluss verschafft, für schlechte Bezahlung ist diese Branche, soweit sie nicht von der Leiharbeitspest befallen ist, auch nicht gerade bekannt - Kühnert hat wohl für eine unbedingt diskussionswürdige und -bedürftige These nicht gerade das glücklichste Beispiel gewählt.

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franz.v.trotta 03.05.2019, 18:33
36.

Zitat von Klapperschlange
Vergessen Sie einfach mal die Familie Quandt! Denken Sie mal an die Millionen Kleinsparer, die dann auch noch mehr an den Staat abgeben müssten. Im übrigen schuf die Fam. Quandt Arbeitsplätze für mehr als 100.000 Menschen.
Die von Ihnen herangezogenen "Millionen Kleinsparer" zahlen keine Kapitalertragssteuer. Sie profitieren vom Freibetrag: 801 Euro Zinsertrag pro Jahr sind steuerfrei.

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betonklotz 03.05.2019, 20:39
37. Dieses Beispiel wurde nicht von Kühnert gewählt

Zitat von friedrich_eckard
So dankbar ich Hernn Kühnert dafür bin, dass er als Hecht einen Karpfenteich in Aufruhr versetzt hat, der das dringend brauchen kann - Ihr Einwand hat allerhand für sich. Auch auf meiner Liste der Wirtschaftsbereiche, über deren Vergesellschaftung nachzudenken wäre, steht die Automobilindustrie nicht sehr weit oben. Soviel mir bekannt ist, ist in dieser Branche der Organisationsgrad der Beschäftigten weit überdurchschnittlich hoch, was den Gewerkschaften entsprechenden Einfluss verschafft, für schlechte Bezahlung ist diese Branche, soweit sie nicht von der Leiharbeitspest befallen ist, auch nicht gerade bekannt - Kühnert hat wohl für eine unbedingt diskussionswürdige und -bedürftige These nicht gerade das glücklichste Beispiel gewählt.
sondern vom Interviewer.

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orca20095 03.05.2019, 20:44
38. Frau Nahles hat vieles nicht verstanden,

eine Übergabe der Besitzanteile an die Mitarbeiter ändert erstmal im Unternehmen an sich gar nichts, weil Aktionär und Vorstand etwas anderes ist. Nur Familie Quandt hat das Nachsehen. Wer meint, dass diese das Vermögen erarbeitet haben, glaubt auch, dass Zitronenfalter......

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Klapperschlange 03.05.2019, 22:07
39. Kleinstsparer fangen...

Zitat von franz.v.trotta
Die von Ihnen herangezogenen "Millionen Kleinsparer" zahlen keine Kapitalertragssteuer. Sie profitieren vom Freibetrag: 801 Euro Zinsertrag pro Jahr sind steuerfrei.
.... fangen bei etwa 100.000 Euro in Aktien an! Die zahlen dann schon oberhalb der steuerfreien 801 Euro heftig für Erträge aus bereits versteuertem Einkommen!

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