Forum: Politik
SPD in der Krise: Am Abgrund einen Schritt zurück
imago/ Hohlfeld

Der Rücktritt von Andrea Nahles macht nichts besser für die SPD. Solange sich die Partei nicht erinnert, wofür und für wen es sie gibt, wird sie immer tiefer stürzen - egal mit wem an der Spitze.

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schmidthomas 03.06.2019, 16:03
90. Richtig.

Zitat von einwerfer
Natürlich gab's das schon, Regierungsamt und Parteivorsitz. Z.B. Willy Brand ! Parteivorsitz von 1964 bis 1987 und Bundeskanzler von 1969 bis 1974.
.......und die Dame aus der Uckermark hatte bis vor kurzem auch beide Ämter inne. Muss man als Diplomjournalist ja nicht wissen.
Aber über Billigjobs lamentieren und dabei übersehen, dass aufgrund des sozialdemokratisch dominierten Bildungssystems, mit großen Teilen der Klientel nichts anderes möglich ist.

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santoku03 03.06.2019, 16:04
91.

Zitat von santoku03
Die vielzitierte "Schere zwischen Groß- und Geringverdienern" begann genau in der kurzen Phase von Rot-Grün auseinanderzugehen. Man schaue sich die Statistiken an. Soviel zu dem Thema "die SPD müsse für die Ausgebeuteten da sein".
Und dazu reicht das Chart in dieser SPON-Kolumne:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/spd-und-agenda-selbstzerstoerung-dank-gerhard-schroeder-a-1270001.html
Keine weiteren Fragen.

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arvin 03.06.2019, 16:04
92. klasse Einschätzung über die SPD die ich las

Die beste Einschätzung über die SPD die ich las, große Klasse auf den Punkt gebracht, Vielen Dank.

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Newspeak 03.06.2019, 16:08
93. ...

Zitat von j.c78.
Sind sie hingegen Akademiker in sicherer Stellung und einer großen Altbauwohnung in einer Großstadt, [...]
Lustige Vorstellungen, die man immer noch von Akademikern hat. Da gibt es keine sicheren Stellungen mehr. Die leben auch nicht in einer grossen Altbauwohnung, sondern oft genug in prekaeren Verhaeltnissen. Oder im Ausland, weil es dort wesentliche bessere Arbeitsbedingungen gibt, als an deutschen Unis. SPD sei Dank. Deutschland ist unter Kohl und Schroeder und Merkel von einer sozialen zu einer asozialen Marktwirtschaft verkommen. Das betrifft alle Gesellschaftsschichten und Berufe, jenseits der reichen 1%.

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Bondurant 03.06.2019, 16:08
94.

Zitat von kakophoniephobie
Groß wird das Jammern und Wehklagen sein bei einem wirtschaftlichen Abschwung und auch schon im Zuge des E-Mobilitätswahnes, der Millionen qualifizierte Arbeitnehmer, die der Mittelschicht zuzurechnen sind, arbeitslos machen wird. Grün werden sich dann nur noch fest in ihren Stühlen sitzende, vom Staat bestens versorgte höhere Beamte, Akademiker und halbakademisch Gebildete (Sozialpädagogen, Erzieher usw.) leisten können bzw. wollen.
Und das dauert gar nicht mehr so lange. Wenn es aber soweit ist, darf dann nur noch der wählen, der vorher seine Umweltverträglichkeit unter Beweis gestellt hat. Dann nützt das Jammern und Wehklagen auch gar nichts mehr.

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Hang.on 03.06.2019, 16:09
95. Schon lustig...

...dass die ganzen Möchtegernanalysten und Tagträumer immer noch davon fabulieren, dass die Agenda 2010 Schuld am Desaster sei. Das beweist wiederum nur, dass man nicht rechnen und schon gar nicht analysieren kann. Es gibt gar nicht so viel prekär Beschäftige, dass man damit Volkspartei wird. Wer von der Mehrheit gewählt werden möchte, muss Politik für die Mehrheit machen. Und nicht für Minderheiten. Es ist so einfach. Man müsste sich nur mal hinsetzen und schauen, wie sich unsere Bevölkerung zusammensetzt.

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muellerthomas 03.06.2019, 16:13
96.

Zitat von gantenbein3
Wenn man als Partei der sozialen Gerechtigkeit gelten will, darf man nicht danach schielen, wer einen dafür wählt bzw. wählen darf. Die GRÜNEN haben den Klimaschutz auch nicht nur für ihre Wähler*innen ins Programm genommen.
Ja, ist korrekt. Also war von mir auch nicht so gemeint, als würden per so nur die Gruppen eine Partei wählen, die unmittelbar profitieren.

Ich bin aber eben nicht sicher, ob die verbale Fokussierung auf die "sozial Abgehängten" sinnvoll ist für die SPD. Diese Gruppe ist selbst nicht so groß, wie hier manchmal der Eindruck erweckt wird und die nach oben orientierte Mittelschicht schreckt so eine Fokussierung eher ab.

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braingutt 03.06.2019, 16:13
97.

Zitat von muunoy
Auch ich habe mal die SPD gewählt. Damals unter Schröder war die SPD eine Partei des Aufstiegs. Man schaue einfach mal auf die Vita von Gerhard Schröder. Mehr Aufstieg geht nicht. Jetzt ist die SPD eine Partei des Niedergangs ohne jegliche positive Message. Beim VGSD (Verband der Gründer und Selbständigen Deutschlands) knallten wohl die Sektkorken, nachdem A. Nahles ihren Rücktritt angekündigt hat. Auch ich freue mich jetzt schon seit zwei Tagen drüber. A. Nahles hat zig existenzbedrohende Attacken gegen Selbständige gestartet, ist verantwortlich für die eklatante Rechtsunsicherheit hinsichtlich "Scheinselbständigkeit" und vollkommen heuchlerisch hinsichtlich der staatlichen Rentenversicherung, weil man auf keinen Fall Beamte und Politiker einbeziehen will, was aber eine Grundvoraussetzung ist, um die Selbständigen in diese unrentierliche Versicherung zu zwingen. Der VGSD hat sich mehr oder minder nur wegen A. Nahles gegründet. Inzwischen sendet die gesamte SPD das Signal aus, dass die Interessen der normalen arbeitenden Bevölkerung nicht mehr vertreten werden. Die Betriebsrentner hat die SPD bereits unter Ulla Schmidt über den Tisch gezogen. In NRW haben SPD und Grüne das Wohnen drastisch verteuert. Und kein Tag vergeht, wo die SPD nicht darüber nachdenkt, wie man der arbeitenden Bevölkerung noch mehr Geld aus der Tasche ziehen könnte. Und wenn ich dann solche Kommentare wie den ersten hier lese, fasse ich es einfach nicht mehr. Die Aufgabe der SPD sollte es nicht sein, den oberen 10.000 ihren Reichtum zu nehmen. Dieser Reichtum interessiert mich überhaupt nicht. Ich interessiere mich für mich und meine Familie. Da wäre eine positive Message, dass die SPD aufzeigt, wie die arbeitende Bevölkerung zu mehr Wohlstand kommt. Und das geht nun einmal nicht mit immer höheren Steuern und Abgaben. Den Grünen sind die arbeitenden Menschen egal. Ich kenne auch keinen Netto-Steuerzahler, der die Grünen wählt. Aber die SPD sollte sich endlich mal wieder für diejenigen interessieren, die unseren Wohlstand erwirtschaften. Mit einer Nahles würde das niemals gelingen. Die SPD müsste mal wieder einen Parteichef ernennen, der selbst schon mal ordentlich Steuern für die Gesellschaft erwirtschaftet hat. Offensichtlich haben die solche Leute aber gar nicht mehr in ihren Reihen.
100% Zustimmung. Permanente Neid und Umverteilungsdebatten werden diese Partei nicht retten. Sauereien wie die Umgehung des Mindestlohns müssen abgestellt werden. Aber wenn man als Partei darüber hinaus außer unsinnigen Utopien keinerlei Vorstellung hat, wie man den Kuchen für alle größer Macht, sondern immer nur fokussiert, wem man noch mehr wegnehmen muss, ist man nicht zukunftsfähig.

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muellerthomas 03.06.2019, 16:14
98.

Zitat von schmidthomas
.......und die Dame aus der Uckermark hatte bis vor kurzem auch beide Ämter inne. Muss man als Diplomjournalist ja nicht wissen. Aber über Billigjobs lamentieren und dabei übersehen, dass aufgrund des sozialdemokratisch dominierten Bildungssystems, mit großen Teilen der Klientel nichts anderes möglich ist.
Auch für Sie: Ironieschalter auf "on" stellen.

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muellerthomas 03.06.2019, 16:16
99.

Zitat von Newspeak
Lustige Vorstellungen, die man immer noch von Akademikern hat. Da gibt es keine sicheren Stellungen mehr. Die leben auch nicht in einer grossen Altbauwohnung, sondern oft genug in prekaeren Verhaeltnissen.
Von welchem Land sprechen Sie?

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