Forum: Politik
SPD in der Krise: Kühnert nennt Personaldebatte "super-ruinös"
Christoph Soeder/DPA

Juso-Chef Kühnert rechnet nach dem Rücktritt von Andrea Nahles mit seiner SPD ab: Die Partei habe sich jahrelang vor allem mit Personalien beschäftigt - und dürfe sich über Austritte nicht wundern.

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siryanow 04.06.2019, 15:00
10. Solidarität mit Manuela Schwesig

Mein Rat an die Sozialdemokraten : wartet nicht bis ihr irgendjemandem findet. Bekundet allerhöchste Solidarität mit Manuela Schwesig. Denn es ist klar dass sie sich reserviert verhaelt bevor sie nicht der Unterstützung der SPD vertrauen kann.

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finya-satchmo 04.06.2019, 15:02
11. ...ausgerechnet

Ausgerechnet der Abgeordnete Kahrs muss sich jetzt zu Wort melden - man mag es nicht glauben.
Zur Erinnerung: Kahrs ist der Häuptling der "Seeheimer" - also jenem Teil der SPD Bundestagsfraktion, die sich selbst für "pragmatisch" hält. Spätestens seit der Abwahl von Gerhard Schröder hat sie die Fraktion fest im Schwitzkasten. Und wie hoch auch immer die nächste Wahl-Niederlage ausfällt: Die Seeheimer haben damit gaaarnix zu tun - bloss nichts ändern - also weiter GroKo, weiter Posten, Ämter... Nach allen Wahlniederlagen das gleiche Lied: Weitermachen, nix passiert, wir sind nicht schuld, weitermachen....
Auf die Idee, dass dieses festhalten an Posten und Ämtern, an GroKo und Neoliberaler Wirtschaftspolitik ein grund für die in immer kürzeren Abständen folgenden Verluste und Niederlagen sein könnten, darf niemand kommen. Wie steht es auch jetzt wieder im Artikel: ""Kritik in der Sache ist ja ganz schön", sagte er (Kahrs). "Aber Angriffe bringen nichts und auch dieses Dauergenöle vom Rand, was man alles nicht will, oder die Diskussion über die GroKo - all diese ewigen Dauerplatten, die keiner mehr hören kann."
Und dann - heute, jetzt, in diesen Stunden am Dienstag, dem 4.6., wo die SPD fiebrig ist und Antworten sucht, gehen Kahrs und seine Seeheimer auf's Schiffchen zur Spargelfahrt.

Mir fällt dazu nix mehr ein...

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mick_knoke 04.06.2019, 15:03
12.

Die SPD führt seit Jahren Personaldebatten und wird nur noch als Steigbügelhalter für Merkel wahrgenommen.
Ich habe 2005 mein Parteibuch angewidert von der Agenda-Clique um Schröder abgegeben.
Ich vermute, die SPD ist am Ende und wird sich auch nicht mehr erholen.
Bei Herrn Kühnert verstehe ich manchmal nicht, was er als echter Linker bei dieser Partei sucht.

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Freidenker10 04.06.2019, 15:04
13.

Das Problem der SPD ist, dass sie in den letzten Jahren so ziemich alle denkbaren Worthülsen wie beispielsweise "ein weiter so geht nicht" verbraucht hat. Die neueste Phrase ist "Vertragstreue" um nicht aus der GroKo zu müssen. "Keine Personaldebatte sondern Sacharbeit" geht leider auch nicht mehr. Und "an der Klippe" steht die Partei auch schon seit Ewigkeiten. Die "Aufarbeitung oder Analyse des Wahldebakels" können sie sich auch sparen, denn die kommt i.d.R. nie. Wäre die SPD so kreativ mit ihren Themen wie dem erfinden von Worthülsen läge sie bei 30%....

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carlplayer 04.06.2019, 15:07
14. Richtig erkannt Herr Kühnert

Es sind nicht die Personen der SPD, es sind die Taten der letzten 20 Jahren.
Beispiele? --- Bitte!
Das Investmentmodernisierungsgesetz und Finanzmarktförderungsgesetz unter Schröder Rot/Grün.
Öffneten den Hedgefonds und Anlageberatern Tür und Tor. Ausschlachten von gut aufgestellten Firmen und ein Blutbad unter Kleinsparern und Kleinanlegern war und ist bis heute die Folge.
Riesterrente, ein Flop und Geldgrab für Millionen von Menschen sowie eine Schwächung der staatlichen Rente.
Ein Riesen Geschäft für Finanzmakler, Versicherungen und Herrn Riester persönlich, gut bezahlte Vorträge und Aufsichtsratsposten bei der Union Investment inclusive.
Harz 4, kein Wort vor der Wahl 2002 kurz nach der Wahl dann verkündet.
Rente mit 67, vielen Dank Herr Müntefering sagt auch der Paketbote!
Minijobs, Zeitarbeitsverträge, Lohndumping und ein riesiger Niedriglohnsektor, danke liebe SPD für diese Arbeitsmarktreformen! Die Protagonisten von damals ---- Clemens, Steinbrück, Steinmeier und Herr Schröder, inzwischen weit weit weg inzwischen von Ihren dummen Wählern.
Und das heutige Personal? Immer noch keinen Abstand zu all den Heldentaten.
Wie auch? Waren ja schon fast Alle mit dabei damals. Und immer schön aufgepasst wo Sie am Ende landen nach aller Politik diese tollen Reformer (Unternehmenssteuerreformer).
Das spüren die Menschen und jetzt spürt es die SPD auch!

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Ludwigsburger 04.06.2019, 15:07
15. Vor lauter sonstigem SPD-Trubel total untergegangen

Wieviele Stimmen haben wohl die jüngsten Aussagen gerade von Herr Kühnert vor der Wahl die SPD gekostet? Da schreibt und redet niemand mehr darüber. Und dabei hat er sicher auch beträchtlich dazu beigetragen, dass Frau Nahles erfolglos war und zurücktreten musste. Wenn ich da an die Betriebsratsaussage von BMW hier in SPON denke ....

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currywurst_hans 04.06.2019, 15:08
16. Dieser Seeheimer Kreis

sollte irgendwann begreifen, dass genau er selbst das eigentlich Problem der SPD ist.

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lord70 04.06.2019, 15:09
17. Ist Kevin nicht zum grossen Teil verantwortlich?

Wer waren denn die Rädelsführer die ständig die GroKo verdammt haben und über Nahles hergezogen sind. Ein Kevin Kühnert war da vorne mit dabei. Sich jetzt darüber zu beklagen wie mit Nahles umgesprungen wurde, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

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einwerfer 04.06.2019, 15:10
18. Typisch

Ein typischer Kahrs wieder: "..dieses Dauergenöle vom Rand..", wobei Herr Kahrs sich natürlich in der Mitte sieht und alle, die anderer Meinung sind als er, natürlich am Rande, rumnölend. Es wird Zeit, dass Herr Kahrs sich um den Parteivorsitz bewirbt. In Hamburg beschreibt er sich selbst ja als durchsetzungsfähigen "hervorragenden Kreisvorsitzenden" (lt. Wikipedia). Da sollte der Herr Oberst d.R. doch seine Führungsfähigkeiten mal der Gesamtpartei zur Verfügung stellen.

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co2nogo 04.06.2019, 15:21
19.

Die SPD sollte Herrn Kühnert zum neuen Vorsitzenden wählen. Dann kommt wirklich neuer Schwung in den Laden und der alte Mief wird hinaus gefegt.

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