Forum: Politik
SPD in der Krise: Kühnert nennt Personaldebatte "super-ruinös"
Christoph Soeder/DPA

Juso-Chef Kühnert rechnet nach dem Rücktritt von Andrea Nahles mit seiner SPD ab: Die Partei habe sich jahrelang vor allem mit Personalien beschäftigt - und dürfe sich über Austritte nicht wundern.

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pygmy-twylyte 04.06.2019, 15:42
40. Kahrs und Kühnert - das passt nicht

Im Gegensatz zu Kevin Kühnert und vielen Jungwählern erkennt Johannes Kahrs vom konservativen Seeheimer Kreis nicht die Zeichen der Zeit, nämlich das Raus aus der ungeliebten GroKo und die dringende Erneuerung in der Opposition. Was Kahrs nicht wahrhaben will: Solange es der SPD nicht gelingt, die unterschiedlichen Strömungen in der Partei unter einen Hut zu kriegen - meines Erachtens eine schier unlösbare Aufgabe -, werden die Diskussionen um den künftigen Kurs zu einer Never-ending-Story und damit den Abwärtstrend der SPD fortsetzen.

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YoRequerrosATorres 04.06.2019, 15:45
41. Sowas von naiv...

...die SPD ist ein Teil der Regierung - genauer: die Minister sind ein Teil derselben. Die SPD ist eine Partei im Parlament. Die können sich nett erneuern und herumkaspern. An der Regierungsfunktion der Minister etc. ändert das aber zunächst einmal nix.

Wenn die Partei jetzt aber aus der Regierung austritt....für was wollen die denn dann stehen und ggfs. sogar beim nächsten Mal gewählt werden?

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Markus Dicks 04.06.2019, 15:47
42. Kühnerts ungebremste Eskapaden..

..sind doch mit ein Hauptrund weshalb die SPD so abstürzt. Und Nahles hat ihn wochenlang laufen lassen.
Nur mal zweie davon: #1 BMW für Mitarbeiter privatisieren. Das ist Enteignung der Aktionäre, aber #2 "Immobilien zur Vermietung sollte man verbieten", war der eigentliche Ultra-Hammer. Davon leben Millionen "Rentner" oder andere Sparer, um sich damit ihre Alterversorgung zu ergänzen oder ganz unabhängig vom Staat zu werden.
Und dieser Grünschnabel, der weder jemals langfristig gearbeitet hat, die DDR-Lektion nicht im Geringsten verstanden hat, fast sein ganzes Leben durch den Staat alimentiert wurde, der die SPD ganz in die sozialistische eher kommunistische Ecke regeln will, führt allen Ernstes in der SPD das ganz "grosse Wort" - unwidersprochen.
Wir werden noch viel mehr von ihm in einer führungslosen SPD hören, und damit wird immer mehr klar: die SPD ist überflüssig und bereit für den absoluten Niedergang.

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Andrea Nxxx. 04.06.2019, 15:47
43. der Brandstifter Kevin Kühnert

wenn KK jetzt um das brennende Haus der SPD tanzt und nach der Feuerwehr ruft, muss er sich die Frage gefallen lassen, ob er nicht einer der Hauptbrandstifter gewesen ist, der das Haus erst in Brand gesteckt hat - mit seinen ständigen Alleingängen und Selbst-Profilierungskampagnen. Um Inhalte ist es ihm dabei nicht gegangen. Um Eigenmarketing auf Kosten der Partei und auf Kosten seiner Parteigenossinnen Nahles und Barley dagegen schon. Vlt sollte KK seine eigene Partei gründen, denn teamfähig scheint er nicht zu sein.

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Here Fido 04.06.2019, 15:49
44.

Zitat von liberaleroekonom
Eine Partei, die es zulässt, dass 1. Herr Kühnert mit abenteuerlichen Enteignungs- und Vergesellschaftungsphantasien die soziale Marktwirtschaft in Frage stellen darf und vier Millionen privaten Kleinvermietern vorwerfen darf kein legitimes Geschäftsmodell zu betreiben; 2. Herr Heil mit einer wenig zielgerichteten und unfairen Grundrente mehr Probleme und Ungerechtigkeiten schaffen darf als er löst und nichts zur Abschaffung der längst überfälligen Doppelverbeitragung bei den betroffenen Betriebsrentnern beiträgt; 3. Herr Scholz den bereits jetzt verfassungsrechtlich umstrittenen Soli durch ein handwerklich katastrophales Abbaumodell zu einer verfassungswidrigen Reichensteuer umfunktionieren darf und bei der Grundsteuerreform mit seinem Beharren auf ein wertbasiertes Modell ein neues Bürokratiemonster planen darf; und darüber hinaus weitere Verstöße zum Koalitionsvertrag beispielsweise bei der Finanztransaktionssteuer (SPD will nationale statt europäische Lösung) oder der Abschaffung der Abgeltungssteuer bei Zinserträgen (SPD will plötzlich Kapitalerträge) planen darf; 4.… Frau Schulze am Klimakabinett vorbei nationale Alleingänge beim Klimaschutzgesetz starten darf; handelt selbstverständlich "super-ruinös". Das hat aber mit einer Personaldebatte absolut nichts zu tun. Es sei denn, man wirft die o.a. Personen wegen parteischädigenden Verhaltens aus der SPD.
Bedürftigkeitsprüfung bei Grundrente kein Problem, wertbasierte Grundsteuerreform dagegen ein Bürokratiemonster.

Für Leute die gar nicht genug Bürokratie bei Sozialleistungen haben können, bei Vermögen aber auf Freiwilligkeit und unbürokratische Lösungen setzen sollte die SPD überhaupt nicht in Betracht kommen. Leider ist das nicht der Fall und das beschreibt das Problem der SPD.

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zerd 04.06.2019, 15:49
45. Im Grunde...

...ist diese Partei schon seit 20 Jahren tot und vegetiert seitdem nur vor sich hin. Seit Gerhard mit seinem Spezi Joschka den ersten Auslandseinsatz der Bundeswehr und die Hartz4-Reformen auf den Weg gebracht hat, ist diese Partei einfach nur überflüssig geworden. Alles wofür sie stehen, können andere besser: öko können die Grünen besser, Frieden und vor allem sozialen Frieden können dir Linken besser, Neoliberalismus können die FDP und die Konservativen besser und Patriotismus konnten schon immer die Konservativen und Parteien rechts davon besser. Es ist also wirklich kein Wunder, dass diese Partei seitdem eigentlich nur von Traditionalisten aus unpolitischen Gründen gewählt wird und sich inhaltlich vor allem auf die Karrieren ihrer Funktionäre konzentriert. Mal sehen, wie lange dieses Köcheln im eigenen Saft noch anhalten wird...

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vogeld 04.06.2019, 15:51
46. Leider hat die SPD in den letzten Jahren vergessen,

wofür sie als Partei da ist. Sie war mehr Selbstzweck und Beschäftigung mit sich selbst, anstatt Politik für Bürger zu machen. Ausnehmen will ich hier Hrn. Hubertus Heil. Hier war meine Wahrnehmung:
1.) Er hat festgestellt, das Rentensystem ist ungerecht. Arbeitsleistungen von Geringverdienern werden durch das Rentensystem nicht anerkannt.
2.) Er möchte das ändern und das System gerechter gestalten.
3.) Er hat dafür ein Konzept vorgelegt,
naja, und über Konzepte kann man streiten.
Diese Art von Arbeitsweise und Politik hätte ich mir von der restlichen SPD auch gewünscht, anstatt über Personalien, Posten und Pöstchen zu streiten und die eigene Person in den Vordergrund zu heben. Immer hatte ich den Eindruck, sie stellt die eigenen Belange vor die Belange der Bürger.

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Das Grauen 04.06.2019, 15:51
47. @mick_knoke Eben, ein ""echter Linker"" gehört in die Linke!

Zitat von mick_knoke
Die SPD führt seit Jahren Personaldebatten und wird nur noch als Steigbügelhalter für Merkel wahrgenommen. Ich habe 2005 mein Parteibuch angewidert von der Agenda-Clique um Schröder abgegeben. Ich vermute, die SPD ist am Ende und wird sich auch nicht mehr erholen. Bei Herrn Kühnert verstehe ich manchmal nicht, was er als echter Linker bei dieser Partei sucht.
Ich würde gerne mal von Kühnert hören, warum er mit seinen radikallinken Ideen eigentlich bei den Sozialdemokraten eingetreten ist und vor allem, warum er der Meinung ist, die SPD könnte mit den gleichen marxistischen Ideen wie die Linke magischerweise bessere Wahlergebnisse als diese erzielen. Das macht doch überhaupt keinen Sinn, finde ich.

So radikale Ideen, selbst wenn sie funktionieren würden (was meiner Meinung nach durch die DDR widerlegt wurde), sind auch überhaupt nicht notwendig. Es muß nur einfach die zunehmende Schieflage der sozialen Marktwirtschaft korrigiert werden. Die vergleichsweise Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik zeigt, daß der goldene Mittelweg zwischen Raubtierkapitslismus und Kommunismus der richtige ist. Da müssen wir das Rad nicht neu erfinden, sondern nur reparieren.

Und uns enttäuschten ex-SPD-Wählern wünsche ich, daß die Sozialdemokratie sich auf ihre Wurzeln besinnt, das Verhältnis zu ihren potentiellen Wählern wieder in Ordnung bringt, und mit konsequenten und konkreten Inhalten wieder zur alten Form zurückfindet. Dann hätte die SPD wieder ihre Berechtigung und wäre für uns wieder wählbar. Das derzeitige inkonsequente und chaotische Elend kann man aber wirklich nicht länger mit ansehen. Sozialdemokratisch sein oder nichtsein, das ist jetzt die Frage!

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jjgiphone 04.06.2019, 15:53
48. Von Null auf Spitze

Es ist ein Mysterium, da sollen Politlehrlinge ohne jegliche Erfahrung oder Berufsqualifikation in höchste Ämter gehievt werden. Hauptsache jung. Das Erkennungszeichen für neue, fortschrittliche Politik. In jedem Industrie-oder Handwerksbetrieb reicht jung als Qualifikation nicht aus um Führungspositionen auszufüllen. Na dann, mit jung und ideologischer Verblendung eine Industrienation an die Wand fahren. Muss nicht sein.

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HansSzymanski 04.06.2019, 15:53
49. Persönlichkeit gesucht

Nach den großartigen Persönlichkeiten Wehner, Brandt und Schmidt bei denen es nur aufwärts für die SPD ging, folgten Personen, folgten Hampelmänner , wie Scharping oder Beck oder usw. Es muss jemand an die Spitze der nicht bei jedem Windhauch umfällt, nicht jedem innerparteilichen Angriff nachgibt., Er/sie muss Stärke zeigen, standhaft sein ,sozialdemokratisch denken und schon soweit gelebt, studiert und gearbeitet haben dass er die Sorgen und Nöte der Mitmenschen kennt.

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