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SPD in der Krise: Kühnert nennt Personaldebatte "super-ruinös"
Christoph Soeder/DPA

Juso-Chef Kühnert rechnet nach dem Rücktritt von Andrea Nahles mit seiner SPD ab: Die Partei habe sich jahrelang vor allem mit Personalien beschäftigt - und dürfe sich über Austritte nicht wundern.

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pracz 04.06.2019, 16:08
60. Mit sich selbst beschäftigt?

Kühnert stellt fest: Die SPD "erscheint so", als würde sie nur mit sich selbst beschäftigen. Das ist ein Irrtum. Es ist keine Erscheinung. Die SPD beschäftigt sich in der Wirklichkeit nur mit sich selbst.
Und dass Personaldebatten ruinös sind? Kann sein. Aber auch "Vergesellschaftungsfantasien" sind ruinös. Ich würde mein rotes Büchlein, wenn ich eines hätte, allein nur wegen solche Ideen aus dem Fenster werfen und Kühnert zitieren: "Ihr könnt..."

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dul.fischer 04.06.2019, 16:13
61. Große Sprüche

"Selbstkritik" scheint für Herrn Kühnert noch ein Fremdwort zu sein.
Mit kessem Auftreten und Rethorik allein ist es weder im Privaten noch in Wirtschaft und Politik
getan. Was zählt ist messbare Leistung.
Er sollte auch nicht das Ausmaß an Personaldiskussionen beklagen und gleichzeitig den Mangel an Prinzen m/w beklagen.

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Nr43587 04.06.2019, 16:14
62.

Wenn er es doch machen würde. Über diesen einen speziellen Austritt wäre die SPD sehr froh und er käme ihr sher zugute.

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Metternich 04.06.2019, 16:14
63. Wegen Kühnert?

Vielleicht sollte der Juso-Chef mal darüber nachdenken, dass viele wegen ihm und seinen Thesen ausgetreten sind.

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heissSPOrN 04.06.2019, 16:14
64.

Aus den Kommentaren hier kann man das Hauptproblem der SPD wunderbar herauslesen: Den einen ist sie zu links, die wollen Kevin Kühnerts Thesen noch nicht mal diskutieren - den anderen zu rechts bzw. neoliberal, für die gehört der Seeheimer Kreis nicht zur Sozialdemokratie.

Man könnte zu dem Fazit kommen: SPD auflösen und auf die anderen Parteien verteilen. Die Linken nach links, die Seeheimer je nach Gusto zu Union oder FDP - und die Freunde des "dänischen Wegs" gleich zur AfD. Dann braucht man auch keinen neuen Vorsitzenden mehr. Das spart dem Steuerzahler Geld - und dem Wähler Nerven!

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spon_7302413 04.06.2019, 16:14
65. Kars sollte sich eine Partei suchen, die zu seinen Positionen passt.

Wenn die SPD ein Personalproblem hat, das heisst das vor allem Johannes Kars und Co. Ein flegelhafter und anscheinend auch skrupelbefreiter Unsympath, der den angelegten, die sozialdemokratische Seele fressenden Kurs in den Neoliberalismus, stets beibehalten wollte und noch immer will, anstatt zurück in die echte, wahre Sozialdemokratie, die auch die Stimmen der Menschen wieder für sich gewinnen könnte, zu steuern. Was ist jemand,de das Steuern und beibehalten des falschen Kurses auch noch als seriöse sozialdemokratische Politik verkaufen will? Im Grunde doch nur ein antisozialdemokratischer Rosstäuscher, der den Menschen Sand in die Auge gestreut hat, so lange ich seine Positionierungen und Einlassungen verfolgt habe. Kars scheint alles zu tun, damit sich an der sPD auch ja nichts ändert, schon gar nicht zurück gesteuert wird zu den originären Wurzeln der Partei. Die scheinen ihm noch nie behagt zu haben. Der Seeheimer Kreis wollte seit jeher eine andere (neoliberale) Richtung der Partei. Nun stehen sie vor deren Trümmern und palavern noch immer den gleichen Unsinn wie vor 25 Jahren. Der Mann ist - wie einige andere aus seinem Kreis auch - eher in der falschen Partei, als ein guter Ratgeber. Man fragt sich, warum das (immer noch) so ist...?

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spiegelneuronen 04.06.2019, 16:17
66. SPD-Minister zurücktreten und fertig ...

Zitat von Das Grauen
Ich würde gerne mal von Kühnert hören, warum er mit seinen radikallinken Ideen eigentlich bei den Sozialdemokraten eingetreten ist und vor allem, warum er der Meinung ist, die SPD könnte mit den gleichen marxistischen Ideen wie die Linke magischerweise bessere Wahlergebnisse als diese erzielen. Das macht doch überhaupt keinen Sinn, finde ich. So radikale Ideen, selbst wenn sie funktionieren würden (was meiner Meinung nach durch die DDR widerlegt wurde), sind auch überhaupt nicht notwendig. Es muß nur einfach die zunehmende Schieflage der sozialen Marktwirtschaft korrigiert werden. Die vergleichsweise Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik zeigt, daß der goldene Mittelweg zwischen Raubtierkapitslismus und Kommunismus der richtige ist. Da müssen wir das Rad nicht neu erfinden, sondern nur reparieren. Und uns enttäuschten ex-SPD-Wählern wünsche ich, daß die Sozialdemokratie sich auf ihre Wurzeln besinnt, das Verhältnis zu ihren potentiellen Wählern wieder in Ordnung bringt, und mit konsequenten und konkreten Inhalten wieder zur alten Form zurückfindet. Dann hätte die SPD wieder ihre Berechtigung und wäre für uns wieder wählbar. Das derzeitige inkonsequente und chaotische Elend kann man aber wirklich nicht länger mit ansehen. Sozialdemokratisch sein oder nichtsein, das ist jetzt die Frage!
Das, was mich erheblich stört ist, dass bei Kühnerts Diskussionsanregungen meist die DDR angebracht wird. Klar, der kalte Krieg wirkt allgemein nach aber es geht hierbei um Artikel des GG und auch eine Entschädigung - und zwar dann, wenn ein weiterer Artikel des GG, dass Eigentum verpflichte, nicht beachtet wurde.
Das ist weit weg von einer DDR.
So mancher Telekom-Volksaktionär wäre froh über eine Entschädigung gewesen. Aber klar, Friedrich Merz ist das wirtschaftliche Genie der Konservativen, nicht der SPD. Damit hätten die Aktionäre dann die richtige Blase am Hals. Die SPD erst recht.

Insofern sollte man tatsächlich die Dinge umsetzen, die sie verkündet.
Mit Grünen z.B. verhandeln, ggf. weiter koalieren und alle Minister der SPD austreten aus der Regierung. - und sozialdemokratische Politik machen und keinen Lobbykäse in SPD-Papier einwickeln und anpreisen.

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bs4761 04.06.2019, 16:17
67. Kühnert

dem Kommentar von "der Bulle" stimme ich zu 100% zu. Wie kann ein Studienabrecher und einer ohne Berufsausbildung mit seiner vollkommen aus der Zeit gefallenen tiefroten Ideologie
überzeugen ? Mich nicht im geringsten !
Wenn Kühnerts schwachsinnige Ideologie sich durchsetzt hat DE die Zukunft hinter sich.

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sfugaras 04.06.2019, 16:18
68. kevin

Was die SPD "braucht"sind Ratschläge und Empfehlungen dieses Kevin-Wichts.Sozialismus und Enteignungen wären genau das was diese Partei in die Nähe von 5% katapultieren würde.Macht weiter so.Weder ein Ausstieg aus der Groko noch das Opponieren helfen der SPD sich zu erneuern.Warum? Weil sie bereits tot ist.

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dieter-ploetze 04.06.2019, 16:22
69. ueber inhalte reden?

die SPD hat doch ihre einstmals sichere vorherrschaft ueber den fuer sie wichtigsten inhalt, fuer den sogenannten kleinen mann dazuzusein, mit der agenda 2010 selbst in den orkus geworfen. der laesst sich
daraus nicht wieder hervorholen. dieses thema hat die SPD unter schroeder abgegeben. es jetzt durch
neuen inhalt zu ersetzen, ist so gut wie unmoeglich. alle themen sind besetzt von anderen parteien.
das urthema der SPD ist bei der LINKEN alledings nicht gut aufgehoben. obwohl, wenn man an kuehnert denkt,
er naehert sich schon bedrohlich den LINKEN mit seinen enteignungstraeumen. nur offenbart sich darin ein
zurueckwollen, ein suchen der loesung in einer vergangenheit, die kaum jemand noch mal durchleben moechte.
das zieht kaum waehler an.

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