Forum: Politik
SPD-Desaster in Europa und Bremen: Leblos, ratlos, hoffnungslos
FILIP SINGER/ EPA-EFE/ REX

Die Sozialdemokraten stürzen bei der Europawahl und in Bremen ab. Konsequenzen? Soll es erst mal keine geben. Die Partei leidet still vor sich hin - nur ein Ex-Vorsitzender will "alles auf den Prüfstand" stellen.

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toninotorino 27.05.2019, 10:39
80.

Bei der Europawahl hab ich die SPD gewählt. Weil ich mir Politik ohne Sozialdemokratie nicht vorstellen möchte. (Ansonsten hätte ich die Grünen gewählt).

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oldsiamsir 27.05.2019, 11:00
81. Falschbehauptungen

Zitat von ftraven
Die SPD hat die Renten massiv herunter gefahren, Eichel eine verfassungswidrige Rentenbesteuerung veranlasst.
Die Renten wurden nicht herunter gefahren. Die Rentenbesteuerung war verfassungsrechtlich geboten. Letzteres war das Ergebnis eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts. Was versprechen Sie sich von derartigen Lügen?

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Oberleerer 27.05.2019, 11:05
82.

Mag sein, daß sich die Arbeitswelt ändert, aber an den Verhältnissen eben nicht. "Arbeitgeber und Arbeitnehmer" sagt schon alles. Die SPD hat sich als Genossen der Bosse verkauft und diese schallende Katastrophe bis heute nicht bemerkt.
Das Spitzenpersonal wird seit Jahrzehnten von den Mitgliedern bis zur Basis immer wieder bestätigt. Von daher wird es so bald keine Änderung mehr geben. Die einzige Hoffnung, Kevin Kühnert, wird hingehalten und abgenutzt.

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Das Grauen 27.05.2019, 11:30
83. @quodrrat Gabriel ist nicht das Problem, sondern der linke Flügel

Zitat von qoderrat
War ja klar, TTIP-Gabriel, einer der eifrigsten Totengräber der SPD, Intrigant der Sonderklasse, muss jetzt nochmal nachtreten. Kann den mal bitte jemand endgültig vom Platz stellen und eine lange Sperre aussprechen? Der Herr soll jetzt einfach seine hart erarbeiteten Lobbyposten antreten und ansonsten möglichst keinen weiteren Schaden anrichten. Diese Ehemaligen, die die Lage der SPD mitverursacht haben und immer noch glauben sie müssen ihre "Weisheiten" aus dem Abseits kund tun schaden der Partei mehr als alle politischen Gegner zusammen. Diese permanente Selbstbeschädigung ist nicht auszuhalten, das ist ja inzwischen so eine Art psychotisches selbstverletzendes Verhalten.
Es war nicht Gabriel, der dafür verantwortlich war, daß die SPD die Groko-Zeit mit Programmen wie dem Familiennachzug für abgelehnte Asylbewerber verschwendet hat, die dem schlechter verdienenden Arbeitnehmer null komma nix bringen, sondern durch die zusätzliche Konkurrenz um Jobs, Wohnungen, Sozialleistungen sowie Kita- und Schulplätze die Probleme noch verschärfen. Dieses Programm, um das Nahles und Co einen großen Streit mit der Union geführt und damit politisches Kapital verschwendet haben, das dann für andere Projekte fehlte, hätte doch 1:1 von der Linken oder den Grünen kommen können, das war doch einfach keine sozialdemokratische Politik! Wer das gut findet, wählt aber trotzdem weiter grün oder links, und die davon Begünstigten sind überhaupt nicht wahlberichtigt. Was hat man sich also dabei gedacht, für sowas Zeit und Energie zu verschwenden? Während sozialdemokratische Herzensanliegen, wie die Stärke der Gewerkschaften und Betriebsräte, durch neoliberalen Raubtierkapitalismus in der Krise stecken?

Das ist doch nicht Gabriels Schuld, der immer wieder versucht hat, die Partei zu einer Politik zu bewegen, die die sehr realen Sorgen und Nöte der Arbeitnehmer ernst nimmt und ihnen tatsächlich was bringt! Sondern die von spinnerten, abgehobenen Funktionären des linken Flügels, die sich gegen Realpolitik stark gemacht haben und die von der politischen Ausrichtung her viel besser bei der Linken aufgehoben wären. Die haben's verk....!

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sporadischer 27.05.2019, 11:35
84. Die SPD ist Geschichte

und was soll’s? Inkompetentes und selbstbezogenes Führungspersonal, falsche Themen, Verkennung der umwälzenden Entwicklungen in Gesellschaft, Arbeit und Wirtschaft sowie vor allem Umwelt verbunden mit anbiedernden Rentensubventionen zulasten der jüngeren Generation führen eben ins Abseits. Na und?

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Das Grauen 27.05.2019, 11:56
85. @Oberleerer: Kühnert? Richtige Fragen, falsche Antworten.

Zitat von Oberleerer
Mag sein, daß sich die Arbeitswelt ändert, aber an den Verhältnissen eben nicht. "Arbeitgeber und Arbeitnehmer" sagt schon alles. Die SPD hat sich als Genossen der Bosse verkauft und diese schallende Katastrophe bis heute nicht bemerkt. Das Spitzenpersonal wird seit Jahrzehnten von den Mitgliedern bis zur Basis immer wieder bestätigt. Von daher wird es so bald keine Änderung mehr geben. Die einzige Hoffnung, Kevin Kühnert, wird hingehalten und abgenutzt.
Ich verstehe überhaupt nicht, was einige an Kühnert finden. Ok, er hat manche Probleme richtig erkannt (so wie Rezo auch), vor allem die zunehmende soziale Ungleichheit. Aber sein Rezept dagegen kommt doch aus der Mottenkiste marxistisch-leninistischer Denke! Damit könnte er genauso Mitglied der Linken sein, ohne dort überhaupt aufzufallen. Wo ist denn da das sozialdemokratische Profil, wo die realistischen Ideen, die den 50% schlechter verdienenden Arbeitnehmern tatsächlich was bringen? Sozialdemokratische Politik darf doch nicht sein, mit SED-Programmen wie Sozialismus und Fünf-Jahres-Plänen die Wirtschaft zu ruinieren! Stattdessen muß Realpolitik zum Einsatz kommen, früher mal eine besondere Stärke der SPD, und durch geschickte, sinnvolle Änderung der Rahmenbedingungen die soziale Marktwirtschaft, das alte Erfolgsmodell, wieder in die Balance gebracht werden. Dafür braucht es aber wirtschaftspolitische Kompetenz, die der studierte Politologe Kühnert nicht hat und die auch sonst in der SPD sehr rar ist. Wo sind da so qualifizierte Führungspersönlichkeiten? Hat irgendjemand sachdienliche Hinweise?

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steffen.mueller 27.05.2019, 12:22
86.

Zitat von fradu-koeln
wenn Gabriel, Kühnert und Co. einfach mal schweigen würden. Da jedoch mit so viel Einsicht nicht zu rechnen ist, wird die Talfahrt weitergehen.
Kühnert hat die Alten herausgefordert und die haben ihn abblitzen lassen. Da hat der Wähler ganz genau hingeschaut, wie die Alten mit den Jungen umgehen und lieber Grün gewählt.

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oloh 27.05.2019, 12:49
87. Reden und Handeln

Die SPD brilliert in der Kluft zw. Reden und Handeln.
Frau Barley postuliert im Europawahlkampf "Steuergerechtigkeit und -transparenz". Der Finanzminister verhindert im Europ. Rat die Einführung der europäischen Steuertransparenzrichtlinie Country By Country Reporting. Tut also das genaue Gegenteil von Barley Phrasen.
Solcherart wird das Wahlvolk für dumm verkauft, nach dem Motto: Ihr kriegt ja eh nix mit und müsst uns unsere luftigen Sprüche schon glauben.

Eine Partei, die auf derart krasse Weise mit gespaltener Zunge redet und den Wähler hinters Licht führt - wer soll die denn noch wählen?

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gruenerfg 27.05.2019, 12:51
88. Lesen können

Zitat von selbst_denkend
Solange ein ‚Herr‘ Kühnert kurz vor den Wahlen steile Thesen aufstellt die sehr an den real existierenden Sozialismus alla ‚DDR‘ erinnern und dafür in der linken Presse teilweise sogar gefeiert wird, solange real existierende Probleme wie die extreme Steuerbelastung des deutschen Steuerzahlers nur mit noch höheren, versteckten, oder teilweise versteckten, Steuererhöhungen beantwortet werden, nur um durch Klientelpolitik nicht auch noch die letzten -vergreisenden- Stammwähler zu verlieren, solange es in dieser Partei mehr um Posten und Ämter, als um die Klärung von Sachfragen geht, so lange diese Partei nicht endlich aufhört sich mit sich selbst (GroKo - ja, nein vielleicht, Fehler, oder nicht) und den (vermeintlichen) ‚Fehlern‘ der Vergangenheit (Agenda 2010) zu beschäftigen und sich statt dessen mit den tatsächlich anstehenden Sachfragen der Gegenwart beschäftigt, ohne den Mittelstand und die Leistungsträger der Gesellschaft stets weiter belasten zu wollen(!), solange wird der Trend weiter anhalten und die Alte Dame SPD auf dem Abstellgleis der Geschichte enden! - „Voll auf die Fresse!“ sage ich da nur...
Schon komisch, ihr Text. Ich wußte ja bisher gar nicht, daß das Grundgesetz aus der DDR stammt. Die "steilen Thesen" des Herrn Kühnert sind im Grundgesetz abgedeckt und vorgegeben.

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privatbahn 27.05.2019, 12:55
89. Nahles wird noch gebraucht

Im September sind die nächsten Wahlen. Einen neuen Parteivorsitzenden würde man also direkt wieder verbrennen.
Deshalb wird es an Frau Nahles sein, auch die bevorstehenden Ergebnisse und die fortschreitende Bedeutungslosigkeit der SPD zu erklären.
Danach wird man diese Dame demontieren. Ich hoffe auf eine ähnlich schmutzige Art wie sie selbst in der Vergangenheit ihre Intrigen gegen Müntefering, Gabriel, Schulz und andere gesponnen hat.

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