Forum: Politik
SPD-Fraktion: Schulz fährt aus der Haut
HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Unruhe in der SPD: Hinter den Kulissen ist nach SPIEGEL-Informationen zu einem Wutausbruch von Ex-Kanzlerkandidat Martin Schulz gekommen. Der Fall legt Spannungen bei den Genossen offen.

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GueMue 12.04.2019, 18:52
120. Schulz ist der Ikarus der SPD

Schulz flog zu nahe an der sonne und bei Licht wurde offenbar, die Fluegel waren nicht echt. Jetzt ist er aufgeschlagen. Schon bei Lanz und jetzt im Bundestag war zu sehen, er packt auch das nicht. Aber keine sorge. Er steht meilenweit über seiner Klientel das Einkommen betreffend. Die wären gerne so abgestürzt. Sie merken nur nicht, dass sie mit abstürzen, wenn die sPD weiter solche Fehlgriffe macht. Ein traurige Geschichte um die SPD, nicht um Schulz.

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trojanspirit 12.04.2019, 18:57
121. Na und?

In einer Fraktionssitzung kracht es mal. Ja und? Was soll da skandalisiert werden? Läuft alles ruhug und friedlich ist die Fraktion leblos, gleichförmig, alles Ja-Sager und gebückte Befehlsempfänger die wegen Machterhaltung jeden Widerspruch vermeiden. Was wolkt Ihr eigentlich?

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PARLIAMENT 12.04.2019, 19:03
122. Will er zurück nach Brüssel ?

Das Herr Schulz sich nicht im Griff und eine sehr dünne Zündschnur hat, das hat man ja schon öfters gelesen. Aber es scheint zu zunehmen. Wenn ich dann aus den eigenen Reihen lese: „ …; manche waren gar von Schulz' Gefühlsausbruch befremdet.“ So kann ich das nur zu gut nachvollziehen. Welch ein Kelch ist da nur an uns vorübergegangen, als er nicht Minister oder Kanzler wurde ? Man kann es erahnen.

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k70-ingo 12.04.2019, 19:11
123.

Zitat von LuPy2
wie respektlos die meisten Foristen hier mit dem Werk eines Berufspolitikers umgehen. Schlimmer gehen auch seine Parteifreunde nicht mit ihm um. Die enttäuschten Hoffnungen, welche mit der Ernennung Schulz zum Kanzlerkandidaten aufkamen schlugen nach dessen Scheitern in Wut um und finden Ausdruck hier im Forum.
Welches Werk? Abgesehen von seiner Tätigkeit als Bürgermeister und EP-Präsident sind alle seine anderen Vorhaben krachend bis desaströs gescheitert, wobei ihn eine teilweise Mitschuld trifft.

Und nein, die aktuelle und bisherige SPD-Führungsriegen (nicht nur im Bund) genießen meinen Respekt nicht. Bei jeder neuen Äußerung seitens beliebiger SPD-Stellen bin ich aufs Neue bestätigt, daß meine Abkehr von der SPD hochrichtig (Zitat S.Gabriel zum Abwrackblödsinn) war.

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tingeltangel-bob 12.04.2019, 19:12
124.

Zitat von LuPy2
wie respektlos die meisten Foristen hier mit dem Werk eines Berufspolitikers umgehen. Schlimmer gehen auch seine Parteifreunde nicht mit ihm um. Die enttäuschten Hoffnungen, welche mit der Ernennung Schulz zum Kanzlerkandidaten aufkamen schlugen nach dessen Scheitern in Wut um und finden Ausdruck hier im Forum.
Enttäuschte Hoffnungen? Hat sich außerhalb der SPD irgendjemand von Herrn Schulz irgendwas erhofft, oder gar damit gerechnet, er könnte die Wahl allen Ernstes gewinnen? Noch nicht mal die Genossen selbst haben ja dran geglaubt. Was glauben Sie wohl, warum Gabriel ihm den Vortritt als Spitzenkandidat gelassen hat :-) Das Wahlvolk ist halt nicht so verdummt, jemandem nachzulaufen, der im Wahlkampf auf einmal von sozialer Gerechtigkeit redet, dabei aber vorher zig Jahre in Brüssel in verantwortlicher Position gehockt hat und nichts in Richtung mehr Gerechtigkeit zustande bekommen hat. Gleiches gilt übrigens für Frau Merkel, die ständig irgendetwas fordert, obwohl sie in der Position ist, etwas zu verändern. Diese Phrasendrescherei, dieses Abwälzen von Verantwortung ist ein Hauptgrund für die Politikverdrossenheit.

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bedireel 12.04.2019, 19:19
125.

Schulz damals zu seinem Team: „Jeder weiß: Der wird niemals Kanzler. Die Leute finden mich peinlich.“
Martin Schulz hadert schon sehr damit, wie das für ihn zu Ende gegangen ist. Dass er die große Koalition und auch noch den Finanzministerposten ausgehandelt hat und am Ende als einziger nichts werden durfte.
M.f.G.

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vera gehlkiel 12.04.2019, 19:20
126. @Neandiausdemtal

Zitat von Neandiausdemtal
Vor allem wurde die Agenda von Union und FDP im Bundesrat noch verschärft und die haben damals auch den gesetzlichen Mindestlohn verhindert, der mit den den Hartz-Gesetzen hätte kommen müssen, um den ganzen Mist nicht völlig einseitig werden zu lassen.
Den Mindestlohn konnte Schröder als eigentlich ganz konkret vorgesehenes Regulativ nicht mehr durchbringen, weil sich die rückständigen Gewerkschaftsbosse zusammen mit den gleichen linken SPDlern, die sich hinterher Jahre und Jahrzehnte über den Niedriglohnsektor echauffierten, massiv dagegen stellten. Ohne diese Blindfische hätte es den Niedriglohnsektor als Folge der Hartz- Reformen überhaupt nicht gegeben. Westerwelle und Co. haben solche Steilvorlagen, alle nur aus gekränkter persönlicher Eitelkeit resultierend, natürlich nicht verschmäht. Den Sozialausgleich, und die dessen dringend Bedürftigen, haben aber diejenigen über die Klinge springen lassen, die anschließend schickes Biographieklittering von wegen Links sitzendes Herz und so zum Lebensthema stilisierten...

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k-d.hollbecher 12.04.2019, 19:23
127. Lohnt nicht

Über den Herrn Schulz ist die Zeit schon hinweg gegangen. Er hat es vielleicht noch nicht gemerkt. Viel trauriger ist, was solche "Genossen" mit der einst stolzen SPD machen: Das war einmal die Fortschrittspartei, die frischen Wind und Demokratie in die deutsche Nachkriegspolitik brachte und die die Mehrheit der (noch nicht gespaltenen) Gesellschaft auf ihrer Seite hatte. Heute dominieren die Partei gefühlt Oberlehrer, Beamte, Bürokraten und solche, wie Herr Schulz.

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a.wirth 12.04.2019, 19:26
128. Ernst nehmen

Ich dachte schon, ich bin der Einzige der den Martin nicht Ernst nimmt. Und er kapiert immer noch wo der Hampelmann hängt.

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Fuxx81 12.04.2019, 19:27
129. Da gibts noch jemand anderen

Zitat von citi2010
Ich denke dieser Politiker hat der SPD mehr Schaden zugefügt als jeder andere zuvor und danach - wobei sich bereits andere um diesen Titel bemüht haben. Solange solche Genossen da auch nur irgendwie Ernst genommen werden mit ihren Befindlichkeiten ist die SPD weiter in Richtung U10% unterwegs.
Oh nein, der Titel geht an Gas-Gerd. Als Schulz den Parteivorsitz übernahm, war von der SPD ohnehin nur noch ein trauriger Rest übrig.

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