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SPD-Frauen im Bundestag: Warum ganz in weiß?
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Frauen in Deutschland dürfen seit 100 Jahren wählen. Anlass für die Politikerinnen der SPD-Fraktion, im Bundestag weiße Blusen zu tragen. Wie die ersten 37 Politikerinnen im Parlament im Jahr 1919.

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joshuaschneebaum 17.01.2019, 15:16
1. Implize

Impliziert Schäuble nicht mit diesem Aufruf, das Hausarbeit im Grunde Frauenarbeit sei?
So in etwa: Es müssen mehr Frauen in den Straßenbau.
Und ist Parität nicht ebenso diskriminierend?
Es müsste doch besser heißen: Bei gleichem Interesse und gleicher Qualifikation, darf es keine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Herkunft, Hautfarbe und der sexuellen Ausrichtung geben.

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anboes 17.01.2019, 15:35
2. Schöne Worte sollten in kluge Taten umgesetzt werden.

"Auch wenn Frauen längst in politischen Spitzenpositionen zu Hause sind: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer", mahnte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. Unverzichtbare Tätigkeiten wie Kindererziehung, Hausarbeit und Pflege müssten besser aufgeteilt werden."

Das hohe Gut der Gleichberechtigung muss auch in einer gleichberechtigten Zeiteinteilung in der Arbeitswelt aufgeteilt werden. Eltern sollten in der Lage sein eine stressfreie Zeiteinteilung zugunsten der Kinderversorgung zu leisten. Z. B. flexible Arbeitszeiten und auf eine begrenzte Dauer auch eine Arbeitszeitverkürzung beider Eltern. Wenn beide Eltern ihre Arbeitszeit flexibel einrichten können, erfahren sowohl die Kinder als auch die Eltern weniger Streß und berufliche Nachteile sind auf beide Eltern zu jeweils 2/3 Arbeitszeit für eine befristete Zeit kein wesentlich beruflicher Nachteil.
Die Rechnung, dass der Elternteil mit dem geringsten Einkommen dieses allein verkürzt, trifft die Mütter und wirkt in ihre berufliche Zukunft über die befristete Zeit hinaus nachteilig.
Erreichbar sind solche Ziele mit beiden Eltern und der Einsicht der AG und AN.

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anboes 17.01.2019, 15:57
3. Bezgl. der Gleichberechtigung

möchte ich die Parität als Ganzes der Gleichwertigkeit der Eltern verstehen. D. h. die ideellen Werte in der Familie und im Beruf hängen mit den realen Bedingungen zusammen und sind das Fundamend der Gleichberechtigung. (Beide Eltern haben gleiche Rechte und Pflichten auch bei ungleichen Einkommen.)

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neanderspezi 17.01.2019, 17:24
4. Im Zeichen 100jähriger paritätischer Entwicklung

Offensichtlich haben einige Nicht-SPD-Damen im Parlament keine weiße Bluse in ihrer Garderobe gefunden und kommen dadurch der Würdigung des hundertsten Jahrestags des Frauenwahlrechts nur sehr unzureichend nach. Die Damen mit den weißen Blusen führen den Männern durch ihre solidarische Aufführung mit ihrer Garderobe eine genderspezifische Orientierung vor, die ihnen zeigen will, dass beim Gesetzesbasteln mit dieser Komponente auch überparteilich zunehmend zu rechnen ist. Wer hierin in Zukunft an Lernfähigkeit Mängel aufweißt, wird im Zeichen eines patriarchalische Ufer ignorierenden Gender-Mainstreams wie ein Relikt aus verflossenen Zeiten hinweggespült. Es ist auch ein gutes Zeichen, dass viele männliche Beisitzer im Parlament sich mit weißen Hemden bezüglich des noch entwicklungsfähigen Frauenwahlrechts und der Ausarbeitung weiterer spezifischer Frauenrechte uneingeschränkt solidarisch zeigen. Selbst ältere Semester wollen hierbei mit plötzlich aufkeimenden Ideen nahezu vorauseilend einen besonderen Beitrag leisten.

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demokrat2 17.01.2019, 17:46
5. Wie ist das Verhältnis "Frau - Mann" .....

.... bei den anderen Parteien? Das unterschlägt der Berichtersatter mal ganz schnell, um zu vermeiden, dass das von Jahr zu Jahr noch schlechter wurde. Nicht nur da haben die Linken im Parlament wesentlich mehr Parität, als die anderen. Bei der AfD ist das Verhältnis für die Frauen am schlechtesten. Wen wunderts?

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keineadresse2014 17.01.2019, 20:30
6. Verzeiht

Gleichberechtigung bedeutet für mich das die Person aufgrund ihrer Qualifikation gewählt wird. Eine Quote ist Diskriminierung. Im Parlament werden bezüglich des Geschlechts annähernd die Verhältnisse der politisch aktiven wiedergespiegelt. Wenn man davon überzeugt ist das Frau und Mann grundsätzlich die gleichen Fähigkeiten haben gibt s keinen Grund zur Klage.

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hugahuga 17.01.2019, 20:46
7.

Ernst nehmen kann man das nicht - aber es passt.

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Beagle-Fan 17.01.2019, 21:42
8. Aha

wenn in einer Partei der Frauenanteil 30 % beträgt, können keine 50% im Parlament sitzen! So einfach ist das! Und wenn Frauen lieber in einen Sportverein, Gesangsverein, kirchlichen Verein gehen, Weiterbildung betreiben oder anders ihre Freizeit planen, so ist das die Sache der Frauen und nicht die Sache der Politik. Frauen sind mündig und können selbst entscheiden. Oder wollen Sie Frauen in eine Partei reinzwingen!

Bei ca. 65 Mill. Wahlberechtigten sind nur ca. 1,1 Mill. Bürger Parteimitglieder. Das sind gerade mal ca. 1,7 % !!! Also, halten Sie mal den Ball flach. Seien Sie froh, wenn überhaupt noch Bürger zur Wahl gehen!

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cosmos 18.01.2019, 11:40
9. ja, damals...

In diesen alten Zeiten war die SPD noch für die Bürger da und tat etwas. Das kann man seit ca. 10-20 Jahren spätestens seit der Schröder-SPD nicht mehr sagen. Die damalige SPD hat mit der heutigen SPD absolut nichts zu tun, ausser den Namen. Jetzt wollen hier diese SPD-Frauen von alten guten Vorbildern profitieren und spielen sich als Kämpferinnen auf.
Ich glaube kaum, dass die SPD-Frauen aus Zeiten der Weimarer Republik heute in der SPD wären.

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