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SPD: Frauen wollen Partei- oder Fraktionsvorsitz
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Steht die SPD vor grundlegenden personellen Veränderungen? Die Frauen in der Partei drängen SPD-Chef Martin Schulz im SPIEGEL dazu, nach der Wahl eine der beiden Top-Positionen weiblich zu besetzen.

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monolithos 22.09.2017, 12:45
1.

Möge die Frau, die besser ist als der derzeitige Amtsinhaber, den Posten bekommen. Oder der Mann. Es kann doch keine Frage sein, mit welchen Geschlechtsorganen man geboren wurde, wenn es darum geht, einen Arbeitsplatz mit dem besten dafür geeigneten Bewerber (w/m) zu besetzen. Ich hoffe, die SPD lässt sich hier nicht zu der sich gemeinhin als gendergerecht empfundenen Männerdiskriminierungsquote hinreißen, die nur darüber hinwegtäuschen soll, dass die wirkliche Basisdiskriminierung von Frauen noch immer nicht überwunden ist.

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Gmorker 22.09.2017, 12:55
2. genügend qualifizierte ...

Es sollte doch nicht darum gehen, wieviele "genügend qualifizierte" Frauen es für die entsprechenden Jobs gibt, sondern es sollte die am besten qualifizierte Person für den Job eingesetzt werden, und zwar egal ob das dann eine Frau oder ein Mann ist. ... Ich selbst kann das nicht ansatzweise beurteilen, wer diese am besten geeignete Person wäre, nur finde ich es in der gesamten Gesellschaft falsch, das es anscheinend wichtiger ist, Führungsposten auch mit "grade noch qualifizierten" Frauen zu besetzen, nur damit man dann sagen kann, wie toll man doch für Gleichberechtigung ist. Lasst doch bitte einfach die tatsächliche Qualifikation entscheiden, ungeachtet des Geschlechts. Alles weitere sollte sich dann von allein ergeben.

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beggar 22.09.2017, 12:56
3. Armer Schulz

Wen es noch eines Beweises bedurft hätte für die "tatsächliche" Lage der SPD, dann wird er jetzt geliefert, Stunden vor Beginn des Wahltages und nicht erst, wie erwartet, nach Veröffentlichung der ersten Ergebnisse. Die Nach-Schulz-Zeit hat schon begonnen und jede/r versucht, seine Pflöcke bezüglich Posten und Funktionen tief einzuschlagen. Dies läßt nur einen Schluß zu: Die Erwartungen der SPD liegen noch unter den prognostizierten Zahlen (z.Z. 21,5 %).
Interessant wäre zu wissen, welche Champagner-Marke Sigmar Gabriel sich für den Wahlabend reserviert hat, sein Plan ist 101% aufgegangen.

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realist4 22.09.2017, 12:58
4. Falscher Ansatz

Positionen sollten in aller Regel nach der Qualifikation und nicht nach Geschlecht besetzt werden. Richtig ist, dass in allen Parteien deutlich weniger Frauen als Männer Mitglieder sind. In der SPD zum Beispiel liegt der Frauenanteil bei 32%. Bei den Grünen ist er mit 39% am Höchsten und in der AfD mit 16% am Geringsten. Logischerweise haben dadurch Männer prozentuell größere Chancen in den Bundestag/Landtag etc. gewählt zu werden, wo sich dann natürlich der geringere prozentuelle Anteil der Frauen wiederholt. Also: Quote ist Unsinn, gut wäre wenn sich mehr Frauen politisch engagieren würden.

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DerVO 22.09.2017, 13:15
5. Wow

Der Preis für die erste, die sich für die nach-Schulz-Ära in Stellung bringt, geht an Elke Ferner.

Aber warum so bescheiden? Ich würde umgehend nachlegen und fordern, dass bei unter 20% beide Posten an Frauen gehen. Haben denn nicht die Männer die Karre in den Mist gefahren?

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goodcharlotte 22.09.2017, 13:28
6. Karren aus dem Mist

Frauen dürfen erst dann zum Zuge kommen, wenn Männer es verbockt haben. Vorher hätte Angela Merkel auch keine Chance als Kanzlerin gehabt.

Der SPD sei es gegönnt, dass die Frauen den Karren auch wieder aus dem Dreck holen. Und den Frauen und uns allen natürlich auch. Vorerst bleibt es aber bei Merkel.

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testuser2 22.09.2017, 13:34
7. Nach dem großen Gender gibt es sehr viele Geschlechter

Es reicht nicht, die Parität zwischen Mann und Frau herzustellen, nach dem großen Gender müsste es sehr viel mehr Parteivorsitzende geben. Da besonders Minderheiten berücksichtigt werden müssen, reicht es auch nicht zu sagen, dass nur die beiden größten Gruppen innerhalb der vielen Geschlechter einen Posten im Parteivorsitz bekommen sollen.

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halbtagsgott 22.09.2017, 13:39
8. Nahles, der "Neuanfang"

Ja, die werden tatsächlich nach der brachialen Bauchlandung am kommenden Sonntag, Andrea Nahles noch weiter nach vorn drücken und dies als Neuanfang verkaufen ...und schlimmer: auch so sehen.
20%-Erdrutsch reicht nicht, damit diese Partei über eine Neu-/Um-Orientierung nachdenkt, wenn sie wieder an den Fleischtöpfen einer GroKo landen sowieso nicht.
Ich bezweifel langsam, dass selbst wenn sich die SPD der 10%-Marke nähern würde, dort noch Gehirnzellen anspringen; denn selbst dann würden die immerselben Parteiapparatschicks noch ein Pöstchen finden.

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prince62 22.09.2017, 13:40
9. Hoffentlich sind die Damen ab Montag nicht mehr im Bundestag

Zitat von beggar
Wen es noch eines Beweises bedurft hätte für die "tatsächliche" Lage der SPD, dann wird er jetzt geliefert, Stunden vor Beginn des Wahltages und nicht erst, wie erwartet, nach Veröffentlichung der ersten Ergebnisse. Die Nach-Schulz-Zeit ....
Noch schlimmer, die SPD torkelt verdientermaßen ihrem wohl schlechtestem Ergebnis bei BTW entgegen und die Damen in der Partei haben nichts anders bzw. besseres zu tun, als schon mal Forderungen nach Ämtern zu stellen,

besser kann man die Realitätsverweigerungshaltung der weiblichen Parteiapparatschiks nicht mehr nachweisen, ich kann nur hoffen, daß sich die Damen ab Montag neuen und aufregenden Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt stellen dürfen,
sprich, daß die Damen gar nicht erst in den Bundestag gewählt, bzw. rausgewählt werden, um es treffender zu formulieren.

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