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SPD für Große Koalition: Alle gerettet - außer sich selbst
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Auf die SPD-Mitglieder ist Verlass: Mit dem GroKo-Ja retten sie ihre Führung und Kanzlerin Merkel vor dem Aus. Die Deutschen müssen fürs erste also keine Angst vor der Zukunft haben - die Sozialdemokraten allerdings schon.

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geranie.rose 04.03.2018, 17:39
1.

Die SPD ist eine staatstragende Partei. Das ist so einer der Sätze, die gerne abgenickt werden, ohne nachzudenken. Staatstragend sind vor allem die Bürger, die den Staat mit ihrer Arbeit und ihren Steuern finanzieren. Diese Bürger sind - wo immer man sie fragt - zum größten Teil schlecht auf die SPD zu sprechen. Es drängt sich die Einsicht auf, daß nicht die SPD den Staat trägt, sondern umgekehrt der Staat die SPD trägt. Sprechen wir also lieber von einem SPD-tragenden Staat!

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bigroyaleddi 04.03.2018, 17:51
2. Aha, viele gerettet ...

... aber auch ich sehe das so, dass damit die Partei noch lange nicht gerettet ist. Wenn sie es nicht umgehend angeht und eine Erneuerung auch schafft, dann sehe ich im wahrsten Sinne "schwarz" für diese gute alte Partei. Und, man unterschätze doch bitte das Drittel der Abstimmenden nicht, welche die GroKo nicht wollten.

Jetzt lasse ich mich mal überraschen, ob die hochgelobten SPD-Positionen des Koalitionsvertrages auch wirklich (gegen die cDU) durchgesetzt werden können - oder ob wir dann wieder eine lange Bank und ein Verhalten wir diese unsäglichen csU-Minister dobRind und Schmidt erleben dürfen.

Im Klartext, wenn die SPD sich in dieser neuen Koalition nicht so durchsetzt, wie die Positionen der Koalitionsvereinbarungen das vorsehen, dann gute Nacht. An dem Erfolg dieser Positionen in der neuen Regierung habe ich irgendwie meine Zweifel. Es würde mich (echt) wahnsinnig freuen, wenn ich da positiv enttäuscht würde.

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interessierter Laie 04.03.2018, 17:55
3. die Frage ist doch

sind die Chancen, die Partei neu zu positionieren denn zwangsläufig schlechter, wenn sie an der Regierung beteiligt ist? Was steht dem denn entgegen? Die alte Führung ist beschäftigt, die Basis kann das nutzen.

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gersois 04.03.2018, 17:55
4. Angst vor der Zukunft?

Zitat: "Die Deutschen müssen fürs Erste also keine Angst vor der Zukunft haben". Angst wovor? Auch ohne neue Regierung lief es doch! Außerdem haben wir noch die Länderregierungen für die Innenpolitik. Mit der neuen GroKo ist die Angst vor der Zukunft wohl eher gerechtfertigt, da nun wieder verlorene Jahre kommen.

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chalchiuhtlicue 04.03.2018, 17:57
5. 66% Feiglinge, denen ...

... Machterhalt über alles geht. Aber keine Angst, liebe SPD. Wenn ihr so unsozial weiter macht wie in den letzten zwei Jahrzehnten, werdet ihr euch nach der nächsten Bundestagswahl nicht mehr mit Koalitionsverhandlungen rumschlagen müssen, denn dann werdet ihr dort sein, wo die FDP heute ist - in der Bedeutungslosigkeit. ;)

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flux71 04.03.2018, 17:57
6.

Niemand in der SPD wird sich jetzt zur Ruhe betten, durchatmen und dann weitermachen wie bislang.

Im Bundestag herrscht ja schon "Krieg", und da muss man auf der Hut sein, damit die Demokratie nicht in einer Bombe zerplatzt. Ke. Kü. hat heute mit "Wir werden der Regierung auf die Finger schauen" so etwas ähnliches wie Gauland gesagt. Ich halte das für bedenklich, und er sollte das besser lassen.

Dass aber die SPD sich rüttelt, durchatmet und dann ANDERS weitermacht als bislang, und dass es eben KEIN "Weiter so" geben wird, dafür werden die Jäger in der eigenen Partei und rechtsaußen schon sorgen. Und danach wird sie niemand mehr brauchen (die Jäger, nicht die SPD).

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bristolbay 04.03.2018, 17:58
7. Schritt für Schritt dem Abgrund entgegen

Ja, die Postenjäger haben heute gewonnen und gleichzeitig den weiteren Niedergang der SPD eingeleitet. Wenn jetzt auch noch "Hau-in-die-Fresse-Pippi-Langstrumpf"-Nahles Vorsitzende wird, dann geht es weiter bergab.
Mit der Klientel von einst hat diese Partei nichts mehr am Hut, die arbeitenden und steuerzahlenden Bürger sind nur noch Alibi.
Ich werde auf jedenfall diese Partei, mit dieser Einstellung und diesem Personal nicht mehr wählen.
Es ist eine Frechheit, wenn sich diese Totengräber vor allem auf Willi Brandt berufen.
Der hatte Standing und Rückgrat.

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luny 04.03.2018, 18:00
8. Operation

Hallo Herr Gathmann,

Sie schreiben:

"Die SPD-Mitglieder haben mit ihrem Votum viele gerettet - nur nicht die eigene Partei. Hätten sie mit Nein gestimmt, wäre die deutsche Sozialdemokratie wohl schon jetzt im Chaos versunken. Die Gefahr, dass die SPD mittel- und langfristig in der politischen Bedeutungslosigkeit versinkt, ist mit dem Ja zur neuen GroKo allerdings nicht kleiner geworden."

Die deutsche Sozialdemokratie ist bereits seit dem Agenda-2010-
Kanzler im Chaos versunken.

Die Entscheidung der SPD-Mitglieder, eine weitere Koalition mit
der CDU/CSU einzugehen, läßt sich wie folgt zusammenfassen:

"Operation gelungen, Patient tot."

Die CDU/CSU ist übrigens auch in keiner besseren Verfassung.

Die Verluste der CDU/CSU lagen am 24.09.17 höher als die der
SPD. Das wird gerne "vergessen".

LUNY

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Havel Pavel 04.03.2018, 18:01
9.

Zitat von geranie.rose
Die SPD ist eine staatstragende Partei. Das ist so einer der Sätze, die gerne abgenickt werden, ohne nachzudenken. Staatstragend sind vor allem die Bürger, die den Staat mit ihrer Arbeit und ihren Steuern finanzieren. Diese Bürger sind - wo immer man sie fragt - zum größten Teil schlecht auf die SPD zu sprechen. Es drängt sich die Einsicht auf, daß nicht die SPD den Staat trägt, sondern umgekehrt der Staat die SPD trägt. Sprechen wir also lieber von einem SPD-tragenden Staat!
Die SPD wird spätestens 2021 Geschichte sein! Alles was sich jetzt noch abzeichnet ist ein letztes Aufbäumen vor dem endgültigen Niedergang! Dieses Land hat zahlreiche Probleme durch falsche politische Entscheidungen doch geradezu herbeigeführt und dafür hat doch gerade die SPD absolut keine umsetzbaren Lösungen hier positive Veränderungen zu schaffen. Ganz im Gegenteil will man die verfehlte Politik fortsetzen und fabuliert der Gesellschaft aber vor für Verbesserungen sorgen zu wollen. Wer ist noch so naiv dies zu glauben?

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