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SPD-Hoffnung Kühnert: Der Schubser
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Es ist eine besondere Kunst, jemanden ins Grab zu befördern, und dann der Erste zu sein, der an der Grube steht und den Verlust beklagt. Juso-Chef Kevin Kühnert beherrscht sie perfekt.

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Ideologiekritik 07.06.2019, 23:31
220. Am Rockzipfel der Macht: Das Elend des Jan Fleischhauers

Wenn Fleischhauers Verachtung ein Gradmesser für den fortschrittlichen Charakter des von ihm Verachteten ist, dann kann sich Kühnert von diesem wirklich dummen Kommentar, der vieles über den Autoren und nichts über den Juso-Vorsitzenden sagt, geehrt fühlen. Die billige Strategie, sich dem kommunikativen Erfordernis sachlicher Argumentation zu entziehen, indem der politische Gegner in die Schmuddelecke gestellt wird, hier als Bildungsversager, der nichts zu melden habe, als Sexist und arroganter Städter, zeugt vom autoritären Charakter des Autors, gehört in die Trollecke rechter Kommentarspalten und endlich demnächst nicht mehr zum Spiegel. Dabei kommt es Fleischhauer allein darauf an, die sozial fortschrittlichen Positionen einer recht beliebten wie scharfsinnigen Lichtgestalt des aktuellen Politikbetriebs zu diskreditieren. Dahinter steckt nicht mehr als die Angst eines zutiefst konformistischen Geistes, es könnte auch nur ansatzweise zu Veränderungen der herrschenden Verteilungsordnung von Macht und Reichtum kommen. Denn als konformistischer Geist steht Fleischhauer, der Städter, der sich ganz sicher keine "Verfeinerung des Metropolenlebens" entgehen lässt, immer auf der Seite der Macht. Da kommen ihm opportunistische Sozialdemokraten wie Kurt Beck oder Andrea Nahles, die sich bereitwillig und fern aller Prinzipien ebenso an die Macht schmiegen, natürlich gelegen. So wird Fleischhauer zum Anwalt vermeintlich provinzieller Sozialdemokraten, in etwa so, wie der Unternehmer sich zum Anwalt eines opportunistischen Betriebsrats macht, wenn dieser die Belegschaft für seine Interessen verrät. Kämen sozial fortschrittliche Positionen mit vergleichbarer Resonanz und argumentativer Schärfe von einer Sozialdemokratin aus der Provinz, Herr Fleischhauer wäre der Erste, der sich in sexistischer Manier und bürgerlich-städtischer Überheblichkeit über die Provinzialität der entsprechenden Person lustig machen und sie zu diffamieren versuchen würde. Er ist und bleibt ein Mephistopheles, der vor allem eines tut: er kriecht der Macht in den Arsch, weil er zu ihr gehören möchte. Ab demnächst mit dem Focus und vielleicht ja bald schon mit der Jungen Freiheit.

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freeclimber 07.06.2019, 23:46
221. Grundproblem

Herr Kühnert ist leider keine Ausnahme. Der Karriere-Weg vom Kreissaal über den Hörsaal in den Plenarsaal wird nicht nur von Herrn Kühnert beschritten. Wenn das Talent zur Intrige und zur Selbstdarstellung die wichtigsten Mittel auf dem Weg zu politischen Machtpositionen werden, dann muss man für dieses Land in Zukunft schwarz sehen. Es ist nicht nur mir ein Rätsel, wie solche Karrieren und Erfahrungswerte in Führungspositionen gewählt werden können.

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Post-postfaktisch 07.06.2019, 23:55
222. Mensch Jan,

Wie lange hast noch hier beim Spiegel? Vielleicht könnten wir gemeinsam sammeln und einen Übergangsurlaub finanzieren. Da hätten alle was von. Hier wäre Platz für vernünftige Beiträge, uns wär nicht mehr so oft schlecht und Du bereitest dich auf den Fokus vor, von dem aus Du dann richtig losdreschen kannst. Win/ win... ok?

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FIFA87 07.06.2019, 23:55
223.

Zitat von claus7447
Falschmeldungen. 1. BMW hat der Interviewer ihm eingeschoben 2. Enteignung war nie die Rede, es ging um Beteiligung der Mitarbeiter, und das heißt Vergesellschaftung. Deutsche Sprache ist vielfältig und nicht einfältig.
Claus,
Es ist eben nicht so, wie Sie in Ihrem Beitrag hämisch bemerken:
Es ging nicht um Mitarbeiterbeteiligung: BMW Mitarbeiter sind bereits eine wichtige Aktionärsgruppe bei BMW - da gibt es nichts zu ändern. Auch der Betriebsrat, also die Mitarbeitervertretung, hat sich entsprechend zu den Kühnert Auslassungen geäußert - aber das wissen Sie sicher schon.

Informiertheit ist das beste Mittel gegen Einfalt.

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Ökofred 07.06.2019, 00:04
224. tja....

Zitat von hinkel.stein
was sich Hr. Fleischhauer gestern im ZDF geleistet hat. Da ist "Luege" wie Sie schreiben noch einen sehr schwache Umschreibung. Das unterbietet niveauseitig auch den Grossteil seiner Beitraege auf SPON der letzten Zeit. Ich weiss wirklich nicht, was dieser Schreiberling mit seinen Erguessen eigentlich bewirken will. Zumindest an diesem Abend konnte er sich hinsichtlich seiner inhaltlichen Aussagen an seinem Nachbarn Joerges ein Beispiel nehmen. Interessiert ihn aber nicht, dieses links-versiffte Geschwafel. Hoffentlich zieht beim Spiegel endlich jemand die Reissleine ....
Es tut mir ja so leid, dass ich Hr. Fleischhauer an seiner zukünftigen Wirkungsstätte nicht mehr … äh... geniessen… darf... aber er versucht hier noch einen echten Niveaulimbo.
Nur so nebenbei, Hr. Kühnert hatte nie irgendwas mit dem FU Berlin Asta zu tun, aber das klingt einfach so unglaublich linkspolitisch, so wie sich der kleine Jan ein echtes Berliner Politleben vorstellt.

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deglaboy 07.06.2019, 00:08
225. Wenn die Kevins...

der Marke Kühnert die Zukunft des Landes sind, dann gute Nacht. Und zwar bald. Solche obskure Gestalten tun keinem Land gut. Nicht mal dem Narrenschiff Deutschland.

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bariton65 07.06.2019, 00:10
226. Schade, Herr Fleischhauer

ich habe Ihre Beiträge früher sehr geschätzt, weil sie gegen den Strich gebürstet waren und die Debatte erfrischend belebt haben. Aber Ihre Angriffe gegen Kühnert zielen deutlich unter der Gürtellinie. Sie statten den Juso-Vorsitzende mit geradezu magischen Fähigkeiten aus, die er dazu verwendet haben müßte, um einen Großteil der Bevölkerung und sogar der SPD-Wähler gegen Frau Nahles aufzubringen. Wollen Sie sich mit solchen Kommentaren als nächster Pressesprecher beim derzeitigen us-amerikanischen Präsidenten bewerben? Man könnte fast den Eindruck gewinnen.
P.S. Was Ihre Einlassungen zu Fr. Nahles "derber Sprache" und ihrer kleinbürgerlichen Herkunft betrifft: So etwas kann nur jemand schreiben, der solche Menschen nur von Ferne und als Exoten betrachtet. Ich stamme aus ähnlichen Verhältnissen und ich kann Ihnen versichern: Es ist kein Schicksal, wenn sich jemand peinlich ausdrückt oder benimmt.

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xreis 07.06.2019, 00:14
227. Sehr richtig

Sehr richtiger und wichtiger Beitrag. Wenn die SPD sich endgültig ins Aus manövrieren möchte, dann wäre Kevin Kühnert (KK) der richtige Vorsitzende. Schon allein die Tatsache, dass er Juso-Chef ist, lässt an der Urteilsfähigkeit der Genossen, in diesem Fall Junggenossen (der Nachwuchs!) zweifeln. Es ist dies auch dies nicht das erste mal, dass KK opportunistisch schnell auf einen fahrenden Zug aufspringt. Z.B. noch kürzlich nach dem Rezo-Video und Verlusten bei den Europawahlen tönte er schnell und laut, der Fortbestand der Koalition hänge von der Klimaschutzpolitik ab. Warum nicht vor den Wahlen?
Wenn man nach sich allerdings an Sigmar Gabriel erinnert, wäre KK vielleicht doch ein "geeigneter" Vorsitzender. Auch Gabriel verstand es, sein Fähnchen nach dem Wind zu hängen, auch dann, wenn sich der Wind ständig hin- und her drehte. Oliver Welke in der heute show zu Gabriels Haltung zu Merkels Flüchtlingspolitik: "Die SPD hat endlich ihre Haltung zur Merkels Flüchtlingspolitik geklärt. An ungeraden Tagen ist sie dafür, an geraden Tagen dagegen" (oder so ähnlich). Opportunismus und inhaltliche Beliebigkeit lautet die Devise. Das wird den Wähler und die Wählerin nicht beeindrucken.

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xreis 07.06.2019, 00:16
228. Sehr richtig

Sehr richtiger und wichtiger Beitrag. Wenn die SPD sich endgültig ins Aus manövrieren möchte, dann wäre Kevin Kühnert (KK) der richtige Vorsitzende. Schon allein die Tatsache, dass er Juso-Chef ist, lässt an der Urteilsfähigkeit der Genossen, in diesem Fall Junggenossen (der Nachwuchs!) zweifeln. Es ist dies auch dies nicht das erste mal, dass KK opportunistisch schnell auf einen fahrenden Zug aufspringt. Z.B. noch kürzlich nach dem Rezo-Video und Verlusten bei den Europawahlen tönte er schnell und laut, der Fortbestand der Koalition hänge von der Klimaschutzpolitik ab. Warum nicht vor den Wahlen?
Wenn man nach sich allerdings an Sigmar Gabriel erinnert, wäre KK vielleicht doch ein "geeigneter" Vorsitzender. Auch Gabriel verstand es, sein Fähnchen nach dem Wind zu hängen, auch dann, wenn sich der Wind ständig hin- und her drehte. Oliver Welke in der heute show zu Gabriels Haltung zu Merkels Flüchtlingspolitik: "Die SPD hat endlich ihre Haltung zur Merkels Flüchtlingspolitik geklärt. An ungeraden Tagen ist sie dafür, an geraden Tagen dagegen" (oder so ähnlich). Opportunismus und inhaltliche Beliebigkeit lautet die Devise. Das wird den Wähler und die Wählerin nicht beeindrucken.

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vankust 07.06.2019, 00:38
229.

Ich lese ja hier seit Jahren die Kolumne des Herrn Fleischhauers. Was ich mich immer schon gefragt habe, was macht er denn eigentlich beruflich?

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