Forum: Politik
SPD-Hoffnung Kühnert: Der Schubser
REUTERS

Es ist eine besondere Kunst, jemanden ins Grab zu befördern, und dann der Erste zu sein, der an der Grube steht und den Verlust beklagt. Juso-Chef Kevin Kühnert beherrscht sie perfekt.

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ludovico_amalgami 07.06.2019, 18:28
340.

Zitat von foskolo
"Es ist eine besondere Kunst, jemanden ins Grab zu befördern, und dann der Erste zu sein, der an der Grube steht und den Verlust beklagt." Und das ist genau das, was unser Fleischhauer seit Jahren mit der SPD tut.
Sie überschätzen die Macht eines Feigenblatt-Journalisten. Außerdem ist Fleischhauer kein SPD-Mitglied. Ferner sollten ALLE Journalisten eine kritische Distanz zur Politik bewahren, viele Spiegel-Kollegen tun genau dies gegenüber Vertretern des linken politischen Spektrums eben nicht. Gerade deswegen war ein Jan Fleischhauer bei vielen Spiegel-Lesern beliebt, bei der Redaktion geduldet. Schade, dass dies bald der Vergangenheit angehören wird. Linksgrünen Haltungsjournalismus gibt es beim Spiegel wahrlich mehr als genug. "Schreiben, was ist?" - Pah, schon lange nicht mehr, heute gilt doch eher "Schreiben, was sein soll..."

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ludovico_amalgami 07.06.2019, 18:40
341.

Zitat von hdmichel
Klasse Einschätzung! Nichtsdestotrotz soll der junge Mann (Kühnert, sorry Herr Fleischauer) bitte Verantwortung übernehmen...wenn nicht jetzt, wann dann? Lassen Sie Taten folgen, Herr Kühnert und belehren Sie uns eines Besseren
Er hat ja schon vorgebaut! "...nie, nie, nie wieder so miteinander umgehen..." Soll heißen: Wenn ich dereinst mal Chef bin, sägt gefälligst keiner an meinem Stuhl!

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pygmy-twylyte 07.06.2019, 18:44
342. Vom Teufel geritten

Fleischhauers Alleinstellungsmerkmal unter den SPON-Kolumnisten sind geistreich-witzige Spötteleien über Gott und die Welt. Als humorlosen Gesellen, Gift und Galle spuckend, gehässig, diffamierend und diskreditierend, weit übers Ziel hinausschießend, kenne ich ihn erst seit dieser Kolumne. Welcher Teufel muss ihn geritten haben?

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Aberlour A ' Bunadh 07.06.2019, 20:00
343. "Nahles' Quälgeist"

Vor gut einem Jahr hat die SZ mal einen Beitrag unter dem Titel "Nahles' Quälgeist" gebracht. Nein, nicht Kevin Kühnert war gemeint, sondern der "persönliche Quälgeist" von Andrea Nahles war Sigmar Gabriel, weil er ihr ständig öffentlich in die Parade fuhr und auch fraktionsintern Nahles öfter "konfrontativ" anging, wie es in dem Beitrag hieß: Gabriel, der "Quälgeist", war "vor allem auf Betreiben von Nahles und Vizekanzler Olaf Scholz ruppig aus der Regierung herausgedrängt" worden. Wenn jemand weiß, wie man ruppig Leute los wird, dann Andrea Nahles. Das sind die Fakten. Nun hat es sie selbst erwischt, weil sie die Stimmungslage in der Partei falsch eingeschätzt hat. Zu inhaltlichen Fehlern (z.B. Causa Maaßen) kamen taktische Fehler hinzu. Und dann kommt es eben zum Rücktritt. Ganz einfach. Ich kann ja verstehen, dass ausgerechnet Nicht-SPD-Wähler wie Fleischhauer (und Sie?) Sachverhalte völlig falsch einschätzen (Fleischhauer, weil er ein Maaßen-Fanboy ist), aber für mich als SPD-Wähler stellt sich das eben ganz anders dar. Ich bin froh, dass sie freiwillig zurückgetreten ist.

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Traumfrau 07.06.2019, 20:20
344. Danke

Zitat von maigold
…was für ein Artikel! Hier wird das Problem im Internet sichtbar. Jeder noch so dumpfe Geist kann Kübel von Dreck auf andere gießen. Wenn schon Journalisten keinen Anstand mehr haben, sollte SPON das Forum hier auch freigeben. Immer schön raus mit dem ganzen Hass und immer feste drauf. Hauptsache die Meute johlt und fordert den Strick. Lieber Herr Fleischhauer, Sie sollten sich für Ihren Kommentar schämen!
Danke für ihre klare Analyse. Bei Fleischhauer sieht man immer wieder, was dabei rauskommt, wenn fachliche Inkompetenz in Kombination mit charakterlichen Defiziten zusammentrifft und man solchen Leuten auch noch ein Forum bietet.

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FrieFie 07.06.2019, 20:21
345.

Es wäre sauberer Journalismus, wenn Fleischhauer zu dem Kühnert-Zitat eine Quelle (Videolink und Zeitstempel) angegeben hätte. Ihm sollte auch bekannt sein, dass so ein Satz nur im Kontext seine Aussage über Kühnert stützen könnte, zumal ihm kein anderer Beleg dazu einfällt.
Ansonsten den Bildungsstand und das Aussehen als hervorstechende Kritikpunkte anzuführen... oberflächlicher geht's nicht.
Und was die Maaßen-Affäre und Nahles' Hü-Hopp-Entscheidung angeht: da waren nicht nur andere SPD- wie auch CDU-Mitglieder der gleichen Meinung, es fehlt genauso der Nachweis (Zitat mit Quelle), dass Kühnert eine besondere Rolle dabei gespielt hätte.
Es giftet hier also einer, der selbst gern unsachlich, persönlich und ohne weitere Legitimation als einem Kolumnenplatz angreift. Um Inhalte geht es für Fleischhauer schon lange nicht mehr, Hauptsache es ist irgendwas gegen Links oder vermeintlich linkes.
Aber nunja, nicht mehr lange an dieser Stelle... "Focus" passt allzu gut.

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Traumfrau 07.06.2019, 20:32
346. echt?

Zitat von pygmy-twylyte
Fleischhauers Alleinstellungsmerkmal unter den SPON-Kolumnisten sind geistreich-witzige Spötteleien über Gott und die Welt. Als humorlosen Gesellen, Gift und Galle spuckend, gehässig, diffamierend und diskreditierend, weit übers Ziel hinausschießend, kenne ich ihn erst seit dieser Kolumne. Welcher Teufel muss ihn geritten haben?
echt? Irgendwie sind mir die von Ihnen angesprochenen geistreich-witzigen Spötteleien von Fleischhauer völlig entgangen. Ich kenne ihn nur in seiner gewohnt plumpen Polemik. Da halte ich es mehr mit seiner ehemaligen Frau, die ihn wohl am besten kennt. Er schreibt es ja selbst in seinem Buch:
"Alles ist besser als noch ein Tag mit dir", sagte meine Frau. Und sie muss es ja wohl wissen.

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pygmy-twylyte 07.06.2019, 20:35
347. Comeback des Quälgeistes?

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Vor gut einem Jahr hat die SZ mal einen Beitrag unter dem Titel "Nahles' Quälgeist" gebracht. Nein, nicht Kevin Kühnert war gemeint, sondern der "persönliche Quälgeist" von Andrea Nahles war Sigmar Gabriel, weil er ihr ständig öffentlich in die Parade fuhr und auch fraktionsintern Nahles öfter "konfrontativ" anging, wie es in dem Beitrag hieß: Gabriel, der "Quälgeist", war "vor allem auf Betreiben von Nahles und Vizekanzler Olaf Scholz ruppig aus der Regierung herausgedrängt" worden. Wenn jemand weiß, wie man ruppig Leute los wird, dann Andrea Nahles. Das sind die Fakten. Nun hat es sie selbst erwischt, weil sie die Stimmungslage in der Partei falsch eingeschätzt hat. Zu inhaltlichen Fehlern (z.B. Causa Maaßen) kamen taktische Fehler hinzu. Und dann kommt es eben zum Rücktritt. Ganz einfach. Ich kann ja verstehen, dass ausgerechnet Nicht-SPD-Wähler wie Fleischhauer (und Sie?) Sachverhalte völlig falsch einschätzen (Fleischhauer, weil er ein Maaßen-Fanboy ist), aber für mich als SPD-Wähler stellt sich das eben ganz anders dar. Ich bin froh, dass sie freiwillig zurückgetreten ist.
Ich bin auch nicht gerade unglücklich darüber, dass sich niemand fand, der sich ihrem freiwilligen Rücktritt in den Weg gestellt hätte. Ein Comeback von "Nahles' Quälgeist" - sozusagen als Retter in der Not - scheint nicht ausgeschlossen zu sein in diesen "ver-rückten" Zeiten und erst recht nicht in dieser dahinsiechenden, verzweifelt nach jedem Strohhalm greifenden Partei.

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bran_winterfell 07.06.2019, 20:54
348. #346: Sehe ich zum Großteil anders

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Vor gut einem Jahr hat die SZ mal einen Beitrag unter dem Titel "Nahles' Quälgeist" gebracht. Nein, nicht Kevin Kühnert war gemeint, sondern der "persönliche Quälgeist" von Andrea Nahles war Sigmar Gabriel, weil er ihr ständig öffentlich in die Parade fuhr und auch fraktionsintern Nahles öfter "konfrontativ" anging, wie es in dem Beitrag hieß: Gabriel, der "Quälgeist", war "vor allem auf Betreiben von Nahles und Vizekanzler Olaf Scholz ruppig aus der Regierung herausgedrängt" worden. Wenn jemand weiß, wie man ruppig Leute los wird, dann Andrea Nahles. Das sind die Fakten. Nun hat es sie selbst erwischt, weil sie die Stimmungslage in der Partei falsch eingeschätzt hat. Zu inhaltlichen Fehlern (z.B. Causa Maaßen) kamen taktische Fehler hinzu. Und dann kommt es eben zum Rücktritt. Ganz einfach. Ich kann ja verstehen, dass ausgerechnet Nicht-SPD-Wähler wie Fleischhauer (und Sie?) Sachverhalte völlig falsch einschätzen (Fleischhauer, weil er ein Maaßen-Fanboy ist), aber für mich als SPD-Wähler stellt sich das eben ganz anders dar. Ich bin froh, dass sie freiwillig zurückgetreten ist.
Wo ich Ihnen zustimmen muss: Andrea Nahles wusste, wie man Machtpolitik betreibt und Konkurrenten loswird. Das weiß ein Herr Kühnert aber auch, und Ihre Behauptung, er wollte doch stets nur "die Sache" in den Vordergrund stellen ist - wie schon einmal gesagt - zumindest naiv. Frau Nahles hat das bei Gabriel auch immer gemacht *lol*… aber Frau Nahles hat dann wenigstens nicht so ein Zeugs getwittert wie Herr Kühnert, und das werfe ich ihm vor bzw. finde ich daneben.
Wo ich Ihnen nicht zustimme:
Frau Nahles hat die Stimmungslage NICHT falsch eingeschätzt. Auf die Artikel bzgl. Schulz vs. Nahles, einen Tag vor (!) der Europawahl hier im Spiegel platziert, der sich einerseits gegen Nahles richtet und der sich andererseits bestimmt nicht positiv für die SPD bei der Wahl ausgewirkt hat, gehen Sie leider nicht weiter ein, haben damals auch nicht kommentiert (ich schon, denn ich fand das unterirdisch). Bis zum Herbst hätte man Sie auf die ein oder andere Art sowieso abgesägt, ihr Schritt war die einzige Möglichkeit, dem zu entgehen und für eine Weile wieder Ruhe einkehren zu lassen. Sie unterschätzen Frau Nahles, wenn Sie glauben, das Sie das Risiko nicht kannte.

Und: Frau Nahles ist NICHT freiwillig zurückgetreten, jedenfalls nicht wirklich. Sie hätte gerne noch weitergemacht. Was ich gut gefunden hätte, ich bin zumindest nicht froh über ihren Rücktritt (ich hoffe das ist ok für Sie...). Ich denke auch nicht, dass dies in irgendeiner Weise positiv für die SPD enden wird.

Wie auch immer: Sie, Herr Kühnert und viele andere in der SPD wollten Frau Nahles nicht mehr und haben Sie abgesägt. Zimperlich waren Sie dabei nicht. Ist ok. Aber dann so zu tun als ob es immer nur um die Sache geht und nicht auch um Personen und solche Tweets loszulassen, finde ich daneben.

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Aberlour A ' Bunadh 07.06.2019, 21:07
349. Von fachlicher Inkompetenz zu charakterlichen Defiziten

Zitat von Traumfrau
Danke für ihre klare Analyse. Bei Fleischhauer sieht man immer wieder, was dabei rauskommt, wenn fachliche Inkompetenz in Kombination mit charakterlichen Defiziten zusammentrifft und man solchen Leuten auch noch ein Forum bietet.
Dabei hat Fleischhauer selbst nach einem "Dies-und-das-Studium" der Literaturwissenschaft und Philosophie die "Henri-Nannen-Schule für Journalismus" besucht (so eine Art berufspraktische Studien).
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass man dort so miesen Journalismus lernt, wie Fleischhauer ihn bei SPON immer wieder vorführt (fachliche Inkompetenz in Reinkultur). Um so einen Unfug zu schreiben, wie Fleischhauer bei SPON immer wieder an Tag legte, gehört viel intrinsische Motivation und natürlich die charakterlichen Defizite, die Sie ansprechen. Man kann hart in der Auseinandersetzung sein, aber niemals ins Persönliche gehen, das gehört sich einfach nicht. Dass man das ausgerechnet einem Konservativen erklären muss - die ja außer Moral und Sitte nichts mehr zu bieten haben - ist wirklich erstaunlich.

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