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SPD im Siechtum: The Walking Red
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Olaf Scholz, Wahlen, GroKo: Die Sozialdemokraten kommen nicht raus aus ihrer Problemspirale. Ihr Niedergang scheint im Jahr 2019 kaum mehr zu stoppen. Oder könnten zwei Frauen die Rettung sein?

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Haarfoen 10.01.2019, 16:37
10. SPD - Nie wieder!

Frau Barley als Hoffnungsträgerin?
Die Männer sind Schuld am Brexit ... selten so einen Quatsch gehört. Diese Frau ist kein Symbol der Hoffnung, sondern ein Zeichen für den Verfall jeglichen Niveaus und politischer Kompetenz.
Ich hatte einmal das Parteibuch (lange ist es her) und trauere um die SPD. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ich diesen jämmerlichen Haufen noch einmal wählen werde.

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Daedalus 10.01.2019, 16:37
11.

Ich glaube das Hauptproblem sind nichmal die Personen, sondern die fehlenden Inhalte. Wofür steht die SPD denn? Dieselbe Frage stellt sich bei der CDU, nur noch nicht in dem Maße wie bei der SPD. Ich glaube es braucht einfach keine solche Partei mehr, wenn die meisten Positionen ohnehin von der Merkel-CDU bedient übernommen wurden. Und wenn Kevin Kühnert schon für viele in der SPD die Rettung der Partei darstellt, also dann ist ohnehin alles verloren.

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Kohlenkeller 10.01.2019, 16:41
12. 2 Dinge

würden zumindest für mich schon reichen, um die SPD zumindest nicht mehr als absolut unwählbare Partei anzusehen: Eine echte Abgrenzung von der AfD-Politik, die mir bei der SPD bislang deutlich zu schwach ausfällt. Das kann man aber auch der Linken (zumindest Teilen) vorwerfen und da wünsche ich mir klare Kante, wie es sonst eigentlich nur noch die Grünen liefern. Und eine echte Abkehr vom menschenverachtenden Hartz IV System. Beides kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Denn dazu müsste die Partei endgültig anerkennen, dass sie keine Volkspartei mehr ist (bzw. es vielleicht gar keine mehr gibt). Sie müsste sich ihre Nische suchen. Und nicht versuchen, es AfD-Verstehern und AfD-Gegner gleichermaßen recht zu machen bzw. im anderen Fall sowohl die Wirtschaft als auch den "kleinen Mann" zu umgarnen. Ein bisschen schwanger geht nicht mehr für die SPD. Da müssten jetzt Leute ran, die das nicht nur verstehen, sondern die auch noch den Rückhalt haben, ein echtes Profil zu entwickeln, dass nicht Wischiwaschi ist. Und die sich bewusst auf eine Seite schlagen - und dabei in Kauf nimmt, entweder die Leute, die zur AfD abgewandert sind, oder die, die jetzt die Grünen wählen, dauerhaft nicht zurückzugewinnen. Nur so kann es gehen. Bis dahin werde ich aller Voraussicht nach zum ersten Mal bei der nächsten Wahl grün wählen. Und da werde ich wohl kaum alleine sein...

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muunoy 10.01.2019, 16:42
13. Vielleicht mal schauen wie das Unternehmen machen

Zitat: "Die Wähler wissen nicht, wofür die Partei steht. ". Ist das wirklich das Problem? Das Problem ist doch viel mehr, dass die SPD gar nicht weiß, wer sie überhaupt noch wählen soll und warum. Vielleicht sollte die SPD sich daher zunächst einmal überlegen, wer ihre Wählergruppen (Kundengruppen) sein sollen. Die SPD hat es unter Nahles geschafft, dass Selbständige und Freiberufler die SPD inzwischen als existenzielle Gefahr ansehen. Nur weil über die Kampagne gegen Selbständige in den Medien mal abgesehen von der Fachpresse nicht berichtet wird, heißt ja nicht, dass die Betroffenen es nicht merken. Angestellte, die ein selbstbestimmtes Leben mit gutem Auskommen und ohne Angst vor Altersarmut führen wollen, gehören auch schon lange nicht mehr zum typischen Wählerpotenzial der SPD. Blieben vielleicht Rentner. Nun, die hat Ulla Schmidt mit ihrer Doppelabzocke auf die betriebliche Altersvorsorge auch vergrault. Dazu kommen die immer neuen Attacken, die private Altersvorsorge nach Abbau der staatlichen Altersvorsorge auch noch zu schmälern. Der neueste Coup ist die geplante Vorbesteuerung von thesaurierten Gewinnen von Wertpapierfonds. Die Wähler sind doch gar nicht so doof wie Politiker und Medien immer meinen. Wer über Altersarmut jammert, diese aber ständig verschärft, ist nicht glaubwürdig. Gleiches gilt für die explodierenden Immobilienpreise und Mieten. Daran trägt nun einmal die SPD eine gehörige Mitschuld. Bleiben als Wählerklientel Beamte, Angestellte des ÖD, Arbeitslose (falsch, eigentlich nur Langzeitarbeitslose, die sich mit ihrer Situation abgefunden haben, da die meisten Arbeitslosen ja schnell wieder einen ordentlich bezahlten Job wollen) und gering verdienende Familien mit kleinen Kindern. Dummerweise sind diese Gruppen auch die Kerngruppe der Partei Die Linke und zumindest was Beamte und Angestellte des ÖD oder der Sozial- und Betroffenheitsindustrie angeht der Grünen. Wenn sich nun drei Parteien auf gerade in wirtschaftlich guten Zeiten recht kleine Kundengruppen stürzen, kann man wohl kaum mit vielen Stimmen rechnen. Also, die SPD sollte sich überlegen, ob sie nicht andere Kundengruppen gewinnen möchte. Und dann könnte man etwas machen, was auch bei Unternehmen echt gut funktioniert. Man fragt diese Kunden, was sie von der SPD erwarten, und wo der Schuh drückt. Es gab da mal einen Herrn Schröder, der noch wusste wie man die wertschöpfende Mittelschicht anspricht. Sogar ich habe damals SPD gewählt.

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bigroyaleddi 10.01.2019, 16:43
14. Es wird leider zu oft übersehen,

dass es auch in dieser GroKo einige Gesetzesvorhaben gab, welche ohne SPD-Beteiligung nie so ausgegangen werden. Auf die Aufzählung verzichte ich, das kann jeder selber tun.

Und wie sie die Partei neu aufxstellen könnte, das kann ich so aus der Hüfte geschossen auch nicht sagen. Immerhin gibt es einen Haufen Mitglieder, und wenn die sich die Umfrageergebnisse anschauen, kommt manchem von ihnen die Galle hoch. Mir auch. Vor allem wenn ich feststellen muss, dass offensichtlich eine AgD mehr Zustimmung als die GoP hat.

Da frage ich mich auch schon manchesmal, wie die Wahrnehmung der Bundesbürger ist. So ganz astrein ist die wohl auch nicht. und die quängeligen SPD-basher nehme ich mal ganz generös aus dieser Argumentation raus.

Die beiden genannten Damen würden übrigens auch meine Unterstützung erhalten.

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postmaterialist2011 10.01.2019, 16:44
15. Jagt Nahles und den Scholzomat zum Teufel !

Die beiden Politiker sind extrem unsympathisch, kalt und berechnend. Mit Barley und Giffey würde auch wieder das Herz der potenziellen SPD-Wähler angesprochen. Nahles ist zu inkompetent, laut und nervig, Scholz ist ein reaktionärer Miesepeter, den man eher bei der CSU vermuten würde. Ein echter Neuanfang jetzt, sonst ist es endgültig zu spät !

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karlo1952 10.01.2019, 16:45
16. Solange Schulz mit den Themen

Steuern und Soli so argumentiert wie zuletzt werden die Prozente noch weiter nach unten gehen. Für mich ist diese Partei weder eine Alernative zur CDU noch zu den Grünen.

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neanderspezi 10.01.2019, 16:47
17. Eine runderneuerte SPD erstrahlt fast in neuem Glanz

Durchhalten, liebe verehrungswürdige Tante SPD und niemand kann behaupten, dass Du dir mit der Groko-Entscheidung selbst den Garaus gemacht hast, außerdem hat ja deine Basis eifrig mitgegrokohlt in der Annahme, unter Merkel beim Regierungsgeschäft mitspielen zu dürfen, ist schon die halbe Miete beim Wähleraufkommen. Es ist nun doch etwas weniger geworden, aber Du hast ja noch Zeit, durch deine fortgesetzten Erneuerungsversprechen dich einer tatsächlichen Erneuerung womöglich doch noch asymptotisch anzunähern, deine Spitzenleute sprechen zumindest ganz ausgezeichnet dafür und dann hast Du ja auch noch einen Juso in der Hinterhand, der Erneuerung geradezu in persona darstellt.

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Sensør 10.01.2019, 16:48
18. dreamteam of destruction

Das Nahles und Scholz der SPD den goldenen Schuss setzen, war doch eigentlich allen klar.

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tuedelich 10.01.2019, 16:49
19.

"Die SPD-Granden" haben auch die letzte Möglichkeit (Maassen) verpasst, schnellsten aus dieser unseligen GroKo auszuscheiden. Beliebigkeit sollte nicht weiter den Kurs der SPD-Politik bestimmen, dafür steht inzwischen Grün. Niemand weiß doch inzwischen noch, für was die SPD steht: Ein sofortiger Neuanfang ohne Nahles, Scholz und die sonstigen Seeheimer könnte vielleicht noch ein wenig helfen. Also einfach schnell der CDU/CSU die "Gefolgschaft" verweigern und endlich eigene Ziele anstreben.

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