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SPD-Kandidat: Merkel lehnt Schulz als EU-Kommissar ab
AP/ dpa

Jean-Claude Juncker soll EU-Kommissionschef werden und Martin Schulz deutscher Kommissar - so wünscht es sich die SPD. Doch für Kanzlerin Merkel kommt der Deal nach SPIEGEL-Informationen nicht infrage.

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Immanuel_Goldstein 06.06.2014, 13:11
1.

Zitat von sysop
Jean-Claude Juncker soll EU-Kommissionschef werden und Martin Schulz deutscher Kommissar - so wünscht es sich die SPD. Doch für Kanzlerin Merkel kommt der Deal nach SPIEGEL-Informationen nicht infrage.
Es war klar, dass die Merkel keine Entscheidung für die Zukunft treffen kann und stattdessen die alten Herren der EU-Steinzeit unterstützt. Klar, sie wird ja auch nur noch von der Vergangenheit gewählt. Damit hat sie auch die EU der Uralt-Apparatischiks zementiert und hilft Leuten wie dem dilettierenden Oettinger weiter zu einem fetten Fressnapf ohne zu viel Arbeit.

Also, Reformen ade. Zukunft findet mit der Union nicht statt.

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fredadrett 06.06.2014, 13:12
2. Gut so

und das würde Herr Schulz auch nicht wollen, so einen ausgedealten Posten. Mister Transparenz würde da nie zustimmen wenn soetwas im Hinterzimmer beschlossen werden würde, der nimmt nur Posten vorn auf dem Balkon.

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ottomerlin1 06.06.2014, 13:15
3. Stimme sparen

Die Stimme zur Europawahl hätte man sich wirklich sparen können, denn wenn man das Postengeschachere sieht , muss man feststellen, dass diese Wahl mit Demokratie nichts zu tun hat. Warum kritisieren unsere Politiker eigentlich immer die Wahlverhältnisse in nicht demokratischen Staaten ? Es wird immer schwieriger hier einen Unterschied festzustellen.

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Marut 06.06.2014, 13:20
4. Sie akzeptiert Demokratie einfach nicht

Irgendwie scheint sie es nicht akzeptieren zu wollen, dass Europa nicht nur aus der Diktatur des Rates besteht (indem sie eine dominante Position ausleben darf), sondern auch aus der Demokratie des Parlamentes.
Und da ist es halt ganz normal, dass, wenn der erste Kandidat keine Mehrheit bekommt, dann der 2. dran ist.

Es wird immer wieder deutlich, dass die ganze Auseinandersetzung nichts mehr mit den Kandidaten zu tun hat, sondern nur, wieviel Domokratie kann der Rat abwehren.
Von der Hinterzimmerveranstaltung Europarat wird es wahrscheinlich als Zumutung angesehen, dass sich da so kleine gewählte Quälgeister anmaßen, bei den großen Einfluß nehmen zu wollen. Fast wie Gotteslästerung.
Nur eines übersehen sie: das Selbstverständnis der Bürger in Europa hat sich gewandelt. Da sind die einen, die kein Europa wollen, sondern wieder in die Nationalstaat-Idylle zurück wollen und dann die anderen, die Europa wollen, dann bitte aber als demokratische Veranstaltung.

Wenn sich die Diktatoren im Rat durchsetzen, dann hat Europa verloren, denn dann interessiert Europa immer weniger Leute. Sie wollen nicht fremdregiert werden, sondern immer mehr mit reden - so sehr das Merkel auch als Zumutung empfindet.

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McMuffin 06.06.2014, 13:49
5. War doch klar

Das muss doch jedem klar gewesen sein, dass der eigentliche Wahlkampf erst losgeht, Wenn die letzte Stimme ausgezählt ist und diejenigen entscheiden, die wirklich was zu sagen haben.

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o-w 06.06.2014, 13:49
6. Geschickt!

Merkel will Junker eigentlich nicht- der kann aber nur mit Zustimmung der Sozialdemokratischen Fraktion gewählt werden. Wenn sie Schulz auflaufen lässt, wird Junker nicht gewählt und Merkel wird zusammen mit Cameron einen Akternativkandidaten vorstellen. Damit hätte sie ihr Ziel erreicht. Gabriel wird nebenbei gegenüber der Basis beschädigt , wenn er Schulz opfert und ein/e Politiker/in der CSU den Posten des Kommissars abräumt. Geschickt.

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xxbigj 06.06.2014, 13:49
7. Sonnenkönigin?

Das hat Merkel nicht zu entscheiden! Wenn die Sozialisten Juncker nicht unterstüzen, wird er nicht gewinnen können! Schulz wird Präsident oder Kommisar, das wird Merkel nicht zu entscheiden haben. Wir haben nämlich noch eine Demokratie in Europa und nicht die Alleinherrschaft von Fr-Merkel!!

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malu501 06.06.2014, 13:53
8. Ich würde

an der Stelle der SPD Herrn Schulz für die nächste Bundestagswahl in Stellung bringen. Der wäre bei der letzten schon wesentlich besser angekommen, als der hochnäsige Steinbrück. Schulz scheint noch der einzige halbwegs authentische SPD-Politiker mit Rückgrat zu sein. Das wäre mal was Neues in der SPD.

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broca 06.06.2014, 13:54
9. Schulz' Integrität vs. Merkels Perfidität

Zitat von sysop
...Doch für Kanzlerin Merkel kommt der Deal nach SPIEGEL-Informationen nicht infrage. ]
Natürlich nicht. Frau Merkel hat nichts anderes als panische Angst vor Martin Schulz, weil sie dann mit einem deutlich fähigeren Politiker als sie es selbst ist zu tun hätte. Er ist ein Politiker, der sich sicher nie von ihr vollständig kontrollieren lässt - Merkel erkennt diese Eigenschaft blitzschnell. Die einzig solide Leistung der aktuellen Kanzlerin ist, dass sie ihre Widerwacher entweder absägt (Merz, Koch, Wulff) oder allenfalls teilbegabte Politiker in ihren Dunstkreis lässt (Gabriel, de Maizière, K. Schröder). Mit von der Leyens derzeitig unlösbaren Aufgabe entledigt sie sich mühselig der letzten ihr überlegenen Politerkerin in den eigenen Reihen während ihrer Amtszeit. Und Schulz wird dieses Vorhaben des potentatenhaften Machterhalts sicher nicht durchkreuzen.

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