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SPD-Kanzlerkandidat: Dann wagt doch mal mehr Demokratie
dapd

Wer soll 2013 für die SPD gegen Angela Merkel antreten? Und wer entscheidet diese Frage eigentlich? Frankreich hat vorgemacht, wie es geht: Ein Kandidat, der sich in offenen Vorwahlen bewährt, hat mehr Gewicht als jede Kompromissfigur aus irgendwelchen Klüngelrunden.

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sabine_26 14.08.2012, 10:01
1. Das politische System zeitgemäß aufstellen!

Das politische System umbauen und zeitgemäß gestalten! Nicht nur eine einzelne Personalie klären sondern dauerhaft alle gesellschaftlichen Probleme mittels direkter Demokratie klären. Die Wahl des Kanzlerkanditaten in der SPD wäre nur ein klitzekleiner Anfang.

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Thaeve 14.08.2012, 10:02
2. Macht

Die Kanidatenkür ist eine innerparteiliche Machtfrage.
Wenn man in die Ortsvereine geht, ist die Urwahl des Spitzenkanidaten durchaus gewollt.
Aber schon beim Unterbezirks-/Kreisvorsitzenden erst recht eine ebene drüber bei den Bezirks-/Landesvorständen hört dieses Verständnis dann auf.
Würden diese die Macht der Kanidatenkür einer Urwahl überlassen, wäre es ihre eigene Macht, die sie schmälern würden, denn sie sind es, die Maßgebliche jene Küngelrunden bilden.
Und wer bitte läßt in der Spitzenpolitik freiwillig von der Macht? Sozis sowenig wie Christdemokraten.

Es wird kommen, und es wird umso eher kommen, wenn die Piraten nicht nur ein Übergangsphänomän sind.
Sozusagen die Piraterisierung der Volksparteien von unten.
Aber Parteiapparate sind langsam und träge, wobei ich letztlich glaube, daß diese Entwicklung bei den Sozis eher kommen wird als bei den Christdemokraten. Dort ist die Urdeutsche Tugend des Gehorsams gegenüber der Obrigkeit deutlich stärker ausgeprägt.

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KTRoadkill 14.08.2012, 10:10
3.

Den Frust der Wähler im Allgemeinen und SPD-Anhänger im Besonderen sehr gut wiedergegeben ...

Die SPD wird sich noch immer selbst zerlegen. Darin ist sie Meister. Das macht ihr so leicht niemand nach. Diesmal also im Vorfeld der nächsten Wahl. Ist ja auch egal. Die Drei von der Tarnstelle werden es schon richten, dass eine souveräne Juniorpartnerschaft herausspringt und "Aufbruchstimmung" als Schmidtsches Schimpfwort aus dem Vokabular für Visionäres empfunden wird und nicht als der Zeit gemäßes Synonym für das Brandtsche "Mehr Demokratie wagen".

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nurich666 14.08.2012, 10:11
4.

Es ist ja schon fast egal wie der Kanzlerkandidat ermittelt wird. Mir wäre jetzt nicht bekannt das Herr Hollande irgendwelche Bäume ausreissen würde. Der hat auch nur viel heisse Luft produziert und muss sich den politischen Realitäten stellen und hat deshalb Sachen versprochen die auch nicht haltbar sind. Im Moment fällt es einfach auch einfach furchtbar schwer irgendwelche Positionen zu besetzen die nicht einfach nur populistisch sind. Insofern halte ich es für richtig was SPD und Grüne machen, weil ich da auch nicht wirklich viele Möglichkeiten sehe was sie denn anders machen sollten. Im Gegenteil ich bin richtig überrascht, daß mal ausnahmsweise nicht einfach nur dagegen geredet wird weil es vom politischen Gegner kommt. Ob die Entscheidungen nun richtig sind oder nicht, kann eh keiner wissen, das wird die Zukunft zeigen.

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zaunkoenig1982 14.08.2012, 10:15
5. Die SPD steht sich selbst im Weg

Zitat von sysop
Wer soll 2013 für die SPD gegen Angela Merkel antreten? Und wer entscheidet diese Frage eigentlich? Frankreich hat vorgemacht, wie es geht: Ein Kandidat, der sich in offenen Vorwahlen bewährt, hat mehr Gewicht als jede Kompromissfigur aus irgendwelchen Klüngelrunden.
Es ist bezeichnend, dass die populärsten und erfolgreichsten Kanzler der SPD Schmidt und Schröder in der SPD eher ungeliebt sind, die Genossen mögen es lieber kuschelig. Eine Urwahl des Kanzlerkandidaten durch das Parteivolk garantiert das Scheitern bei der Bundestagswahl, denn dort favorisierte Wohlfühlkandidaten wie Gabriel, Kraft der Wowereit werden doch ernsthaft keine Chance gegen Merkel haben. Der einzige, der aktuell gegen Merkel Chancen hat, wäre Steinbrück. Und der ist den Genossen zu unkuschelig.

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attatroll1 14.08.2012, 10:15
6. Überflüssig

auf so eine "Vorwahl" kann ich verzichten - 3 traurige Gestalten aus dem Seeheimer-Kreis, von denen ich keinen einzigen haben will. Sozialdemokratische Politik wird von der SPD schon lange nicht mehr gemacht. Die meisten wirklichen Sozialdemokraten sind längst bei den Linken, und der verbliebene Rest - wie z.B. Otmar Schreiner oder Ralf Stegner - werden ins Abseits gedrängt. Nein, mit dieser SPD ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen - sollen sie von mir aus aufstellen, wen sie wollen.

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shokaku 14.08.2012, 10:15
7. Fleisch ist unser Gemüse

Die SPD hat noch nie mehr Demokratie, sondern immer nur mehr Bürokratie gewagt. Also ist mit der Einsetzung einer Kanzlerfindungskommision zu rechnen.

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inhabitant001 14.08.2012, 10:17
8. Keine Chance

Die ganze Parteispitze besteht aus Kandidaten die bei einer Bundestagswahl nicht über 25% kommen werden. Warum sollten sie ihre eigenen Defizite innerparteilich thematisieren und damit öffentlich machen? Das will keiner von denen. Hauptsache man kommt wieder an die Futtertröge, gern auch als Juniorpartner.

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No_Name 14.08.2012, 10:20
9. Demokratie

Wäre se nicht ein Zeichen einer starken Demokratie, wenn der K-Kandidat in einer Wahl gekührt wird? Und nicht ausgekungeltund dann mit 99% durchgewunken? Die "demokartischen" Parteien in Deutschland sind intern weniger demokratisch als die untergegangenen Länder des Warschauer Paktes.

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