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SPD-Kanzlerkandidat: Schulz fordert gemeinsamen Haushalt der Euro-Staaten
DPA

Gemeinsame Aufgaben, gemeinsames Budget: SPD-Kanzlerkandidat Schulz spricht sich für einen zusammengelegten Haushalt der Euro-Staaten aus. Das fordert auch der französische Präsident Macron.

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karend 10.05.2017, 15:41
230. .

"Schulz fordert gemeinsamen Haushalt der Euro-Staaten: Gemeinsame Aufgaben, gemeinsames Budget (...)

So ist die SPD - immer auf das Wohl der eigenen Bürger bedacht. Ironie aus. Der Euro, welch ein Fehlkonstrukt – zumindest für diejenigen, die für die Schulden anderer haften dürfen.
Le Figaro drückte es bei den Verträgen von Maastricht einst so aus "'Deutschland wird zahlen', sagte man in den zwanziger Jahren. Heute zahlt es: Maastricht, das ist der Versailler Vertrag ohne Krieg. "

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FrankH 10.05.2017, 15:44
231. Kontruktiv

Zitat von falenay
Aber gut, wenn man unbedingt will, dass die besten Vereinfacher gewinnen: Unsere Enkel werden uns ein kleinstaatiges, nationalistisches Europa, dass geopolitisch wie wirtschaftlich insignifikant geworden ist, sicherlich danken. Von der Korrelation zwischen Nationalismus und Krieg mal ganz zu schweigen. Vielleicht sollte man lieber mal anfangen, ein gemeinsames Europa mitzugestalten, als die präsentierten Lösungen abzulehnen. Konstruktiv sein und so.
Nun, zur Demokratie gehörte bitte, auch andere Meinungen zu akzeptieren. Z.B., dass man den Vorschlag von Schulz eben nicht als mögliche Lösung sieht, sondern bei der aktuellen EU-Strukur eher als Verschärfung des Problems. Ihre Meinung - meine Meinung.
Und zur Korrelation Kleinstaaten - Nationalismus - Krieg: KLEINstaaten haben noch recht selten Kriege angefangen, die sind nämllich schon aus Eigennutz auf Ausgleich bedacht. Nennen Sie mir dochmal einen der aktuellen Kleinstaaten in Europa, die in den letzten 200 Jahren einen Krieg angefangen haben. Bei GROSS-Staaten sind das schon ganz anders aus. Deshalb sind mir kleine Einheiten viel sympatischer. Und bevor wieder der Satz kommt, dass es schiere Größe braucht, um erfolgreich zu sein:
Wenn ich mir die Top 10 der BIP pro Kopf-Länder anschaue, dann sind 5 davon echte Kleinstaaten (Dänemark mal großzügig zu den Großstaaten gerechnet); mache ich das kaufkraftbereinigt, dann kommt erst auf Platz 7 mit Norwegen überhaupt ein "Großstaat".

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TLB 10.05.2017, 15:45
232.

Zitat von nunu-na
Und das funktioniert ja, wie wir alle wissen, super? Die Nationalstaaten entscheiden zu lassen, scheitert bisher doch immer daran, dass einige sich querstellen. Oder gar zusagen, dann aber doch rein gar nichts veranlassen. So kann Europa auf Dauer nicht mehr funktionieren, ganz im Gegenteil: Das hat uns doch erst an den Abgrund gebracht.
Und die Nationalstaaten NICHT entscheiden zu lassen, sondern FÜR diese zu entscheiden ist der bessere Weg? So funktioniert Europa? Alle zahlen ein und irgendein Lobbyistenverein entsciedet, wofür die Kohle verschwendet wird? So entfernen wir uns vom Abgrund? Aha.

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ktomy69 10.05.2017, 15:48
233.

Zitat von post.scriptum
Der Büsseler Technokrat Schulz hätte weiter auf europäischer Ebene wurschteln sollen, anstatt mit seinen irrwitzigen Ideen die Bundesrepublik weiter zu schwächen. Es ist nur zu hoffen, dass dieser in gefälliger Selbstüberschätzung Schwandronierende in Deutschland nie eine Stellung erhalten wird, in der er die Richtlinien der Politik bestimmen kann.
Deutschland ist ja auch gerade soooo schwach. Ich glaube, meine Landsleute entwickeln sich immer mehr zu ekligen Fratzen. Erst von der ganzen Bankkrise profitieren (billiges Geld), das tuen die Reichen gerade mit dem billigen Geld und verteuern nämlich uns Normalverdiener das Wohnen und dann EU-Haushalt ablehnen. Wir lassen uns schön von den CDU und jetzt wieder FDP Politikern für Dumm verkaufen was wir über die Masse wohl auch sind.

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p-schrader 10.05.2017, 15:49
234. Das wars

Diese Forderung beinhaltet die Verallgemeinerung der Schulden. Es ist gut, dass er das jetzt vor der Wahl gesagt hat. Die Chancen der SPD schrumpfdn damit weiter enorm. Dies ist der Weg zum Projekt 18.

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geando 10.05.2017, 15:52
235. Bitte einmal abreissen und dann neubauen

Viele lassen sich in ihrer Europa-Euphorie allzu leicht erpressen: diese EU, oder keine- so lautet die Maßgabe der Eliten. Wollen wir wirklich einen gemeinsamen EU-Haushalt, der erstmal die Steuereinnahmen nach Brüssel fliessen lässt, um sie dann von dort nach Gutsherrenart mit der Giesskanne wieder über den ganzen Kontinent zurücktröpfeln zu lassen? Reicht nicht eine Geldvernichtungsmaschinerie in Berlin, oder eben in Paris? Der Zentralismus gebiert Monster, der kleine eben kleine Monster und der grosse natürlich grosse Monster. Das Frankreich für Eurobonds und für zusammengelegte EU-Haushalte ist, ist klar- denn Frankreich wäre aktuell ein grosser Profiteur. Und was wäre Deutschland? Ja, der Zahlmeister. Die mittelständischen Haushalte gehören aktuell schon zu den höchst besteuerten der Welt, nur Belgien hat ein höheres Niveau. Und diese Haushalte dürfen bald noch "Investitionen" in strukturschwache Regionen in Frankreich, Griechenland und Spanien tätigen? Nein, nichts gegen ein geeintes Europa, aber wenn die Hütte falsch geplant wurde, dann darf es kein "immer weiter so" geben. Bitte einmal abreissen und dann neubauen. Schulz zeigt einmal mehr, das er nicht der soziale Messias der deutschen Malocher ist, sondern der Steigbügelhalter der Brüsseler Lobby.

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Kurt2.1 10.05.2017, 15:53
236. #20

Zitat von xxbigj
Niedlich wie ihr konservtaiven euch dreht und wendet und alles versucht Schulz etwas anzuhängen oder anzudichten. FAKT: Merkel regiert seit 10 Jahren Deutschland. Nicht Schulz. Bevor er nicht selbst regiert hat, ihn Sachen zu unterstellen, ist auch wiederrum typisch CDU-Anhänger. Euch geht es nicht um Deutschland, sondern nur darum das eure Partei weiter regiert. Das ist traurig und armselig. Zusätzlich schadet es Europa.
Werter Forist, man muss sicher kein CDU-Anhänger sein, um bei diesen Neuigkeiten der SPD ein flaues Gefühl im Magen zu bekommen. Es wird langsam Zeit, das, was die SPD tut, oder auch nicht tut, etwas kritischer zu hinterfragen.
Die neuen Steuern sind mit Sicherheit Abzüge, die oben drauf kommen, die werden auf dem Lohnstreifen vermutlich nicht verrechnet. SO habe ich Teilhabe und Gerechtigkeit nicht verstanden.

Entweder Ihnen ist es egal, weil Sie im Geld schwimmen, oder Sie sind Beamter. Jedem normalen Steuerzahler können angesichts der Pläne des Kandidaten nur schlecht werden.

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marialeidenberg 10.05.2017, 15:56
237.

Zitat von ivi007
Nur so geht es! Diese ganze Kleinstaaterei funktioniert in einer globalisierten Welt nicht mehr. Das verstehen die Ewiggestrigen nicht. Ich jedenfalls fühle mich als Europäer!
'Kleinstaaterei' ist ein Begriff, der das Deutschland des 19. Jahrhunderts (vor der Reichsgründung) beschreibt; Sie haben also (bewusst?) einen irreführenden Begriff eingeführt. Die EU-Staaten können sehr wohl in einer Freihandelszone / Zollunion mit einheitlichen Tarifen, Normen und Standards leben. Wenn Sie allerdings eine Weltmacht 'EU' wünschen, die auf internationaler Bühne ihre Stimme zu Gehör bringt und mitredet, dann kostet das.

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vera gehlkiel 10.05.2017, 15:56
238. @kenterziege

Zitat von kenterziege
.. auf keinen Fall die Sozialisierung europäischer Kassen. Eine Antwort wäre, in den Schulen keine wertlosen Illusions-Papiere auszugeben, die man Abitur und "Bachelor of somthing" nennt. Staatdessen mal wieder Leistung fordern und mehr Wert auf MINT-Fächer und gute handwerkliche Ausbildung legen, als auf Schwafelfächer. Auf welcher Grundlage holte denn Deutschland die meisten Nobelpreise auf dem Gebiet der Naturwissenschaften? Nicht die Masse ist entscheidend, sondern die Qualität!
Unsere Klasse liegt eindeutig in der offenen Gesellschaft. Was sie als 'Schwafelfächer' abqualifizieren, ist die Grundlage davon. Kreativität kommt immer auf einer breiten Basis zustande. Alle Vielfalt bedingt, und dies sogar in der Natur, zunächst eine ausreichenden Genpool. Leute wie Einstein, als naturwissenschaftlich interessierte Person wissen sie das bestimmt selbst auch, waren krasse Seiteneinsteiger, respektive Aussenseiter eines Systems, das damals nur so strotzte von der Überheblichkeit seiner Eliten. Elitedenken in einem Sinne, dass bestimmte Resourcen nur relativ wenigen Personen eines überschaubaren Kreises zugänglich gemacht werden sollten, ist ein wesentlicher Grund, wenn nicht der Hauptgrund, für die französische Stagnation. Macron hat dies erkannt, das geht also sogar auch dann, wenn man selbst ein Bestandteil einer überständigen Elitenkultur ist. Ergänzend noch kurz soviel: der 'Run' auf das Abitur wird gerade von Eltern erzeugt, die abstrus grossen Wert auf die Vorstellung legen, ihre Kinder sollten auf Biegen und Brechen einmal zu einer, wie auch immer definierten, Elite dazugehören. Von denen redet Herr Lindner etwa derzeit am liebsten, wenn er so tun möchte, als hätten wir eine grassierende Bildungsmisere. Prost Mahlzeit für die Nobelpreise aus deutscher Hand, sag ich nur, sofern namentlich die FDP mit solchen Denkweisen wieder etwas zu sagen kriegt, die Bildung betreffend!

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MatthiasSchweiz 10.05.2017, 15:56
239.

Zitat von klyton68
So ne Ahnung, welche Staaten einzahlen und welche sich bedienen. Her Schulz findet das gut. Mir fällt das Projekt 18 von der FDP damals dazu ein . Nun aber die SPD.
Halten wir mal fest: Deutschland profitiert von der Eurokrise/-schwäche, da haben sich schon hunderte von Milliarden zusammengeläppert in den letzten Jahren seit 2008, Deutschland profitiert vom wirtschaftlichen Gefälle innerhalb der EU. Also schminken Sie sich doch mal das von wegen Deutschland ist der Zahlmeister der EU ab. Deutschland ist der Hauptprofiteur der EU, kein Wunder, will es nichts ändern und allen anderen EU-Ländern seinen Willen aufzwingen.

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