Forum: Politik
SPD-Kernanliegen Mindestlohn: Nahles boxt ihr Prestigeprojekt durch
DPA

Arbeitsministerin Nahles frohlockt: Auch nach dem Gipfel der Parteichefs muss die SPD bei ihren Mindestlohn-Plänen kaum Abstriche machen. Die Altersgrenze bleibt bei 18 Jahren, Ausnahmen für bestimmte Branchen soll es nicht geben. In der Union regt sich umgehend Protest.

Seite 1 von 8
mariameiernrw 19.03.2014, 18:50
1. Sehr, sehr gut!

Dies ist eben der Unterschied zwischen Sozialdemokratie und Sozialismus der Linken: Während die SPD stückweise das Leben der Arbeiter verbessert, flüchtet sich die Linke in utopische Fernziele und theoretische Diskussionen. Davon hat aber die Putzfrau nichts!
Die Ausnahmen sind richtig, um hohe Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern wie sie man in den anderen Mindestlohnländern findet. Zudem brauchen Jugendliche nicht so viel Geld. Ehrenamtler müssen auch ausgenommen werden.
Langzeitarbeitslose haben oft ein Problem in das Berufsleben zurück zu finden. Man muss daher den Arbeitgebern gute Argumente liefern.
Die Unterstellung der Linken, dass dann einfach vor Ablauf der Probezeit gekündigt wird, ist nicht plausibel, da auch ein Arbeitgeber kein Interesse daran hat ständig neue Leute einzuarbeiten, den ganze Papierkram für die Neueinstelllung durchzuführen. Zudem ist der Kündigungsschutz in der Probezeit zwar gelockert, jedoch existiert er ja weiterhin!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wauz 19.03.2014, 18:58
2. Placebo

Leider mit bösen Nebenwirkungen. Die Achtfuffzich sind jetzt die Zielmarke. Und das ist deutlich zu wenig. Klar gibt es irgendwelche wenig produktiven Nebentätigkeiten, wo es mit diesem Betrag nicht geht. Aber das sind wenige Ausnahmen.
Früher gab es ein besseres Mittel: die gerichtliche Prüfung auf Sittenwidrigkeit. Das ist ein Mittel, das Augenmaß bei Randerscheinungen zulässt und den Missbrauch verhindert. Ansonsten sollte statt des Mindestlohnes ein Mindesttarif per Verordnung her.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FairPlay 19.03.2014, 19:02
3. Frohlocken ?

über eine Politische Näherung zum Mindestlohn 8,50 € ? Das darüber überhaupt diskutiert werden muss ist beschämend !

Das zeigt doch nur wie Asozial unsere Politik inzwischen geworden ist. Politiker bedienen sich mal eben so in aller Stille um Anhebung ihrer Monatsgehälter,bei einem einfachen Abgeordneten mtl. gleich mal eben so um 2-3 T €. Während Rentner eine Rentenerhöhung um 0,23 % bekamen. Geringverdiener mit Std. Löhnen von 1 € bzw. 1,50 € und Arbeiter abgezockt werden. Reiche immer reicher wurden und die Zahl der Armen noch größer werden. Altersarmut und Kinderarmut wird von Politikern dreist bestritten und verleugnet, gleichwohl dies im ganzen Land jeder weiß.

Mindestlohn 8,50 €. Das ist aber nicht netto, sondern brutto. Je nach St.Kl. gehen da nochmal 41 - 45 % Abzüge weg. Wenn das die alten Gewerkschaftler wüßten, sie kämen aus ihren Gräbern hoch. Ich würde mich freuen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kreischwurst 19.03.2014, 19:02
4. Nicht genug zum Leben

So gering wie dieser Mindestlohn ist, sollten die Vorbehalte, dass jemand dafür auf eine Ausbildung verzichtet wirklich zu vernachlässigen sein. Jeder Hauptschüler kann sich ja wohl ausrechnen, dass man von 8,50 in der Stunde in Deutschland kein angenehmes Leben führen kann. CDU und CSU geht es an der Stelle wohl auch eher darum, dass jüngere Menschen noch etwas leichter auszubeuten sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bergfex55 19.03.2014, 19:12
5. 75% der Wäher haben sich gegen die Pläne der SPD und gegen diese Partei ausgesprochen

jetzt präsentieren sie eine ihrer Utopien nach der anderen. Ohne Praxis und wirtschaftlichen Sachverstand bestimmen die modernen Jakobiner die Geschicke der drittgrößten Industrienation .
Wo bleibt die Union und die Kanzlerin?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wauz 19.03.2014, 19:14
6. Links blinken!

Zitat von mariameiernrw
Dies ist eben der Unterschied zwischen Sozialdemokratie und Sozialismus der Linken: Während die SPD stückweise das Leben der Arbeiter verbessert, flüchtet sich die Linke in utopische Fernziele und theoretische Diskussionen. Davon hat aber die Putzfrau nichts! Die Ausnahmen sind richtig, um hohe Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern wie sie man in den anderen Mindestlohnländern findet. Zudem brauchen Jugendliche nicht so viel Geld. Ehrenamtler müssen auch ausgenommen werden. Langzeitarbeitslose haben oft ein Problem in das Berufsleben zurück zu finden. Man muss daher den Arbeitgebern gute Argumente liefern. Die Unterstellung der Linken, dass dann einfach vor Ablauf der Probezeit gekündigt wird, ist nicht plausibel, da auch ein Arbeitgeber kein Interesse daran hat ständig neue Leute einzuarbeiten, den ganze Papierkram für die Neueinstelllung durchzuführen. Zudem ist der Kündigungsschutz in der Probezeit zwar gelockert, jedoch existiert er ja weiterhin!
Die Linkspartei hat diese schön klingende Forderung aufgestellt. Und ihre Anführer haben von Anfang an gewusst, dass sie in der Praxis blödsinnig ist. Aber sie kam halt gut an. Also hat sich die SPD mit drangehängt und setzt diesen Bockmist jetzt durch. In spätestens 5 Jahren werden alle über diesen Mindestlohn fluchen. Denn er zementiert die Niedriglohnsphäre in der Arbeitswelt. Denn da heißt es bald: Achtfuffzich für alle, was wollt ihre denn mehr? Das ist doch Gesetz...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
warndtbewohner 19.03.2014, 19:15
7. Geht`s noch?

Zitat von mariameiernrw
Dies ist eben der Unterschied zwischen Sozialdemokratie und Sozialismus der Linken: Während die SPD stückweise das Leben der Arbeiter verbessert, flüchtet sich die Linke in utopische Fernziele und theoretische Diskussionen. Davon hat aber die Putzfrau nichts! Die Ausnahmen sind richtig, um hohe Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern wie sie man in den anderen Mindestlohnländern findet. Zudem brauchen Jugendliche nicht so viel Geld. Ehrenamtler müssen auch ausgenommen werden. Langzeitarbeitslose haben oft ein Problem in das Berufsleben zurück zu finden. Man muss daher den Arbeitgebern gute Argumente liefern. Die Unterstellung der Linken, dass dann einfach vor Ablauf der Probezeit gekündigt wird, ist nicht plausibel, da auch ein Arbeitgeber kein Interesse daran hat ständig neue Leute einzuarbeiten, den ganze Papierkram für die Neueinstelllung durchzuführen. Zudem ist der Kündigungsschutz in der Probezeit zwar gelockert, jedoch existiert er ja weiterhin!



ach es wäre doch zu schlimm wenn man jetzt die armen Jugendlichen nicht mehr so richtig ausbeuten kann. Kündigungsschutz? Der ist löchrig wie ein Schweizer Käse und jemanden rauszuwerfen geht i.d.R. ohne große Probleme. SPD und Verbesserung des Lebens der Arbeiter? Was haben Sie eingenommen? Hartz IV, Zeitarbeit, Minijobs haben wir der SPD zu verdanken bzw. die "Verbesserungen" für Arbeitnehmer. Wer hat denn den Niedriglohnsektor ausgebaut ohne Rücksicht. Na, dämmerts?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Midgard_ 19.03.2014, 19:17
8. Knackpunkt Mindestalter

Das wird sicher ein Aspekt sein, der sehr gut beobachtet werden muß - schon jetzt pfeifen eine nicht unbeträchtliche Zahl von Schulabgängern auf die Mühen einer Ausbildung.
Die Aussicht, auch ohne jede Qualii sofort rd. 1.450€ zu verdienen, wird diese Gruppe eher vergrößern und das ist absolut kontrapruduktiv für das Ziel einer möglichst hohen Quote qualifizierter Fachkräfte.
Und dürfte nicht zuletzt Jugendliche anderer EU-Staaten beflügeln, ihr Land zu verlassen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rakoge 19.03.2014, 19:18
9.

Irgendwas verstehe ich hier nicht mit dem Mindestlohn für Jugendliche,
bzw. genauer gesagt Auszubildende. Heißt das, das jeder Auszubildende über 18 dann 8,50 die Stunde bekommt, auch für die Berufsschulzeiten?

Wenn das der Fall ist werden sich viele kleine Handwerksbetriebe zweimal überlegen ob Sie sich Azubis einstellen. Viele fangen ja erst mit 18 die
Ausbildung an, bis diese dann produktiv sind dauert eine Zeit und soweit
ich das in Erinnerung habe, sind die 2 Tage in der Woche in der Berufs-
schule.

In diesem Falle würde der Schuss glaube ich nach hinten losgehen!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8