Forum: Politik
SPD-Kommunalpolitiker: "Meine Partei spielt der AfD in die Karten"
Kerstin Kokoska/ Funke Foto Services

Drei SPD-Ortsvereine in Essen planten eine Aktion gegen die Verteilung von Flüchtlingen. Damit konterkarierten sie den Kurs von Parteichef Gabriel. Was ist da los? Nachgefragt beim Essener SPD-Mann Guido Reil.

Seite 3 von 9
flote 27.01.2016, 12:17
20. Kontraproduktive Darstellung

Der ursprüngliche Anlass mag richtig gewesen sein, wie es dann aber umgesetzt und in den Medien verbreitet wurde, ist ein schlechter Witz. Ich wohne selbst in Essen, sogar im Essener Süden, und kann nur sagen, dass der Mann absolut richtig liegt. Es geht nicht darum, dass man keine Flüchtlinge bei sich möchte, sondern darum, den Flüchtlingen eine faire Chance auf Integration zu bieten. Wie soll ein Kind, dass in Altenessen oder Vogelheim in eine Schulklasse mit 30 Kindern kommt, von denen schon 20 ohnehin einen Migrationshintergrund haben, ausreichend integriert und gefördert werden können? Hier im Essener Süden sind die Klassen teilweise erschreckend klein (bei meinem Sohn 19 Kinder), wovon nur ein Bruchteil keine deutschen Wurzeln hat. Hier gibt es echte Integrationsmöglichkeiten. Warum das nicht gemacht wird? Vielleicht weil die Parteioberen zum Großteil selbst hier im Süden wohnen?

Beitrag melden
yshitake 27.01.2016, 12:17
21. Kontakt zur Basis verloren ist ein Euphemismus

ein schlimmer Irrtum sogar. Es suggeriert nämlich, das der Kontaktverlust ein Unglück war, und von oben nicht beabsichtigt. Falsch. Der Waggon mit der Basis wurde planmäßig abgekoppelt und rollte dann noch munter ein paar Jährchen dahin, ohne das die Passagiere den fehlenden Antrieb vermissten. Mittlerweile verkehren auf dem Gleis wo der Basis-Waggon jetzt antriebslos herumsteht aber auch schon wieder neue Züge. Legen Sie mal ein Ohr aufs Gleis, dann hören Sie das da schon was mit hohem Tempo anrollt, was den alten Basis-Waggon relativ anstandslos vom Gleis rammen wird. Sie können es gerne die AFD nennen, oder die CDU/ CSU- Die SPD- Basis wird den Aufprall mit was auch immer nicht überleben. Wenn sie jetzt noch scharenweise aus der SPD austreten, können sie vielleicht noch ein Signal absetzen.

Beitrag melden
derkapitalismusverächter 27.01.2016, 12:19
22. Immer die gleichen Unterstellungen

Alle , die der gleichgeschalteten Journaille immer schon unterstellten, dass jeder, der kritisch zu den sogenannten Flüchtlingen steht, gibt dieser Interviewer recht. Wer kritisch sich zu den Auswüchsen äußert , wird sofort in die ausländerfeindliche und rechte Ecke gestellt. Bravo Spiegel online. ihr seid genau das, wogegen ihr euch immer verwahrt. Sprachrohr des Staates.

Beitrag melden
michael.meyer 27.01.2016, 12:21
23. Naja

wenn dem so ist in oder an der SPD-Basis, dann frage ich mich, wieso man dann dort nicht mal einen virtuellen Knüppel in die Hand nimmt und quasi einen großen "Kehraus" macht? Im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, versteht sich. ;-) Man stelle sich vor: Parteiführung SPD - und Basis weg. Wenn man dort etwas erkannt hat, dann sollte man nicht nur jammern, denn so löst man keine Probleme.

Beitrag melden
Theodoro911 27.01.2016, 12:23
24. Es gibt sie also noch

die aufrechten Politiker mit eigenem Kopf und tiefer demokratischer Überzeugung. Wählt sie egal wo ihr sie findet . Die umfragegesteuerten Nullaussage-Schwätzer brauchen einen Gegenpol.

Beitrag melden
vox veritas 27.01.2016, 12:23
25. So, so

Das sind sie also ... die "besorgten" Bürger?!

Alles verkappte Rechte oder sind sie es nicht, weil dieser hier Politiker der "linken" SPD angehört?

Warum dürfen nur Linke Anspruch auf moralische Überlegenheit anmelden?

Beitrag melden
mac4me 27.01.2016, 12:25
26. Als 65-jähriger Ex-DDR-Bürger....

...habe ich schon einmal einen Staat daran scheitern sehen, daß er die Realität nicht zur Kenntnis nimmt und den eigenen Beschönigungen geglaubt hat.

Jede Partei ist gut beraten, die Signale von der Basis ernst zu nehmen, egal, ob sie aus dem Essener Norden oder aus Bayern kommen. Denn in den etablierten Parteien suchen sich die politischen Kräfte die Themen.

Im Bolk läuft es andersherum: politische Defizite der etablierten Parteien, auch der SPD, führen zu Wählerverschiebungen, nicht ein "rechter" werdendes Volk sucht sich die Themen.

Beitrag melden
alyeska 27.01.2016, 12:25
27. Wozu die Aufregung?

Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung. Auch in der SPD. So what´s up?

Beitrag melden
anderton 27.01.2016, 12:27
28. ...

Der Herr hat von ca. drei Wochen schon ein alarmierendes Interview gegeben. Scheinbar hat ihm auch da keiner zugehört. Zu Lösungen scheint es ja bis dato auch nicht gekommen zu sein.

http://www.derwesten.de/staedte/essen/der-essener-norden-schafft-das-nicht-id11442282.html

Beitrag melden
Senf-Dazugeberin 27.01.2016, 12:28
29. Endlich mal ein SPD-Mann,

der noch für die Menschen kämpft, die seine Kernklientel sind. Warum die SPD überhaupt noch mehr als 5 % Zustimmung kriegt, ist mir mehr als schleierhaft. Wo sie doch alles dafür tut, es dem "kleinen Mann" noch schwieriger und teurer zu machen.

Beitrag melden
Seite 3 von 9
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!