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SPD-Krise in den Ländern: Das rote Elend
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In der SPD rumort es, gleich mehrere Landesverbände tragen Machtkämpfe aus. Selbst in der einstigen Hochburg Nordrhein-Westfalen kriselt es - und im Süden droht der Sturz ins Bodenlose.

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Wiedereinaussteiger 10.05.2018, 16:12
50.

Die SPD war mal die Partei der Arbeitnehmer.

Durch Polit-Besatzerei ist sie mittlerweile lange schon von den Interessen der Arbeitnehmer abgerückt, ist zu einer Partei der Rathausmitarbeiter verkommen, deren höchstes Ziel zu sein scheint, dass auch noch der dümmste Specht von Hausmeister (nix gegen Hausmeister) verbeamtet wird, und das nicht im kleinen Dienst, sondern mindestens mittlerer.

Umverteilerei pur. Man hockt sich eng an den Steuertopf, klebt geradezu daran, und will als erster aus dem Topfe die Privilegien naschen.

Na und wenn das zuviel wird, na dann muss „der Steuerzahler“ das eben wieder auffüllen. Da aber die großen Unternehmen alle schon schlauer sind und die von den Lobbys überall hereingezimmerten Hintertüren best nutzen, zahlt es eben – der Arbeitnehmer. Genau der, den die SPD einst im Auge hatte bei allen Entscheidungen, der ist nun seit langen Jahren nur noch das blöde Zahlvieh.

Selbst wenn du in die Partei eintrittst, bleibst du chancenlos, weil man dich Klinken putzen und Plakate kleben schickt, aber die Entscheidungen fallen im Hinterzimmer. For special friends only. Früher hießen die FROGS, Friends of Gerd (der Gasgerd), aber den haben sie mittlerweile als Unperson ausgemustert.

Die SPD geht unter. Es fehlt - im Angesicht des sehr bequemen Nichtregierenwollens derer Oskars und Sahras - an den tatkräftigen Bodo Ramelows bei den Linken.

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manicmecanic 10.05.2018, 16:13
51. @37 zzipfel. Lesen Sie sich mal ein

zu dem Thema des von Ihnen zu Unrecht kritisierten Kommentars.Dieser hat nämlich vollkommen recht mit der Beschwerde.Die SPD hat NACHTRÄGLICH in bestehende Verträge zur Altersvorsorge zwischen Betrieben und Angestellten eingegriffen.Das ist absolut alles nur nicht rechtsstaatlich.U.a. werden dadurch nachträglich auf bereits versteuerte Beiträge nochmals Abzüge gemacht.Aber dann verlogen vorher für diese private Altersvorsorge trommeln.Im normalen Geschäftsleben würden solche Aktionen juristisch als Betrug gewertet und das vollkommen zu Recht.Das ist die neue SPD,und wie die tickt können gar nicht genug Bürger bemerken.

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Fidel Castro 10.05.2018, 16:15
52. Vergessen?

Zitat von willi.thom
ich bin kein potentieller SPD-Wähler mehr, ärgere mich also nicht über den Niedergang dieser Partei, die einst einen Visionär und Kanzler namens Willi Brandt hervorgebracht hatte; aber das ist Geschichte. Heute hat sich die SPD in Themen verrannt, die immer weniger Menschen interessieren. In den 1970er Jahren hatte H.E. Richter Erfolg mit seinem Buch "Lernziel Solidarität". Auch das Buch ist längst vergessen, wie auch Solidarität in einer zerfasernden, orientierungslosen Gesellschaft zu einer Sprechblase geworden ist. Die Menschen wollen bezahlbaren Wohnraum, saubere Städte, Arbeit, von der sie leben können, integre Politiker, die wissen, wo es lang geht , und Manager, denen nicht die pure Gier ins Gesicht geschrieben steht Die Arbeiterklasse stirbt aus, Roboter und Algorithmen übernehmen deren Job, das ist sicher. Wohin treibt da die SPD?
Einen Punkt haben Sie vergessen. Aber vielleicht sehen Sie ihn auch nicht so wie ich:
All das was Sie aufgezählt haben, wollen die potentiellen Wähler in der überwiegenden Mehrheit nicht mehr, ja.
Vor allem aber wollen die keine Weiterführung und Duldung des Zuzuges dieser Art und vor allem in diesem Umfang!
Was von den Koalitionsverhandlungen am deutlichsten in Erinnerung blieb,
war das Hick-Hack um die Familiennachführung. Wer von den potentiellen Wählern der SPD versteht ihren diesbezüglichen Einsatz und ihre gezeigte Hartnäckigkeit?
Die Umfragewerte für den Seehofer, den damaligen Gegenpart, sprechen doch Bände!

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jgwmuc 10.05.2018, 16:15
53. Entsorgung

Die Genossen entsorgen sich selbst. Wer soll es noch verstehen, als Regierungspartei gleichzeitig Opposition. Für Grenzöffnung und pro Asyl entgegen des Wunsches der Bevölkerung. Gute Nacht Genossen.

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curiosus_ 10.05.2018, 16:16
54. Nur einen...

...von vielen Gründen (wie z.B. Hartz4):

56% betrug der Spitzensteuersatz von 1975 bis 1989. Davor und danach (bis 1999) 53%. Der Mittelwert von 1958 bis heute liegt bei 51,5%. Die aktuell 45% sind historisch niedrig.

Interessant ist, dass die absolut niedrigsten Steuersätze (Absenkung von 53% auf 42%) in die Zeit einer SPD-Regierung (Schröder, 1998 bis 2005) fällt. Irgendwie muss sich der Genosse der Bosse (und damit die SPD) seinen Ruf ja verdient haben. Und die SPD wundert sich warum sie inzwischen bei 20% rumkrebst?

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hoeffertobias 10.05.2018, 16:17
55. Völlig falsch,...

Zitat von Augustusrex
So leid es mir tut, aber das ist der Lauf der Welt. Je kleiner die echte Arbeiterklasse, und damit die traditionelle Stammwählerschaft der SPD, wird, umso kleiner halt die Wahlergebnisse. Die SPD muss sich neu erfinden oder sie wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Na ja, ich hoffe natürlich, dass ich das nicht erleben muss.
... die Arbeiterklasse ist schon noch groß genug, um der SPD ein ansehnliches Wahlergebnis zu bescheren. Leider vertritt die SPD schon lange nicht mehr die Arbeiterklasse, sondern abgehalfterte Linksromantiker, arbeitsscheue Leistungsverweigerer und rosarote Sozialromantiker. Wer eine Frau, die nie wirklich gearbeitet, dafür aber 19 Semester Politikwissenschaften, Philosophie und Germanistik studiert hat, zur Arbeitsministerin macht, hat nicht wirklich viel Bezug zur Basis. Wer diese Frau zur Parteivorsitzenden ernennt, hat meine Stimme (>25 Jahre IG-Metall Mitglied) für Jahrzehnte nicht verdient. Fragen Sie einfach man den einfachen Malocher.... Kaum jemand von denen wählt noch SPD. Lange blieben sie zu Hause, jetzt haben sie eine (unangenehme) Alternative...

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volker_morales 10.05.2018, 16:18
56. Die SPD

hat in der Vergangenheit viel falsch gemacht. Die gelegentlich in den Medien gezogenen Vergleiche mit dem HSV drängen sich tatsächlich auf. Die Frage ist einfach, wie lernfähig ist denn die SPD überhaupt noch? Die bloße Behauptung der Parteivorsitzenden jedenfalls, dass dies so sei, reicht jedenfalls nicht aus.

Im Koalitionsvertrag findet sich einiges zum Thema Altersvorsorge und Altersarmut, Verbraucherschutz und Steuergerechtigkeit. Nur umsetzen müsste die SPD das. Das wäre echte Erneuerung. Nicht immer nur labern, machen! Und zwar so, dass beim Wähler auch etwas Substanzielles ankommt.

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the great sparky 10.05.2018, 16:21
57. Das rote Elend

"Das rote Elend"
perfekte beschreibung - mehr worte bedarf es eigentlich nicht.
nach dem absturz in der bt-wahl hatte man angeblich verstanden, es dürfe so nicht weitergehen. man habe gelernt. es müsse sich etwas ändern.
gut ein halbes jahr später hat sich was getan? nichts! die regierungskoalition ist wieder die gleiche, obwohl man ja angeblich aus der wahl gelernt haben wollte. was an der politik hat sich im vergleich zur krachend abgewählten vorgängerregierung geändert? richtig, nix - es lebe das weiter so.
so, liebe sozen, klappts bestimmt auch bald mit einstellig.

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Stäffelesrutscher 10.05.2018, 16:23
58.

Das kommt davon, wenn man 1. Lafontaine rausekelt; 2. per Hartz IV Millionen Menschen enteignet und zig Millionen mit Enteignung droht; 3. sich sklavisch an die einzige Option »Juniorpartner unter Merkel« klammert, anstatt offen zu sein für Rot-Rot-Grün.

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bigroyaleddi 10.05.2018, 16:27
59. Gibts eigentlich hier noch Foristen, welche nicht SPD-bashen?

Ich lese nur von Enttäuschung, Wut und leider auch jeder Menge Schadenfreude. Deshalb will ich einfach mal für diese alte Partei sprechen. Klar ist die GroKo-Sache ein Sargnagel, klar dass der Seeheimer Kreis zum Niedergang bei der Stammwählern führt. Ich kann diese Liste gerne weiter fortsetzen.

Aber in dieser Partei gibts auch eine lebendige Demokratie. Immerhin hat sich ein drittel der Genossen gegen die Groko entschieden. Trotz des Druckes von oben.Noch ist Polen nicht verloren (Polen nehme ich eigentlich als Wortbeispiel jetzt sehr ungerm, aber da weiss vermutlich jeder, was damit gemeint ist). Und eine - wenn auch geschwächte SPD - ist immer noch besser als alles andere, was da als reaktionäres Geschmeiss rumrennt.

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