Forum: Politik
SPD: Kritik an Gabriels Haltung zur Erbschaftsteuer
AFP

In der SPD gibt es nach SPIEGEL-Informationen Gemurre über die vorsichtige Haltung von Sigmar Gabriel in der Steuerpolitik. Finanzexperte Poß warnt den Parteichef vor einem zu milden Kurs.

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romanpg 11.04.2015, 18:55
1.

Wer in Deutschland immer noch höhere Steuern fordert lebt in einer Traumwelt. Schon heute ächzt die Gesellschaft unter der hohen Abgabenlast. Und warum muss eine Erbschaft besteuert werden, die meistens beim Erwerb schon einmal besteuert wurde?

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gerd.lt 11.04.2015, 19:03
2. buhlen

Der Irrtum von Poß und Stöß ist ihr Glaube, sich noch in einer sozialdemokratischen Partei zu befinden. Gabriel ist längst weiter und hat alle ehemaligen SPD-Positionen hinter sich gelassen, um neben der Union um eine Wählerschaft zu buhlen, deren Sättigungsgrad erreicht ist, und die nichts verändert haben will. Hier schmeichelt sich Gabriel ein, in der Hoffnung darauf, die Position seiner Partei zu verbessern. Nach allen Erfahrungen jedoch wird allgemein lieber das Original gewählt, so wird Gabriel und seine Rumpfpartei es schwer haben, in diesem Wählerbereich zu punkten, zumal die gelblackierten Grünen versuchen werden, ihm seinen als sicher geglaubten Platz neben Angela, streitig zu machen.

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pike3000 11.04.2015, 19:13
3.

Zitat: "Ziel einer verfassungskonformen Neuregelung muss es sein, dass die Erbschaftsteuer wieder einen deutlich höheren Ertrag bringt."

Allein dieser Satz zeigt doch schon, dass dieses
Zitat:
" sondern um die Kernfrage einer gerechten Gesellschaft"

Reine Heuchelei ist.
Mit ihrem Steuerwahnsinn ruinieren Sie noch das bisschen Rest, welches vom Mittelstand geblieben ist.

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wekru 11.04.2015, 19:20
4. Gerechtigkeit

Früher wurde Wohneigentum gefördert weil man diese Form der Eigentumsbildung für eine sinnige Form der Sozialpolitik hielt. Heute gibt es keine Förderung mehr und kassiert der Staat 6% Grunderwerbssteuer. Eine der ungerechtesten Steuern überhaupt, denn das Geld ist weg für nichts, völlig egal wie arm oder reich derjenige ist der nach Wohneigentum strebt. Auch die Erbschaftssteuer hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Der Finanzbedarf des Staates ist nach oben offen. Wäre das anders, würde man solche "Gerechtigkeitsargumente" verknüpfen mit der Abschaffung ungerechter Steuern an anderer Stelle.

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Maler 11.04.2015, 19:24
5.

Es ist ein Unding, das aufgrund der kalten Progression Normalverdiener heute Steuersätze zahlen müssen die vor 20 Jahren noch Besserverdienern zuzuordnen waren, auf der anderen Seite Millionensummen zu lächerlichen Steuersätzen vererbt werden und die ebenfalls fast ausschliesslich ohnehin schon Wohlhabenden zugute kommenden hohen Spekulationsgewinne ebenfalls verhältnismässig niedrigen Sätzen unterliegen. Es ist höchste Zeit, dass das was man selbst erwirtschaftet niedriger besteuert wird, und das was man geschenkt bekommt höher. Anders ist einer schon langen anhaltenden und immer schneller steigenden Ungerechtigkeit bei der Vermögensverteilung nicht beizukommen.
Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit Vernunft und sozialer Gerechtigkeit: Ich zahle liebend gern auf mein zu erwartendes Erbe höhere Steuern, wenn zugleich meine Einkommensteuer sinken würde.

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Eduschu 11.04.2015, 19:26
6.

Zitat von gerd.lt
Der Irrtum von Poß und Stöß ist ihr Glaube, sich noch in einer sozialdemokratischen Partei zu befinden. Gabriel ist längst weiter und hat alle ehemaligen SPD-Positionen hinter sich gelassen, um neben der Union um eine Wählerschaft zu buhlen, deren Sättigungsgrad erreicht ist, und die nichts verändert haben will. Hier schmeichelt sich Gabriel ein, in der Hoffnung darauf, die Position seiner Partei zu verbessern. Nach allen Erfahrungen jedoch wird allgemein lieber das Original gewählt, so wird Gabriel und seine Rumpfpartei es schwer haben, in diesem Wählerbereich zu punkten, zumal die gelblackierten Grünen versuchen werden, ihm seinen als sicher geglaubten Platz neben Angela, streitig zu machen.
Das glaube ich nicht. Die CDU von heute hat kaum noch was gemein mit der CDU von vor 25 Jahren, eher tritt sie so auf wie die SPD damals. Es liegt nicht an der Politik, es liegt am Spitzenpersonal. Da macht die SPD allerdings, da gebe ich Ihnen Recht, derzeit mit Herrn Gabriel, Steinmeier, Nahles & Co. keinen Stich gegen Merkel und Schäuble.

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Dr. Klötenbröhmer 11.04.2015, 19:30
7. Wen wundert das denn.....

Dass der ehemalige Popbeauftragte der SPD solche "Politik" betreibt? Über dem Grab von Willy Brandt müssen sich Wurfhügel gebildet haben vom vielen Rotieren. Die SPD könnte auch Schilder drucken lassen: Wir wollen nicht gewählt werden!" Mit diesem politischen Dünnbrettbohrer peilen die "Sozies" die 18% von unten an. Der Mann ist einfach nur peinlich und verschwindet demnächst mit einem dicken Beratervertrag bei irgendeinem Stromversorger.

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frentzen001 11.04.2015, 19:35
8. Gabriel in die CDU

Keiner der SPD Granden hat in letzter Zeit mehr Positionen über Bord befördert als Siggi. Seine Haltung bei TTIP, Vorratsdatenspeicherung, Erbschaftssteuer und etc, hat er in alllen Punkten den CDU Positionen angeglichen. Wenn sich jetzt der geneigte SPD Wähler die Augen reibt und verwundert feststellt, daß er betrogen wird, bleibt ihm ja noch die Möglichkeit bei der nächsten Wahl das Kreuz bei der SPD zu verweigern. Ich werde dies auf jeden Fall tun, die SPD ist auf JEDEM Gebiet eine Enttäuschung. Projekt 18 rückt in greifbare Nähe.

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darkview 11.04.2015, 19:39
9. falsches Parteibuch?

Man könnte meinen, mit der letzten Wahl hat Gabriel rot gegen gelb getauscht.

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