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SPD-Kritik von Ex-Parteichef Gabriel: "Linker als die Linkspartei, ökologischer als d
Omer Messinger/ EPA-EFE/ REX

"SPDpur" heißt eine neue Gruppierung von Traditionalisten innerhalb der Sozialdemokraten, auch dabei: der Ex-Vorsitzende Sigmar Gabriel. Er moniert: "Leistungsbereite Arbeitnehmer" fänden sich in der Partei nicht mehr wieder.

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chrismuc2011 04.08.2019, 11:21
1.

Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass Gabriel beim selbstverliebten Betrachten seines Spiegelbildes sich selbst als Elderstatesman sieht. Da steht er meiner Meinung allerdings allein auf weiter Flur.
Er hatte als Parteichef ( und nicht nur da) seine Chance, die er kläglich vertan hat.

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michibln 04.08.2019, 11:26
2. Leistungsbereiter Arbeitnehmer

Damit kann ich mich identifizieren. Und seit 1998 bin ich nicht mehr auf den abwegigen Gedanken gekommen, SPD zu wählen, weil ich mich durch Leute wie Kevin Kühnert geradezu angefeindet fühle.

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PSBBM 04.08.2019, 11:26
3.

Die SPD ist eben nicht mehr links und ökologisch ist sie schon garnicht. Die SPD funktioniert nicht als Partei der Mitte. Da fehlt die Abgrenzung zur CDU. Die SPD funktioniert als gewerkschaftsnahe Partei der Arbeiter und Arbeitnehmer. Diese fühlen sich von der SPD heute nicht mehr vertreten, schlimmer noch diese fühlen sich verraten und verkauft. Bei aller Sympathie für Herrn Gabriel, ich teile seine Einschätzung überhaupt nicht. Er hatte seine Chance die SPD wieder fit zu machen. Jetzt sind andere dran mit hoffentlich besseren Ideen.

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dirkcoe 04.08.2019, 11:26
4. Zustimmung Herr Gabriel

Die Frage wofür steht die SPD ist kaum noch klar zu beantworten. Allerdings hat die Union inzwischen fast das gleiche Problem. Das ist vermutlich der Hauptgrund, warum sich die Wähler von den Volksparteien abwenden - hin zu den Grünen. Ob die es besser können - wir wissen es nicht, aber immerhin stehen sie für etwas.

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willi.thom 04.08.2019, 11:30
5.

es muß schlimm für einen Mann wie Herrn Gabriel sein, nicht mehr gefragt zu sein. So muß man zu einem altbewährten Mittel greifen, die Sommerpause nutzen und polemisieren. Über die SPD und deren Spitzenpersonal ist auch im SPIEGEL schon viel geschrieben worden, dabei wurden die Zustimmungswerte immer geringer: hilfloses Gegensteuern im Sinkflug. Da wird auch EX-Kapitän Gabriel nicht mehr viel ausrichten. Wie heißt es doch in einem alten Spruch: wer nicht weiß, wohin er segeln will, für den ist kein Wind der richtige. Eines ist aber gewiß: der SPD bläst der Wind ganz schön heftig vor den Bug, egal welche Farben die Segel haben

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herbert 04.08.2019, 11:30
6. Die SPD liegt im Trümmerfeld der Agenda2010

Diese Agenda hat der SPD das Genick gebrochen.
Und Gabriel hat zugeschaut !
Agenda2010 der größte Sozialabbau in Deutschland mit irren Folgen

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syracusa 04.08.2019, 11:30
7. Seeheimer-Kopie

Die "S"PD ist wg ihres v.a. von den Seeheimern bestimmten neoliberalen Kurses in Richtung einstellige Wahlergebnisse abgerutscht. Ganz zurecht. Dass Gabriel mit "SPDpur" den Seeheimern nun noch einen zweiten neoliberalen, mutmaßlich noch weniger ökologischen Flügel zur Seite stellen will, dürfte kaum helfen, die "S"PD wieder wählbar zu machen. Der Braunkohlekumpel, den Gabriel da wohl als Zielgruppe im Auge hat, wird schon in wenigen Jahren nicht mehr da sein.

Damit wird die "S"PD dann wohl unter die 5% Marke abrutschen. Und das ist gut so für die Demokratie in Deutschland, und erst recht für die Sozialdemokratie, die heute ihre politische Heimat bei den Grünen gefunden hat.

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qjhg 04.08.2019, 11:30
8. Gabriels Zeit ist zum Glück vorbei.

Herr Gabriel hat seine Zeit gehabt. Er verantwortet im Wesentlichen den Niedergang der SPD. Nicht nur, dass er illoyal gegenüber Herrn Steinbrück als Kanzlerkandidat agierte, er begann schon laut über eine Groko nachzudenken und Kund zu tun, als der Kandidat noch im Wahlkampf war und diese richtiger Weise ablehnte. Herr Gabriel ging dann mit Frau Nahles in diese Groko und beschleunigte damit den Niedergang der SPD, der nach seinem Eiertanz um die Kanzlerkandidatur 2017 und dem dramatischen Verlust an Stimmen zu dem heutigen Desaster führte. Dass dieser Mann , zwar SPD Grande, nun der im Wandel befindlichen SPD Ratschläge erteilen will , zeigt nur ein weiteres Mal seine Schwäche. Sein Ziel, aus der SPD eine bessere CDU zu machen verfängt nicht bei den Wählern.

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Beccaria 04.08.2019, 11:33
9. Recht hat er

Gabriel hat das Kernproblem der SPD angesprochen, leider hat er während seiner Zeit als SPD-Chef auch wenig für die leistungsbereiten Arbeitnehmer getan. Mit über 50% Steuerabzug vom Lohn ist der leistungsbereite Arbeitnehmer wohl kaum für die SPD zu begeistern. Im Übrigen hat dieser Arbeitnehmer auch in der CDU keine Heimat mehr.

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