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SPD-Mitgliedervotum zur GroKo: Scholz spricht von "sehr, sehr hoher Beteiligung"
DPA

Die Abstimmung ist beendet, die Auszählung beginnt: Am Votum über eine neue Große Koalition haben sich Hunderttausende SPD-Mitglieder beteiligt. Die Parteiführung setzt auf ein Ja.

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bigroyaleddi 03.03.2018, 14:55
1. Jetzt bin ich einfach mal auf das Ergebnis gespannt

Zum einen interessiert mich, wieviele Genossen sich tatsächlich an der Abstimmung beteiligt haben, zum anderen ist natürlich das Ergebnis mehr als wichtig.

Ziemlich daneben empfinde ich allerdings den Druck, welcher von der kompletten Parteiführung auf die Genossen ausgeübt wurde. Und dann schon - im Vorfeld!!! - zu verkünden, man erwarte eine Zustimmung von 55 % plus - mein lieber Scholli - das ist schon gewagt.

Derzeit sehe ich auch noch überhaupt nicht, wie eine Parteierneuerung innerhalb der GroKo staffinden sollte. Da gehen wir noch sehr schweren Zeiten entgegen. Oder schon vergessen, wie die Schwarzen die wenigen SPD-Positionen, welche umgesetzt werden konnten, als eigene Leistungen verkauft haben. Und die anderen Sachen haben sie auf den St. Nimmerleinstag ausgebremst. Sollte eine Zustimmung erfolgen - was ich erst sehe, wenn morgen früh ist (!) - werde ich unsere Führungsgenossen in den zu erwarteten GroKoGähnjahren immer mal wieder - und das SEHR intensiv - daran erinnern.

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Idinger 03.03.2018, 14:58
2. Wie meint Oppermann

denn seine Rechnung "55 Prozent plus X würden seiner Ansicht nach für das schwarz-rote-Bündnis votieren"? 55 Prozent der wahlberechtigten Mitglieder? Ich nehme mal an, dass hier griechische Statistik angewendet und an 55 Prozent der eingegangenen Voten gedacht wird; das JA muss doch gesichert sein. Denk dran, SPD: auch die nicht abstimmenden Parteimitglieder nehmen an der Wahl teil.

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balotelli 03.03.2018, 15:12
3. Retten in die GroKo

Augen zu und durch - die SPD-Verantwortlichen versuchen sich in die GroKo zu retten. Es wird möglicherweise, dank der 60+ Generation in der SPD eine knappe Mehrheit für die GroKo geben. Aber das ist mit größter Wahrscheinlichkeit ein nutzloser Sieg.
Wie bitte will sich die SPD in einer GroKo unter Merkel profilieren und abgrenzen? Wie sieht der Wahlkampf in längstens drei Jahren aus? Wie soll das funktionieren?
Führt man dann einen Feldzug gegen die eigene Regierungsarbeit und kritisiert die gemeinsamen Beschlüsse mit der Union? Das haut hinten und vorne nicht hin - wie schon die letzten beide Male nicht.
Dazu kommt, dass das jetzige Führungspersonal - vorsichtig formuliert - überwiegend als unterdurchschnittlich angesehen wird.
Bei einer Mehrheit für die GroKo ist man wieder der Steigbügelhalter von Merkel und ist gefangen in einer ausweglosen Zwangssituation. Das wird nicht gutgehen - die SPD geht so mittelfristig sehr schweren Zeiten entgegen.

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wahrsager26 03.03.2018, 15:21
4. Die Partei will sich prüfen!

Ja,das ist ein guter Ansatz.Es gibt aber ernst zu nehmende Stimmen die da lauten: Groko oder Austritt aus der Regierung,beides ist ein kommendes Desaster für die SPD.Man sollte sich also nicht zu früh freuen.Sehr unerfreulich für unser Land ist dann das Programm.....! Danke

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tarelsun 03.03.2018, 15:21
5. Bitte nicht

Ein Ja wäre der Tod der ältesten Volkspartei in der BRD

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th.diebels 03.03.2018, 15:22
6. No GroKo !

Meine letzte Hoffnung lag/liegt bei den Basis-Genossen !

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hanfbauer2 03.03.2018, 15:22
7. Peer Steinbrück hat natürlich recht...

...vor allem was seine eigene Kanzlerkandidatur angeht. Eine Partei die einen Steinmeier, Steinbrück oder Chulz zum Kanzlerkandidaten macht, ist natürlich nicht auf der Höhe der Zeit sondern ein Auslaufmodell.
Ich freue mich schon auf die Bücher der anderen gescheiterten Kanzlerkandidaten von der SPD. Beim Steinmeier müssen wir amtsbedingt wohl noch etwas warten, aber der Chulz könnte schon bald wieder die Öffentlichkeit suchen - um sein Buch zu promoten...

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mwroer 03.03.2018, 15:26
8.

Zitat von Idinger
denn seine Rechnung "55 Prozent plus X würden seiner Ansicht nach für das schwarz-rote-Bündnis votieren"? 55 Prozent der wahlberechtigten Mitglieder? Ich nehme mal an, dass hier griechische Statistik angewendet und an 55 Prozent der eingegangenen Voten gedacht wird; das JA muss doch gesichert sein. Denk dran, SPD: auch die nicht abstimmenden Parteimitglieder nehmen an der Wahl teil.
Nein, nehmen Sie nicht. Wer nicht abstimmt zählt nicht. Darum werden Wahlergebnisse immer ausgehend von der Anzahl der abgegebenen Stimmen berechnet.

Sie können die nicht abgegebenen Stimmen keinem Lager zuordnen, weder 'Ja'noch 'Nein'. Bestenfalls noch als 'Ich schließe mich der Mehrheit an weil es mir sowieso egal ist'.

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Sensør 03.03.2018, 15:26
9. Spannender als manche Bundeswahl

Der Druck, den die führenden SPD-Politiker auf ihre Genossen ausüben, fand ich allerdings unerträglich. Ein gegenteiliges Ergebnis würde diese Partei dadurch für mich ein bisschen sympathischer machen.

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