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SPD nach Andrea Nahles: Einmal Reset, bitte
Christoph Schmidt/ DPA

Der Rücktritt von Andrea Nahles ist für die Sozialdemokraten ein Schock. Aber den braucht es, wenn die SPD überhaupt noch eine Zukunft haben will.

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flaffi 02.06.2019, 16:31
1. Kann man so unterschreiben

Der SPD sind seit Schröder einfach der Sinn für die Realitäten in Deutschland abhanden gekommen. Ein bisschen rumdoktern an Symptomen hat halt nicht gereicht. Die Neoliberalen haben alles unterminiert, Merkel hat alle veralbert und die Sozen haben entgeistert zu geguckt.

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kraut&ruebe 02.06.2019, 16:36
2. Was heisst nichts zu verlieren?

Die SPD hat bei der letzten BT-Wahl noch knapp über 20% geholt und entsprechend viele Sitze im Parlament. Fragen Sie mal diese Abgeordneten, ob sie nichts zu verlieren haben. Neuwahlen in ein paar Monaten wären fuer SPD-Funktionäre das größte Risiko, besser doch bis 2021 aussitzen und die Situation dann anschauen. Bis dahin könnte auch eine Jamaika-Koalition genug Mist bauen, so dass die SPD wieder etwas besser dastünde.

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claus7447 02.06.2019, 16:42
3. Zäsur

Das was jetzt mit der SPD passiert ist, kann auch jederzeit die CDU treffen. Warum: Die Strukturen sind veraltet und man machte immer "weiter so!" in der Hoffnung irgendwann kommt der Treffer. Wer die Analysen der EU Wahl sich angesehen hat weiß wo der Hase im Pfeffer liegt: So wie aktuell ist die Politik bei den jungen Wählern nicht mehr glaubhaft. Die einen gehen nicht zur Wahl, die die zur Wahl gehen konzentrieren sich auf das Thema Klima.

Damit will ich nicht behaupten das es nicht unwichtig ist, beileibe nicht, die Themen sind komplex und vielfältig. Da ist die Frage

- wie schaffen wirt einen sozialen Ausgleich - Da hat es bei der CDU/FDP noch gar nicht geklingelt. Das in Zeiten wo eben Steuereinnahmen nicht mehr mit großen Zuwächsen sprudeln.

- Wie bekommen wir wieder Europa in Schwung - gerade dann wenn Populisten meinen sie können Europa zerstören - auch hier bin ich insbesondere von Frau Merkel maßlos enttäuscht - Null Treiber nicht einmal Vorschläge, kein Zucken gegenüber Macro.

Und um das Päckchen rund zu machen: wie erreichen wir überhaupt zukünftig die Wähler, welche Rolle spielen welche Medien und wie kann man sie glaubhaft nutzen und klar gegenüber Fakes schützen?

Es wir unlustig - aber zum einen kann das eine Demokratie aushalten, zum anderen kann auch eine Demokratie daran zerbrechen - wenn nicht di reichtigen Antworten auf die richtigen Fragen folgen.

Das Frau Nahles am jetzigen Ergebnis selbst schuld ist macht mein persönliches Mitleid überschaubar. Sie hat die Entscheidungen zwingen wollen - aber es zeigt sich - man kann nicht alles über das Knie brechen. Den Scherbenhaufen darf sie mit Gabriel aber auch mit Schulz zusammen kehren. Alle drei sind an banalen Fragen gescheitert. Alle drei haben sich überschätzt.

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Objectives 02.06.2019, 16:42
4. Weg mit Scholz und Heil

und alle den anderen der alten SPD Garde. Der Rücktritt Nahles ist eine einzigartige Chance, sich personell komplett zu erneuern. Da reicht es aber nicht, wenn man der Schlange nur den Kopf abschlägt. Auch der Körper muss sich erneuern.

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Vanagas 02.06.2019, 16:43
5. #1 flaffi

Zitat von flaffi
Der SPD sind seit Schröder einfach der Sinn für die Realitäten in Deutschland abhanden gekommen. Ein bisschen rumdoktern an Symptomen hat halt nicht gereicht. Die Neoliberalen haben alles unterminiert, Merkel hat alle veralbert und die Sozen haben entgeistert zu geguckt.
Top- Kommentar!
Treffender kann man in drei Sätzen nicht die Politik der letzten 20 Jahre beschreiben.

Die Presse braucht dafür ellenlange inhaltsleere Kolumnen und "Analyse"!

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Deeds447 02.06.2019, 16:43
6. Nur anders machen

Nahles wusste, woran ihre Partei leidet und sie hätte das schrödersche Dogma und die Machtzirkel um den Seeheimer-Kreis brechen und die Nähe zum dgb wieder herstellen können. Dafür braucht es nicht mehr, als ein paar Gespräche. Chance vertan!

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nach-mir-die-springflut 02.06.2019, 16:47
7. Die gekaperte Partei

Der entwurzelte CETA-box-am-Parlament-vorbei-Rotnase-Schulz hat der SPD den Rest gegeben, den Nahles nur noch hysterisch verwaltet hat. Eingenordet auf die Vereinigten Staaten von Europa kannte die SPD keinen anderen Kurs mehr. Der störrische Wähler, immer noch so dumm, an Gutes und Soziales glauben zu wollen, wollte nicht mitgehen und blieb stehen wie ein Esel. Pfeile, die für Merkel bestimmt waren, fing ihr die SPD ab. Der Neugrünwähler kam von der SPD. Die Grünen bedanken sich bei der SPD, Merkel tut es. Konsequent wäre jetzt, die Groko zu beenden.

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AttaTroll 02.06.2019, 16:47
8. Der falsche Weg

Wenn die sozialdemokratische Partei nicht auf Steinmeier gehört hätte, hätte sie gute Oppositionspolitik machen und die CDSU vor sich her treiben können. Damit wäre der schwarze Spuk samt seinem mehr als mittelmäßigen Personal ratzfatz entzaubert worden. Im Grunde hat Steinmeier Verrat an seiner ehemaligen Partei betrieben.

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Hexavalentes Chrom 02.06.2019, 16:47
9. Weg damit

Da können Sie noch so um Reset barmen, das System der SPD lässt sich nicht mehr updaten. Bringen wir es zum Ausweiden auf den Wertstoffhof.

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