Forum: Politik
SPD nach Andrea Nahles: Einmal Reset, bitte
Christoph Schmidt/ DPA

Der Rücktritt von Andrea Nahles ist für die Sozialdemokraten ein Schock. Aber den braucht es, wenn die SPD überhaupt noch eine Zukunft haben will.

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konterspieler 02.06.2019, 17:36
60. Die Zerstörung der SPD ...

wurde eingeleitet durch Schröders und Steinmeiers Agenda 2010 und fortgesetzt durch HARTZ-IV und das ganze Paket antisozialer Politik, das die SPD seinerzeit initiiert und beschlossen und in den Grossen Koalitionen mit Merkel fortgesetzt hat. Jemand aus der SPD hätte vor ZEHN Jahren den Mut haben müssen, diesen "Hochverrat" an den eigenen Wählern radikal zu beenden.
Es hat sich aber niemand in der SPD getraut, die Selbstgefälligen von '68 und ihre Nachfolger offen anzugreifen und zu entmachten. Das Ergebnis jetzt, auch wenn es noch überrascht, war dennoch seit Jahren absehbar für jeden, der noch ein Ohr hatte für die berechtigte Wut der "Erniedrigten und Beleidigten".
Wenn die SPD noch eine nennenswerte Partei wieder werden will, muss sie eine komplett andere Politik machen: für die kleinen Leute, für die sie vor über Hundert Jahren einmal angetreten war und die sie so schändlich im Stich gelassen hat!

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carstenwitt 02.06.2019, 17:36
61. Nahles Rücktritte

Sozial- und Wirtschaftspolitik bieten einer zukunftsorientierten SPD profilgebende Inhalte ohne Ende: Schere Arm/Reich, Transaktionssteuer, Grundrente, Bedingungsloses Grundeinkommen, Abbau neoliberaler Strukturen, Gesundheit für Menschen statt für das System, moderne Bildung (weg vom preußischen Kern), Boden-Wertschätzung, Wohn- und Städtebau nach menschlichem Maß.... und ... und Ausbau Europa.... und Außenbeziehungen ... und, und...

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the great sparky 02.06.2019, 17:36
62. der abgang ist bezeichnend

oftmals wird von politikausübenden die gesellschafts- oder gar staatspolitische verantwortung bemüht, wenn sie bestimmte entscheidungen begründen.
dass die partei- und fraktionsvorsitzende einer sich im sturzflug befindlichen partei nun einfach die brocken hinwirft, lässt tief blicken. und ja, sie hat starken gegenwind auch in der eigenen partei; aber gehört das nicht auch zu ihrem job, unterschiedliche positionen innerhalb der partei zu integrieren? muss sich diese zweitmächtigste frau der deutschen politik etwa vorwerfen lassen, grandios an ihren aufgaben gescheitert zu sein - und zum dank lässt sie ihre partei in dieser präkeren situation wie ein trotziges kind von heute auf morgen im stich.
liebe sozen, ihr seid aber auch selbst schuld - niemand hat euch gezwungen sie zur vorsitzenden zu machen. nach 100prozent schulz habt ihr euch ein weiteres mal bei der wahl des höchsten parteiamtes verwählt. nun dürft ihr die suppe ein weiteres mal auslöffeln - aber seid so fair und dankt der scheidenden vorsitzenden für ... nichts.
der fehler wurde parteiintern bereits gemacht, als man politikausübenden wie der scheidenden einen weg in spitzenämter ermöglichte.
der nächste vorauszusehende fehler der partei steht mit kk bereits in lauerstellung. so sind einstellige ergbnisse künftig nicht mehr nur in den neuen bundesländern möglich.

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corvey 02.06.2019, 17:36
63.

.... nicht eine Partei braucht ein Reset, sondern das, was herkömmlich als Demokratie bezeichnet wird .... die Krise der sog. Volksparteien ist Indikator für die Krise des Systems...

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AnonymerNutzer123 02.06.2019, 17:37
64.

Zitat von paraibu
Wenn man der Mehrheit der Kommentatoren hier folgt, ist alles ganz einfach: Schröder hat die Seele der Partei verraten. Das erklärt aber nicht, weshalb Schröder auch nach der Agenda ein Wahlergebnis einfahren könnte, dass locker beim 2 1/2fachen des aktuellen liegt.
Das kann ich Ihnen gerne erklären. Es war klassische "Sündenbock-Politik". Die Arbeitslosen seien Schuld, dass der Deutschland der "kranke Mann" Europas sei. So hat man das verkauft. Und dann hat man Sanktionen gegen Arbeitslosenempfänger, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Kürzungen der Sozialleistungen vorgenommen. Das hat man das als "Strukturreform" verkauft, obwohl das nur das Abwälzen von Unsicherheiten auf die Hilfsbedürftigen war. Das haben die Wähler nicht sofort bemerkt, da das ihnen gut verkauft wurde, aber das haben die Wähler spätestens nach 2007 bemerkt, als die neoliberale Politik in Krisen wie Griechenland etc. führte. Die Agenda war ein Tropfen auf den heißen Stein mehr nicht.

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nach-mir-die-springflut 02.06.2019, 17:38
65.

Zitat von Walter Zenga
Das ist eine lächerliche Analyse. Auf diesen Kommentar hat Lieschen Müller das Copyright
Was konkret bemängeln Sie?

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kleinstaatengegner 02.06.2019, 17:38
66. Mir kommen die Tränen

Personen stehen für Inhalte. Frau Nahles und ihre Truppe stehen für GroKo, kleinliche Stückelei bei der Rente statt Anhebung des Rentenniveaus und Förderung der Braunkohle mit 40 MRD bis 2038 statt Klimaschutzpolitik, schlechte Bildungspolitik, Erhöhung der Rüstungsausgaben und komische Gesetzesnamen für richtige Entscheidungen. Scheinbar sollen die vakanten Stellen wieder mit den bekannten Personen, die für diese Politik stehen, besetzt werden. Damit ändert sich also gar nichts. Sie lernen es nicht.

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fabi.c 02.06.2019, 17:38
67. Na da ...

Na da sieht man es wieder !
SPD hat entschieden und die Medien zerreißen die Entscheidung.
Frau Merkel wird von den Medien hoch gelobt,ob wohl sie für 14 Jahre Stillstand verantwortlich ist.
Beispiele gefälligst?
Überfällige Steuerreform,Neuordnung der Altersversorgung Überlebenswichtiges Zukunft Bereich Digitalisierung und künstliche Intelligenz hat sie versäumt und Bundeswehr zum kostspielige Haufen verkommen lassen. All das wird von den Medien unters Teppich gekehrt,aber die alte SPD wird nieder gemacht.
Wo ist Augenmaß der Medien ?

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gruen99 02.06.2019, 17:38
68. SPD neu aufstellen - kein Problem !

Kleine Überlegung zum Thema Führungsnachwuchs: Wenn die SPD Sarazin als Parteichef und Kanzlerkandidat aufstellen würde sollte die SPD die an die Grünen und Linken verlorenen Wähler von der AfD Seite auffüllen können.
Gleich 2 Probleme gelöst.
Da müsste die SPD allerdings einmal Mut und Flexibilität zeigen. Aber das war ja noch nie deren grosse Stärke.

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ingen79 02.06.2019, 17:39
69. #17

Hat jetzt die Presse an dem Desaster von SPD und Nahles schuld? Einen Vergleich mit Autokraten wie Erdogan und Co erspare ich mir.

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