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SPD nach der Niedersachsen-Wahl: Zweite Chance für Schulz
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Der Sieg von Stephan Weil in Niedersachsen haucht der SPD neuen Mut ein - und stabilisiert Parteichef Martin Schulz. Aber der Vorsitzende muss jetzt rasch zeigen, welche Ideen er für die Partei hat.

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Direwolf 16.10.2017, 18:10
70. Entlarvendes Statement

Zitat von Maya2003
... Die SPD begeht denselben Fehler wie zu Weimarer Zeiten - sie biedert sich den "Bürgerlichen" an und verkauft dabei ihre Seele. Das ging damals schon schief und es geht seit 2003 genauso schief.
Die SPD hat sich in Weimar an die Bürgerlichen angebiedert?
Vielleicht sollten sie sich mal ein brauchbares Geschichtsbuch kaufen.

Die Sache ging den Bach runter als die SPD aus innerparteilicher Taktik nicht mehr zu Koalitionen bereit war. Dann waren nämlich in einer echten - nicht wie heute eingebildeten Krisenzeit - keine Regierungen mit palarmentarischer Mehrheit mehr zu bekommen. Jedenfalls nicht ohne erklärte und offen gewalttätige Feinde der Demokratie. Die logische Folge war, dass alles nur noch über Notverordnungen laufen konnte.

Aber wahrscheinlich meinen sie, dass die SPD die Demokratie 1919 in Deutschland erstmal eine Chance gegeben hat, anstatt sich den Träumen von einer MAchtergreifung unter WAffen und dem daraus zwangsweise folgenden blutigen Bürgerkrieg anzuschliessen. Denn das war ja die Vision derer, die dann den Spruch "Wer hat uns verraten?" ersonnen haben.

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Kurt2.1 17.10.2017, 09:02
71. #65

Zitat von Maya2003
Sie meinen also die Agendpolitik seit 2003 ist für den katastrophalen Abstieg der SPD NICHT verantwortlich ? Wenn ich mit meinem Auto DREIMAL in Folge frontal gegen die Wand fahre ist nicht die Wand schuld sondern derjenige hinter dem Steuer.
Natürlich ist die Agendapolitik verantwortlich für die Situation der SPD, etwas Gegenteiliges habe ich nicht gesagt.
Nur gibt es diese Politik seit ca. 13 Jahren und ca. 12 Jahre davon regiert die CDU verantwortlich. Die werden den Teufel tun und etwas ändern.
Man kann natürlich fordern, die SPD solle sich im Staub wälzen und Abbitte leisten, nur, wem soll das helfen? Die Agenda ist Realität. Die Vergangenheit kommt nicht zurück. Sie müssen langsam mal eine andere Platte auflegen.

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karl-felix 17.10.2017, 10:30
72. Ich

Zitat von Kurt2.1
Natürlich ist die Agendapolitik verantwortlich für die Situation der SPD, etwas Gegenteiliges habe ich nicht gesagt. Nur gibt es diese Politik seit ca. 13 Jahren und ca. 12 Jahre davon regiert die CDU verantwortlich. Die werden den Teufel tun und etwas ändern. Man kann natürlich fordern, die SPD solle sich im Staub wälzen und Abbitte leisten, nur, wem soll das helfen? Die Agenda ist Realität. Die Vergangenheit kommt nicht zurück. Sie müssen langsam mal eine andere Platte auflegen.
denke Sie springen zu kurz . Die SPD kann nicht auf der einen Seite behaupten , für Gerechtigkeit zu stehen und auf der anderen Seite die Armen in der Gesellschaft bekämpfen . Das funktioniert nicht.
Und nein , die Agenda ist keine Realität sondern ein Prozess und wirkt sich auf jeden Menschen anders aus. Positiv nur für Millionäre und Milliardäre. Denen tut die Agenda nicht weh.
Bestes Beispiel : Während die SPD noch bejubelte, die kleinen Leute ins Knie getreten zu haben mit einem Eintrittsgeld beim Doktor, ging die FDP hin und sagte : Was soll der Quatsch? und schaffte das Eintrittsgeld beim Doktor ersatzlos ab . Da schaute die SPD blöd aus der Wäsche und Deutschland ging es besser.
Ähnliches mit der Rente mit 67 : während die SPD noch jubelte, sie habe es den kleinen Leuten jetzt mal richtig gezeigt und die Renten ordentlich gekürzt, ging Merkel hin und nahm der SPD den Wind aus den Segeln mit Rente mit 63 und Mütterrente. So können Sie praktisch die gesamte Agenda durchdeklinieren : Da wird nicht die Armut bekämpft sondern die Armen und das war das klassische SPD Klientel .
Die Agenda ist nicht Vergangenheit sondern ein Prozess der Gegenwart und solange die SPD aus dieser Sackgasse nicht herauskommt ist sie keine Volkspartei mehr sondern nur noch eine des Mittelstandes und der Oberschicht, nicht mehr die der kleinen Leute. In Wahlergebnissen ausgedrückt : von 45% runter auf 20% . Und die SPD möchte gerne zurück zu den 45% der Vergangenheit.

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