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SPD nach der Wahl: Eine neue Hoffnung
DPA

Die SPD hat verloren. Zum Glück. Nur die totale Katastrophe hat die Kraft, die Genossen zum Neubeginn zu zwingen. Vielleicht ist heute der erste Tag eines neuen sozialdemokratischen Zeitalters.

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Miere 26.09.2017, 03:56
140. Nein, die GroKo war kein Fehler.

Das war Verantwortung übernehmen als Verantwortung gefragt war. Die SPD hat einen grottigen Wahkampf gefahren. Online nicht wahrnehmbar, in der FuZo kaum präsent, keine Flyer in den Briefkästen, kein Klopfen an den Haustüren, und Schulz hat mehr von Merkel als von sich selbst geredet. Viel unprofessioneller gehts nicht. Wenn die SPD wieder gewählt werden will, sollte sie mal die Leute fragen, was die wollen. Da war mal die Putzfrau aus Gelsenkirchen, die Herr Gabriel um Rat gefragt hat, was er denn machen solle. Sie wurde nie wieder eingeladen. Da liegt der Fehler: Die SPD spricht nicht mehr mit normalen Leuten.

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rvankessel 26.09.2017, 05:01
141. SPD will verwalten, nicht regieren

Wo sind denn die sozialdemokratischen Akzente, welche die SPD unterscheidbar und wählbar machen? Schulz hat von Anfang an gezeigt, dass es ihm nicht um Inhalte, sondern um den Posten selbst geht. Ein Programm und ein Kandidat, welche auf eine weitere GroKo zielen können nur scheitern und dafür sind sogar noch 20 % beachtlich.
Was hat die SPD in den letzten Jahren, Jahrzehnten tatsächlich erreicht? Nichts! Das vermeintliche SPD-Vorzeigeland NRW ruht sich auf dem Finanzausgleich aus und meint tatsächlich, mit "Berlin braucht mehr Rheinland" eine Wahl zu gewinnen. Lächerlich. In anderen Teilen der Republik beweisen hingegen Grün und Schwarz mit Taten, dass ihre Konzepte funktionieren.
Wenn es nun Merkel gelingt, Jamaika umzusetzen, und davon ist auszugehen, hat die SPD erst recht verloren. Und ist selbst schuld daran.
Wäre der SPD daran gelegen, zu regieren und Dinge zu verändern, dann würde sie sich von Schulz befreien und RRG klar als Alternative positionieren. Andernfalls gibt es keinen Grund, SPD zu wählen.

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oledoledoffe 26.09.2017, 06:10
142. eine neue hoffnung

Bezieht sich aber nicht auf star wars - der vergleich yoda - martin schulz wäre allerdings zum schmunzeln

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multimusicman 26.09.2017, 06:45
143. Die SPD hat leider nicht annähernd eine

charismatische Figur wie Sarah Wagenknecht die mutig für ihre Überzeugungen eintritt.
Um Wahlen in D zu gewinnen darf man als Kanditat nicht in Verdacht stehen, selbst nur ein Lobbyist zu sein, wie EU Schulz...
Die Auseinandersetzung der SPD muss zuerst mit den Linken erfolgen, wenn diese Parteien zusammen mal wieder um 45 % liegen, dann ist ein Wechsel in Deutschland möglich.
Diese Kröte wird die SPD schlucken müssen, sonst dümpelt sie weiter dahin.
Und die Chance der kommenden Jamaika Koalition besteht, Deutschland im Mittelstand voranzubringen.... dann wird es noch schwerer für die SPD eine Wahl zu gewinnen.
Schulz sollte abtreten.

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iak0167 26.09.2017, 07:07
144. Der böse Schröder

Alle,die meine, Schröder sei schuld am Niedergang der SPD,sollten sich daran erinnern, dass die SPD selbst mit schlechtesten Schröder-Wahlergebnis (34,2% in 2005) heute stärkste Fraktion wäre. Vielleicht liegt es doch eher an seinen Nachfolgern...

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bmvjr 26.09.2017, 07:51
145. Willkommener Suendenbock

Hoffentlich nutzen die etablierten Parteien, zu denen inzwischen ja selbst die Linke gehoert, nicht die AfD lediglich als Suendenbock fuer eigene Fehlentscheidungen und Versaeumnisse. Hoffentlich schauen die etablierten Parteien genauer auf ihre eigenen Taten und Untaten und beginnen, daran zu arbeiten. Sich lediglich als Geschuetz gegen die AfD in Stellung zu bringen reicht jedenfalls nicht aus. Da muss endlich erheblich mehr her, sonst produzieren die Etablierten nur weiteren Zulauf zur AfD und das kann nun mal in niemandes Interesse liegen, egal ob Niemand das weiss oder nicht.

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Jarek M 26.09.2017, 07:54
146. Möchte Jakob Augstein eine neue/andere SPD?

Dann sicherlich nicht mit Schulz. Und sicherlich nicht mit Nahles.

Schulz ist nicht der homo novo als der er immer ausgegeben wird. Der Mann leitetet 15 Jahre immer irgendetwas in Europa. Am Ende das Europäische Parlament. Schon da hat er sich durch undemokratische (Trilog), neoliberale (Handelsverträge) und amigomäßige (Juncker-Untersuchung) Handlungsweise ausgezeichnet. Gewisse Raffgier (Tagesgelder) und Arroganz kommen dazu.

Und Nahles? Sie wird immer als "Parteilinke" oder "dem linken Flügel zugerechnet" präsentiert. Geht's noch? MAn muss sich nur die Reihe arbeitgeberfreundlicher Gesetze anschauen, die aus ihrem HAuse kamen.

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wiesenflitzer 26.09.2017, 08:15
147. Zu spät, Herr Augstein, leider zu spät.

Was Sie schreiben ist zu 100 Prozent richtig, aber warum wurde Frau Merkel in dieser Art und Weise nicht schon früher von der teilweise in Lethargie verfallenden Presse attackiert, frage ich Sie? Sozialdemokratische Kanzlerin? Wohl kaum. Sie wird sich (wie wohl die gesamte CDU) nach der Einführung / Umsetzung Schröders Agenda 2010 insgeheim totgelacht und bei ihm bedankt haben; das war der berühmte eigene Knieschuss der SPD, da wurde der Ast abgesägt, der einen trug. Unfassbar dämlich!
Und ja, die SPD tut sich mit Lernen tatsächlich schwer, zu süß ist die Verlockung einfach "an der Macht" zu bleiben, das lieb gewonnene Pöstchen zu behalten usw., weshalb man vor vier Jahren die Chancen auf eine Opposition vertan hatte. Jetzt MUSS!! man sie aber nutzen, sonst verschwindet man im Nirgendwo.
Und dann bitte, zusammen mit den Grünen (und vll. ja auch mit gemäßigten Linken?), an die Regierung und auch mal wieder dem Volk zuhören und ein klein wenig von dem gigantischen Reichtum umverteilen und das eigene Volk vor den Geldsauriern a la Milliardäre, als auch von den "außerdeutschen und osteuropäischen Leistungsempfängern" schützen.

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neu1197 26.09.2017, 08:31
148. zu 16

Da ist wohl das Hauptproblem. Selbstdarstellung ist wichtiger als reale Politik. Bloß nicht aussprechen, dass die Linke der natürliche verbündete. In einem zusammen gehen und gleichzeitig fairem Wettstreit herausfinden, wer die Interessen der einfachen Leute besser befriedigen kann. Aber nein "mir san mir" wird herausposaunt, wie eben die völlig deplazierten Schnellschüsse eines MS. So wird das nichts. Seine tage sind so, oder so gezählt.

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zoon.politicon 26.09.2017, 09:02
149.

Hauptgrund für den Stimmenverlust der SPD scheint mir zu sein, dass sie sich in der Flüchtlingspolitik nicht richtig von Frau Merkels "Wir schaffen das" und "weiter so" abgegrenzt hat, kein Gegenkonzept unter Einbeziehung der Positionen der europäischen /EU-Nachbarn formuliert hat.
Alle anderen Themen waren wohl für die Entscheidung der Wähler zweitrangig.
Ansonsten hat die SPD in der Regierung - für Frau Merkel und behindert von Merkels CDU - die Arbeit gemacht, wurde sozusagen, wie Frau Merkels frühere Koalitionspartner, ausgesaugt und verlor entsprechend.

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