Forum: Politik
SPD nach der Wahl: Eine neue Hoffnung
DPA

Die SPD hat verloren. Zum Glück. Nur die totale Katastrophe hat die Kraft, die Genossen zum Neubeginn zu zwingen. Vielleicht ist heute der erste Tag eines neuen sozialdemokratischen Zeitalters.

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static2206 26.09.2017, 12:45
180. Das große Problem ist

dass die SPD nichts dazu gelernt hat. Sie sind ja nicht freiwillig in die Opposition gegangen. Und da liegt der Knackpunkt. Solange nicht der Aha-Effekt einsetzt und die SPDler selbst erkennen, dass sie ihre Ideal everraten und den Bürger verkauft haben. Wird die SPD auch in der Opposition nichts reißen können.

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pygmy-twylyte 26.09.2017, 12:50
181. Wiederauferstehung setzt Einsicht voraus

Zum Beitrag Nr. 173 von "kugelfang": Solange die SPD in der Linken einen Klassenfeind und insbesondere in Personen wie Oskar Lafontaine, der als Verräter an der gemeinsamen Sache gebrandmarkt ist, und Sahra Wagenknecht ein rotes Tuch sieht und nicht erkennt, dass sie mit Lafontaine ihr sozialdemokratisches Herz verloren und von Schröder, dem Genossen der Bosse, eine neoliberale, arbeitnehmerfeindliche Fratze verpasst bekommen hat, sondern an dessen Agenda-2010-Politik unbeirrbar und trotzig festhält, liefert sie den Beweis für ihre Uneinsichtigkeit und ihre Unfähigkeit der Runderneuerung, und es ist nicht zu erwarten, dass sie wie Phönix aus der Asche auferstehen wird.

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wiesheu 26.09.2017, 12:57
182. ist fast nicht zu glauben....

also bei der SPD ist die"Neuausrichtung" nötiger als notwendig! Der Seheimmer Kreis hat die SPD zerstört! Angefangen hatte es mit dem doppelgestirn Oskar und Schröder. Oskar ging und blieb seiner Pilitischen Anschauung treu. Schröder zerriss und spaltete die SPD. Die eigentliche SPD ist heute die LINKE.
Dieses ganze Drama wollte die SPD unter den Teppich kehren, nicht fähig zur eigen Kritik.
Übrigens keine der Parteien sind zur eigenen Kritik fähig und diese Leute wollen ein Volk regieren?

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fpschindler 26.09.2017, 12:58
183. Der Angriff nach der Wahl auf Frau Merkel

ist einem Fußballer, wie Herrn Schulz, unwürdig.
Wer glatt 3:0 verliert, sollte die Fehler bei sich und nicht anderen suchen. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Er meinte Bundeskanzler zu werden und ist jetzt frustriert.
Ein Neuanfang sieht anders aus. Fangen sie bei sich an Herr Schulz und lassen sie die anderen,ob CDU oder AfD, die die die Tore schossen, in Ruhe

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pygmy-twylyte 26.09.2017, 13:04
184. Die SPD stiehlt sich aus der Verantwortung

Zitat von ntfl
eine wiedererstarkte Sozialdemokratie, denn wer glaubt denn allen Ernstes daran, dass sich Union und Liberale darum kümmern, dass z. B. die riesige Einkommensschere bei uns wieder kleiner wird. Insoweit ist es gut, wenn die SPD in die Opposition geht und dort ihre Rolle findet. Eigentlich wäre eine SPD in alter Form bereits heute dringend nötig! Schaut man in die Geschichte, so kann man sehen, .....
Zum Beitrag Nr. 177: Ihre Argumentation verstehe ich nicht. Glauben Sie denn, dass die SPD in der Opposition mehr für das Land und die Menschen erreichen kann als in der Regierungsverantwortung? Auch hatte die SPD genügend Zeit, Merkel und ihrer Politik gegenüber klare Kante zu zeigen. Hat sie das gemacht? Offensichtlich nicht, denn sonst wäre sie vom Wähler nicht derart hart bestraft worden.

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ayberger 26.09.2017, 13:04
185. Als schon etwas reiferer Jugendlicher

habe ich die gesamte bundesdeutsche Politik ab 1949 lebhaft mitverfolgt und konnte nie - nie - Sympathien für die SPD aufbringen. Sie wirkten auf mich immer wie kleinkarierte Neider und Mißgünstler, die - waren sie dann irgendwie zu "Ruhm und Reichtum" gekommen - hochnäsig, arrogant und protzig durch die Gegend liefen und den kleinen Mann, der sie gewählt hatte, nicht mehr eines Blickes würdigten, diese Partei kann bei mir - mit welchem Programm auch immer - keinen Blumentopf gewinnen, ich habe nie nach Geldbeutel gewählt ...

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suplesse 26.09.2017, 13:16
186. Die sitzen da

zwar in der Opposition. Natürlich hätten sie lieber die Macht. Aber das Pöstchen Parlamentarier ist für vier weitere Jahre gesichert. Und vor allem, es sind noch immer die gleichen Leute, die nichts aus Ihrer Niederlage lernen werden. Es braucht neue Köpfe an der Spitze und zwar sofort. Die Erneuerung kann nur mit neuen Leuten gelingen.

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471148 26.09.2017, 13:16
187. Digitalisierung - Eine Herausforderung

mit immenser gesellschaftlicher Bedeutung. Die Medaille mit den berühmt berüchtigten zwei Seiten:
Chance und Herausforderung.
Gewinnstreben allerorten wird zwangsläufig zu immensen Problemen auf dem Arbeitsmarkt führen.
Welche sozialen Sicherungen wird die SPD, werden die Parteien im Bundestag fordern.
Mit einer Lindner Partei wird es schwierig. Bei der CDU/CSU ist eine echte Hinwendung Probleme zuerkennen und Lösungsansätze zu bieten, nicht vorhanden. Richtlinien ??? Im Nebel auf Sicht fahren tut nicht gut.

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FXRichter 26.09.2017, 13:23
188. Eine Heimat, ein Zuhause geben

"Man sollte nicht unterschätzen, was es bedeutet, wenn sich die AfD an "das Volk" wendet. In einer Welt der Entgrenzungen ist das ein starkes Angebot an alle, die sich vor Vereinzelung und Entsolidarisierung fürchten. Die so genannten liberalen Parteien - in Deutschland sind das CDU, Grüne und FDP - haben darauf keine Antwort." Hier fehlt die CSU (Christlich S o z i a l e Union), die sich durchaus auch an das Volk und an das Heimatgefühl der Menschen (in Bayern) wendet. Die SPD ist dort (wie auch in Sachsen) inzwischen eine Kleinpartei geworden, weil sie den Leuten, die meist keine Arbeiter (mehr) sind, keine Heimat, keine Identität, geben kann, weder sozial noch politisch noch spirituell (ja, das Spirituelle gehört auch zum Menschen). Maharishi Mahesh Yogi, der einst eine "Spirituelle Erneuerungsbewegung" gegründet hatte und der Transzendentale Meditation lehrte, sagte einst, dass die Rolle von Regierung vor allem eine Elternrolle sei. Und was müssen liebende und fürsorgliche Eltern ihren Kindern geben? Nahrung, Kleidung, ein Zuhause (eine Heimat) und eine sinnvolle Beschäftigung. Und keine Arbeit, denn Kinderarbeit ist Gott sei Dank verboten. Die SPD will den Leuten aber immer noch Arbeitsplätze geben, weil sie denkt, dass sie eine Arbeiterpartei ist und dass alles von der Arbeit abhängt. Aber die Arbeit wird zunehmend von Maschinen verrichtet.

Das Soziale in der SPD muss also neu justiert werden, es muss über das Gerechtigkeitsdenken hinausgehen, das die SPD lange mit den Gewerkschaften verbunden hat. Wenn heute ein Streik eine Lohnerhöhung erkämpft, dann ist das immer ein Hohn für die Leiharbeiter bei uns und eine Ohrfeige für die Arbeiter in der 3. Welt. Das Soziale muss sogar über die (Sozial-)Gesetze hinausgehen, die das Parlament erlässt. "Das Gesetz tötet, der Geist aber macht lebendig." sagt der Apostel Paulus vor etwa 2000 Jahren. Ein neuer GEIST muss einziehen. Die SPD sollte sich an der Hirnforschung orientieren. Die ideologische linke Gehirnhälfte muss wieder ihre Dominaz abgeben an die rechte Gehirnhälfte (das ist jetzt mal nicht politisch gemeint). Die ganzheitliche rechte Gehirnhäflte ist für Empathie zuständig, sagt der Hirnforscher Iain McGilchrist, der die Lateralität des Gehirns neu aufgerollt hat. Empathie hat mit Parteiprogrammen und Gesetzen nichts zu tun, Empathie ist Freiheit, eine bessere Freiheit als die FDP sie geben kann. Empathie - dahin muss das Soziale in der SPD gehen.

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kugelfang 26.09.2017, 13:25
189. Richtig!

Zitat von pygmy-twylyte
Zum Beitrag Nr. 173 von "kugelfang": Solange die SPD in der Linken einen Klassenfeind und insbesondere in Personen wie Oskar Lafontaine, der als Verräter an der gemeinsamen Sache gebrandmarkt ist, und Sahra Wagenknecht ein rotes Tuch sieht und nicht erkennt, dass sie mit Lafontaine ihr sozialdemokratisches Herz verloren und von Schröder, dem Genossen der Bosse, eine neoliberale, arbeitnehmerfeindliche Fratze verpasst bekommen hat, sondern an dessen Agenda-2010-Politik unbeirrbar und trotzig .....
Der Abgang von Lafontaine war der Anfang einer Neoliberalen SPD und deren Untergang, gut analysiert! Deshalb sehe ich auch noch lange keine Erneuerung bei dieser SPD solange dort der Neoliberale Seeheimer Kurs beibehalten wird, wäre echt schade, zumal wir die SPD brauchen!

Vielleicht finden Oppermann, Nahles, Schwesig, Gabriel und Maas ja einen Job?!? in der SPD sollten sie nicht mehr ... wirken!

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