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SPD nach der Wahl: Und was nun?
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In der SPD herrscht Ratlosigkeit: Das schlechte Wahlergebnis kann sich so recht niemand erklären, mit der Option einer Großen Koalition tun sich die Sozialdemokraten schwer. Wie geht es jetzt weiter und was wird aus Peer Steinbrück?

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espressoli 23.09.2013, 19:24
100. optional

Zitat: "Aber dass man jetzt womöglich auch noch Angela Merkel die Mehrheit sichern muss, empfinden manche in der Partei als Schmach."...

Was heisst hier "MUSS"?..
Wo bitte schön, steht geschrieben, dass die SPD verpflichtet werden kann, Merkels Hofdiener zu spielen, damit einige, wenige Stühle mehr im Unionslager besetzt sind?...

Noch nie hat eine Regierungspartei in Deutschland den Koalitionspartner derart mumifiziert, wie es Merkel mit ihrem "Wunschpartner" FDP gemacht hat... Und das alles, weil die Gier nach Macht nicht ausreichte... es sollte die "grosse Alleinherrschaft" werden... Zum Glück haben denkende Wähler der Kanzlergier ein Schnippchen geschlagen, so dass eine starke Opposition in den nächsten vier Jahren gute Arbeit abliefern kann...

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alerno 23.09.2013, 19:24
101. Diskutabel, zumindest

1.„Schlechtes Wahlergebnis“?
Mit der Progression der Umfragen scheint es nicht zu sein.

2.„Kann sich so recht niemand erklären“?
Wirklich? Ist es alles plötzlich vom Himmel gefallen?

Was mir weniger verständlich scheint, ist warum die deutsche, die europäische Sozialdemokratie sich nicht traut die Welt aktiv zu gestalten. Die Anforderungen der anderen Linksparteien werden als „unverantwortlich“ in Hinsicht Deutschlands kontingente industrielle Wettbewerbsfähigkeit, also die Anpassung am unvernünftigsten, heutigen Kapitalismus, charakterisiert. Ist das was die Linke befürworten im puren Verstand und Ethik in der Tat so realitätsfern. Oder eher Kontingenzfern?

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justus65 23.09.2013, 19:29
102. @Spr

Natürlich muss niemand eine Koalition eingehen, aber der Wähler hat entschieden, jetzt ist das Ergebnis da und es ist die Pflicht der Gewählten eine Regierung zu wählen.
Die Menschen haben SPD gewählt, weil die das Angebot für sich als das Beste (das am wenigsten Schlechte) empfanden, inde Hoffnung, dass am Ende das Programm oder Teile davon umgesetzt werden können. Außerdem hat die SPD eine Koalition mit der Linken ausgeschlossen (wohl wissend, dass sie sonst noch viel schlechter abschneiden würde). Wer also das Programm der Linken will, sollte die Linke wählen und nicht die SPD.
In einer Koalition mit der CDU kann die SPD Teile ihres Programm umsetzen, in der Oppositiion gar nichts. Was ist also besser?
Dass der kleinere Koalitionspartner es immer schwerer hat sein Profil zu zeigen als der Große liegt in der Natur der Sache, es entbindet die gewählten Politiker jedoch nicht, ihrer - durch Inanspruchnahme des passiven Wahlrechts - übernommenen Verantwortung gerecht zu werden. Wer das nicht will, sollte auf sein mandat verzichten oder noch besser sich erst gar nicht wählen lassen.

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jorg.grondke 23.09.2013, 19:33
103. optional

die Mehrheit hat die alte Regierung abgewählt !!!!
Es ist eine linke Mehrheit vorhanden, die man nutzen sollte um wirkliche, notwendige Veränderungen zu erreichen. Die Linken sind nicht die Teufel aus der Hölle !!!!! Schnittmengen sind vorhanden. Wo sind sind sie denn mit Mutti ?

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Nabob 23.09.2013, 19:36
104. Sie haben nur eine Chance

Zitat von sysop
In der SPD herrscht Ratlosigkeit: Das schlechte Wahlergebnis kann sich so recht niemand erklären, mit der Option einer Großen Koalition tun sich die Sozialdemokraten schwer. Wie geht es jetzt weiter und was wird aus Peer Steinbrück?
Sich wieder verstärkt mit dem Grundgedanken der Sozialdemokratie zu beschäftigen und das Sozialstaatsprinzip wieder stärker in das Bewusstsein des Menschen zu rücken.

4 Jahre intensiv nach charismatischen und geeigneten Führungsleuten Ausschau halten,

eine neue PR-Abteilung aufbauen, die in der Lage ist, den Gedanken der sozial orientierten Gesellschaft wieder gesellschaftsfähig zu machen.

Tun sie das nicht, werden sie - diese mit dem großen und geschichtsträchtigen Namen - weiterhin gesichtslos bleiben, opportunistisch und uninteressant werden, enden wie die FDP.

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GMNW 23.09.2013, 19:36
105. Augur

Jetzt müssen S. Gabriel und Genossen aufpassen und hellwach sein, dass der Kandidat trotz deutlich verlorenem Wahlkampf und der wiederholten, klaren Niederlage im eigenen Wahlkreis nicht zum Schattenmann des Parteivorsitzenden mutiert!
Schon gibt es erste deutliche Anzeichen dafür, dass der Kandidat jetzt den Augur der Sozialdemokratie geben will, an dem kein Weg mehr vorbei geht.

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sichernicht 23.09.2013, 19:38
106. Völlig falsch!

Zitat von Europa!
Natürlich erwarten die Wähler eine Große Koalition und sind darüber auch nicht unglücklich.
Natürlich erwarten und wollen die Wähler eben KEINE Schwarz-Rote Koalition!

Ist die Panik bei den CDU-Jüngern jetzt schon so riesig? Das hätten sich die Schwarz-Wähler mal besser vorher überlegt.

Langsam dämmerts, dass das Kreuzchen bei der CDU vielleicht doch ein ziemlicher Fehlgriff war, was?

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tinosaurus 23.09.2013, 19:38
107. dumm

Einfach dumm, dass der Parteivorstand eine Koalition mit den Linken ablehnt. Jedenfalls kann ich mir das besser vorstellen als unter Angie. Aber vielleicht wollen die notorischen Nein-Sager unbedingt abgestraft werden.

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graylion 23.09.2013, 19:40
108.

Zitat von sysop
In der SPD herrscht Ratlosigkeit: Das schlechte Wahlergebnis kann sich so recht niemand erklären, mit der Option einer Großen Koalition tun sich die Sozialdemokraten schwer. Wie geht es jetzt weiter und was wird aus Peer Steinbrück?
Deutschland braucht eine SPD, die klar links ist, und sich nicht um die "Mitte" drischt. Die waere auch wieder waehlbar.

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fortion 23.09.2013, 19:41
109. So schwer ist die Lösung nicht

Zitat von sysop
In der SPD herrscht Ratlosigkeit: Das schlechte Wahlergebnis kann sich so recht niemand erklären, mit der Option einer Großen Koalition tun sich die Sozialdemokraten schwer. Wie geht es jetzt weiter und was wird aus Peer Steinbrück?
Die können sich das nicht erklären? Die sollten mal scharf nachdenken und überlegen, wer seine Stammwähler niederkartäscht, Leiharbeit für alle ermöglicht, die Banken dereguliert, die Großkonzerne steuerfrei gestellt, deutsche Soldaten in Kriege geschickt und HI-V eingeführt hat.

Solange ich lebe werde ich die Partei, deren jahrzehntelanger Stammwähler ich einst war nicht mehr wählen.

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