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SPD nach Parteitag: "Massives Grummeln in der Partei"
DPA

Warum bekam Andrea Nahles bei der Wahl zur SPD-Chefin nur 66 Prozent? Marc Herter, der Fraktionschef in NRW werden will, hat eine Erklärung - und sagt: "Wir dürfen es uns nie wieder in einer Koalition bequem machen."

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fatherted98 24.04.2018, 07:40
20. Warum?

...warum nur 66%....ich frage mich warum überhaupt 66%?
Frau Nahles...typische Berufspolitikerin...nie etwas außerhalb der Politik geleistet oder gearbeitet (innerhalb halten sich die Leistungen auch stark in Grenze...sieht man mal von unterirdischen Pöbeleien und das Absingen von Kinderliedern im Plenum ab).
Warum sollte man Frau Nahles wählen? Parteiräson....sicher ein Grund warum sie 66% bekommen hat.
Warum aber sollte man noch SPD wählen?
Das ist doch die eigentliche Frage die umtreiben sollte....es aber scheinbar nicht tut...die SPD Granden haben es sich wieder auf Druck- und Geldpöstchen bequem gemacht.....warum sollte man in den nächsten 4 Jahren etwas ändern?....und in 4 Jahren werden die Karten neu gemischt (meint man in der SPD)....nur Nahles als Kanzlerkandidatin wird die SPD wohl eher hin zu 10 % als hin zu 30% bringen.

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gedu49 24.04.2018, 07:42
21. Ein Vertrag ist einzuhalten

Falls die CDU/CSU jetzt Beschlüsse des Koalitionsvertrages relativieren will muss die SPD endlich klare Antworten finden. Aus meiner Sicht sollte ein Bruch der Koalitionsvereinbarungen auch das Ende der Koalition bedeuten. Anderenfalls wird die SPD zum Puppe an den Fäden der CDU/CSU und damit nicht wählbar.

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mirage122 24.04.2018, 07:46
22. Komisch:

Grummeln im Bauch haben immer nur die Sozen. Bei CDU/CSU grummelt es scheinbar gar nicht: Bleibt alles wie gehabt oder wird unter den Teppich gekehrt. Wer sich selbst kritisch hinterfragt, kann sich auch erneuern, Darum kann man irgendwie schon hoffen, dass die SPD die GroKo-Verantwortung ernst nimmt und an sich arbeitet.

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staplerfahrer_klaus 24.04.2018, 07:46
23. Grundsatzproblem unserer Zeit

Ich denke die SPD hat das Problem, dass Zeit und Realität widerspricht. Globalisierung, EU und hohe Einwanderung sprechen dagegen, dass speziell niedrige Einkommensschichten langfristig teilhaben und aufschließen. Zusätzliche Abgaben treffen i.d.R. die mittlere Einkommensschicht. Die Scheere geht so unvermeidlich weiter auf.

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steingärtner 24.04.2018, 07:47
24. Gestern im DLF - Lobgesang auf Nahles

Wenigstens einer bricht in hemmungslose Lobhudelei aus, ob der Wahl von Nahles. Unser AUẞENminister meinte sich im Ausland/Toronto, zur sehr inländischen Wahl von Nahles äußern zu müssen.
Passt schon. Allein für diesen Außenminister sollte man Nahles "vom Hof jagen".

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GustavN 24.04.2018, 07:54
25.

Die SPD hat ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. Die Sozialdemokraten waren in den letzten 20 Jahren insgesamt 16 Jahre an der Regierung beteiligt und sind somit für den Stillstand und die Probleme in unserem Land mit verantwortlich. Die können mir viel erzählen, was sie alles tolles umsetzen wollen. Ich glaub es ihnen nicht, denn läge es ihnen wirklich am Herzen, hätten sie schon in den letzten Jahren mal Zeit dazu gefunden.

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mhuz 24.04.2018, 07:59
26.

Nach dem es immer mehr Parteien bei den Wahlen gibt, bleiben für die weniger übrig. Wenn heute einem einfällt, dass der Montag abgeschafft gehört und er an die Macht, gründet er eine Partei und schon fallen alle die Weg, die dass aus wollen. Jetzt soll man halt die Nahles machen lassen - eine Partei besteht nicht nur aus der Nahles.

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trex#1 24.04.2018, 08:00
27.

"... vor allem Investitionen in Bildung, sozialen Zusammenhalt und nachhaltiges Wachstum ..."
Das sind Wahlkampfparolen und Floskeln, mit denen man niemanden beeindrucken kann. Noch dazu wird die SPD damit immer weniger in Zusammenhang gebracht.
Erneuerung, personell wie programmatisch, ist nicht so einfach. Es fehlt der SPD der Impuls, der Schwung, eine Aufbruchstimmung. "Warum ausgerechnet SPD wählen?". Die Frage ist unbeantwortet.

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thomas_schrecker 24.04.2018, 08:05
28. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Ehrlichkeit?

Das Interview zeigt in meinen Augen das Grundproblem der SPD, mangelnde Glaubwürdigkeit. Sie will Regierung und Opposition gleichzeitig sein. Das funktioniert aber nur bei einer Regionalpartei, der CSU. Ich kann es nicht oft genug schreiben, dass die SPD die linke Mehrheit, die es bei der vorletzten Bundestagswahl gegeben hat nicht genutzt hat und statt dessen als Juniorpartner in eine große Koalition gegangen ist, war ein strategischer Sündenfall sonders gleichen und hat die SPD in eine strategische Sackgasse geführt. Jetzt so zu tun als wolle man Alternative sein ist verlogen und unehrlich. Ich denke, das erkennen auch die Wähler. Jedenfalls deute ich die letzten Wahlergebnisse so. Wenn die SPD so weitermacht, sehe ich sie bei der nächsten Bundestagswahl bei 15%. Meine Lösung? Wie wäre es, wenn die SPD mal zu den Tatsachen stehen würde? Man könnte die Geschichte ja auch so erzählen: Wir sind erfolgreiche Regierungspartei, gemeinsam mit der CDU und das seit Jahren. Wir stehen für eine Politik der Mitte und verhindern marktliberale oder rechte Auswüchse. Wählt uns dafür! Aus meiner Sicht kann man nicht seit Jahren in der Regierung sein und gleichzeitig von einem Politikwechsel faseln.

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ladida1970 24.04.2018, 08:11
29. SPD und Glaubwürdigkeit

Herr Herter bemängelt zurecht, dass die SPD ihre Glaubwürdigkeit zurückgewinnen muss. Oder sagen wir mal besser "müsste". Als Fraktionsvorsitzender der SPD in NRW kann/könnte er da ja gleich mal tätig werden: In Köln hat sein Kollege SPD-Landtagsabgeordneter Martin Börschel sich "mal schnell eben" den Posten eines Geschäftsführers beim Kölner-Stadtwerke-Konzern basteln lassen. Einen Posten, den es zuvor noch gar nicht gab und der mit ca. €400.000 pro Jahr fürstlich vergütet ist.
Wenn es Herr Herter und die SPD es Ernst meinen würden mit "Erneuerung", Glaubwürdigkeit" und "Interessen des kleinen Mannes", dann könnten sie ja mal damit anfangen, solcher Art Filz und Vetterleswirtschaft in ihrer Partei auszumisten.

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