Forum: Politik
SPD nach Schulz-Rückzug: Nur noch Entsetzen
AFP

Eine Partei zerlegt sich selbst: Erst schimpft Sigmar Gabriel öffentlich über Spitzengenossen, dann verzichtet Martin Schulz auf das Außenministerium. In der SPD herrscht Fassungslosigkeit.

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wire-less 09.02.2018, 17:30
60. Konsequent

Wer sich so klar äußert das er nicht ins Kabinett eintritt darf das nicht machen. Punkt! Mit so einer Lüge kann man nicht als Außenminister rumlaufen. Jetzt ist er kein Lügner mehr. Alles wieder gut.
Trotzdem ist die GroKo keine gute Idee. Daran ist aber Frau Merkel schuld die wie Pech an ihrem Amt klebt egal ob es gut für DE ist oder nicht. Die CDU hat leider keine Meinung ausser die der Vorsitzenden. Da ist die Demokratie schon lange tot.

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stefanweller 09.02.2018, 17:31
61. Helmut Schmidt...

...hätte den Außenminister hochkant aus der Regierung geschmissen, wenn der beleidigt seine Termine für Deutschland nicht wahrnimmt. Stolze Sozialdemokratie, jetzt eine Splitterpartei. Und, wahrlich: Die Talfahrt ist noch nicht zu Ende!

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rumpyho 09.02.2018, 17:31
62. Richtige Entscheidung

Was ist los ? Erst schimpfen alle, weil Schulz Außenminister werden will (zu Recht). Dann jammern alle, weil er es doch nicht tut.
Schulz hat einen Fehler korrigiert - Gottseidank ...
Jetzt lasst Gabriel Außenminister, denn der ist ein richtig Guter. Dieser Schritt war der erste gute Schritt der SPD seit langem. Und ich denke, tief drin wissen das viele ... aber am Besten erst einmal Empörung heucheln.
Das Schlimmste was der Partei nun passieren kann, ist Gabriel nun zum Königsmörder am Königsmörder stilisieren. Es war nicht Gabriel, der Schulz abgesägt hat, sondern Schulz, der Gabriel hintergangen hat (sofern man Gabriel glaubt, was er sagt ... und ich tue das, weil in der Vergangenheit war er immer einer wenigen Politiker, der sagt was er tut und tut was er sagte.

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spon-facebook-10000199684 09.02.2018, 17:31
63. Chance vertan...

Nach dem ganzen Herumgeeiere wäre Schulz' einzige Chance einer mittelfristigen Rehabilitation der Job des Außenministers gewesen - Europa und die Welt kann er ja, und selbst Dietmar Gabriel hat auf dem Posten Sympathiepunkte sammeln können.
Auch für die SPD wäre das ein gute Möglichkeit gewesen, ohne Gesichtsverlust aller Beteiligten den Parteivorsitz neu zu ordnen.
Wieder mal eine Chance vertan...

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FakeBot 09.02.2018, 17:31
64.

Zitat von hans.lotz
Ob Altgenosse Steinmeier geahnt haben mag, was er mit der Nötigung der SPD, sich gegen ihren erklärten Willen einer Fortsetzung der Koalition mit der CDU/CSU nicht zu entziehen, angerichtet hat.
Wenn Martin Schulz seine persönliche Karriere nicht über das Wohl von Land und Partei gestellt hätte, dann hätte Steinmeier alles richtig gemacht. Schulz hätte einfach nur Wort halten müssen, den Parteivorsitz machen, zufrieden auf die guten Verhandlungen mit der CDU/CSU verweisen in denen die SPD überproportional Ressorts bekommen hat, und man hätte ihm letztlich Applaus geklatscht. Aber Schulz wollte nicht. Ich kann mich an keinen Politiker der letzten Jahre erinnern der derart mutwillig eine komplette Partei in den Dreck zieht. Und das als Vorsitzender. Unglaublich.

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klausbrause 09.02.2018, 17:33
65.

Jetzt rächt sich eben, daß die spd sich in den letzten Jahrzehnten, beginnend mit Vogel und Schröder systematisch programmatisch entkernt hat. Es gibt keine linke oder echte, es gibt nur noch gute oder schlechte Politik und die wird gemacht und BASTA.
All die heute Verantwortung tragenden haben damals schön die Köpfe eingezogen und an den richtigen Stellen geklatscht.
Und von solchen Leuten soll jetzt Orientierung kommen?
Die spd hat ihre Corbyns alle entsorgt. Von der Seite besteht also keine Gefahr mehr.
Und jetzt gilt "Steht die Sonne der Kultur niedrig, werfen selbst Zwerge lange Schatten".

Und nicht zu vergessen: Die cdu hat dies noch vor sich. Und dort wird das Beben weitaus heftiger.
Selbst der Mopedfahrer vom Niederrhein hat sich heute zu Wort gemeldet. Bald wird auch der hessische Vertreter des Bauhauptgewerbes sein zerklüftetes Haupt erheben.

Die braunblauen Wutwichtel werdens mit Wohlgefallen sehen.

Wer denkt da nicht an die alte chinesische Verwünschung: Mögest Du in interessanten Zeiten leben.

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shardan 09.02.2018, 17:33
66. Und Tschüss, Volkspartei

Nun ja. Zunächst hatte Schulz ja - vermutlich wegen Bedenken, wie das bei den Mitgliedern ankommt - die Entscheidung über Ministeramt oder nicht vertagt: das entscheidet er erst nach dem Votum. Das roch zu stark nach Täuschungsmanöver, dann wollte er Minister werden, das gab den erwarteten Protest, nun ist er.... ja was? Nichts mehr? Es war vorher klar, dass die Mitglieder einen Minister Schulz nicht goutieren würden. Es war auch Schulz klar, weswegen er ja die Entscheidung zunächst auf später verschoben hatte. Was Schulz gemacht hat, war äußerst kurzsichtig. Politisch kurzsichtige Minister braucht Deutschland nicht, davon haben wir schon genug. Mit den gesammelten Manövern dürften die nächsten Umfragen ein Resultat zeigen. Es ist absehbar, dass die Ergebnisse für die SPD unerfreulich werden. Volkspartei? Politisch schon seit Schröder nicht mehr, das wird nun in den Zahlen sichtbar werden. Da kann man noch so viel von Respekt (Nahles) und Beitrag zur Glaubwürdigkeit (Mrozek, NRW) reden. Die SPD hat die Chance auf eine Erneuerung vertan, das lange Dahinsiechen beginnt.

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genugistgenug 09.02.2018, 17:34
67. Schulz ist weg und was machen die 100% Zustimmer?

Nimmt er die mit oder küren die nun den Nachfolger mit 110%? So lange diese Führungsjunta aus Bürokraten, Studenten, usw. die alle nichts mit Arbeiterpartei oder Sozial zu tun hatten, haben wollen, sondern nur die Selbstversorgung und Egobildung 'huhu, bin in der Presse' anstrebt - gilt in der SPD die Schwerkraft und die zieht alles nach unten!

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mborevi 09.02.2018, 17:34
68. Alles begann ...

... mit der Ernennung von Schultz zum Kanzlerkandidaten. Wie sehr sich die Bevölkerung eine neue, vertrauenswürdige Person mit Zukunftsvisionen an der Spitze wünscht war an der anfänglichen Euphorie für Schultz zu sehen. Aber schnell wurde vielen klar, was Eingeweihte schon von Anfang an wussten: Schultz ist nicht der Richtige. Seine Reden verrieten es nur zu deutlich. Folglich kam der Absturz. Aber warum wussten die Verantwortlichen in der SPD, die Schultz doch kennen mussten, nicht von vorneherein Bescheid? Das ist der eigentliche Skandal. Die SPD kann sich nur regenerieren, und das gilt genauso für die C-Parteien, wenn sie der nachfolgenden Generation Luft lassen. Und wenn Politik ehrlicher und menschlicher wird, weil sonst keine guten Leute diesen Berufsweg einschlagen werden, denn außer unbedarften Karrieristen werden sich intelligente Leute kaum in diesen Löwenkäfig begeben. Wohin wird das führen, wenn der Überdruss an den Politikern weiter von denselben angeheizt wird?

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WolfThieme 09.02.2018, 17:34
69.

Zitat von waldi22
Es gibt doch im Berufsleben solche Dinge wie physische und psychische Eignung zum Beruf. Ich spreche diese der SPD als Regierungspartei ab! Hier sollte die CDU/CSU ganz schnell die Notbremse ziehen, bevor wir uns als Land komplett lächerlich machen - Absurdistan!
Nach Ihrer Kritik, die ja schon ein Urteil ist, hat die SPD beschlossen, sich aufzulösen.

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