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SPD: Nahles verärgert Landeschefs mit Europaliste
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Die SPD will jünger und weiblicher werden. Parteichefin Nahles und Generalsekretär Klingbeil haben deshalb nach SPIEGEL-Informationen bei der Liste für die Europawahl stark eingegriffen. Das sorgt für Ärger.

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Neandiausdemtal 19.11.2018, 21:07
50. Ja das ist wohl so, leider.

Zitat von Alfred Ahrens
Frau Nahles und Genossen an der Parteispitze sparen allen anderen Parteien viel Geld bei der Wahlwerbung, weil sich immer mehr, auch altverbundene SPD-Wähler von der SPD abwenden, da sie dieses permanente Abwenden von Absprachen nicht mehr mitmachen wollen. So lange sich die SPD nicht an der Spitze verändert, werden die Prozente bei den Wahlen (welcher Art auch immer) weiterhin zurückgehen, - bis Schicht im Schacht ist.
Als ich letztens A. Nahles bei ihrer Abschlußrede anläßlich des Programnatik-Events hören mußte, überkam mich etwas, worunter ich eigentlich gar nicht leide. Es war das unangenehme Gefühl des Fremdschämens. Wie sie da stand und was von "Spaß dabei" und dergleichen krähte. Da weiß man als alter Sozi nicht, ob man lachen oder weinen soll. A. Nahles ist mit der Aufgabe der Parteivorsitzenden entweder total überfordert oder sie hat eine völlig krude Vorstellung davon, wie man sich in der Öffentlichkeit benimmt.
Oder, noch schlimmer, es ist beides.

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Proggy 19.11.2018, 21:08
51. Quote á la SPD

Zitat: "abwechselnd müssen Frauen und Männer berücksichtigt werden"... dann bildet das aber nicht die Zusammensetzung der SPD-Mitglieder*innen ab.
Die Männer werden (wieder einmal) benachteiligt - aber das zählt ja bei den Sozen unter Nahles nicht....

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iasi 19.11.2018, 21:13
52. Listenplatzgeschacher

Demokratisch ist das ganze Verfahren doch eh nicht. Man fragt sich schon, weshalb nicht die Mitglieder der Partei die Kandidaten direkt wählen können/dürfen. Wer die meisten Stimmen bekommt, landet auf dem obersten Listenplatz. Sollten sich keine jungen Frauen auf aussichtsreichen Plätzen befinden, so ist das dann eben der Wille der Mitglieder oder der Unwille junger SPD-Frauen, zu kandidieren. Das bestehende Verfahren ist undemokratisch und unwürdig.

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mull47 19.11.2018, 21:22
53. SPD und Posten in der EU

Man schachert um Posten. Paritätisch besetzt durch Mann und Frau. Fazit? Die Kandidaten, Mann und Frau sind Parteisoldaten, können beide nichts, aber sind im EU Parlament! Ich dachte einmal, wenn mehr Frauen in der Politik sind würde es besser. Ein Trugschluss (siehe Ursula von der Leiden, Merkel, Küsten Barbie, Nahles und andere).

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Crom 19.11.2018, 21:29
54.

Zitat von christoph_schlobies
Die Liste der SPD dürfte nichtig sein,da sie offenbar unter Umständen zustandegekommen ist,die eine Chancengleichheit von älteren verhindert hat.- Im übrigen sind ältere Menschen im Schnitt die besseren - Lebenserfahrung ist durch nichts zu ersetzen.- Bei identischer Begabung ist ein älterer Mensch immer urteilsfähiger als ein jüngerer. Man dackelt den telegenen Schönheiten hinterher - und verblödet immer mehr.
Blödsinn, jeder hat die Möglichkeit auf einen besseren Listenplatz indem er einfach bei der Delegiertenkonferenz für eben diesen kandidiert. Der Bundesvorstand hat nur ein Vorschlagsrecht.

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achim21129 19.11.2018, 21:39
55. Geht's noch?

Schulz zurück holen? Schulz, der wie nur wenig andere SPD Politiker für gebrochene Versprechen steht? Warum sind Andere, Jüngere keine Alternative? So kommt die SPD doch niemals auf die Beine!

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localpatriot 21.11.2018, 07:02
56. Von den alliierten Gründungsvätern 1949 eingeführt

Zitat von iasi
Demokratisch ist das ganze Verfahren doch eh nicht. Man fragt sich schon, weshalb nicht die Mitglieder der Partei die Kandidaten direkt wählen können/dürfen. Wer die meisten Stimmen bekommt, landet auf dem obersten Listenplatz. Sollten sich keine jungen Frauen auf aussichtsreichen Plätzen befinden, so ist das dann eben der Wille der Mitglieder oder der Unwille junger SPD-Frauen, zu kandidieren. Das bestehende Verfahren ist undemokratisch und unwürdig.
Die Landeslisten sind an sich als Stütze der Demokratie gedacht, rein für den Fall dass man in D undemokratische Personen über die Direktwahl ins Parlament schicken könnte.

Was allerdings nicht konzipiert war, war die Umgehung der Landesverbände welche in Eigenverantwortung wählernahe Leute aus ihrem eigenen Einflussbereich ins Parlament schicken würden.

Dass die angeschlagene SPD Spitze die Auswahl und Reihenfolge der Kandidaten der Landeslisten nun an sich reisst, ist keineswegs eine Überraschung, denn bisher kann man viele Entscheidungen sehen, welche die Parteiführung von ihrer Mitgliedschaft und ihrer Wählerschaft trennt.

Das Ende als Volkspartei ist nun in Sicht und die Zahl der angerosteten fällt stetig.

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spon_3653303 21.11.2018, 12:32
57. Auch Frauen brauchen Format und Ausstrahlung

Der Weg der SPD wird nicht aus dem "Jammertal" herausführen, solange nur "brave" und zurückhaltende Leifiguren (siehe Landesvorsitz Baden - Württemberg) oder gespielt lustig und/oder agressiv auftretende Führungspersönlichkeiten etwa im Bund vor den "Karren" gespannt werden. Mehr Frauen in politischer Verantwortung ist grundsätzlich zu begrüßen. Auch Frauen müssen jedoch hinsichtlich persönlicher Ausstrahlung und Auftreten wählerwirksam daherkommen - nicht zuletzt auch zur stärkeren Identifikation der Parteimitglieder. Das Vorbringen ("ausgegorener"!) zukunftsweisender Strategien und Konzeptideen sollte dabei nicht fehlen .
Nicht ganz nebenbei: auch durch die verkrusteten Strukturen der Berliner Parteizentrale (und so mancher Parteizentrale in den Ländern) müsste bald einmal ein frischerer Wind wehen....!

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derblaueplanet 21.11.2018, 20:38
58. Wieder zwei "Politikstudentinnen", die eine ohne Abschluß, die andere

mit 26 immer noch nicht fertig. Reine Karrieristinnen, Kennerinnen der erforderlichen Terminologie ohne je irgendeinen Bezug zum Arbeitsleben außerhalb ihrer Partei und deren Echokammern gehabt zu haben. Delara Burckhardt pflichtgemäß mit dem Duktus einer Retterin vor Ertrinken, Armut und sonst allem Bösen in der Welt - mit "guten Ideen", erkennbar ohne jeden staatswissenschaftlichen oder philosophischen Hintergrund, geschickt in der Auswahl der Themen für ihr Publikum, die korrekte Parteilinie, das Wissen um die "Beschlusslage", die jusospezifische "Aufmüpfigkeit". Das sind die Leute, die nicht nur die SPD, sondern , von außen betrachtet, Deutschland im Europa-Parlament repräsentieren sollen. Dünnbrettbohrer, Fliegengewichte, Karrieristen, Quotenfrauen. Frau Burckhardt auf Platz 5 wird gewählt werden, aber Frau Boos hat schon keine Chance mehr, sie wird weiterhin Generalsekretärin ihrer Partei in BaWü bleiben dürfen.

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derblaueplanet 21.11.2018, 20:56
59. Sie irren!

Zitat von Dramaturgen-Frau
... wird Frau Nahles sicher die Position der Totengräberin der SPD bei den interpretierenden Historikern einnehmen, davon bin (nicht nur) ich fest überzeugt. Der Niedergang wurde beschleunigend eingeleitet durch Gerhard Schröder, und A. Nahles, die schwächste aller Vorsitzenden dieser einst großen Partei, ist die Verwalterin der Abwicklung zum Tode hin. Wir werden es 2019 erleben, dass die SPD faktisch kein Gewicht mehr im Europaparlament erhalten wird und in den ostdeutschen Ländern quasi unter die Splitterparteien absinkt. Und weiter glaubt diese Nahles-SPD, sie könne mit jungen Frauen und der Festsetzung der "staatlichen Förderung feministischer Pornos" (kein Witz: SPD-Verband Berlin! Jan Fleischhauer hat es hier auf SPON beschrieben) wieder Volkspartei werden. Die SPD stirbt. Das ist Faktum und unumkehrbar. Die SPD wird in den kommenden zehn Jahren aus Deutschland verschwinden. Frau Nahles hat ihren historischen Anteil daran. Ihre öffentlichen Auftritte sind darüberhinaus hochnotpeinlich. Desweiteren fehlt ihr die intellektuelle Kraft zur Analyse des Todeskampfes ihrer Partei. Rumschreien nützt da gar nichts.
Die Totengräber der SPD werden Kühnert und seine Leute sein, und wir werden erleben, daß es zwei Arten von Zombies gibt: Die Untote, die sich wieder aus ihrem Grabe erhebt, und die Lebende Leiche, die nicht ins Grab will. Das eine ist die Wiederauferstehung der Sozialistischen Deutschen Einheitspartei, sprich: der Zusammenschluß "linker" SPD mit der linksradikalen "Linken", das andere eine SPD, die zur Kleinpartei verkommen noch nicht wahrhaben will, daß Deutschland sie nicht mehr haben will. Sie hätten am Beispiel der italienischen Sozialisten lernen können, aber sie sind dazu nicht mehr fähig. (Daß Leute wie Nahles oder Kohnen intellektuell vollkommen überforderte Frauen sind, hat vermutlich einfach damit zu tun, daß es wenige wirklich intelligente Frauen für nicht sehr klug halten, sich in der SPD zu engagieren, wo Beschlußlage, Stallgeruch und Parteilinie entscheidend sind, eigenständiges Denken nicht).

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